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Seite 60 von 62

Kursprognose MLP und Beitrag der Bestandsprovisionen ( Seite 60)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 17.01.10 17:18:21
von
neuster Beitrag 21.05.12 10:11:56
von

Anzahl Beiträge: 611
Aufrufe gesamt: 57.116
Aufrufe heute: 0
Diskussionsnr.: 1.155.361

MLP

Chart
WKN: 656990
ISIN: DE0006569908
Symbol: MLP
6,27
 
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Xetra (EUR), 25.05.12 | 17:35
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[ Seite: 12359606162neuster Beitrag ]

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schrieb am 08.02.12 08:25:09
Beitrag Nr.591 
(42.716.523)
Antwort
Zitat
zu dieser Diskussion ein nettes Posting vom m. E. besten Versicherungsjournalisten Deutschlands:

http://www.ftd.de/unternehmen/versicherungen/:assekuranz-in-der-krise-lebensversicherung-in-lebensgefahr/60165214.html

Das dürfte MLP und anderen 84er Buden überhaupt nicht schmecken...
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schrieb am 08.02.12 08:47:28
Beitrag Nr.592 
(42.716.659)
Antwort
Zitat
da wäre ich auch dabei, wenn es mehr BP und weniger AP geben würde, weil das den Markt so schnell bereinigen würde, wie es keine gesetzliche Vorgabe je bringen wird!
Wieso kalkuliert man nicht z.b. eine reine Risikoversicherung, wie KV, BU, RLV genauso wie eine Sachversicherung; zahlt keine AP sondern nur z.b. eine BP von z.b. 10% auf den Jahresbeitrag? Bei Sparprodukten würde ich immer eine BP favorisieren, die sich am Anlagewert orientiert und das z.b. auch in der Rentenphase.
Es wird dann zwar wesentlich schwerer Nachwuchskräfte zu finden, weil es in den ersten Jahren dann einfach ein sehr steiniger Weg wird...aber wie gesagt, die "schwarzen Schafe" wären schneller weg als man denkt...

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Subsidiaritaetsprinzip
schrieb am 08.02.12 10:09:14
Beitrag Nr.593 
(42.717.368)
Antwort
Zitat
Hotrenortaak

aus dem Artikel der Financial Times:
:eek:
Gewinnen werden Gesellschaften, die transparente und flexible Vorsorgeangebote machen und dafür mit dramatisch geringeren Kostensätzen auskommen. Dazu gehören die Abschaffung der Abschlussprovisionen und die deutliche Reduzierung der Zahl von Vertriebsmitarbeitern.
Eines ist klar: Wenn die Branche das Problem nicht selbst regelt, erledigen EU und Bundesregierung das für sie. In vielen europäischen Ländern sind Abschlussprovisionen für Lebensversicherungen schon verboten. Brüssel arbeitet an entsprechenden Richtlinien. In fünf Jahren sind dann hohe Abschlussprovisionen Geschichte.
:eek::confused::cry:


Der Artikel macht mir Sorge.
a) Sorge um die Vertriebsmitarbeiter der MLP AG
Wieviel Bestandsprovision braucht ein Vertriebler, um von 1% BP überleben zu können.

b) Sorge um die Mitarbeiter der Zentrale:
Wenn es keine 20-30.000 Neukundenprovisionen p.a. mehr gibt, dann fragt man sich, wie die Mitarbeiter bezahlt werden sollen.

Da wird es harte Verteilungskämpfe zwischen Innen- und Aussendienst um die Betreuungsprovisionen geben.

Die Prognose ist auch nicht schwer, wenn man feststellt, dass MLP im Jahr 2020 nur noch 500 Vertriebler hat, die zu 70% aus Bestandsprovisionen leben und max 200 vertriebsnahe Innendienstler, die die Kundenverträge betreuen, die kein Vertriebler mehr besuchen kann, weil es sich nicht rechnet.

Wie soll man ein Unternehmen bewerten, dem in spätestens 5 (fünf!) Jahren ca. 30-40% des Cashflows gesetzlich entzogen wird.

Als Angestellter der MLP Finanzdienstleistungen AG würde ich einen Job bei einem Sachversicherer suchen, der grosse Bestände verwaltet.
Die Abfindungen heute werden grösser sein, als die Abfindungen in der Zukunft, wenn die Taschen leer sind.

c) Als Aktionär würde ich heute aussteigen und nicht im nächsten Jahr, wenn ich value-Investor aus den USA wäre und Harris heissen würde.

Es sei denn ich verwalte das Geld für aktuell oder ehemalig eng mit dem Unternehmen verbundenen Personen.

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schrieb am 09.02.12 14:03:11
Beitrag Nr.594 
(42.725.275)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.707.136 von Hotrenortaak am 06.02.12 17:31:59Guten Tag!

Hotrenortaak:

Nicht ganz. Meiner Logik nach darf es grundsätzlich sehr wohl Provisionen geben. Ich stelle nur das Mißverhältnis in der Höhe dar!

Aus meiner persönlichen Sicht aber sind Provisionen tatsächlich falsch. Ich und für mich möchte gern Nettoverträge und eine Beratung auf Honorarbasis. Stundenabhängig bei Beratung, vielleicht 120€ pro Stunde für komplexe Tätigkeiten eines Beraters (also eben die Beratung), in sehr komplexen Ausnahmefällen auch für weitere Hintergrundrecherche, und die Hälfte für administrative Tätigkeiten, die das Sekretariat macht. Vermögensverwaltung dagegen kann auf Erfolgsbasis laufen, also z.b. 20% aller Rendite, die (bei leidlich sicherer Anlage) über dem Tagesgeldzinssatz der RBS liegt. Analog wäre auch eine Teilung des Risikos. Und für kritische Fälle, also z.B. Ärger mit der Versicherung, halte ich nach wie vor einen echten Rechtsbeistand für unverzichtbar, einerseits aus Kompetenzgründen, andererseits wegen des Interessenskonflikts.
Nur: Das bietet so gut wie niemand. Die Branchenteilnehmer hier sagen immer, das läge daran, daß das kein Kunde will, aber das glaube ich nicht. Es ist einfach bei gleicher Arbeit so viel weniger Kohle als man mit dem Provisionsmodell der KLV verdient ... und streuen wir uns doch keinen Sand in die Augen: Die zentrale und Hauptmotivation, in dieser Branche zu arbeiten, ist das Geld und weder der Spaß an der Arbeit noch irgend etwas altruistisches.

Interna: Ich denke, wir nähern uns dem eigentlichen Knackpunkt.

Zu den Zahlen:
-Die deutlich über 100K basieren auf den Summen, die Du selbst geliefert hast ...
-Bürokosten: Stimmt, die kommen obendrauf.
-Zeitaufwand: Machen wir halt eine 3/4-Stelle daraus; das ändert substantiell nicht die Welt.

Bevor wir uns aber in Details verlieren: Zahlst Du bei den aktuellen BePro-Sätzen einer KLV drauf? Denn das ist ja der wesentliche Punkt.
(Angemerkt sei an dieser Stelle noch, daß Du beim Thema Abschlußprovision augenscheinlich keinen Anlaß zur Richtigstellung hattest ...)

Arbeitsteilung: Ich habe schon verstanden, was Du meinst und kritisierst respektive für Dich in Anspruch nimmst. Meine Anmerkung in dieser Richtung bezog sich auf etwas anderes: "Das nennt man Arbeitsteilung" ist ein Satz, dessen Formulierung ich als durchaus von oben herab empfunden habe, was insbesondere deswegen störend ist, weil es falsch ist. Das nennt man nicht Arbeitsteilung (dieser Begriff ist in der BWL nun einmal anders definiert), sondern schlicht Dienstleistung.

Der Kernpunkt ist aber in meinen Augen in der Tat der Untschied zwischen "Betreuen" und "Verwalten". Ja, Du hast Recht: Meine Darstellung bezieht sich von der einen Ausnahme der kritischen Situationen tatsächlich auf administrative Tätigkeiten. Alleine: das basiert einzig und allein auf Deiner Darstellung dessen, was Du als 5-Sterne-Betreuung dargestellt hast! Ich bin nun mal nicht in der Branche tätig und habe als Kunde keine einzige Situation erlebt, wo ich Betreuung erhalten hätte. Dementsprechend kann ich nur beurteilen, was Du für Dich und Deine Kollegen forderst und in Anspruch nimmst. Das habe ich bewertet, und bisher habe ich dabei vor allem bezogen auf KLV (von denen reden wir hier) einfach keinen echten Mehrwert gefunden, sondern eben nur Verwaltung.

Zum Diskontieren: Was meinst Du mit fallendem Netto-Beitrag?
Grundsätzlich aber gilt: Diskontiert wird der Wert einer Zahlung zu einem abweichenden Zeitpunkt. Bei der BePro aber gibt es das einfach nicht: Die Zahlung erfolgt annähernd (also jahresgenau, vermute ich) zum Zeitpunkt der Leistungserbringung. Was Du vielleicht meinst, ist schlichtweg Inflation, aber das hat mir Diskontierung nichts zu tun. Aber wo wir gerade dabei sind: Rechnest Du, wenn Du eine KLV verkaufst, Deinen Kunden die Kaufkraft ihrer Anlage zum Auszahlungszeitpunkt vor? DAS wäre nämlich konsequent.

Grundsätzlich aber bleibt es bei der Feststellung, daß die Provisionen einer KLV, unabhängig von ihrer zeitlichen Verteilung, nichts mit dem Arbeitsaufwand des Verkäufer/Verwalters/Betreuers zu tun haben und erst recht nichts mit dem Nutzen für den Kunden. Es handelt sich um ein klassisches und lupenreines Instrument der Konditionenpolitik: Die Dinger sind toll für die Gesellschaft, in der überwältigenden Mehrheit das Gegenteil für den Kunden, und dementsprechend werden hohe Provisionen gezahlt, damit sie verkauft werden. Nein, ich habe kein Mitleid mit den Kunden, denn in der Regel sind diese ja (leidlich) mündig und könnten sich in kurzer Zeit darüber informieren. Ich empfinde es jedoch als unangemessen, diese absurden Beträge ex post mit Aufwand oder Nutzensstiftung zu rechtfertigen. Wer die Dinger verkloppt, macht es um des eigenen Profits willen und möge bitte auch dazu stehen.

Gruß

Quixote
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schrieb am 09.02.12 16:59:45
Beitrag Nr.595 
(42.726.852)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.725.275 von Quixote am 09.02.12 14:03:11Hallo Quixote,

in einen Punkten sind wir uns ja einig. In Kurzform:


A) BP: Es sind (noch) keine 100 T€ - ich arbeite daran. Doch um das zu bewältigen, benötige ich sicherlich eine 2/3 - 3/4 Stelle. Gehe mal von 50-60 T€ Gesamtkosten pro Stelle aus (also +AG-Anteil am Gehalt, Büro, Ausfällekompensieren...). Macht bei 60 T€ dann 40 T€ bei einer 2/3 Stelle. Es verbleiben dann - bei 100 T€ - 60 T€ brutto.

B) 120 € pro Stunde wären bei 1.800 Stunden p.a. auch ok. Doch wie willst Du diese berechnen bzgl.

- Fahrten
- Seminare zur Weiterbildung
- allgemeine Arbeit

Die Problematik liegt daran, daß Du nicht alles abrechnen kannst. Bei 5 Stunden Abrechnung pro Tag und 200 Arbeitstagen (Rest geht drauf für Weiterbildung, Orga) brauche ich dann schon 200 € pro Stunde, um alles professionell laufen zu lassen. Ob aber 5 * 200 * 200 oder 8 * 200 * 120 ist fast gleich.

C) Die 20% Erfolgsbeteiligung sind tendenziell ok. Doch auch hier gibt es einige Haken, die man sicher aber händeln könnte.

D) Dienstleistung ist eine Unterart der Arbeitsteilung (gegen Geld)- so einfach ist das!

E) Zu "Ich bin nun mal nicht in der Branche tätig und habe als Kunde keine einzige Situation erlebt, wo ich Betreuung erhalten hätte.". Ja, das ist leider oft so - ich bin da bei Dir. Doch das geht auch anders!

F) Diskontierung: Wenn ich davon ausgehe, daß die Betreuung eines Vertrags im Schnitt immer gleich viel Arbeitszeit benötigt (Abschluß mal ausgenommen) und ich dafür in den nächsten 30 Jahren immer die gleiche Entlohnung bekomme, dann muß ich diese Entlohnung eben auf den Barwert diskontieren, um die BP mit der AP zu vergleichen. Ich bin ja ein Freund der ratierlichen Provision. Doch 20 € über 30 Jahre sind eben nicht wie 600 € heute. In diesem Punkt verstärke ich doch nur Deine Argumentation, daß die AP zu hoch ist.

G) LVs generell: Es gibt einige LVs, die nicht zum jeweiligen Kunden passen. Es gibt allerdings auch einige LVs (aus allen Schichten), die zu manchem Kunden passen. Vielleicht beruhigt es Dich ja, wenn der LV-Anteil bei meinem Umsatz inkl. aller Dynamiken und inkl. der BU-Absicherung mittlerweile gut unter 30% liegt (also auch inkl. Direktversicherungen etc.), Tendenz weiter fallend.


Es gilt mein Angebot: Komme mal vorbei und lasse Dir aufzeigen, wie Du betreut werden könntest!

:)


interna

G)

Avatar
Subsidiaritaetsprinzip
schrieb am 09.02.12 18:21:50
Beitrag Nr.596 
(42.727.522)
Antwort
Zitat
Eine schöner Beitrag, aber ohne Bezug zum Unternehmen.

Dann darf ich dem Thema auch eine Aussage von Prof. Dr. Rürup hinzufügen:

Ich stellte in einer kleinen Runde die Frage, ob Prof. Rürup eine Aussage zu einer optimalen Rentenversicherung in einem Neustartszenario ohne parteipolitische Zwänge geben wolle.
Konkret: Wie sähe eine optimale Anlageform in der Mischung Aktien, Renten, Immobilien,... aus?

Hier die Zusammenfassung einer ca. halbstündigen Antwort:

Die Produktverpackung spielt eine untergeordnete Rolle, denn

jegliche Anlageformen, die man tätigt, sind Anleihen an die zukünftige Generation, die die Zinsen, Mieten und Dividendenerträge mit dem angelegten Kapital erwirtschaften muss.
Die grösste Gefahr für die Wertstabilität der Anlagen seien
a) eine schrumpfende Bevölkerung, denn diese generiert die Binnennachfrage nach Wohnraum, öffentlichen Gütern, erwirtschaftet Steuern,...
b) eine schrumpfende relative Bedeutung der Volkswirtschaft im Vergleich zu alternativen Regionen, denn ein steigender relativer Anteil des Bruttosozialproduktes zieht zwangsläufig weiteres Kapital in die Region,
c) eine stetig steigende, relative Wettbewerbsfähigkeit der Region,...
d) freier Zugang zu den notwendigen Rohstoffen,.....


Jeder mag seine eigene Einschätzung vornehmen, aber die Chinesen haben in den letzten 20 Jahren wirtschaftlich grössere Fortschritte gemacht, als die Japaner, die Amerikaner oder die Europäer.

In 10 Jahren werden VW, Mercedes und BMW mehr Autos in China verkaufen, als in Deutschland. Die Frage ist, welcher Anteil der Wertschöpfung wo anfällt.

Nun zu der Diskussion, welche Anlageform die "bessere" ist:
a) Lebensversicherung, b) Fonds, c) Direktanlagen, d) staatliche Rente, e) Immobilien, f) Bundesanleihen, g) Rohstoffe,......

Die Praxis der letzten 10-15 Jahre sieht doch so aus:

a) Die MLP-Kunden, die ihre Häuser oder Praxen mit Lebensversicherungen entschulden wollen, stellen fest, dass sich die prognostizierten Renditen von den realen unterscheiden, denn -1-2% p.a. konnte sich niemand vorstellen.

b) Fondsanleger hatten die maximale Flexibilität, so dass sie immer zu den unsichersten Zeiten ausgestiegen sind. Der Bundesverband der Investmentgesellschaften rechnet vor, dass die Anlegerrendite weit weg ist von der Benchmarkrendite, weil man zyklisch handelt, wie auch FERI. (... und wie die Manager der Versicherungsgesellschaften ja auch.)

c) Direktanlagen in Aktien, Renten, Immobilien, ...: s.o.

d) Die staatliche Rente ist in einer Bevölkerung, die immer kürzer arbeitet und immer länger lebt ein Trauerspiel. Da die Versicherungsleistungen und Transferleistungen ebenfalls quotal ansteigen, ist keine positive Rendite in dieser Anlageform zu erwarten.

e) Immobilien waren leider auch eine denkbar schlechte Anlageform. Wir hatten die Subprime-Krise mit Schliessungen von offenen Immobilienfonds, fallende Immobilienpreise weltweit und Wertsteigerungen eben nur dort, wo das Angebot knapp und die Nachfrage nachhaltig und ausgewogen hoch war. Das heisst die Innenstadtlagen von Hamburg, München, Berlin oder Düsseldorf haben an Qualität und Preisniveau gewonnen, aber Hoffenheim, Kaiserslautern und Rostock träumen nur davon, in der Championsleague spielen zu dürfen, egal welcher Milliardär sein Geld in die Region pumpt.

f) Bundesanleihen waren sicher nicht die schlechteste Anlage, aber auch nicht werterhaltend. In letzter Zeit gab es sogar Negativzinsen, weil sie einen sicheren Anlagehafen für unsere Nachbarn darstellen. Als Langfristanleger wird einem klar, dass das keinen Inflationsausgleich bringen kann.

g) Rohstoffe waren auch kein Ruhekissen; es sei denn physisches Gold und das führt zu einem König Midas, dem alles zu Gold wird, was er anfasst:


Schaut euch einmal an, wie intelligent Herr Dr. Termühlen in Rohstoffe investiert hat!
Klopft die Punkte einzeln ab, die Herr Prof. Rürup für eine gute Anlagestrategie empfohlen hat.

Wie sah die Anlagestrategie von Herrn Dr. Termühlen konkret aus?

(Einen kleinen Teil investierte er in die noch klügsten Ex-MLP-Berater, die zu Mayflower gewechselt sind.)
Aber den grössten Teil investierte er in fruchtbares Ackerland und die Bauern dazu.
Das Prinzip war relativ simpel aber genial:

Er flog nach Polen und besorgte sich dort einige Hektar fruchtbares Land für ca.1.000€/Hektar, weil die Früchte im Land für 100€ - 70€ Kosten verkauft werden können. Das entsprach der weltweit üblichen 3%-Rendite p.a.

Dann wartete er darauf, dass Polen in die EU aufgenommen wird und erhielt zunächst jedes Jahr ca. 100€ Subvention pro Hektar, um aus der EU neue Maschinen und Traktoren kaufen zu können.

Dadurch fielen die Betriebskosten von 70€ auf ca. 30€ pro Hektar.
Die Früchte des Boden sind in der EU teurer und konnten in höherer Qualität und Menge anstatt für 100€ jetzt für 200€ verkauft.
Das machte dann (300€-30€=) 270€ Gewinn pro Hektar, aber was das Wichtigste ist:

Der Hektar ist jetzt 9.000€ wert, wenn man die seit über 100 Jahren übliche und konstante Rendite von 3% unterstellt.
Und:
Die 3% Rendite sind kalkulierbarer und inflationsgeschützter, als Dividenden oder Mieterträge.

Was aber das Schönste ist:
Man braucht das Land gar nicht zu kaufen, und sein EK (Risiko!) einsetzen.
Man kann das Land für 100 Jahre pachten und dann den neuen Zahlungsstrom (diskontiert?) verkaufen!
Man teilt den neuen, grösseren und schmackhafteren Kuchen einfach fair auf und verpachtet das Land, das man für 15€(!) pro Hektar gepachtet hat an jemand anderen (Agrarfonds) für 150€ weiter.

Kleine Anmerkung:

Die Baltic Agrar GmbH, Gut Möhlhorst, hat sicher besser eingekauft und sicher besser verhandelt. Und sie wirbt Agraringenieure an mit der Werbeaussage, dass sie über 36.000 Hektar bebaut. (Uralte Anzeige von 2007?)
Es gibt auch Menschen, die behaupten, Dr. Termühlen wäre der grösste private Grundbesitzer in Niedersachsen und in Polen.

Meine Meinung dazu:
Wer Milliardär werden möchte, der folgt besser dem, der es bewiesen hat, wie es geht, als dem, der konsequent Unternehmenswert vernichtet.

Ich kann noch nicht erkennen, dass Dr. Termühlen seine Fähigkeiten in die Mayflower einbringt. Könnte er doch, oder?

Wäre sicher ein Wettbewerbsvorteil, einen weitsichtigen Anlagestrategen an Board zu haben.


Avatar
schrieb am 13.02.12 10:28:31
Beitrag Nr.597 
(42.741.100)
Antwort
Zitat
wohl eines der Ergebnisse aus der Hauptversammlung:

http://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid=2012030015
Avatar
Subsidiaritaetsprinzip
schrieb am 13.02.12 19:54:36
Beitrag Nr.598 
(42.744.434)
Antwort
Zitat
Ich lese, dass MLP 1,2% p.a. für alle verwalteten Depots verlangen möchte.
Das liegt über dem Standard der unabhängigen Vermögensverwalter.

Wieviel Ertrag soll denn für die Kunden übrig bleiben, wenn man 50-70% Bonds unterstellt?

Oder ist dies das neue Steuersparmodell made by MLP:

0 Erträge bieten den Vorteil von 0 Ertragssteuern!
Avatar
schrieb am 14.02.12 09:50:35
Beitrag Nr.599 
(42.746.318)
Antwort
Zitat
Zum Thema Bestandsprovisionen:

Wenn man unterstellt, dass es 2013 nicht für eine Erneuerung der aktuellen Regierungskoalition reicht, dann muss man sich auch mit den Forderungen der SPD im Bereich Verbraucherschutz - Honorarberatung beschäftigen. Und was ließt man im Antrag 17/8182 vom 14.12.2011?

"...Honorarberater soll danach nur derjenige sein, der bei oder im Zusammenhang mit der Beratung keine Zuwendungen von Dritten erhält und festzulegen, dass ein Honorarberater nur als solcher auftreten darf. Ferner darf er keine Bestandsprovisionen annehmen... "

D-Mark1
Avatar
schrieb am 14.02.12 15:02:10
Beitrag Nr.600 
(42.748.392)
Antwort
Zitat
der Passus mit der Honorarberatung ist sowieso eine Luftnummer, da die Abschlußprovision ebenfalls zu zahlen ist. Es sei denn, FERI würde eine Empfehlung zum Tausch aussprechen. Das KANN (das bekomme ich die Tage raus) bedeuten, daß im Falle eines von FERI empfohlenen Austauschs von Fonds A gegen Fonds B im Titan Portfolio keine Ausgabeaufschläge anfallen, sonst schon.

Weiß jemand näheres?

[ Seite: 12359606162neuster Beitrag ]

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