schrieb am 22.01.10 01:28:36
Habe eben mal in das ausführliche Verkaufsprospekt des Lyxor New
Energy reingeschaut und erstaunt festgestellt, daß die wahren
Ingredienzen so gar nicht zu dem beworbenen Profil passen.
Angeblich tummeln sich dort Wind, Solar und
Brennstoffzellenwerte.
Tatsächlich findet man auch z.B. eine Vestas - mit 1.5%
Portfolioanteil....
Aber dafür reihenweise Werte, die aber auch überhaupt nichts mit
New Energy zu tun haben :
SAP
Dt Telekom
BMW
Novartis
Nestle -> 7% !!
Nokia
Volkswagen
Telefonica
ThyssenKrupp
UBS
Axa
Und zwar alle mit massiven Anteilen, keineswegs 0.01 %
Gibt es da eine ganz spezielle Swap Logik hinter diesem System, so
daß der Fondsmanager gezwungen wird, sein Depot invers an einen
geswappten Global-Index anzupassen - oder ist es schlichtweg
Verarsche ?
schrieb am 22.01.10 10:04:02
Antwort auf Beitrag Nr.:
38.787.421 von TMMaster am 22.01.10
01:28:36Klassische Mogelpackung!
Und die erste!!!
Gerade bei ETFs muss man genau hinschauen, was einem da verkauft
wird!
schrieb am 23.01.10 03:01:04
Das wäre schon wirklich dreist.
Vor allem wenn man sich die vereinfachten Factsheets anschaut,
werden ausschließlich Unternehmen genannt, die man bei dem
betreffenden Strategieansatz erwartet, also QCells, Solarworld,
Vestas Wind etc. ect.
Ist auch komisch, da man eigentlich den verknüpften Index abbilden
will. Keine Ahnung was das Management damit bezwecken möchte.
Oder es ist schlichtweg ein Druckfehler, aber am Rand der Tabelle
steht eindeutig Lyxor New Energy Fund.
schrieb am 31.05.10 23:57:24
Habe nochmal bei Lyxor nachgefragt und auch sofort eine Antwort
erhalten.
Es liegt offenbar, wie bereits vermutet, an der Swap Auslegung des
ETF.
Dadurch wird offenbar das "Depot" eines Vertragspartners gegen ein
anderes getauscht. Im Jahresbericht tauchen daher nur Werte auf,
die mit dem eigentlichen Index rein gar nichts zu tun haben.
Gleichzeitig hält der Emittent eien Art Swap Schuldschein gegenüber
dem Vertragspartner, der wiederum die eigentlichen Underlyings
besitzt.
Wenn man die Bohnensuppe dann kräftig genug herumrührt, springt
offenbar für alle Beteiligten ein Kostenvorteil dabei heraus - juhu
wir haben das Perpetuum Mobile erfunden.
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