Antwort auf Beitrag Nr.:
38.940.089 von Reislaeufer1 am 13.02.10
17:06:50Hallo Reisläufer...
Ich stimme Dir fast zu. In Strukturvertrieben wechseln die „oberen
Ränge“ unter sich. Der Vertrieb in Strukturvertrieben ändert sich
daher aber nicht. Versuche Externes Blut ins Haus zu holen
scheitern an der Struktur.
Das erinnert mich an einen Vertriebsvorstand bei MLP, der vor ein
paar Jahren von der AXA (2007 ?) für ein paar Monate geholte wurde.
Der Name ist mir entfallen. Und auch völlig unwichtig. Aus meiner
Sicht konnte ich jedenfalls selten so viel Unfähigkeit im Umgang
mit einem Vertriebsaußendienst just bei MLP feststellen. Dieser
neue Vertriebsvorstand musste m.M.n. schon aufgrund völlig anderer
Gegebenheiten bei MLP scheitern.
In Versicherungskonzern mit einem Ausschließlichkeitsvertrieb ist
der Umgang untereinander ein anderer, als in einem
Strukturvertrieb. In großen Versicherungskonzernen (z.B. Allianz)
gibt es eine sog. Vertretervereinigung. Ähnlich einem Betriebsrat.
Die Angelegenheiten des Vertriebs werden daher von beiden Seiten
ausgewogen betrachtet und führen meist zu sinnigen Entscheidungen
für beide Seiten.
Bei MLP gibt es meiner Kenntnis nach keine analoge
„Handelsvertretervereinigung“. Hier könnte es sein, dass
ausschließlich und nur von MLP vorbestimmt wird, wie der
angeschlossene „Handelsvertreter“ zu funktionieren hat. Ein
Interessenausgleich scheint nicht statthaft? Letztlich erscheint
mir ein System als nicht dauerhaft tragfähig, das seine eigenen
Leistungsträger – Außendienst – permanent mit Vorstandsfüßen
tritt.
Zudem bin ich sowieso der Überzeugung, dass Außendienstmitarbeiter
bei MLP „Angestellte“ sind.
Ich muss Dir, lieber …, widersprechen. Uwe Schöder-Wildberg ist aus
Sicht von MLP möglicherweise durchaus fantastisch linientreu.
Seine Begründungen für ungenügenden Geschäftsgang in eine
Wirtschaftskrise zu formulieren sind m.M.n. legitim. Exakt das
betrieben schon alle anderen Heerführer in grauer Vorzeit, wenn sie
von inneren unhaltbaren Umständen auf äußere Umstände und damit auf
externe Feindbilder ablenken wollten. Also einen Feind außerhalb
lokalisieren konnten und das Volk sich diesem Feinbild anschloss.
So wurden Kriege angezettelt.
Im Falle von Uwe Schöder-Wildberg sehe ich das ganz persönlich
analog. Die Wirtschaftskrise ist schuld, sagt anscheinend USW?
Ich dachte ja immer, dass MLP auf die Akademikerkunden abzielt?
Also hohes Einkommen, relativ gesicherter sozialer und beruflicher
Status? Und liefen die Verkaufsgespräche von MLP-Beratern nicht
auch in diese Richtung? Ein Akademiker hatte also weniger zu
erwarten, dass er beruflich und sozial in ein Abseits durch
irgendeine Wirtschaftsflaute rutschen kann? Wenn dem so ist, stellt
sich die Frage, weshalb USW nun irgendeine Wirtschaftskrise für
mangelnden Geschäftsgang ins Feld führt? Gerade MLP müsste es bei
einer Wirtschafsflaute doch dann am wenigsten treffen?
Ich stelle mir nur u.a. obige Fragen und bin über Uwe
Schröder-Wildberg erstaunt, da mir vieles in seinen Aussagen
äußerst widersprüchlich erscheint. Andererseits würde ich
selbstverständlich auch ein Heerführer sein. Daher habe ich
Verständnis für USW. Und zwar auch dann, wenn mir andere
einleuchtendere Begründungen einfallen würden. Seine Aussagen sind
meiner unbedarften Meinung nach schlicht Schwachsinn für
Scvhwachsinnige.
Lieber Reisläufer... Das Fixum an die GL ist m.M.n. keine
Bankrotterklärung. Es ist vermutlich für MLP die einzige Chance
nicht noch mehr GL und deren Mannschaften zu verlieren. Es bleibt
abzuwarten, wie sich dieses Fixum vertraglich gestaltet? Ich
fürchte, dass es wieder einmal ein Luftballon ist, der für einen GL
erst in Jahren platzt.
Beste Grüße an Dich
De profundis
P.S. Ich stimme Dir zu, dass interna sich hier im Forum kräftig
tummelt. Es muss Idealisten geben, die Manches an die Oberfläche
bringen. Ob seine Meinung dabei als richtig und falsch angesehen
wird, ist unerheblich. Durch seine aktive Teilnahme ermöglichen
sich Chancen für ALLE Beteiligten sich jeweils ein persönliches
Bild zu machen und aufgrund dessen auch mit einer persönlichen
Meinung zu reagieren.