Bereits für die Zeit vom 9. bis 16. August 2008 hatte
Groenewold für das Ehepaar Wulff eine Ferienwohnung für einen
weiteren Sylt-Urlaub gebucht und bezahlt.

Kosten: 1540 Euro.

Auch in diesem Fall, so behauptet Groenewolds Anwalt,
habe Wulff dem Freund das Geld in bar gegeben.



Der Fraktionschef der Grünen im niedersächsischen Landtag,
Stefan Wenzel, forderte Ermittlungen der Behörden in diesem Fall.
Wenzel zu BILD: „Wer solche Dokumente verschwinden lassen will,
dürfte etwas auf dem Kerbholz haben. Hier muss endlich der
Staatsanwalt ran!“
Die prüft den gemeinsamen Urlaub von Wulff und Goenewold jetzt auch
tatsächlich.



Wann
die Prüfung abgeschlossen ist, steht allerdings noch nicht fest.
Der Verfassungsrechtler Professor Hans Herbert von Arnim zu
BILD: „Verheimlichungshandlungen sind nach Auffassung des
Bundesgerichtshofes mögliche Beweisanzeichen bei
Korruptionsdelikten wie der Vorteilsannahme. Was Wulff und seine
Anwälte mit ihren andauernden Ausflüchten dem gesunden
Menschenverstand antun, geht auf keine Kuhhaut.“
Ist der Film-Finanzier Groenewold nur einer der reichen
Freunde Wulffs? Oder hatte er auch geschäftliche Beziehungen zum
Land Niedersachsen, wie die SPD in ihrer Anfrage wissen will?
Tatsache ist: Groenewold gründete 2007 in Niedersachsen mit seinem
Unternehmen „Odeon“ eine Filmfirma und bekam dafür eine
Millionen-Bürgschaft



des
Landes Niedersachsen zugesagt.
Groenewold damals in einer Pressemitteilung: „Den Standort
Niedersachsen haben wir für unsere Firmengründung ganz bewusst
gewählt, da hier Ministerpräsident Christian Wulff mit viel
persönlichem Einsatz wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der
Medienwirtschaft gibt und damit optimale Voraussetzungen für
Investitionen und neue Arbeitsplätze geschaffen hat.“
Diese Presseerklärung hatte Groenewold damals mit Wulffs
inzwischen entlassenem Sprecher Olaf Glaeseker abgestimmt. Für
Glaeseker soll Groenewold wenig später ein Geburtstagswochenende
für dessen Frau Vera im Hotel „Jörg Müller“ auf Sylt gebucht und
bezahlt haben.
Auch der Wulff-Vertraute Glaeseker, gegen den die
Staatsanwaltschaft inzwischen wegen Bestechlichkeit ermittelt, soll
die Kosten später in bar erstattet haben.



David Groenewold wollte sich auf BILD-Anfrage zu den Vorwürfen
nicht äußern.
Übrigens: 84 Prozent der Bundesbürger halten den
Bundespräsidenten inzwischen für nicht ehrlich.
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