Hallo zusammen,
habe auch Ärger mit der Comdirect Bank und erhoffe, durch
Informationen aus dem Forum, mir einen besseren Überblick über
meine Möglichkeiten zu verschaffen.
Vielleicht hatte der eine oder andere einen ähnlich gelagerten
Fall.
Vorgeschichte:
02.2007:
Nach einem Beratungsgespräch bei der Volksbank kaufe ich ein Alpha
Strategie Zertifikat.
Das kann 1 bis max. 4 Jahre laufen (Verzinsung 7%). Es ist
nachweislich mit „Steuerfrei“ beworben.
Ca. 2007:
Bitte die Volksbank die Papiere auf mein Depot bei der Comdirect
Bank zu übertragen.
Das wird auch umgehend gemacht. Die Krux: Es werden keine
Halterdaten mit übertragen. Die Comdirect frägt auch keine
Halterdaten nach. (Erst nach 01.01.2009 sind die Banken scheinbar
dazu verpflichtet.)
03.2011:
Die max. Laufzeit des Papieres endet ohne Gewinn oder Verlust.
Die Comdirectbank führt jedoch Abgeltungssteuer ab und rechnet
meinen vollen Freibetrag darauf an. Ich weise die Bank darauf hin,
dass das Papier mit steuerfrei beworben ist und deshalb keine
abzuführen wären. Die Comdirect argumentiert mit Randziffer 188 des
Bundes Finanzministeriums. Sie, die Comdirect, hätte keine
Halterdaten gehabt und war somit im Unklaren über die Anschaffung
der Papiere.
Auf Vorlage aller notwendigen Daten, die beweisen, dass ich über
die ganze Zeit die Papiere gehalten habe, ist die Comdirect nicht
eingegangen.
Mein Berater bei der Volksbank und die beim Finanzamt meinten, die
Abführende Bank kann die Fälligkeitsabrechnung berichtigen.
Die Volksbank meinte weiterhin, in Ausnahmefällen, würden sie dies
auch für Ihre Kundne tun. (Es gibt also Möglichkeiten.)
Die Comdirekt kommt allerdings nicht in die Puschen.
Sie weigert sich die Abgeltungssteuer zurückzuerstatten.
Mein Anliegen habe ich bereits der BaFin geschildert, dass läuft
und der Ausgang ist ungewiss. Kann sich zeitlich noch
hinziehen.
Welche Lösungsmöglichkeiten seht ihr, kennt ihr. Gibt es da
Zauberwörter, bei denen die Bank wach wird.
(Die Krux an sich, ist der Papiertransfer. Wäre dass nach
01.01.2009 geschehen und somit die Anschaffungsdaten übergeben
worden, wären keine Abgeltungssteuer abgerechnet worden.)
Ist man als Kunde / Verbraucher hier der geleimte? Die Banken
müssen das doch gewusst haben. Sind die nicht verpflichtet
ersichtlichen Schaden vom Kunden fern zu halten?
(Klebe mir ja auch kein Schild auf den Rücken wo draufsteht
„Gesprächssekunde mit mir kostet 10Eur“ und gehe damit in ein
Beratungsgespräch zur Bank. Hätten es ja lesen können.)
Kann der Verbraucherschutz was bewegen?
Die Comdirect zeigt sich in keiner Weise kooperativ.

Gruß