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Seite 405 von 793

Griechische Staatsanleihen kaufen? ( Seite 405)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 07.02.10 18:42:13
von
neuster Beitrag 25.05.12 20:33:22
von

Anzahl Beiträge: 7.927
Aufrufe gesamt: 524.521
Aufrufe heute: 1
Diskussionsnr.: 1.155.831
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[ Seite: 123404405406791792793neuster Beitrag ]

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schrieb am 23.02.12 08:31:29
Beitrag Nr.4041 
(42.793.359)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.793.348 von INTERSHOP27 am 23.02.12 08:29:38Spätestens morgen haben wir dann die Umtauschbedingungen auf dem Tisch. Erst dann wird es etwas mehr Klarheit geben. Bisher ist man auf teils widerspüchliche Aussagen in den Medien angewiesen.
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schrieb am 23.02.12 08:31:30
Beitrag Nr.4042 
(42.793.360)
Antwort
Zitat
Zitat von INTERSHOP27In einer komplexen Welt macht es wenig Sinn, seine Überlegungen auf einen einzigen Punkt zu verengen und sämtliche Wecheselwirkungen auszublenden.

Eine Pleite Griechenlands erhöht für D das Risiko, dass für die PIIGS übernommene Haftungen zu realen Verlusten werden. Das wiederum erhöht die Verschuldung Deutschlands und in Verbindung mit einer schwächeren Wirtschaftsleistung führt das zu einer Bonitätsverschlechterung und damit zu höheren Zinsen.


Selbstverständlich kann es aber sein, dass die Bundesregierung die Sache falsch einschätzt und einen Vorteil in der Pleite Griechenlands sieht.


Ah ka. selbstverständlich. die Bundesregierung schätzt die Sache falsch ein, aber Du weißt natürlich was richtig ist. Wie war das mit der Überheblichkeit?

Ich habe hier keine Wechselwirkungen ausgeblendet oder irgendetwas auf einen einzelnen Punkt verengt. Insofern geht Deine neuerliche Unterstellung fehl. Scheint mir eher eine Art Projektion zu sein.

Tatsächlich ist es doch so, dass Du die realen Vorteile der bisherigen Strategie ausblendest und mehr oder weniger wahrscheinliche Nebenwirkungen absolut setzt. Der meinung kannst du ja gerne sein. Wenn es aber hier um die Griechenland-Anleihen und das Investieren in diese Anleihen geht, dann halte ich es für ziemlich gefährlich, anzunehmen dass die wesentlichen Entscheider einen Default vermeiden wollen würden.
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schrieb am 23.02.12 08:39:11
Beitrag Nr.4043 
(42.793.415)
Antwort
Zitat
Zitat von DJHLS
Zitat von INTERSHOP27In einer komplexen Welt macht es wenig Sinn, seine Überlegungen auf einen einzigen Punkt zu verengen und sämtliche Wecheselwirkungen auszublenden.

Eine Pleite Griechenlands erhöht für D das Risiko, dass für die PIIGS übernommene Haftungen zu realen Verlusten werden. Das wiederum erhöht die Verschuldung Deutschlands und in Verbindung mit einer schwächeren Wirtschaftsleistung führt das zu einer Bonitätsverschlechterung und damit zu höheren Zinsen.


Selbstverständlich kann es aber sein, dass die Bundesregierung die Sache falsch einschätzt und einen Vorteil in der Pleite Griechenlands sieht.


Ah ka. selbstverständlich. die Bundesregierung schätzt die Sache falsch ein, aber Du weißt natürlich was richtig ist. Wie war das mit der Überheblichkeit?

Ich habe hier keine Wechselwirkungen ausgeblendet oder irgendetwas auf einen einzelnen Punkt verengt. Insofern geht Deine neuerliche Unterstellung fehl. Scheint mir eher eine Art Projektion zu sein.

Tatsächlich ist es doch so, dass Du die realen Vorteile der bisherigen Strategie ausblendest und mehr oder weniger wahrscheinliche Nebenwirkungen absolut setzt. Der meinung kannst du ja gerne sein. Wenn es aber hier um die Griechenland-Anleihen und das Investieren in diese Anleihen geht, dann halte ich es für ziemlich gefährlich, anzunehmen dass die wesentlichen Entscheider einen Default vermeiden wollen würden.


Ich blende rein gar nichts aus. Selbstverständlich ist ein Default möglich.
Was verstehst Du in dem Zusammenhang unter Default? Die Einstufung der Ratingagenturen wegen Auslösung der CACs? Oder eine tatsächliche Pleite mit Einstellung aller Zahlungen??

Ein Default ist schon dehalb möglich, weil es in der Hand der Banken ist, ob die CDS getriggert werden. Daher bedeutet ein Default auch nicht unbedingt, dass unsere Anleihen zwangsweise umgetauscht werden. Wenn nämlich die Hedge Fonds wissen, dass die CDS Nicht getriggert werden, macht es für diese Sinn, dem Umtausch zuzustimmen. Das wiederum erhöht die Beteiligungsquote und macht die Auslösung der CAC unwahrscheinlicher.

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schrieb am 23.02.12 09:21:14
Beitrag Nr.4044 
(42.793.741)
Antwort
Zitat
nennt mir bitte mal ein paar Hedgefonds, die angeblich Milliarden in Griechenbonds liegen haben? Die Presse berichtet immer von diesen bösen Hedgefonds, aber belegen kann das keiner...
Avatar
schrieb am 23.02.12 09:45:48
Beitrag Nr.4045 
(42.793.967)
Antwort
Zitat
M.M.n gibt es folgende Szenarien:

*PSI geht durch, CAC werden eingeführt, aber nicht gezogen. Hurray für alle Kleinanleger.:)

*PSI geht durch, aber nicht genug Teilnehmer, CAC werden eingeführt & gezogen, Haircut für alle.:(

*PSI geht durch, aber nicht genug Teilnehmer, CAC werden eingeführt & gezogen , Kleinanlegerregelung :)

*PSI geht durch, genug Beteiligung. Free Rider werden belohnt :)

*PSI geht nicht durch, chaotischer default. :(


Gerade im Hinblick auf das Gulati-Zettelmayer-Paper aus dem Jänner 2012 scheint mir eine kleinanlegerfreundliche Variante am wahrscheinlichsten. Wenn nicht, dann halt nicht, immerhin war es nur Spielgeld.
Avatar
schrieb am 23.02.12 09:54:04
Beitrag Nr.4046 
(42.794.045)
Antwort
Zitat
Man siehe da, die Hilfe an Griechenland wird um die nicht abgerufenen Milliarden aus Bailout-1 erhöht....

http://www.welt.de/wirtschaft/article13882069/Rettungspaket-fuer-Athen-steigt-auf-157-Milliarden.html

Avatar
kampfhundstreichler
schrieb am 23.02.12 10:04:27
Beitrag Nr.4047 
(42.794.125)
Antwort
Zitat
Also, was mir hier auffaellt. Und das alles ganz ohne Haeme.

1. Aus dem Angriff ist eine Abwehrschlacht geworden.

2. Die Intelligenz und die Entschlossenheit des Gegners (Politiker aller Coleur und Staaten) wurde massiv unterschaetzt.

3. Normen zivilisierten Verhaltens wurden einfach auf andere Kulturkreise fixiert.

4. Der Spruch der Obersten Deutschen Heeresleitung bei dem unprovozierten Überfall der Reichswehr auf das neutrale Belgien im 1. Weltkrieg:

"Wir sind in Not. Und Not kennt kein Gebot"! gilt immer und für alle Menschen über alle Kulturkreise hinweg. Regeln des Zusammenlebens werden gebrochen, wenn der Bruch die einzige realistische Wahl ist und ohne faktische Sanktionen durchgeführt werden kann.

5. Ein Blick in die Geschichtsbücher haette jedem nahelegen können, dass das hier ein Tanz auf dem Seil ist. Nicht erst seitdem die Fugger vom Erzherzog Maximilian die lange Nase gezeigt bekamen müsste bekannt sein, dass Staatsschulden nur schwer gegen den Willen des Schuldners eintreibbar sind. Und die Fugger hatten garantiert mehr Einfluss als die Griechenlandglaeubiger.

6. Auch die Marktpreise der Kurzlaeufer haben immer impliziert, dass dies hier in die Hose gehen wird. Aller Prosa von Investierten zum Trotz.

Wenn etwas zu schön aussieht um wahr zu sein, dann ist es das auch regelmaessig.
Avatar
schrieb am 23.02.12 10:29:52
Beitrag Nr.4048 
(42.794.320)
Antwort
Zitat
aus: http://www.athensnews.gr/portal/11/53558

According to the draft law, the swap will go ahead once a 50 percent quorum of bondholders have responded to the offer and the CACs will be activated once a two-thirds majority of that quorum have voted in favour of the swap.

Verstehe ich das richtig: Wenn 50% aller Anteilseigner (es findet also keine Abstimmung nach einzelnen Anleihen statt) auf das Angebot reagieren, geht der Tausch weiter. Wenn von denjenigen, die reagieren, 75% dem Tausch zustimmen, dann werden die CAC aktiviert. D.H. 75% der Reagierenden müssen dem Deal zustimmen. Nach der hier schon mehrmals veröffentlichten Struktur der Zusammensetzung der Anleihegläubiger spricht der IIF aber nicht für 75% der Anleihegläubiger. Ich habe so irgendetwas in die 60% im Gedächtnis. Das könnte sich aber ändern, wenn man den Anteil der EZB rausrechnet.
Avatar
schrieb am 23.02.12 10:32:22
Beitrag Nr.4049 
(42.794.335)
Antwort
Zitat
Zitat von albert_camusaus: http://www.athensnews.gr/portal/11/53558

According to the draft law, the swap will go ahead once a 50 percent quorum of bondholders have responded to the offer and the CACs will be activated once a two-thirds majority of that quorum have voted in favour of the swap.

Verstehe ich das richtig: Wenn 50% aller Anteilseigner (es findet also keine Abstimmung nach einzelnen Anleihen statt) auf das Angebot reagieren, geht der Tausch weiter. Wenn von denjenigen, die reagieren, 75% dem Tausch zustimmen, dann werden die CAC aktiviert. D.H. 75% der Reagierenden müssen dem Deal zustimmen. Nach der hier schon mehrmals veröffentlichten Struktur der Zusammensetzung der Anleihegläubiger spricht der IIF aber nicht für 75% der Anleihegläubiger. Ich habe so irgendetwas in die 60% im Gedächtnis. Das könnte sich aber ändern, wenn man den Anteil der EZB rausrechnet.


2/3 sind 66%;)
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schrieb am 23.02.12 10:34:57
Beitrag Nr.4050 
(42.794.348)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.794.335 von INTERSHOP27 am 23.02.12 10:32:22Stimmt - mein Fehler!

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