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Neuste Beiträge aus: Griechische Staatsanleihen kaufen?

Diskussionsstatistik
eröffnet am 07.02.10 18:42:13
von
neuster Beitrag 25.05.12 20:33:22
von

Anzahl Beiträge: 7.927
Aufrufe gesamt: 524.521
Aufrufe heute: 1
Diskussionsnr.: 1.155.831
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schrieb am 25.05.12 20:33:22
Beitrag Nr.7927 
(43.212.958)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.212.776 von Freibauer am 25.05.12 19:40:30Vielleicht sollte man den Text auch mal vorher durchlesen, bevor man so einen Mist schreibt...
Avatar
schrieb am 25.05.12 19:40:30
Beitrag Nr.7926 
(43.212.776)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.212.611 von ACundDC am 25.05.12 18:50:44Ein schönes Board hier.

Wieviele Rechtsanwälte wohl auf der Suche nach Mandaten hier sind?
Oder lass uns ein Schutzgemeinschaft für Griechenlandgeschädigte gründen.

Gegen 100 Euro Gebühr auf mein Konto-
Bei xyz Bank, darf jeder das gute Gefühl haben:

Ich hab mich gewehrt!"

Und nach 27 Jahren hab ich 2000.- Euuro zugesprochen bekommen, leider kann griechenland nur 200.- Euro dafür zahlen...aber immerhin gibts dafür nen grossen Eisbecher für die ganze Familie.
Avatar
schrieb am 25.05.12 18:50:44
Beitrag Nr.7925 
(43.212.611)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.212.584 von ACundDC am 25.05.12 18:44:08Die auf das Bank- und Kapitalmarkrecht spezialisierten Hamburger GRÖPPER KÖPKE Rechtsanwälte, die die Schutzgemeinschaft für Griechenland-Anleihe-Anleger vertreten, haben für mehrer Mitglieder der Schutzgemeinschaft über einen griechischen Korrespondenzanwalt das Schuldenschnitt-Gesetz vor dem Athener Gericht angefochten.

Sie vertreten die Meinung, dass das Gesetz formellrechtlich nicht ordnungsgemäß zustande gekommen ist und materiellrechtlich gegen die griechische Verfassung und gegen das europäische Gemeinschaftsrecht verstößt. Rechtsanwalt Matthias Gröpper: "Die Anleger werden faktisch ohne Entschädigung enteignet. Das ist verfassungswidrig." Die Rechtsanwälte beabischtigen, den Europäischen Gerichtshof mit einzubinden. Gröpper weiter: "Wir haben nicht das größte Vertrauen in die griechische Justiz. Deshalb werden wir versuchen, die wesentlichen Verfahrensfragen vor dem Europäischen Gerichthofs klären zu lassen. Das ist dann möglich, wenn wir vor dem griechischen Gericht die Vorlage durchsetzen können."

Die Entscheidung wirkt erga omnes. Deshalb profitieren gegebenenfalls alle Mitglieder der Schutzgemeinschaft von der Feststellung der Rechtswirdrigkeit.
Avatar
schrieb am 25.05.12 18:44:08
Beitrag Nr.7924 
(43.212.584)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.212.572 von Aldy am 25.05.12 18:40:31Deshalb geht die Nummer auch danach vorm EuGH.
Ist schon bei den deutschen Klägern mit eingeplant.
Avatar
schrieb am 25.05.12 18:40:31
Beitrag Nr.7923 
(43.212.572)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.212.239 von Hoffnung_stirbt_zuletzt am 25.05.12 17:23:21Ich habe mit dem gleichen deutschsprechenden griechischen Anwalt Kontakt aufgenommen.
Nach Stand von gestern würden sich die Kosten auf ca. 1.000EUR / Person belaufen (bei weniger als 8 Teilnehmern).
Das halte ich grundsätzlich für interessant, je nach Schadenssumme.

Fairerweise hat der Anwalt aber klar gemacht, daß er persönlich die Anfechtungsklage gegen den Verwaltungsakt am Symvoulio tis Epikratias für gering einschätzt, da er das Gericht für politisch nicht unabhängig hält. :rolleyes:

Im Verhältnis zu meiner im Feuer stehenden Investition ist mir persönlich das finanzielle Risiko bei dieser Klage zu hoch, ich warte ab.

Aldy
Avatar
schrieb am 25.05.12 18:38:48
Beitrag Nr.7922 
(43.212.569)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.212.239 von Hoffnung_stirbt_zuletzt am 25.05.12 17:23:21Jeder, der in Griechenland klagen will, sollte sich darüber im klaren sein, dass eine BIT Klage damit für immer ausgeschlossen ist!
Deshalb Finger weg...
Es wird sehr wahrscheinlich eine BIT Sammelklage geben.

Sollte in Gr das Gesetz als verfassungswidrig erklärt werden, gilt dies selbstverständlich für alle geCACten! Wie sollte das auch sonst gehen? Alles andere ist Unsinn!
Avatar
Hoffnung_stirbt_zuletzt
schrieb am 25.05.12 17:23:21
Beitrag Nr.7921 
(43.212.239)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.211.679 von Aldy am 25.05.12 15:20:20Das einzig Positive in dem Schreiben vom BWMi ist die Formulierung "wollen" bei "Strategie festhalten wollen." - das könnte man so interpretieren, dass sie zwar wollen, aber es vielleicht nicht schaffen werden - tja, die Hoffnung stirbt eben zuletzt :-).

Ich muss mal etwas Werbung für die zweite Sammelklage beim Obersten Verwaltungsgericht zum 7.Juni machen, damit sich die Anwaltskosten und Gerichtskosten auf möglichst viele Personen aufteilen. Schon ab ungefähr sechs Klägern werden die Gesamtkosten pro Person nur dreistellig.

http://rolfsgriechenlandblog.blogspot.de/2012/05/ganz-kurz-kann-ich-ihnen-die.html?showComment=1337941150609#c2325434274428469204

Die Frist wird am 8 Juni abgelaufen sein, daher muss die Klage also am 7.Juni eingereicht werden! Ein bisschen Vorlauf benötigt der Anwalt auch, also meldet euch bitte nicht alle kurz vor knapp. Er braucht
"1) ein Schriftstück von der Bank über den Ankauf der Anleihe (ISIN, Nominalwert, Ankaufspreis, Zinsen, Laufzeit, Rendite usw),
2) Beschreibung der Tauschanleihen ,damit die Differenz zwischen dem Nominalpreis der ersten Anleihe und der Tauschanleihen dargestellt werden kann.
3) Name, Nachname, Vatername, Adresse, Geburtsdatum usw des Bonds-Anlegers."

In Griechenland lebende Personen hatten nur jeweils 60 Tage Frist, außerhalb lebende Betroffene 90 Tage. Laut http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/anlagestrategie/anleihentausch-griechische-rentner-leiden-unter-schuldenschnitt/6552444.html haben zum ersten Termin 24.04.12 schon 7.000 von 11.000 geklagt und laut dem griechischen Anwalt haben dann nochmal sehr viele gegen den Beschluss vom 9.März geklagt (also 9.März + 60 Tage). Also dürfte fast jeder betroffene Grieche und die ganzen Verbände, Pensionkassen usw. geklagt haben, die nicht freiwillig getauscht haben (dafür haben die Immobilien als Ausgleich bekommen). Dies finde ich sehr interessant bezüglich der Aussage von Samaras, dass er einen Weg kennt (den er aber nicht sagen darf), die zwangsgeCACten zu entschädigen. Nichtgriechen sind anscheinend sehr wenige dabei; in Deutschland wird auch keine "Werbung" für diese Klage vor dem Symvoulio tis Epikratias (das Handelsblatt hat fälschlicherweise Areopag geschrieben) gemacht, so wie das in Griechenland wohl der Fall war. Es würde also nicht allzu viel Geld an uns Ausländer fließen, wenn alle Klagenden entschädigt würden. Das ist meine stille Hoffnung; alternativ kann man dann immer noch was anderes machen, da die Gerichtsentscheidung wahrscheinlich schnell genug erfolgt. Um in Straßburg klagen zu dürfen, ist es sogar nötig diese Klage zuerst gemacht zu haben.

In diesem Zusammenhang interessant finde ich auch die Klage vor dem selbigen Gericht (Symvoulio tis Epikratias) gegen die Immobiliensonderabgabe
http://www.griechenland-blog.gr/2011/jaehrliche-sonderabgabe-bis-20-euro-pro-qm-auf-immobilien-in-griechenland/5603/
http://www.griechenland-blog.gr/2011/klagen-gegen-neue-immobiliensteuer-in-griechenland/5931/

Leider habe ich noch nichts dazu gefunden, aber es hat mir jemand :-) glaubwürdig erzählt, dass nur die Klagenden diese Sonderabgabe nun nicht zahlen müssen. Vielleicht haben sich auch deshalb praktisch alle Griechen für die Klage gegen das CAC-Gesetz entschieden.

Es wird nur einen dreistelligen Betrag kosten, wenn sich noch ein paar Mitkläger finden, dann werde ich es auch riskieren. Er hat mir geschrieben, dass keine weiteren Kosten (außer eventuell ein paar Euro für eine Prozessvollmacht) hinzu kommen werden; die Gerichtskosten sind fix 240,- pro Sammelklage und es besteht auch kein Risiko, dass die bei verlorenem Prozeß höher werden.

Also Leute, das Geld ist doch besser investiert als in einen Knock-Out-Optionsschein oder ähnlich verrückte Investments. Wie man aus dem Anwortschreiben vom BWMi sehen kann, sind nur Samaras und teilweise Venizelos gewillt die Umtauschunwilligen zu entschädigen, von einer anderen Seite braucht man nichts zu erwarten. An ein politisch unabhängiges Gericht kann ich nicht recht glauben.
Avatar
schrieb am 25.05.12 16:12:40
Beitrag Nr.7920 
(43.211.919)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.211.679 von Aldy am 25.05.12 15:20:20Ich hab den Sch.. auch so bekommen.
Die wollen uns vor Pfingsten noch einen reinwürgen. :D
Avatar
schrieb am 25.05.12 15:26:49
Beitrag Nr.7919 
(43.211.712)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.211.679 von Aldy am 25.05.12 15:20:20Wie lange wollt Ihr eigentlich noch versuchen, nem nackten Mann in die Tasche zu greifen?

Wird's nicht irgendwann mal langweilig?

Formal habt Ihr eh Recht, das bestreitet niemand. Aber es BRINGT NIX.
Avatar
schrieb am 25.05.12 15:20:20
Beitrag Nr.7918 
(43.211.679)
Antwort
Zitat
Die Stellungnahme des BMWi auf meine Anfrage vom 17.03.2012
lag heute im Briefkasten

TEL.-ZENTRALE +49 3018615 0
FAX +49 30 18615 7010
INTERNET www.bmwi.de
BEARBEITET VON MR Joachim Steffens
TEL +49 3018615 7520
FAX +49 3018615 5378
E-MAIL joachim.steffens@bmwi.bund.de
AZ V C 3 -905312/1
DATUM Berlin, 22. Mai 2012


Sehr geehrter Herr Aldy,
vielen Dank für Ihr Schreiben an das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie vom 17.03.2012 und 13.04.2012, mit dem Sie auf Ihre Situation als Anleger in Griechenland-Anleihen hinweisen.

Vor dem Hintergrund der verschlechterten Lage in Griechenland lag der mit Gläubigermehrheit beschlossene Umtausch von Griechenland-Anleihen im Interesse der Stabilität der Eurozone und der Gläubigergemeinschaft.

Die Einzelheiten des Umschuldungsprozesses wurden maßgeblich von dem Schuldner, also der griechischen Regierung, gestaltet. Unterstützt wurde die griechische Regierung dabei von Vertreterm der Troika aus Europäischer Kommission, Internationalem Währungsfonds und der Europäischen Zentralbank.

Der mit dem Umtausch verbundene Schuldenschnitt war eine unabdingbare Voraussetzung, um eine ungeordnete Insolvenz Griechenlands zu verhindern. Dies entspricht auch der einhelligen Meinung der Europäischen Kommission, der Europäischen Zentralbank, des Internationalen Währungsfonds und der Mitgliedstaaten der Eurozone. Die Folgen einer ungeordneten Insolvenz wären im Ernstfall ein Totalverlust auch Ihrer Anlage sowie kaum quantifizierbare Ansteckungseffekte für den Rest der Eurozone gewesen, die neben viele Anleger und auch die europäischen Steuerzahler insgesamt erheblich belastet hätten. Mit dem Umtausch haben alle Anleiheninhaber (Kleinanleger und institutioneile Investoren) die Chance, diesen Totalverlust zu vermeiden.
Angesichts der breit gefächerten und in Übereinstimmung mit den EU Institutionen ergriffenen Maßnahmen und damit verfolgten Zielen bitten wir um Ihr Verständnis, dass wir an dieser Strategie festhalten wollen. Ihrer Bitte, dass die Bundesregierung gestützt auf den deutsch-griechischen Investitionsförderungs- und -schutzvertrag (IFV) ein internationales Schiedsgericht anruft, können wir nicht entsprechen.

Bei der Entscheidung, ob ein solches Verfahren eingeleitet wird, hat die Bundesregierung neben den Grundrechten der Betroffenen die außenpolitischen Interessen und die Zweckmäßigkeit des Verfahrens zu würdigen. Entscheidend ist für die Bundesregierung das außenpolitische Interesse, die Währung in der Eurozone stabil zu halten. Die Umschuldung Griechenlands ist als geeignete Maßnahme zur Stabilisierung Griechenlands und der Eurozone anzusehen. Die Währungsstabilität in der Eurozone ist ein wesentliches Ziel deutscher Wirtschafts- und Finanzpolitik. Es würde den politischen und institutionellen Bemühungen zur Stabilisierung des Euro entgegenlaufen,
wenn die Bundesregierung nunmehr Verluste deutscher Anleiheinhaber vor ein internationales Schiedsgericht brächte.

Mit freundlichen Grüßen

:rolleyes:

Das lasse ich jetzt erstmal auf mich wirken.
Nur soviel ist klar: mit dieser Argumentationskette läßt sich jede Enteignung privaten Eigentums rechtfertigen.

Möglicherweise werde ich jetzt einen konkreten Antrag auf Tätigwerden mit Bitte um rechtsmittelfähigen Bescheid beim BMWi einreichen.
Darin werde ich dem BMWi dann u.a. auch die Frage stellen, wer aus Sicht des BMWi gemäß BIT vor einem internationalen Schiedsgericht klageberechtigt ist - nur die Bundesregierung als Vertragspartner oder aber auch jeder einzelne Investor gemäß Washingtoner Abkommen.

Aldy
Avatar
schrieb am 25.05.12 12:56:17
Beitrag Nr.7917 
(43.211.045)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.208.696 von moosy am 24.05.12 22:13:41Ich hab echt Mitleid ...

Aber nach Argentinien finde ich die Überraschung nicht so gross-

Kann nur jedem empfehlen ab und zu ZEITUNG zu lesen, und nicht alles zu fressen, was Finanzdienstleister auf allen möglichen Kanälen bewerben.

Finanzdienstleister wollen verkaufen, und Politiker sind krass unterbezahlt.

Da kommt nichts gutes bei raus..

Frau Merkel z.B. ist doch Akademikerin in Hard Science.
Physik ist doch die Wissenschaft von Kräften-

Und auch Zinsenzins dürften einige gehört haben--und bei 8-12% ZUsätzlicher Verschuldung jährlich kommt da einiges zusammen...oder ist sowas zu viel verlangt?
Avatar
schrieb am 24.05.12 22:13:41
Beitrag Nr.7916 
(43.208.696)
Antwort
Zitat
18:54
Staatseinnahmen
Griechen sabotieren ihr Steuersystem nach Kräften

Rezession und schlechte Steuermoral wirken sich verheerend auf die Staatseinnahmen aus. Schwerreiche Reeder werden trotzdem nicht angetastet. Das Wahl-Chaos tut das Übrige. Von Florian Hassel

Es sind keine erfreulichen Zahlen zur Lage der griechischen Finanzen, die das Finanzministerium in Athen veröffentlichte. Von Januar bis April waren Griechenlands Steuereinnahmen um 500 Millionen Euro niedriger als im Haushalt 2012 eingeplant und mit Athens Kreditgebern abgestimmt.

500 Millionen Euro, das klingt in der Griechenland-Krise, wo es sonst nur um Milliarden geht, zunächst nicht viel. Es entspricht aber immerhin einem Prozent der jährlichen Steuereinnahmen.

Im April lagen die Steuereinnahmen um gut dreizehn Prozent unter denen von April 2011. In ländlichen Regionen und Städten soll der Rückgang bei den Steuerzahlungen sogar bis zu 30 Prozent ausmachen, zitierte Reuters zwei Finanzbeamte. "Die Leute haben wegen der Arbeitslosigkeit und der Rezession kein Geld, um ihre Steuern zu bezahlen", so der Vorsitzende der Vereinigung unabhängiger Buchhalter, Abraam Panidis, zu der Nachrichtenagentur.

Da ist sicher etwas daran. Die Arbeitslosigkeit in Griechenland liegt nach jüngsten Angaben bei knapp 22 Prozent; unter Jugendlichen gar bei 55 Prozent. Diejenigen, die noch Arbeit haben, müssen damit klarkommen, dass ihre Löhne oder Gehälter um mindestens ein Fünftel gekürzt wurden. Ein großer Teil der gesunkenen Steuereinnahmen liegt an geringeren Einnahmen durch die Mehrwertsteuer. Jeden Monat schließen in Griechenland rund 1000 Geschäfte.

Steuerhinterziehung bleibt weitverbreitet

Griechenland
Athen
Neuwahl in Griechenland am 17. Juni

Doch der Einbruch bei den Steuereinnahmen liegt neben der Rezession auch an den Griechen selbst: an weiterhin weit verbreiteter Steuerhinterziehung, der Unlust zum Zahlen selbst derer, die es sich leisten könnten, und politischer Zurückhaltung, notwendige Änderungen in der Steuerpolitik auch gegen Widerstände durchzusetzen.

In ihrem im April vorgelegten Prüfbericht stellten die Inspektoren der EU-Kommission fest, dass in Griechenland schon vor der aktuellen politischen Zuspitzung "die Hinterziehung von Steuern und Sozialabgaben 2011 tatsächlich zugenommen hat". Dass etwa Haus- und Wohnungsbesitzer ihre Grundsteuer bezahlen sollen, wollten die meisten Griechen lange nicht akzeptieren.
Folgen eines griechischen Euro-Austritts

Rechtliche Grundlage
Folgen für Griechenland
Folgen für die Euro-Zone

Deswegen drängten die Kreditgeber der Euroländer und des Internationalen Währungsfonds (IWF) Griechenland im Spätsommer 2011 zu einer höheren Grundsteuer. Die Annahme: Diese sei leichter einzutreiben. Tatsächlich beschlossen die Griechen Mitte September 2011 eine höhere Krisen-Grundsteuer und eine scheinbar durchschlagende Maßnahme zur schnellen Eintreibung.

Der staatliche Strommonopolist PPC sollte die Grundsteuer bei allen Haus- und Wohnungsbesitzern zusammen mit der monatlichen Stromrechnung abkassieren – und säumigen Zahlern den Strom abdrehen.

Drohung mit Stromsperre ist unzulässig

So lange diese Drohung im Raum stand, zahlten denn auch die Hauseigentümer ihre Rechnungen im Oktober und November. Danach aber verlängerte die Regierung erst die Frist für säumige Zahler auf 120 Tage; dann entschied Griechenlands oberstes Verwaltungsgericht, die Stromfirma dürfe auch säumigen Zahlern nicht den Strom abdrehen.

Prompt sprangen die Zahlungsrückstände in die Höhe. Damit nicht genug: Im den Wochen vor der Wahl vom 6. Mai hielten die Finanzämter 260.000 Bescheide für die überfällige Grundsteuer 2009 zurück, um die Wähler nicht zu verärgern, so die Tageszeitung Kathimerini.

"Die Entscheidung ist verständlich", sagte "Welt Online" ein hoher griechischer Funktionär. "Vor Wahlen werden keine unpopulären Maßnahmen vollstreckt und sinken die Steuereinnahmen immer." Die Steuermoral wird sich vor der Neuwahl am 17. Juni und bis zur Bildung einer durchsetzungsstarken Regierung kaum verbessern.Steuerquote ist in Griechenland gering

Gewiss haben die Griechen in den vergangenen Monaten neue Kürzungen und Steuererhöhungen über sich ergehen lassen müssen. Doch Griechenland hat bei den Steuern auch großen Nachholbedarf. Noch zum Ende des zweiten Krisenjahres 2010 hatte Griechenland mit einer Steuer- und Abgabenquote von 31 Prozent der Wirtschaftsleistung eine der niedrigsten Belastungsquoten in Europa, stellt der neue Steuerreport der EU-Kommission fest. Zum Vergleich: In Deutschland waren es 38 Prozent, in Frankreich 42,5 Prozent.Unterdessen steigt die Not des Finanzministers weiter. Schon jetzt überweisen staatliche Stellen Rechnungen an Lieferanten monatelang nicht. Allein die mehr als drei Monate nicht bezahlten Rechnungen summieren sich auf mittlerweile weit über 6,5 Milliarden Euro – drei Prozent der Wirtschaftsleistung. Der Tageszeitung Proto Thema zufolge demontierten Mitarbeiter einer Wasserfirma am Mittwoch im Finanzministerium alle Trinkwasserspender: Das Ministerium soll seit zehn Monaten die Trinkwasserrechnungen nicht bezahlt haben.
Griechen zweifeln am Fortbestehen des Euros

http://www.welt.de/wirtschaft/article106373917/Griechen-sabotieren-ihr-Steuersystem-nach-Kraeften.html
Avatar
schrieb am 23.05.12 16:22:49
Beitrag Nr.7915 
(43.202.053)
Antwort
Zitat
Der Schutz privatrechtlicher Vereinbarungen

In den vorangehenden Beiträgen wurden die klassischen Schutzrechte der
bilateralen Investitionsschutzabkommen (BIT) dargestellt. Diese werden in
manchen Staatsverträgen inhaltlich noch erweitert.

Meistbegünstigungsklausel (bei uns enthalten): Hat etwa ein Gaststaat
Investoren aus anderen Staaten weitergehende Rechte eingeräumt, als sie dem
österreichischen Investor zugute kommen, so kann sich auch ein
österreichischer Investor dank einer Meistbegünstigungsklausel auf diese
fremden Rechte berufen.

Damit soll verhindert werden, dass Gaststaaten Schutzrechte an einzelne
Staaten selektiv verteilen. Begünstigungen, die aus einer Freihandelszone,
Zollunion oder einer Wirtschaftsgemeinschaft herrühren oder durch
multilaterale Investitionsschutzabkommen eingeräumt werden, sind jedoch von
dieser Meistbegünstigungsklausel ausgenommen.

Um den völkerrechtlichen Schutz der BIT noch weiter zu fassen, werden manche
Staatsverträge um "Umbrella"- Klauseln (bei uns enthalten) erweitert.
Dadurch werden nicht nur typische staatliche Handlungen den Auflagen der BIT
unterstellt, sondern auch Situationen, in denen der Staat wie ein Privater
unternehmerisch handelt. Hat also ein österreichischer Investor mit seinem
Gaststaat direkt einen Vertrag geschlossen, können auch die daraus
resultierenden Rechte und Pflichten dem Schutz des völkerrechtlichen BIT
unterstehen. Wie weitreichend dieser Schutz gilt, lässt sich jedoch nicht
pauschal sagen und hängt von den Umständen des Einzelfalls ab.

Bemerkenswert ist ebenso, dass BIT nicht nur die Investition an sich
schützen sollen, sondern auch den damit verbundenen Geldtransfer aus und in
den Gaststaat.

Dafür sorgen die Transfergarantien, die gewährleisten sollen, dass
investitionsbezogene Zahlungen in einer Währung zum am Markt geltenden
Wechselkurs und ohne Verzögerung transferiert werden können. Diese Zahlungen
umfassen etwa das Investitionskapital, Erträge, Darlehensrückzahlungen,
Lizenzgebühren, Erlöse aus Liquidationen oder auch persönliche Einkommen von
Beschäftigten aus dem Ausland.

Der Autor ist Partner von Freshfields Bruckhaus Deringer in Wien
Avatar
schrieb am 23.05.12 06:58:35
Beitrag Nr.7914 
(43.199.439)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.158.340 von ich_will_kein_geld_verlieren am 13.05.12 11:19:19Für solche Fälle habe ich einen Kamin. Ich trinke dann ein Glas Sekt, wenn sich eine schöne Obligation in Rauch auflöst und mich nicht weiter belastet.
Ich wünsche geile sofort Gewinne, koste es was es wolle.
Avatar
schrieb am 23.05.12 06:55:10
Beitrag Nr.7913 
(43.199.433)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.180.289 von ACundDC am 18.05.12 08:03:27Was ist denn eigentlich der Reiz am Bargeld ? 1923 musste man in Deutschland immerhin 1.000.000.000.000 Mark für ein Brot zahlen, dies zur sanften Erinnerung. 1911 wurde in Deutschland Goldbesitz verboten.
Soll ich nun auch auf der Bank 1 Billion abheben, um damit ein Brötchen zu kaufen? Es gäbe schon Alternativen zu Papiergeld, aber ich gebe hier keine gratis-Tips ab, sie würden ja sowieso nicht befolgt, weill alle anderen:
1. Alles besser wissen
2. Auf die Politiker bauen
3. Zuversichtlich bis nach dem Ende sind.
Ich wünsche einen sorglosen Tag, macht weiter so, es kommt sicher so, wie wir es alle verdient haben.

Avatar
schrieb am 22.05.12 20:18:19
Beitrag Nr.7912 
(43.198.380)
Antwort
Zitat
Laut der China Investment Corp (CIC) ist die Unfähigkeit der Europäer mit der Krise umzugehen schlimmer als die Krise selber! :D
Avatar
schrieb am 22.05.12 11:04:37
Beitrag Nr.7911 
(43.195.550)
Antwort
Zitat
News

DJ Griechische Banken erhalten Kapitalspritze von 18 Milliarden Euro - Kreise
Dow Jones




LONDON (Dow Jones)--Griechenlands Banken werden am Freitag die lang erwartete finanzielle Unterstützung von 18 Milliarden Euro erhalten. Ein Vertreter einer der größten Banken des Landes sagte zu Dow Jones Newswires: "Wir sind vom Hellenic Financial Stability Fund informiert worden, dass das Geld am Freitag ins System gegeben wird." Der Stabilitätsfonds überweist das Geld im Rahmen des von EU und Internationalem Währungsfonds vereinbarten Finanzierungspaket für Griechenland. Insgesamt sind in dem Paket 25 Milliarden Euro zur Rekapitalisierung des Finanzsektors vorgesehen, der seit der griechischen Umschuldung im März technisch insolvent ist, da er auf seine Bestände an griechischen Staatspapieren mehr als 50 Prozent abschreiben musste.

Die Europäische Zentralbank hatte in der vergangenen Woche einige griechische Banken wegen der ausbleibenden Rekapitalisierung von ihren Refinanzierungsgeschäften ausgeschlossen.

-Von Costas Paris, Dow Jones Newswires, +49(0)69 29725-300, konjunktur.de@dowjones.com

DJG/DJN/sgs/apo

(END) Dow Jones Newswires

May 22, 2012 04:35 ET (08:35 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

Quelle: Dow Jones 22.05.2012 10:35:00
Avatar
schrieb am 21.05.12 14:31:08
Beitrag Nr.7910 
(43.191.704)
Antwort
Zitat
Zitat von ACundDCEs stand von vorherein fest, das die ZwangsCACe unrechtmäßig war, daher besteht eine Mitschuld der Banken. Zumal ja auch explizit Widerspruch geleistet wurde.


wer sagt das?? Quelle?? Es steht noch nicht mal heute fest ob es unrechtmässig war oder nicht. Es gibt noch kein einziges Urteil dahingehend.

Und selbst wenn es eines geben wird (da geh ich auch von aus), ist der Anspruchsgegner der Emittent und nicht die Bank.



Zitat von ACundDCIn Österreich sind schon hunderte Strafanzeigen diesbezüglich gestellt worden!



Ja ja, mal wieder die hundert Fliegen die um die Schei.... kreissen, dann muss es ja lecker sein.

Avatar
schrieb am 21.05.12 14:26:27
Beitrag Nr.7909 
(43.191.676)
Antwort
Zitat
Zitat von ACundDCWenn die Allianz nun bei Maier, bei entsprechender RV, eine Zusage gibt, dann wird sie auch bei Müller, bei selbiger RV, eine geben müssen!

So schwer ist das gar nicht...:D


Gut erkannt, das Stichwort ist "bei SELBIGER" - nur leider verkauft die Allianz nicht nur eine einzige RV Variante für alle.
Avatar
schrieb am 21.05.12 12:16:36
Beitrag Nr.7908 
(43.191.081)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.190.888 von ellshare am 21.05.12 11:34:42Nun ja, in Griechenland bekommen ja sogar die Taxifahrer Blindengeld! :D
Avatar
schrieb am 21.05.12 11:34:42
Beitrag Nr.7907 
(43.190.888)
Antwort
Zitat
Zitat von ACundDCWarten wir doch erstmal die Wahl ab.

Griechenland: In einer Umfrage zur Neuwahl am 17. Juni kommt die konservative Partei Nea Demokratia auf 26,1% (18,9%), die linksradikale Syriza auf 23,7% (16,8%) der Stimmen.

Die Linksradikalen sind ein Zusammenschluss mehrerer Parteien.
Deshalb bekommen die auch, in jedem Fall, keine 50 Zusatzsitze im Parlament.


Und was passiert wenn zigtausende Pseudo-Blinde Rentenbezieher bzw. zigtausende Tote als Pensionsempfänger jetzt alle die Linksradikalen wählen gehen ? ;)

Avatar
schrieb am 18.05.12 15:46:33
Beitrag Nr.7906 
(43.182.922)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.182.154 von axe2k am 18.05.12 13:37:46Es stand von vorherein fest, das die ZwangsCACe unrechtmäßig war, daher besteht eine Mitschuld der Banken. Zumal ja auch explizit Widerspruch geleistet wurde.

In Österreich sind schon hunderte Strafanzeigen diesbezüglich gestellt worden!
Avatar
schrieb am 18.05.12 15:42:21
Beitrag Nr.7905 
(43.182.904)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.182.123 von axe2k am 18.05.12 13:31:54Wenn die Allianz nun bei Maier, bei entsprechender RV, eine Zusage gibt, dann wird sie auch bei Müller, bei selbiger RV, eine geben müssen!

So schwer ist das gar nicht...:D
Avatar
schrieb am 18.05.12 13:42:07
Beitrag Nr.7904 (43.182.191)
Moderiert
!
Dieser Beitrag wurde von ArbiMod moderiert. Grund: Ggf. Aufforderung zu einer Straftat
Avatar
schrieb am 18.05.12 13:37:46
Beitrag Nr.7903 
(43.182.154)
Antwort
Zitat
Zitat von ACundDCarbeitest du bei denen???


Nein. Da genügt der gesunde Menschenverstand.

Aber ich werd es auch mal probieren, wenn mir mal mein Portemonnaie geklaut wurde, stell ich Strafanzeige wegen Beihilfe gegen die Bank, aus deren Geldautomat ich das Geld im Portemonnaie gezogen habe.

Hätten sie es mir nämlich nicht ausgezahlt, hätte es nicht geklaut werden können. Schuld ist also definitiv die Bank! Den Prozess gewinn ich auf jeden Fall!! :D
Avatar
schrieb am 18.05.12 13:31:54
Beitrag Nr.7902 
(43.182.123)
Antwort
Zitat
Zitat von ACundDCDie Anfrage erstellen die Anwälte in jedem Fall kostenlos!
Es gibt über 20 Deckungszusagen von verschiedenen Versicherungen!



Hab nichts anderes behauptet. Ich halte nur Deine Pauschalaussage "...die werden dich dann weitervermitteln damit du mit Versicherungsschutz klagen kannst!!!!"

für zu pauschal. Auch wenn 20 eine Deckungszusage gegeben haben, bedeutet dass nicht dass die 21. ebenfalls eine Deckungszusage gibt.

Zusätzliich hat jede Versicherung nicht nur den einen einzigen Rechtschutzvertrag. Da gibt es zig Varianten, weil Herr Meyer gegen dies und das nicht versichert sein will, Herr Müller hingegen schon.

D.h. korrekt wäre eine Aussage gewesen, "bei der Sdk melden, dann prüft die Anwaltskanzlei basierend auf dem individuellen Rechtschutzversicherungsvertrag zusammen mit der Versicherung die Deckungszusage. Ergebnis KANN ja sein, KANN aber auch nein sein".

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schrieb am 18.05.12 11:25:56
Beitrag Nr.7901 
(43.181.388)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.180.487 von Aldy am 18.05.12 08:49:47Warten wir doch erstmal die Wahl ab.

Griechenland: In einer Umfrage zur Neuwahl am 17. Juni kommt die konservative Partei Nea Demokratia auf 26,1% (18,9%), die linksradikale Syriza auf 23,7% (16,8%) der Stimmen.

Die Linksradikalen sind ein Zusammenschluss mehrerer Parteien.
Deshalb bekommen die auch, in jedem Fall, keine 50 Zusatzsitze im Parlament.
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schrieb am 18.05.12 08:49:47
Beitrag Nr.7900 
(43.180.487)
Antwort
Zitat
Die Ausbeutung der Retter

16.05.2012
Von Erwin J. Frasl
http://www.biallo.at/artikel/Kredit/griechenland-die__ausbeu…

Seit Monaten vermitteln griechische Spitzenpolitiker den Eindruck als ob die Europäische Union die Griechen per Folter gezwungen hätte, über ihre Verhältnisse zu leben, Chaos in der Verwaltung Griechenlands zu etablieren und damit für einen Bankrott Griechenlands zu sorgen. Mit dieser Realitätsverweigerung soll die Ausbeutung der Bürger in den Euro-Staaten verschärft werden.

Die Griechen haben jahrelang Volksvertreter gewählt, die Steuerhinterziehung auf allen Ebenen gefördert und Sozialbetrug zur Selbstverständlichkeit haben werden lassen, wie zigtausende Pseudo-Blinde Rentenbezieher bzw. zigtausende Tote als Pensionsempfänger dokumentieren. Die Millionäre und Milliardäre Griechenlands wurden als Steuerzahler nicht in die Pflicht genommen – vielmehr werden jetzt die Helfer aus der Eurozone und dem Internationen Währungsfonds als Ausbeuter abgestempelt.

Woher kommen aber die Hilfsmaßnahmen für Griechenland wirklich? Es sind nicht die Reichen und Superreichen in der Europäischen Union, sondern die einfachen Bürger in den Euro-Ländern, die die Hauptlast der Rettungsmaßnahmen für Griechenland zahlen:

Die durch die Europäische Zentralbank künstlich niedrig gehalten Zinsen sorgen dafür, dass auch kleine Sparer in der Europäischen Union real Milliarden Euro verlieren, weil die Sparzinsen vieler Banken für Sparkonten deutlich unter der Inflationsrate liegen.
Die Mitgliedsstaaten der Eurozone bürden ihren Steuerzahlern immer neue Belastungen auf, um die durch die Pleite Griechenlands ins Schlingern geratenen Banken mit Hilfsgeldern zu stabilisieren.
Und die Mitgliedsstaaten der Eurozone muten ihren Bürgern immer neue Sparanstrengungen zu, um den pleitegegangenen Griechen Geld zur Verfügung stellen zu können, damit Löhne, Gehälter und Pensionen in Griechenland ausbezahlt werden können.
Zu den Belastungen der Bürger in den Euroländern zählen auch Pensionsreformen, die in der Regel soziale Verschlechterungen für die Bürger der Eurozone darstellen, d.h. künftige Pensionisten in der Eurozone werden deutlich länger arbeiten müssen und geringere Pensionen erhalten.
Wer privat für seinen Ruhestand vorsorgt, den trifft das Griechenland-Debakel gleich doppelt: Dank der von der EZB künstlich niedrig gehaltenen Zinsen werden auch die Bezieher künftiger privater Zusatzpensionen in kleinen Schritten enteignet.

Und seit Monaten dürfen sich Millionen Bürger in der Eurozone, die selbst nur über kleine Einkommen und bescheidene Ersparnisse verfügen, hart arbeiten und hohe Steuern zahlen, von Spitzenpolitikern in Griechenland für die geleistete Hilfe auch noch beschimpfen lassen, weil sie den Griechen ein funktionierendes Steuersystem, Privatisierungen und Sparanstrengungen zumuten. All das, was sich die Helfer in den Euro-Ländern bereits selbst zugemutet haben, um den Griechen jetzt helfen zu können.

Aber haben Sie schon einmal ein Dankeschön der Top-Politiker in Griechenland dafür an die Bürger in der Eurozone und an die Adresse der Bürger gehört, die das Geld für den Internationalen Währungsfonds beisteuern müssen?

------------------------------------------------------------------------

Griechenland ist einer Solidargemeinschaft unwürdig, das Verhalten unserer EU-Vertreter ist es ebenso.

Aldy
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schrieb am 18.05.12 08:03:27
Beitrag Nr.7899 
(43.180.289)
Antwort
Zitat
Verunsicherte Kunden des spanischen Bankhauses Bankia haben in der vergangenen Woche eine Milliarde Euro von ihren Konten abgehoben. Nachdem die Bank zum Teil verstaatlicht worden war und Kleinanleger 2 Milliarden Euro verloren hatten wollen sie ihr Geld in Sicherheit bringen. Der Aktienkurs der Bank fiel um 27 Prozent auf 1,21 Euro, nachdem die spanische Zeitung El Mundo berichtet hatte, Kunden würden massenhaft Geld von ihren Konten abheben.

Bankia teilte mit, die Entwicklung der Einlagen seien „saisonal bedingt“. Ein Bankenanlyst sagte der Financial Times, mit dem Verfall des Aktienkurses würden die Kunden nervös – auch wenn dies nicht mit den Kontobehebungen zusammenhängen müsse.

Auch in Griechenland zeichnet sich offenbar ein Bankrun ab: Karolos Papoulias, der bis zu den erneuten Wahlen am 17. Juni Griechenlands Staatschef ist, soll Medienberichten zufolge die Parteichefs gewarnt haben, die Griechen würden bereits verstärkt Geld von ihren Konten abheben. Papoulias berief sich demnach auf Angaben der griechischen Zentralbank und sprach von 800 Millionen Euro, die alleine am vergangenen Montag abgehoben worden sein sollen.

Die griechischen Bankkunden sind verunsichert, weil es keiner der Parteien gelungen war, nach den Wahlen eine Regierung zustande zu bringen. Die Folge war eine offene Diskussion über einen möglichen Austritt Griechenlands aus der Eurozone.

Beobachter warnen, dass ein Bankrun – wenn er erst einmal eingesetzt hat – kaum mehr zu stoppen sei und sich äußerst schnell ausbreiten könnte. Damit erklären sich auch die vehementen Beteuerungen der Banken, es hätte kein Bankenrun eingesetzt.
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schrieb am 17.05.12 15:28:00
Beitrag Nr.7898 
(43.177.912)
Antwort
Zitat
Welches Desaster bei den griechischen Anleihen!

Es soll ruhig auch die EZB finanziell bluten. Niemand hat der EZB befohlen, diesen Schrott zu kaufen.
Dafür waren und sind die Herren dort allein selbst verantwortlich.

Die gravaiernden Schwächen dieser Währungsunion kommen nun zu Tage, und können nicht einmal mehr notdürftig kaschiert werden.
Das sollte manchen zu denken geben, die sich seinerzeit glühend für die Einführung des Euro stark gemacht haben.

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