" Andasol 3 " - Beteiligung an der Andasol Fonds GmbH & Co. KG

    eröffnet am 04.01.10 14:12:10 von
    Anlegerin

    neuester Beitrag 08.10.13 22:30:02 von
    jb11-hdm
    Beiträge: 86
    ID: 1.155.133
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    Anlegerin
    schrieb am 04.01.10 14:12:10
    Beitrag Nr. 1 (38.660.187)
    Ich bin hinsichtlich geschlossener Fonds unerfahren (habe bisher "nur" Erfahrung mit Investitionen in internationale Aktien und Anleihen). Nun bin ich auf diese Investitionsmöglichkeit gestoßen, sie hört sich -für mich- gut an.

    www.andasol-solarfonds.de

    Was müsste ich vor einer Investition unbedingt beachten?

    Danke euch.:)
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    renditor
    schrieb am 04.01.10 14:46:54
    Beitrag Nr. 2 (38.660.427)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 38.660.187 von Anlegerin am 04.01.10 14:12:10Am besten erstmal die einschlägigen Threads zum Thema Solarfonds hier im Forum lesen, um sich Informationen und einen Überblick zu verschaffen.Es gibt mindestens ein halbes Dutzend Konkurrenzprodukte auf dem Markt. ANSEHEN! Anlagekonzept, Kostenstruktur, Leistungsbilanz etc.
    ANSEHEN!
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    Ahoi_nohe
    schrieb am 04.01.10 15:37:12
    Beitrag Nr. 3 (38.660.886)
    @renditor

    Andasol (1 bis 3) ist ein "Solarthermisches Kraftwerk" und ist technisch nicht mit den Photovoltaik-Kraftwerken (Solar-Module) vergleichbar. Somit können auch die Investitionssummen und die laufenden Kosten nur schwer verglichen werden. Außerdem ist es eins der ersten Kraftwerk dieser Art auf europäischem Boden, jedenfalls habe ich nichts anderes gefunden(Google)

    Da es der erste Fonds mit dieser Technik ist, würde es mich auch sehr interessieren, ob die Investitionsangaben realistisch sind oder viele versteckte Kosten aufweisen.

    Viele Grüße
    Ahoi
    Avatar
    tukofor
    schrieb am 04.01.10 16:37:56
    Beitrag Nr. 4 (38.661.486)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 38.660.886 von Ahoi_nohe am 04.01.10 15:37:12gesundes und erfolgreiches neues Jahr allerseits!
    habe auch ein wenig gegoogelt und das gefunden:

    "Der Emissionsprospekt führt pflichtgemäß eine Reihe von Risiken an, die die Rendite gefährden oder zum Verlust des Kapitals führen können. Unter anderem wird eine mögliche Trockenperiode am Standort für Engpässe bei der Grundwasserversorgung für das Kühlen des Dampfs des angeschlossenen konventionellen Kraftwerks angeführt.
    Auf Seite 50 wird der Jahresbedarf an Grundwasser mit 900000 cbm angegeben, d.h. 2500 Kubikmeter pro Tag. Solche Mengen sollen am Standort in der Sierra Nevada stets verfügbar sein.
    Bisher jedoch sind solche Mengen dem Grundwasser dort nicht entnommen worden, die Entnahme gefährdet daher die Wasserverfügbarkeit anderswo unterhalb der Sierra Nevada.
    Im übrigen ist im Zuge der Klimaveränderung gerade in den Mittelmeergebieten mit zunehmenden Dürren zu rechnen, so dass die Wasserversorgung zu einem existenziellen Problem werden kann, inbesondere, da das Projekt auf eine sehr lange Laufzeit ausgelegt ist.
    Solar Millenium projektiert auch in anderen Dürregebieten der Erde gleichartige Kraftwerke, auch dort, wo Wasser nicht verfügbar sein wird.
    Da fragt man sich doch, ob die Technik mit angeschlossenem konventionellem Kraftwerk schon ausgereift ist, wenn man verbrauchtes Kühlwasser nicht gleichzeitig zurückgewinnen kann."

    Quelle: Kommentar auf http://www.photovoltaik-guide.de/solar-millennium-bietet-mit…
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    Lonox
    schrieb am 05.01.10 11:15:56
    Beitrag Nr. 5 (38.666.238)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 38.661.486 von tukofor am 04.01.10 16:37:56..."Da fragt man sich doch, ob die Technik mit angeschlossenem konventionellem Kraftwerk schon ausgereift ist, wenn man verbrauchtes Kühlwasser nicht gleichzeitig zurückgewinnen kann."

    Ja - die Tücken der Technik. ;)
    Kühlwasser wird nicht "verbraucht" - sondern in der Regel nach dem Wärmetausch (Kühlung) abgeleitet. In einigen Fällen aber auch im Kreislaufbetrieb eingesetzt - dann allerdings mit Kühlturm und Zusatzwasser.
    Insofern kannst du das eingesetzte Wasser immer weiter verwenden - leider würde dann mit der stetigen Aufwärmung die gewünschte Kühlwirkung im Wärmetaucher nachlassen und im Ergebnis dein Anlagenwirkungsgrad nachhaltig leiden.
    Avatar
    Anlegerin
    schrieb am 05.01.10 14:11:03
    Beitrag Nr. 6 (38.667.592)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 38.666.238 von Lonox am 05.01.10 11:15:56Im Emissionsprospekt heißt es zum Thema Wasserverfügbarkeit (S. 28):

    \"Bei der Fondkonzeption wurde unterstellt, dass Wasser zum Betrieb der Anlage, insbesondere für den Kühlkreislauf und zu einem kleineren Teil auch für die Reinigung der Spiegel, in ausreichendem Umfang zur Verfügung steht. Sollte dies nicht der Fall sein, z.B. aufgrund von Dürreperioden oder rechlicher Beschränkungen, könnte dies zu Betriebs- und damit zu Erlösausfällen führen. Dauerhafter Wassermangel könnte die Rentabilität der Anlagen gefährden. Gegebenenfalls wäre die Umrüstung auf Trockenkühlung auf technische und wirtschaftliche Machbarkeit zu prüfen, wodurch neue Investitionen erforderlich wären und höhere Betriebskosten der Anlage entstünden. Dies könnte zu einer vorübergehenden bis dauerhaften Belastung der Einnahmensituation führen und die Wirtschaftlichkeit der Beteiligung negativ beeinflussen bis hin zum vollständigen Verlust der Einlage des Investors.\":confused:
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    Lonox
    schrieb am 05.01.10 14:41:13
    Beitrag Nr. 7 (38.667.820)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 38.667.592 von Anlegerin am 05.01.10 14:11:03Ich will hier nicht orakeln, ABER sollte man als Initiator bzw. Entwickler des Projektes nicht die grundsätzlichen Rahmenbedingungen checken ?

    Der konventionelle Teil dieses solarthermischen Kraftwerkes benötigt zwingend u. dauerhaft Kühlwasser in Auslegungsmenge.
    Ein spätere Umbau würde nicht nur Zeit & Geld - sondern auch Nichtverfügbarkiet bedeuten.
    Abgesehen davon, dass eine Trockenkühlung den Wirkungsgrad verschlechtert (geringere Erzeugung = Einnahmeausfälle).

    Ich habe den Prospekt nicht vorliegen.
    Woher bezieht die Anlage das Kühlwasser ?
    Avatar
    Anlegerin
    schrieb am 05.01.10 14:50:04
    Beitrag Nr. 8 (38.667.898)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 38.667.820 von Lonox am 05.01.10 14:41:13"Der Kraftwerkstandort zeichnet sich durch eine für spanische Verhältnisse überdurchschnittlich gute Wasserverfügbarkeit aus. Wesentlicher Grund dafür ist das den Standort umgebende Gebirge, die Sierra Nevada. ... Der Wasserbedarf wird im Wesentlichen aus dem Grundwasservorkommen über Brunnen am Standort gedeckt" (Seite 50).

    Der Emissionsprospekt steht auf der Webseite der Solar Millenium AG zur Verfügung:
    http://www.solarmillennium.de/Investoren/Fonds/Download_Fondsunterlagen/Die_Unterlagen_zum_Herunterladen_,lang1,374.html
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    Lonox
    schrieb am 06.01.10 13:25:50
    Beitrag Nr. 9 (38.674.748)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 38.667.898 von Anlegerin am 05.01.10 14:50:04Ich habe mir gestern Abend die mühe gemacht und habe im Schnelldurchgang den Prospekt durchgearbeitet.
    Hier mein ertses Meinungsbild:

    Allgemein
    * Prospekt behandelt ausführlichst die Beschreibung der Risiken (Seiten 14-34 vo. 156)
    * Geplante Nachsteuer-Rendite 5,85%
    * Betriebszeitraum bis 2045; kalkuliert 2033

    Technik
    * Parabolrinnentechnik ist eine erprobte & zuverlässige Technologie
    * Nachgeschalteter konventioneller Kraftwerksteil frei von Kritik
    * Verwendeter "thermischer Speicher" mit Fragezeichen
    ("... Funktions- bzw. Leistungsfähigkeit in dieser Größenordnung noch nicht im Langzeitbetrieb in der Praxis nachgewiesen...")
    * Wasserverfügbarkeit durchaus kalkulierbar

    Prognosen
    * Prognosen für die Solarstrahlung basieren auf Messungen seit 03-2000 vor Ort [gute Datenbasis][/green]
    * Mittel seit 2000: 2.144 kWh/m2
    * Annahme im Prospekt: 2.136 kWh/m2
    * Leider sind nach m.K. keinerlei weitere detaillierte Berechnungen, welche in die prospektierten Zahlen münden dargestellt (Schwachpunkt)


    Im Ergebnis für mich ein interessantes Projekt, dass durchaus zukunftsweisend ist - allerdings mich als Investor inhaltlich (Prospekt) als auch technisch-wirtschaftlich nicht überzeugt.
    Avatar
    Ahoi_nohe
    schrieb am 06.01.10 14:35:44
    Beitrag Nr. 10 (38.675.321)
    @Lenox

    Deshalb war ja meine Frage, ob die Investitions- und Verwaltungskosten realistisch sind?

    Ich habe das Gefühl, dass der Kleinanleger nur ein "billiger" Kapitalgeber für die bestehenden Gesellschafter ist!!!!

    Hauptgesellschafter sind die Stadtwerke München GmbH mit 48,9 %. Weitere Gesellschafter sind eine Beteiligungsgesellschaft (25,1 %) mit den Gesellschaftern RWE Innogy AG und Rheinenergie AG, sowie eine weitere Beteiligungsgesellschaft (26 %) aus MAN Ferrostaal AG und der Solar Millennium AG.




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