Antwort auf Beitrag Nr.: 40.875.339
von camaro77 am 17.01.11 17:35:3913.01.2011
19:28
Merck & Co stellt Studie mit ''vorapaxar'' ein
DJ Merck&Co stellt Studie mit "vorapaxar" ein
WHITEHOUSE STATION (Dow Jones)--Der US-Pharmakonzern Merck&Co
hat eine Studie mit dem Medikamentenanwärter "vorapaxar" zur
Prävention von Herzleiden abgebrochen und nimmt an einer zweiten
Studie maßgebliche Änderungen vor. Damit stellt der Konzern aus New
Jersey eines der wichtigsten Medikamente in seiner Pipeline in
Frage. Eine Begründung für die Maßnahmen gab Merck am Donnerstag
nicht. Die Aktie fiel im US-Handel zwischenzeitlich um 6,6% auf
34,69 USD.
Der Konzern hatte in diesem Jahr die Zulassung für das Medikament
beantragen wollen. Analysten hatten erwartet, das vorapaxar
Blutverdünnern wie dem Blockbuster Plavix von Sanofi-Aventis
Konkurrenz machen könnte. "Die wichtigste Frage ist, ob das
Medikament tot ist oder nicht", sagte Barbara Ryan, Analystin bei
der Deutschen Bank. "Es ist ausgeschlossen, dass sie die Zulassung
dieses Jahr beantragen können."
Merck ist angesichts zunehmender generischer Konkurrenz darauf
angewiesen, ihre Medikamentenpipeline wieder zu füllen und muss
zudem noch die 49,6 Mrd USD schwere Übernahme von Schering-Plough
aus dem vergangenen Jahr verdauen. Der Konzern hatte "vorapaxar" im
Zuge der Übernahme erhalten.
Die Maßnahmen wurden auf Empfehlung eines unabhängigen Gremiums
getroffen, das die Studien überwacht hatte. Es könne Monate dauern,
bis der Konzern wisse, wie sich dies auf seine Pläne für die
Zulassungsbeantragung des Mittels auswirken werde, sagte der für
die Forschungslaboratorien zuständige Merck-Präsident Peter S.
Kim.
"Wir haben die Ergebnisse über die Sicherheit und Effizienz der
Studien noch nicht", sagte der Manager in einer Telefonkonferenz.
"Wir wollen uns wirklich Zeit nehmen, um alles auszuwerten", ehe
eine Aussage zu einer möglichen Zulassungsbeantragung betroffen
werde.
Analysten hatten damit gerechnet, dass vorapaxar schon 2012 auf dem
Markt sein könnte. J.P. Morgan-Analyst Chris Schott hatte das
Umsatzpotenzial des "vielversprechendsten Kandidaten in der
Pipeline" in der Spitze auf bis zu rund 3 Mrd EUR beziffert. Schott
sagte nun, das Medikament könne immer noch zugelassen werden,
möglicherweise aber in einer begrenzteren Indikation.
Die erste Studie unter dem Namen "Tracer" an rund 13.000 Patienten
mit akutem Korronarsyndrom hatte bereits die zuvor festgesetzte
Zahl an primären und sekundären Endpunkten erreicht. Nicht alle
Patienten seien allerdings wie geplant ein ganzes Jahr lang
behandelt worden, hieß es.
Die zweite Studie, "TRA-2P" an rund 26.500 Patienten werde nur für
solche mit Herzanfällen und peripheren arteriellen
Verschlusskrankheiten fortgesetzt. Für Schlaganfallpatienten, die
ursprünglich auch an der Studie teilgenommen hatten, sei das Mittel
anscheinend nicht geeignet.
Webseite: www.merck.com
-Von Tess Stynes, Dow Jones Newswires,
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Aufgeschoben ist nicht aufgehoben schauen wir mal