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Seite 59 von 62

Kursprognose MLP und Beitrag der Bestandsprovisionen ( Seite 59)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 17.01.10 17:18:21
von
neuster Beitrag 21.05.12 10:11:56
von

Anzahl Beiträge: 611
Aufrufe gesamt: 57.116
Aufrufe heute: 0
Diskussionsnr.: 1.155.361

MLP

Chart
WKN: 656990
ISIN: DE0006569908
Symbol: MLP
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Xetra (EUR), 25.05.12 | 17:35
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[ Seite: 1235859606162neuster Beitrag ]

Avatar
schrieb am 01.02.12 09:29:25
Beitrag Nr.581 
(42.678.376)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.676.383 von gras-plus-halm am 31.01.12 20:14:11gras-plus-halm,

und bei schweren Unfällen darf man auch schon mal zu den Eltern der verunglückten Person fahren (die schon die Vormundschaft hatten), alle BU-Fragen, Unfallfragen etc. mit denen klären, die ganzen Gespräche mit den Gesellschaften führen etc.

Im Todesfall gibt es dann auch manchmal richtig viel Arbeit: Wenn der Hauptverdiener ausfällt und eine Finanzierung läuft und daher einfach €€€ notwendig sind (und zwar nicht in ein paar Monaten sondern jetzt).

Wenn der Sohn stirbt und die Eltern nur einen Ordner vorfinden und dann sämtliche Arbeit (wieder Schreibaufwand mit den Gesellschaften, Nachweis der richtigen Bankverbindung ....) abgenommen bekommen.

Dann kommt auch noch richtigerweise hinzu, was Subsidiaritaetsprinzip geschrieben hat:

Ich muß es mir leisten wollen, mich betreuen zu lassen. Wie immer dazu das Friseur-Beispiel: Braucht man doch nicht, Rasierer tut es auch und Pudelmützen sind bezahlbar.

Ja, liebe Berater und liebe Kunden, das Schwert ist zweischneidig:


a) Wer wenig zahlen will (also wirklich wenig), der darf auch nur wenig erwarten.

b) Wer ordentlich zahlt, darf auch eine entsprechende Leistung erwarten.


Dazu:


Zum Nachdenken

Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, daß nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften.

Es ist unklug, zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles.

Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.

Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten.

Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen.

JOHN RUSKIN (geschrieben 1845)
englischer Sozialreformer (1819-1900)
Avatar
schrieb am 01.02.12 17:23:46
Beitrag Nr.582 
(42.682.181)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.678.376 von interna am 01.02.12 09:29:25Guten Tag!

1. Mr. Ruskin war Künstler, kein Wirtschaftswissenschaftler. Insofern mag dieses ihm zugeschriebene Zitat eine gewissen künstlerischen Wert haben, ökonomisch jedoch ist es falsch.

2. Es ist, denke ich, kein Zufall, daß sich alle hier regelmäßig und trotz mehrfacher Nachfragen weigern, diese Service-Mehrleistungen zu quantifizieren, die den "guten Betreuer" ausmachen und die BePro rechtfertigen sollen. Machen wir es also einmal statistisch, bezogen auf eine KLV mit 30 Jahren Laufzeit und die von euch genannten Dienstleistungen:

-Umzug in dieser Zeit statistisch etwa 3 mal.
-Scheidung/Heirat/Trennung ebenso
-Bank: nocht seltener.

Insgesamt also etwa 8 mal 5 Minuten Arbeit, die dem Kunden de facto keinen Mehrwert bringen, denn die neue Bankverbindung kann ich entweder dem Verkäufer mitteilen oder der Gesellschaft; der Aufwand ist identisch. Einen Synergieeffekt gibt es erst, wenn ich gleich mehrere Verträge bei einem Verkäufer liegen habe, aber da spare ich mir de facto auch nur eine einstellige Minutenzahl.

-Verkaufsgespräch: 1 mal, zwei Stunden inkl. Hintergrundarbeit.

-Portfolioüberprüfungen: Haben mit der KLV nix zu tun. Ganz im Gegenteil reduziert diese den Aufwand, weil sie wegen der langen Frist die zu Anlagezwecken zu verpanende Liquidität nachhaltig reduzieren.

-Einsatz als Sicherheit: Das muß doch letzten Endes ohnehin die Bank machen, oder? Soll meinetwegen aber dennoch alle zehn Jahre passieren und je 15 Minuten dauern.

-Dann der echte Service: Ja, wenn sich ein Verkäufer tatsächlich und engagiert und ausreichend kompetent um z.B. den Schriftverkehr im Unglücksfall kümmert, mag das in seltenen Ausnamefällen (warum ich das genau dafür halte, habe ich schon des öfteren begründet) segensreich sein. Dauer insgesamt: zwei Arbeitstage. Quote der Verträge: Deutlich unter einem Prozent. Nehmen wir der Einfachkeit halber das volle Prozent an, sind wir bei einer Viertelstunde pro Vertrag.

Damit kommen wir pro LV-Vertrag auf insgesamt durchschnittlich dreieinhalb Stunden Arbeit. Und selbst, wenn ich die Hälfte vergessen habe und alles viel länger dauert, wird es immer noch kein voller Tag. Gemessen auf die Laufzeit, wohlgemerkt.

Und damit wird es zum guten Schluß dann doch ökonomisch. Die Provision einer KLV hat mit dem damit verbundenen Aufwand ebenso wenig zu tun wie der Preis von Red Bull mit seinen Herstellungskosten. Sie ist ein ganz schlichtes Instrument der Vertriebssteuerung und so hoch, weil die Gesellschaften so gut daran verdienen. Hört also bitte auf damit, kritische Anmerkungen zu diesen Summen als "Geiz ist Geil"-Mentalität zu diskreditieren. Das stünde Euch nicht einmal dann zu, wenn Ihr echten Mehrwert bötet.

Gras-Plus-Halm: Wenn ich so etwas lese:

"das kann man unter betriebswirtschaftlichen aspekten eigentlich gar nicht leisten, das geht nur, wenn/weil man für die 95% nicht-bu-fälle auch vergütet wird.",
könnte ich schreien. Wenn Du Versicherungen verkaufst, sollte Dir doch klar sein, wie deren Prinzip ist, oder?

Gruß

Quixote
Avatar
schrieb am 01.02.12 18:05:41
Beitrag Nr.583 
(42.682.488)
Antwort
Zitat
Die KLV hat nichts mit Portfolioüberlegungen zu tun???

D.h. man wählt einmal das auszuwählende Portfolio (ich nenne es einmal MVM = Moneten Vernichtendes Management) und dann wird erst nach 30-40 Jahren wieder geschaut, was rausgekommen ist?

Nach der Maxime wäre eine Bestandsprovision - neben einer Abschlußprovision übrigens - unanständig.

Da die hinterlegten Fonds mal besser und mal schlechter performen, ist es meine Aufgabe, bei Checkupgesprächen diese zu analysieren und dann ggf. zu tauschen. Hierfür kann man Honorare vereinbaren oder eben Bestandsprovision. Wessen Makler dies nicht will, sollte erst die gelbe, dann die rote Karte bekommen.
Avatar
schrieb am 01.02.12 20:44:58
Beitrag Nr.584 
(42.683.505)
Antwort
Zitat
Lieber Quixote,

Deine Ausführungen haben einen entscheidenden Denkfehler:

Viele Menschen können nur wenige Sachen gut. Das gilt auch für mich. Diese Menschen sind froh und bereit, dafür zu zahlen, daß andere die Arbeiten machen, die man selber nicht machen kann oder will.

Das nennt man Arbeitsteilung und das ist ein Grund dafür, daß Du und ich es uns leisten können, hier zu posten. Wer baut die PCs, wer sorgt für den Internetzugang, wer für den Stuhl, auf dem Du sitzt? Du kannst das mit entsprechendem Zeitaufwand zum Teil selber machen (Stuhl) oder auch gar nicht (Browser schreiben für den Internetzugang...).

In einem Punkt bin ich ja auf Deiner Seite: Wer einen *****-€-Vertrag hat, der darf auch *****-Leistungen erwarten. Zum Glück ist es hier in Deutschland jedem selber überlassen zwischen 0 und 5 - Sterne-Betreuung zu wählen (wenn er sich denn die Zeit nimmt, mal die Angebote zu testen).

----------------------------------------------------------------------------

Komme doch einfach mal bei mir vorbei und schaue Dir an, wieviel Arbeit es ist, ca. 3.000 - 3.500 Verträge zu betreuen!
Avatar
Subsidiaritaetsprinzip
schrieb am 03.02.12 12:19:08
Beitrag Nr.585 
(42.693.830)
Antwort
Zitat
Der Thread zur Kursentwicklung ist sinnlos!

Schaut man sich die Umsätze der letzten 24 Handelstage an, so stellt man fest, dass es 6 Tage gab, an denen weniger als 10.000 Stücke umgingen.
An weiteren 6 Handelstagen wurden unter 15.000 Stücke gehandelt.
Die höchste Handelsaktivität lag bei ca. 25.000 Stücken.

Ohne Handelsaktivität gibt es auch kaum Kursbewegungen.

Die Ursachen sind in den Vorschriften für die Fondsmanager von Small- und Midcapfonds der klassischen Investmentgesellschaften zu finden:

Die Größe einer einzugehenden Position wird nach den Erfahrungen der letzten Jahre zu einem großen Teil bestimmt durch die LIQUIDITÄT einer Position.
Man darf sich das so vorstellen, dass der Fondsmanager die Anlagerichtlinie erfüllen muss, jede einzelne Position des Fonds innerhalb von 2 Tagen ohne große Kursbeeinflussung liquidieren zu können.

Wieviele Aktien der MLP AG dürfte der Fondsmanager dann in seinem Fonds haben?

Wären 10.000 Aktien schon zu viel?
Oder könnte man 30.000 Aktien innerhalb von 2 Handelstagen verkaufen, ohne den Kurs zu beeinflussen?

Auf der anderen Seite seiner Überlegungen steht:
Lohnt sich der Arbeitsaufwand für eine Maximalposition von 150.000€ oder gar weniger?
NEIN!

Wer Lust und Zeit hat, der selektiere die Fonds bei Onvista, die noch MLP Stücke halten und ziehe dann seine Schlüsse.

Konsequenz:

MLP hat einige große Aktienpakete bei Produktpartnergesellschaften untergebracht, deren Interessen uns immer verborgen bleiben werden.

Wer immer noch Kursprognosen wagt, dem sei gesagt:
Der Asset-Manager einer unbedeutenden Partnergesellschaft MLPs kann innerhalb von Tagen den Kurs ganz alleine, still und heimlich auf 10€ hochziehen.

Bei einem solchen Wert ist jede Kursentwicklung vorstellbar.
Bei MLP machen Einzelentscheidungen den Kurs und nicht der Markt, denn es gibt derzeit keinen funktionierenden mehr!




Avatar
schrieb am 04.02.12 17:49:30
Beitrag Nr.586 
(42.700.168)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.693.830 von Subsidiaritaetsprinzip am 03.02.12 12:19:08Guten Abend Subsidiaritaetsprinzip,

die Handelsaktivität ist gering und ob der Kurs "frei" ist, ist sicherlich ein eigenes Thread wert.

Allerdings verdichten sich die Anzeichen, daß die BP immer wichtiger wird. Überlege doch mal, was jetzt am 1. April geschieht mit der KV. Diese Provisionskürzung wird einige Strukturvertriebe erheblich berühren. Es geht dann darum, daß es sich für viele Makler dann wieder mehr lohnen wird als bisher, Direktanbindungen (oder über einen schlanken Verbund :)) einzugehen.

Die höhere BP wird dann das Zünglein an der Waage sein. Bestände werden wichtiger werden.

Details folgen ab dem 17. April!
Avatar
schrieb am 06.02.12 14:16:03
Beitrag Nr.587 
(42.705.734)
Antwort
Zitat
Guten Tag!


Zitat von HotrenortaakDie KLV hat nichts mit Portfolioüberlegungen zu tun???
D.h. man wählt einmal das auszuwählende Portfolio (ich nenne es einmal MVM = Moneten Vernichtendes Management) und dann wird erst nach 30-40 Jahren wieder geschaut, was rausgekommen ist?


Äh. Ja. Abgesehen von der Garantieverzinsung ist es doch genau das, was bei der KLV passiert, wenn man die irrwitzigen Strafen bei Kündigung nicht riskieren will (die wiederum den hohen Provisionen geschuldet sind).
Oder rufst Du die DeBeKa an und bringst sie dazu, andere Rentenpapiere auszuwählen, weil die Performance für Deinen Kunden nicht ausreichend ist?

Und ich sagte nicht, daß die KLV nichts damit zu tun hat. Ich sagte, daß sie die sonstigen Portfolioüberlegungen einfacher macht, weil einfach weniger Liquidität zu verplanen ist.

Interna: Nein, ich glaube nicht, daß ich da einen Denkfehler habe.
("Arbeitsteilung" ist, nebenbei, anders definiert; insofern wäre es sicherlich gut, nicht gar so von oben herab zu kommentieren.)
Daß manche Menschen weniger Spaß an, sagen wir, der Steuererklärung haben, ist ja unbestritten. Du stellst aber eine Menge Dienstleistungen dar, bei deren Nicht-Beherrschung man keinen Versicherungsmenschen braucht, sondern einen amtlichen Betreuer. Denn noch einmal: Wo ist für mich als Kunde der Vorteil, wenn ich bei Bankwechsel oder Umzug nicht mit der Versicherung telephoniere, sondern mit Dir? Und ob die digitale Aufbereitung der Unterlagen für Normalverbraucher einen Vorteil darstellt, bezweifele ich ebenfalls; dies ist ja nachweislich nicht einmal für kleine Unternehmen der Fall. Insofern wäre tatsächlich die Frage zu stellen, ob da ein Mehrwert geliefert oder nur verkauft wird, wenn wir von 5-Sterne-Betreuung reden.
Dessen ungeachtet aber: Wenn ein Kunde das haben möchte und bezahlen will, soll er es auch kriegen; da bin ich ganz bei Dir. Darum ging es mir aber gar nicht in erster Linie.

Die Ausgangsfrage war die nach der Angemessenheit der Provisionshöhe, und da bleibt es auch nach Deiner Antwort beim Mißverhältnis. Ich glaube gern, daß 3.500 Verträge eine Menge Arbeit machen. Allerdings machen Sie nach Deiner Darstellung oben auch deutlich über 100K an BePro. Gemäß der Berechnung oben dürfte etwa eine halbe Stelle Sachbearbeitung/Sekretariat mit den Verwaltungsaufgaben zu tun haben sowie Du selbst in etwas schwierigeren Fällen ein paar Wochen pro Jahr. Beides ist mit diesem Geld locker zu stemmen und wäre auch dann noch ein guter Deal, wenn man die 5-10 Mio. Abschlußprovision nicht mitrechnet, die sich dahinter verbergen. Vielleicht wird jetzt klar, warum ich die Provisionen in keinem Zusammenhang mit der Gegenleistung sehen kann.
Noch nicht mitgerechnet ist dabei die Diskontierung. Du hast die BePro abdiskontiert, was aber falsch ist, da ja auch die zu erbringenden Leistungen kontinuierlich anfallen. Statt dessen müßtest Du die Abschlußprovision aufdiskontieren, und das macht das Bild nicht besser.

Gruß

Quixote

Avatar
schrieb am 06.02.12 15:29:23
Beitrag Nr.588 
(42.706.218)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.705.734 von Quixote am 06.02.12 14:16:03Lieber Quixote,

ein paar Zahlen sind von Dir zu korrigieren:

"Die Ausgangsfrage war die nach der Angemessenheit der Provisionshöhe, und da bleibt es auch nach Deiner Antwort beim Mißverhältnis. Ich glaube gern, daß 3.500 Verträge eine Menge Arbeit machen. Allerdings machen Sie nach Deiner Darstellung oben auch deutlich über 100K an BePro."

A) Es sind noch gut unter 100.000 €.
B) Für die gesamte Vertragsverwaltung und Betreuung reicht eine halbe Stelle nicht aus.
C) Kosten für Büro etc. hast Du nicht eingerechnet.

Daher ist hier manches von Dir noch mal nachzujustieren.

Dann noch ein - leider massiver - falscher Denkansatz von Dir: Die Verträge werden betreut, nicht verwaltet. Ein Betreuung ist aktiv und ich schaue mir sämtliche Post an und schicke diese dem Kunden bearbeitet (= betreut zu). Für 3.500 Verträge reichen da nicht ein paar Wochen.

----------------------------------------------------------------------------

Die BePro bei Verträgen mit konstanten Beiträgen ist natürlich zu diskontieren, wenn ich korrekt vergleichen will. Denn die Leistung bleibt ja bei (fallendem) Nettoertrag. Das gilt meistens für LV-Beiträge, nicht für Komposit und KV.

----------------------------------------------------------------------------

Quixote: Arbeitsteilung geht viel professioneller als Du es bisher anscheinend in dieser Branche kennengelernt hast. Das ist leider verständlich. Ich wünsche Dir mal einen Berater, der so arbeitet, daß Du mit Freude bereit bist, auch ein wenig mehr zu zahlen und Dich mit Deiner ersparten Zeit anderen Dingen zu widmen.

Mir ist klar, daß ich für einige Dienstleistungen auch ordentlich zahle. Ja und? Da ist es mir auch wert. Solange ich

a) entweder pro Stunde selber mehr verdiene
b) mit die eingekaufte Dienstleistung selber wirklich keine Spaß machen würde bzw. ich nicht kann
c) mir meine dadurch gewonnen Freizeit das wert ist,

werde ich mir mit gutem Gefühl eben diese Dienstleistungen einkaufen (und das schreibe ich als recht sparsamer Mensch).


Avatar
schrieb am 06.02.12 17:31:59
Beitrag Nr.589 
(42.707.136)
Antwort
Zitat
Quixote:
ich bin viel eher der Meinung, daß die AP ungerechtfertigt ist.

Wie läuft der "normale" "Beratungsprozeß" bei einer LV?
1) Kunde hat Lücke X
2) Kunde hat freie Liqui Y
3) Kunde will Liqui Z für Lücke X sparen.

Dauert eine Stunde.

Berater schmeißt sein Vergleichsprogramm oder sein Bauchgefühl an und empfiehlt Produkt A (sowie ggf. B und c).

Sagen wir eine Stunde Aufwand.

Kunde unterschreibt nach Erklärung des Beraters.

Dauert nochmal eine Stunde.

Ist hierfür im Umkehrschluß der Aufwand für den Abschluß soviel höher als der Aufwand für die Betreuung?

Deiner Logik zufolge dürfte es für nichts eine Provision geben...

Ich finde es (rein erzieherisch und für das Vertrauensverhältnis zwischen Kunde und Berater) wichtig, einen Großteil der fließenden Provision auf einen langen Zeitraum zu verteilen. Denn sonst finden wir uns wieder bei der alten "Strukki-Logik", daß ein Kunde hohe Summen abschließt und danach nicht wieder betreut wird. Nächstes Problem ist, daß bei hohen Frontalprovisionen der Anteil der (von oben gelenkten) Umdeckungen sehr hoch ist.

Dann also lieber einen hohen Anteil an Bestandsprovisionen...
Avatar
schrieb am 07.02.12 18:02:04
Beitrag Nr.590 
(42.714.111)
Antwort
Zitat
Hotrenortaak,

ich stimme Dir zu. Eine Verteilung der Gesamtprovision (GP) - betrachtet auf diskontierten Barwerten - auf die Abschlußprovision und Betreuungsprovision im Verhältnis 20:80 oder 10:90 wäre mehr als wünschenswert.

Auch für Einmalbeiträge läßt sich das sicher etwas "stricken". Quixote, Du wärest überrascht, wie gut die Betreuung werden würde und evtl. sogar selber diesen Service dann mehr nutzen. Denn Du liegst ja (leider) häufig richtig mit der Aussage, daß die GP bezogen auf die Leistungen zu hoch ist. Dann rauf mit den Leistungen.

Also:

LV bei sagen wir 65 Promille GP Verteilung 10 Promille AP und 55 Promille ratierlich bis zur Auszahlung. Bei RVs mit Rentenzahlungen kann man ja die BP während der Auszahlungsphase dazurechnen.

KV sagen wir 9,0 MB AP und bei 40 50 Jahren BP (= ca. 12,5 MB => in Summe 22,50 MB, weil die Beiträge ja steigen) 2,5 MB AP, Rest BP.

Das wäre klasse!

[ Seite: 1235859606162neuster Beitrag ]

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