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    Peak Oil und die Folgen (Seite 682)

    eröffnet am 05.05.10 21:10:24 von
    Assetpfleger

    neuester Beitrag 30.08.14 16:41:51 von
    Urlaub2
    Beiträge: 12.122
    ID: 1.157.619
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    Der Tag im Überblick


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    Looe
    schrieb am 07.05.12 10:20:51
    Beitrag Nr. 6.811 (43.129.115)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 43.128.766 von Algol am 07.05.12 09:25:54im Gegenteil, Wachstum und Wohlstand sollen wieder her, Hollande will das Renteneintrittsalter z.T. wieder auf 60 senken.

    60 ?? viel zu hoch. Höchstens 50...schließlich sollen die Menschen noch etwas von ihrem Rentner-Leben haben... ist eh viel zu kurz .:laugh:
    Auch Wachstum und Wohlstand müssen gesteigert werden...wozu gibt`s da `ne Druckerpresse ? 10 %/Jahr sollten es schon sein...
    Jetzt beginnt eine schöne neue Zeit in Frankreich... ich beneide sie,die Franzosen, wirklich. Wann endlich kommt bei uns der Holland ? (Hoffentlich hat er nicht noch irgendwo eine kleine versteckte Guillotine in seinem Programm und wird zum Robespierre, soll ja schon vorgekommen sein in Fronkreisch. Anbei ein Zitat von Robespierre: " Es gibt kein Omlett, ohne Eier zu zerbrechen !"
    Vielleicht kann "Mutti" ja noch etwas von ihm lernen.... sie ist ja sehr "wendefähig"... und für die Beliebigkeit ihrer politischen Grundsätze mittlerweile schon berühmt... ihr Markenzeichen oder Trademark könnte lauten: "Ich glaub an nix und was glaubt Ihr?" :laugh:
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    Looe
    schrieb am 07.05.12 10:27:28
    Beitrag Nr. 6.812 (43.129.145)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 43.128.900 von Buchfink88 am 07.05.12 09:44:43Aus Deinem Link zum Thema "Bienensterben durch Pestizide von Bayer":


    Frank Höfer

    "Summ' mir das Lied vom Tod" :cry::cry:

    DVD, ca. 60 Min.

    Fazit: der Titel ist gut :laugh::laugh:
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    Aurisa
    schrieb am 07.05.12 19:19:53
    Beitrag Nr. 6.813 (43.132.006)
    Interessantes Interview in der ZEIT:
    "ZEIT: Wie sehen Sie die Zukunft der arabischen Länder?

    Sansal: Ich fürchte, es gibt Gefahren, an die überhaupt noch niemand denkt. Vor 50 Jahren, als Algerien gegründet wurde, hatte es 9 Millionen Einwohner. Heute sind es 36 Millionen. In 20 Jahren aber werden es 100 Millionen sein. Ein Staat muss aber seine Einwohner ernähren können. Unser Erdöl reicht nur für 10 Jahre. Schon morgen werden wir Hungerkriege haben. Der Islam kann seine Bevölkerung nicht ernähren. Die Islamisten sagen: Man muss möglichst viele Kinder in die Welt setzen. Wenn Gott will, dass wir sterben, dann sterben wir eben – im Grunde genommen ist das egal. Was wir brauchen, ist eine entwickelte Wirtschaft, ein laizistischer Staat. Sonst wird es Kriege und Völkermord geben wie in Schwarzafrika."


    http://www.zeit.de/2012/19/Interview-Sansal



    Ergänzen sollte man:
    Unabhängig von Religion und Regierungsform kann KEINE Revolution erfolgreich sein, wenn die Ressourcen nicht mehr für alle reichen und in Zukunft nicht mehr sondern immer weniger werden.

    Auch eine Demokratie kann nur Geld drucken, aber kein Öl und keine Lebensmittel.

    Die Enttäuschung, daß die Lebensumstände trotz Revolution nicht besser werden, sondern eher schlechter, war bei der Arabellion darum wohl leider vorprogrammiert...
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    Looe
    schrieb am 07.05.12 19:52:27
    Beitrag Nr. 6.814 (43.132.135)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 43.129.145 von Looe am 07.05.12 10:27:28Hallo Buchfink,


    Aus dem Inhal der DVD : "Summ mir das Lied vom Tod" :

    Das geheimnisvolle Bienensterben

    Mit dem Beginn des Massensterbens in den 90er-Jahren begann man das Phänomen zu untersuchen. Das hauptsächlich von den Chemiekonzernen finanzierte »Bienenmonitoring« kommt dabei Jahr für Jahr zu dem Ergebnis, dass die in den 70er-Jahren eingeschleppte Varroa-Milbe der alleinige Verursacher für das Bienensterben sei.
    NuoViso Filmproduktion besuchte Imker vor Ort, um sich ein eigenes Bild der Situation zu verschaffen. Dabei stellte sich heraus, dass die Imker das Problem mit der Varroa-Milbe eigentlich gut im Griff haben und in Wahrheit ein ganz anderer Bienenkiller existiert. Hochgiftige Neonicotinoide, die neuerdings als Pflanzenschutzmittel in Saatgut-Beizen eingesetzt werden, wirken wie ein Nervengift auf die Bienen und alle anderen Insekten in der Natur. Kaum jemand ist sich der Dramatik dieser Entwicklung bewusst: Die jährliche Bestäubungsleistung allein durch die Honigbiene wird von der EU auf über 150 Mrd. Euro geschätzt. Ein Faktor, ohne den es schlecht um unsere eigene Nahrungsversorgung aussieht. Hinter dieser Entwicklung stehen Chemiekonzerne, die mit diesen Mitteln hohe Profite in der Landwirtschaft erzielen. ende des zitats.


    Dazu ein Zitat von Albert Einstein:

    „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“

    Albert Einstein ende des zitats.

    Nun denn, 4 Jahre von heute = 2012 +4 = 2016, wenn ich das richtig sehe... bis dahin langt das Öl noch allemal. :D
    Avatar
    Looe
    schrieb am 07.05.12 21:00:49
    Beitrag Nr. 6.815 (43.132.446)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 43.132.006 von Aurisa am 07.05.12 19:19:53Ich fürchte, es gibt Gefahren, an die überhaupt noch niemand denkt. Vor 50 Jahren, als Algerien gegründet wurde, hatte es 9 Millionen Einwohner. Heute sind es 36 Millionen. In 20 Jahren aber werden es 100 Millionen sein. Ein Staat muss aber seine Einwohner ernähren können. Unser Erdöl reicht nur für 10 Jahre. Schon morgen werden wir Hungerkriege haben.


    Meine Antwort: "Doch, doch..daran denken wir schon, Herr Sansal. Mit diesem Thema haben sich unsere Thread-Kollegen Triakel und Algol explizit in mindestens 200 postings, schon vor Jahren, auseinandergesetzt und nicht nur mit Algerien:

    Denn dummerweise sieht es in Marokko, Libyen, Tunesien, Ägypten, Palestina, Jordanien, Syrien etc. nicht viel anders aus.
    Trotzdem: ein sehr deprimierendes Interview, insbesondere der Schlußsatz:

    "Aber ja. Die Gewalt kommt in Wellen. Es waren einmal 1.000 Morde am Tag. Es gibt aber auch andere Formen der Gewalt: Unsere Bürokratie tritt die Menschen mit Füßen, unsere Staatssicherheit horcht alle Bürger bis in den letzten Winkel aus. Früher gab es vielleicht einmal 200.000 Polizisten, heute sind es 1,5 Millionen. Ich reise in zwei Tagen nach Algier, und jetzt schon habe ich Angst. Immer wieder gibt es falsche Vorladungen bei der Polizei, die sich dann als »Fehler« herausstellen. Das sind stalinistische Formen des Terrors, wie in Orwells 1984." ende des zitats.

    Die Enttäuschung, daß die Lebensumstände trotz Revolution nicht besser werden, sondern eher schlechter, war bei der Arabellion darum wohl leider vorprogrammiert...

    Klar war sie das, leider hat das unser dummschwätzender Nebenaussenminister, der ja alle diese Staaten mehrfach bereist hat, sich nicht träumen lassen, daß sein hohles Demokratie-Geschwätz vor laufenden Kameras wohl eher kontraproduktiv war..
    Schau`n mer mal, welche Erfahrungen die Griechen und Franzosen mit ihren neuen , pseudo- revolutionären Rgierungen machen werden.Der Genosse "Sachzwang" wird auch dort die Träumer bald eingeholt haben.
    Avatar
    Triakel
    schrieb am 07.05.12 21:37:58
    Beitrag Nr. 6.816 (43.132.596)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 43.132.446 von Looe am 07.05.12 21:00:49Ich kenne mich in Algerien bestens aus. Habe ja selbst mal über 3 Jahre dort gelebt, bevor die Zeit der Massaker durch die GIA anbrach.
    Schon in den frühen 80er Jahren waren die ausgedehnten sogenannten Hauts Plateaux praktisch im wüstenähnlichem Zustand. Sehr viel früher wurde dort teilweise noch Getreide angebaut, bis in die 70er Jahre wenigstens noch Viehwirtschaft betrieben.
    Die Bemühung der algerischen Regierung, die Benzinpreise zu erhöhen, scheiterte grandios. Unruhen machten deutlich, dass der Benzinpreis in Ländern wie Algerien für die Bevölkerung eine ähnliche Bedeutung hat, wie der Brotpreis, dessen Anhebung ebenfall für Unruhen gut ist.

    Die Wasserversorgung in Städten wie Oran war schon damals verheerend. Im Sommer hatten ganze Stadtviertel wochenweise kein Wasser. Die Kinder mussten mit Eseln und Kanistern teils längere Wege bis zur nächsten Wasserstelle zrücklegen. Wie gesagt - in manchen Bereichen des Stadtgebietes. Nicht etwa nur in abgelegenen ländlichen Gebieten.
    Was ich an Bodenerosion auch im Bereich des Küstenatlas, also selbst im Norden des Landes gesehen habe, ist unglaublich.
    Und das ist wie gesagt knapp 30 Jahre her. Die Situation dürfte jetzt deutlich schlimmer sein.
    Schon damals ahnte ich, dass Algerien eine wenig erstrebenswerte Zukunft vor sich haben dürfte.
    Ein Mann zeigte mir damals voller Stolz sein "Fiche de famille", eine Art Familienausweis.
    Bei Kind Nr. 14 war dann Schluss, vorerst. Eine gute algerische Frau kennt keine Menstruation, haben wir spaßeshalber unter uns Europäern gesasgt. Für die Zukunft des Landes ist das allerdings alles Andere als ein Spaß.
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    smiths74
    schrieb am 07.05.12 22:49:27
    Beitrag Nr. 6.817 (43.132.958)
    SENSATION: IWF beschäftigt sich mit Peak Oil!

    In einem Working Paer stellt der IWF fest, das alle Ölvorhersagemodelle, egal ob preisseitig, als auch angebots- und nachfrageseitig mehr oder weniger versagt haben. Hier mal am Beispiel der EIA-Prognosen für das globale Ölangebot:


    Der Trend ist wohl eindeutig: Ging die EIA im Jahr 2000 noch von einem Ölangebot von 118 mbd im Jahr 2020 aus..so geht sie heute nur noch von 93 mbd aus.

    Interessant ist, das der IWF sich das erste mal mit den geologischen Limits der Ölförderung und dem Hubbert Modell auseinandersetzt! Allein das ist ein großer Erfolg für Campbell und die ASPO. Der IWF schlägt in dem Paper nun ein Modell vor, das die "geologic contraints" mit in ihre ökonomischen Formeln integriert. Und siehe da: Plötzlich kommen ganz andere Preisprognosen raus..


    Das ganze aufgetan hat die fabulöse Gail, deren Blog immer sehr lesenswert ist!
    http://ourfiniteworld.com/2012/05/07/new-imf-working-paper-m…

    Hier das Paper vom IWF:
    http://www.imf.org/external/pubs/ft/wp/2012/wp12109.pdf

    Bis denne

    smiths74
    Avatar
    Buchfink88
    schrieb am 08.05.12 06:39:44
    Beitrag Nr. 6.818 (43.133.384)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 43.132.596 von Triakel am 07.05.12 21:37:58Ist für die Araber kein Problem, die exportieren ihre Menschenüberschüsse nach Europa und machen da genauso weiter. Es gibt ja genügend Gutmenschen die das als Bereicherung empfinden.
    Avatar
    Mandala64
    schrieb am 08.05.12 12:41:01
    Beitrag Nr. 6.819 (43.135.146)
    Immerhin könnte uns das Elektro-Auto wieder einen einigermaßen entspannten Umgang mit der Zeit ermöglichen.

    200.000 Kilometer im Tesla Roadster: Champion der Stromer
    Für die meisten Kunden ist der Tesla Roadster ein nettes Gimmick, mit dem man Eindruck schinden kann. Für Hansjörg von Gemmingen ist der Elektrosportwagen ein vollwertiges Auto. Er fuhr damit mehr als 200.000 Kilometer in vier Jahren - weltrekordverdächtig.
    http://www.spiegel.de/auto/aktuell/200-000-kilometer-mit-dem…
    Avatar
    Mandala64
    schrieb am 08.05.12 12:48:47
    Beitrag Nr. 6.820 (43.135.181)
    Zitat von Buchfink88Ist für die Araber kein Problem, die exportieren ihre Menschenüberschüsse nach Europa und machen da genauso weiter. Es gibt ja genügend Gutmenschen die das als Bereicherung empfinden.


    Ja, Buchfink, auch deine Urahnen kamen aus dem Nahen Osten. Die haben den Ackerbau nach Europa gebracht. War wohl ne Bereicherung für unseren Kontinent.




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