Zitat von INTERSHOP27Die
Einführung der Drachme wird einen Wirschaftsboom auslösen. Die
Renten werden dann schon bezahlt werden können. Schwieriger dürfte
es für den IWF werden. Wenn ihm die Kunden ausgehen, könnte es dort
zum Abbau von überflüssigen Arbeitsplätzen führen. Thompson
verdient immerhin 245,000 Flocken
Nicht alle teilen offenbar diese Meinung...
Eine Pleite Griechenlands und ihre Folgen
Was wäre die Folge für den griechischen Staat?
Die Regierung könnte keine Beamtengehälter oder Renten mehr zahlen,
Forderungen privater Unternehmen an den Staat blieben ebenfalls
offen. Die griechische Wirtschaft würde schwer erschüttert, die
Kaufkraft der Griechen nähme massiv ab. Dadurch sowie durch
unbezahlte Forderungen an den Staat könnten zahlreiche Firmen
ebenfalls bankrott gehen. Die Folge wäre, dass die Regierung
wiederum auf Steuereinnahmen verzichten müsste.
Was käme auf die Griechen zu?
Die Arbeitslosigkeit würde schnell steigen, viele Familien deutlich
ärmer werden, da der Staat vermutlich viele Sozialleistungen nicht
mehr zahlen könnte. Soziale Unruhen wären nicht ausgeschlossen. In
den vergangenen Monaten haben die Griechen mehrfach wütend gegen
die Sparmaßnahmen und die Regierung protestiert, die mächtigen
Gewerkschaften legten am Dienstag mit einem Generalstreik erneut
das öffentliche Leben lahm.
Könnte eine Rückkehr zur Drachme Griechenland nutzen?
Im Falle einer Pleite wäre ein Austritt Griechenlands aus dem Euro
wohl die Folge. Eine neue Drachme wäre viel schwächer als der Euro.
Damit wären griechische Produkte auf dem Weltmarkt einfacher zu
verkaufen, was der schwachen Wirtschaft des Landes zugute käme.
Andererseits liegt die Wirtschaft bereits jetzt am Boden und gilt
als unproduktiv und nicht wettbewerbsfähig - ob und wann ein
positiver Effekt zu spüren wäre, ist ungewiss.
Überstehen die griechischen Banken eine Staatspleite?
Die Banken des Landes würden schwer erschüttert. Sie gehören ebenso
wie ausländische Finanzinstitute zu den Gläubigern Griechenlands
und müssten auf Milliardenforderungen an den Staat verzichten, da
das Land seine Schulden wohl höchstens teilweise und über einen
sehr langen Zeitraum zurückzahlen würde. Die Griechen würden
vermutlich die Banken stürmen, um ihr Erspartes in Euro abzuheben,
bevor diese ebenfalls schließen müssen oder das Ersparte durch eine
Rückkehr zur Drachme drastisch an Wert verliert. Auch Pleiten in
der internationalen Finanzbranche wären nicht ausgeschlossen.
Wie ginge es mit Griechenland weiter?
Das Land könnte sich im besten Fall langsam von den schweren
Erschütterungen erholen. Es müsste aber jahrelange Verhandlungen
über eine Teilrückzahlung der offenen Forderungen führen, eine
Rückkehr an die Finanzmärkte wäre auch wegen des großen
Vertrauensverlusts über Jahre hinweg unmöglich.
Welche Gefahren drohen für die Eurozone?
Unklar ist, wie sehr der Rest der Eurozone in Mitleidenschaft
gezogen würde. Angeschlagene Länder könnten durch die ausgelösten
Schockwellen und den Ausfall von Zahlungen ebenfalls ins Wanken
geraten. Neben den Privatbanken müssten wohl auch die Europäische
Zentralbank (EZB) und die Euro-Länder Milliarden abschreiben. Der
Euro an sich und somit das wichtigste Symbol für das
Zusammenwachsen des Kontinents würde zumindest politisch ernsthaft
angekratzt.