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schrieb am 14.06.11 19:50:39
Aussichten:
Das Geschäftsjahr 2010 war – bei Pfleiderer wie in der gesamten
Holzwerkstoffbranche - im Wesentlichen gekennzeichnet durch eine
weiterhin unbefriedigende Kapazitätsauslastung, die
Preisanpassungen verhinderte und den Konsolidierungsdruck
verstärkte.
Ein weiterer wesentlicher Ergebnisfaktor des Geschäftsjahres war
die negative Entwicklung der Einkaufspreise bei wichtigen
Rohstoffen, die nicht durch höhere Verkaufspreise kompensiert
werden konnte. Rohstoffkosten sind für 55 bis 60% der Kosten von
Pfleiderer verantwortlich. Die Einkaufspreise bei Holz stiegen in
Westeuropa um 19%, in Osteuropa um 31% und in Nordamerika um 9% im
Vergleich zum Vorjahr. Eine vergleichbare Entwicklung gab es bei
den Einkaufspreisen für Harz und Leim, die in Westeuropa um 17%, in
Osteuropa um 30% und in Nordamerika um 12% stiegen.
Die von Pfleiderer durch die Schließung von drei Standorten aktiv
vorgenommenen Kapazitätsanpassungen, die einhergingen mit einer
Marktkonsolidierung, zeigten im 1. Quartal des laufenden
Geschäftsjahres erste Erfolge. So konnten unter anderem durch
höhere Auslastung die Margen verbessert werden.
Die Umsetzung eines von Roland Berger gemeinsam mit dem Vorstand
der Pfleiderer AG entwickelten Restrukturierungskonzepts soll dazu
führen, dass Pfleiderer mittelfristig wieder Margen im
zweistelligen Bereich erzielt und damit im Branchendurchschnitt der
besten Wettbewerber agiert. Das Restrukturierungskonzept ist die
Basis für die bereits am 12. Mai diesen Jahres bekannt gegebene
Einigung mit den Gläubigern des Pfleiderer-Konzerns, die zu einem
erheblichen Forderungsverzicht, der Bereitstellung eines weiteren
Kreditrahmens und zur Beteiligung an einer Kapitalerhöhung bereits
sind. Die Einigung steht allerdings unter dem Vorbehalt der
Zustimmung der Hybridanleihegläubiger sowie der Aktionäre der
Pfleiderer AG. Eine Versammlung für die Anleihegläubiger ist für
den 20. Juni einberufen. Die Aktionäre sollen in einer
außerordentlichen Hauptversammlung am 21. Juli 2011 über die
entsprechenden Maßnahmen abstimmen.
Hans H. Overdiek, Vorstandsvorsitzender der Pfleiderer AG: “Die
operative Entwicklung der ersten fünf Monate dieses Jahres ist
ermutigend und die Einigung mit den Gläubigern ein großer Schritt
nach vorne. Jetzt muss es uns gelingen, die Hybridanleihegläubiger
und unsere Aktionäre zu überzeugen, denn es gibt keine Alternative
zur vollständigen Umsetzung des Restrukturierungskonzepts.“
Der Abschluss 2010 ist bereits vom Abschlussprüfer durchgesehen
worden. Ein Testat kann aber erst erteilt werden, wenn der
Fortbestand von Pfleiderer verabschiedet ist, d.h. die finanzielle
Restrukturierung von der Gläubigerversammlung und Hauptversammlung
mit der erforderlichen Mehrheit gebilligt und umgesetzt worden ist.
Bis zur endgültigen Feststellung und Erteilung des Testats können
die Zahlen sich noch ändern.
schrieb am 15.06.11 09:59:41
Noch detailierter nachzulesen ist der Bericht auf der Homepage von
Pfleiderer.
http://www.pfleiderer.de/de/news/press-release-944.html
Meine vorherige Kopie stammt daraus. Soweit zum Copyright.
schrieb am 15.06.11 10:30:04
Weitsichtige Produktion ist nach zu lesen bei
http://umweltgrafik.pfleiderer.com/
Hier steht auch das unter 8.
Die Pfleiderer-Marken haben das Potenzial unserer nachhaltigen
Produkte längst erkannt. Ein Beispiel: Rohspanplatten für den
Gebäudebau wie die LIVINGBOARD-Platte weisen eine entsprechende
Umwelt-Produktdeklaration (Environmental Product Declaration / EPD)
des Instituts Bauen und Umwelt auf. Planer und Verarbeiter finden
auf diese Weise neutrale, umfassende und vergleichbare Auskünfte
über das jeweilige Bauprodukt und dessen Nachhaltigkeit. Auch
unsere Laminatfußbodentochter Pergo setzt auf solche
Produktdeklarationen.
Livingboard-Platten für den Bau von Holzhäusern in den USA und
Kanada haben einen großen Markt dort. Ebenso werden Laminatfußböden
dort ihren Absatz steigern. Zukunft sieht von der Produktionsseite
nicht schlecht aus.
schrieb am 15.06.11 22:36:46
Sorry Mainstern,
aber EPDs für seine Produkte hat wirklich jeder
Holzwerkstoffhersteller. Und wie Pfleiderer seine
Produkte gegen die starken OSB-Hersteller in den USA und Canada
promoten will, solltest du mir mal bitte erklären. Bei
Laminatfussboden ist Pergo bekanntermassen wirklich eine
sehr schlecht aufgestellte Marke sowohl in EU als auch in
USA. Das ist doch wieder nur alles heisse Luft, die hier
von absoluten .... erzeugt wird.
schrieb am 16.06.11 08:54:36
Zitat von DrKlebSorry
Mainstern,
aber EPDs für seine Produkte hat wirklich jeder
Holzwerkstoffhersteller. Und wie Pfleiderer seine
Produkte gegen die starken OSB-Hersteller in den USA und Canada
promoten will, solltest du mir mal bitte erklären. Bei
Laminatfussboden ist Pergo bekanntermassen wirklich eine
sehr schlecht aufgestellte Marke sowohl in EU als auch in
USA. Das ist doch wieder nur alles heisse Luft, die hier
von absoluten .... erzeugt wird.
Nichts ist so gut, dass man es nicht noch besser machen könnte.
Positiv etwas zu verbessern und auch im Land des permanenten
Marketings etwas zu verkaufen, benötigt Marktschreier wie am
Hamburger Fischmarkt, mit Witz und ansprechender Logik.
Wenn man sich für eine Aktie entschlossen hat, diese zu kaufen, so
sollte man diese unterstützen und nicht schlecht machen. Lieber
DrKleb, meine Frage an Dich: Hast Du Aktien von Pfleiderer, oder
willst Du nur schlechte Stimmung hier machen?
schrieb am 16.06.11 09:29:16
Zu Dr.Kleb
Ich habe Deine Postings gelesen und daraus geht hervor das Du
technisches Fachwissen in der Branche von Pfleiderer hast.
Frustriert seinen Job zu verlieren, weil das Werk dicht macht, ist
hart.
Es gibt Möbelhersteller, die Qualität liefern und nicht nur Billig
-Billig wie der Nordeuropäer und seine Angestellten auch nicht als
Team sieht, welches im gleichen Boot sitzt. Vieles kann besser
gemacht werden vom Management bis zur Putzfrau, wenn alle an einem
Strang ziehen.
Ich habe eine technische und betriebswirtschaftliche Ausbildung
plus Geldanlageerfahrung. Jammern hilft niemandem, ackern wie ein
Stier mit Suche nach Schwachstellen und diese auszufüllen, bringt
Erfolg. Das hört sich nach Klugsch... an, ist aber nicht so
gemeint. Nach jeder finsteren Nacht geht auch wieder die Sonne auf.
Man kann etwas dafür tun, damit ein Licht angeht und das ist nötig
für jeden von uns und für Pfleiderer. Nicht "weiter so" sondern
neue Ideen in die Tat umsetzen und genau daran arbeitet man seit
Monate bei Pfleiderer. Ich wünsche viel
Erfolg.
schrieb am 16.06.11 14:24:10
Hallo Mainstern,
a) ich besitze keine Aktien von Pfleiderer
b) alles was ich hier sage, gibt aussschlisslich meine persönliche
Meinung wieder, jeder kann also entscheiden, ob er/sie es annehmen
will oder nicht
c)Pfleiderer stellt keine besseren oder schlechteren Produkte als
die Wettbewerber her, auch nicht als die Billig-billig
Nordeuropäer, aber das Portfolio von Pfleiderer ist unausgewogen,
einfacher gesagt: zu spanplattenlastig und zu wenig vertikal und
horizontal integriert.
d) ich bewerte einzig und allein aufgrund technischer
Grundlagen
e) mir tun die Anleger leid, die hier viel Geld verloren haben.
f) mir tun die Arbeiter leid, deren Werke geschlossen werden
g) ich persönlich bin davon nicht betroffen, habe aber 20 Jahre
Branchenerfahrung bei den wichtigsten Wettbewerbern
h) ich gebe der Fa. noch max 2 Jahre, egal ob mit oder ohne
Schuldenberg. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich mich irre.
Meiner Ansicht nach sind die strukturellen Probleme zu gross.
Strukturelle Probleme sind für mich z.B.: - keine
OSB-Produktion,
kaum Erfahrung im Bereich Laminatfussboden, keine Erfahrung für
chemische Vorprodukte (ausser Silekol), bei MDF ebenfalls geringe
eigene Kapazität, Direktdruck ?, Lackieranlagen ? usw.
Ich wünsche dir und allen anderen hier viel Erfolg, und falls meine
Kommentare nicht sinnvoll sind, dann würde ich mich über
Rückantworten anderer ebenfalls freuen.
schrieb am 29.06.11 21:48:44
Es gibt oft noch unbekannte Chancen. Diese zu finden, kann man nur
bei intensiver Analyse des Unternehmens von innen her. Da sind
sogenannte Experten seit Monate am Werk. Warten wir es ab.
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