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    Staatsanwaltschaft geht gegen organisierten Aktienbetrug vor - Die letzten 30 Beiträge

    eröffnet am 24.09.10 00:06:47 von
    KurtWarner

    neuester Beitrag 21.01.13 19:24:51 von
    boersentrader02
    Beiträge: 116
    ID: 1.160.089
    Aufrufe heute: 0
    Gesamt: 18.160

    Der Tag im Überblick


    Beitrag schreiben Ansicht: Die letzten 30 Beiträge
    Avatar
    boersentrader02
    schrieb am 21.01.13 19:24:51
    Beitrag Nr. 116 (44.046.138)
    Wer hat das denn am Wochenende oder erst heute mit dem Frick gelesen ?
    Avatar
    kingkongtrader
    schrieb am 20.03.12 14:10:51
    Beitrag Nr. 115 (42.928.990)
    Bosler & Straub sind frei!

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,822498,00.html

    20.03.2012

    Fall SdK
    Ex-Aktionärsschützer wieder auf freiem Fuß


    Von Dinah Deckstein und Conny Neumann, München

    Ex-SdK-Vorstand Straub mit Anwältin: Auf freiem Fuß

    Ein Deal zwischen Justiz und Verteidigung hat den Prozess gegen zwei frühere Aktionärsschützer zu einem schnellen Ende gebracht: Die Ex-SdK-Funktionäre Markus Straub und Tobias Bosler bekommen eine Geld- und Freiheitsstrafe. Sie werden aber umgehend aus der Haft entlassen.

    Mit groß angelegten Razzien sichern sich die Fahnder der Münchner Staatsanwaltschaft immer öfter den Beifall einiger wohlgesonnener Medien. Das war auch Ende September 2010 der Fall. Mit Hilfe von 160 Polizisten ließen die Ermittler damals 48 Wohnungen im In- und Ausland durchsuchen, unter anderem 280 Computer beschlagnahmen und mehrere Mitglieder eines mutmaßlichen Aktienbetrügerrings verhaften, darunter die zwei Ex-Funktionäre der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) Tobias Bosler und Markus Straub.

    Es handle sich um den "womöglich größten Fall von Aktienmanipulation in Deutschland", meldete die Süddeutsche Zeitung respektvoll. Eine andere Tageszeitung rühmte, den Bayern sei der bislang massivste "Vorstoß gegen organisierte Kursmanipulation" hierzulande gelungen.

    Dass das Lob wohl etwas verfrüht war, zeigte sich schon am 23. Januar diesen Jahres, als der Prozess gegen die beiden mutmaßlichen Rädelsführer Bosler und Straub wegen des Verdachts auf Marktmanipulation und Insiderhandel vor dem Münchner Landgericht begann. Ein Teil der ursprünglichen Anschuldigungen tauchte in der 342-seitigen Anklageschrift gar nicht mehr auf oder wurde vorerst ausgeklammert. Zwei angebliche Mittäter erklärten sich schon gleich zu Beginn freiwillig für schuldig und wurden zu Bewährungs- und Geldstrafen verurteilt.

    Freiheit steht für Straub im Vordergrund

    Doch das ist noch nicht alles: Nach Information des SPIEGEL kommen heute Nachmittag auch Bosler und Straub auf freien Fuß - nachdem sich ihre Anwälte mit Gericht und Staatsanwaltschaft ebenfalls auf einen Kompromiss verständigten. Demnach soll Straub eine Haftstrafe von zwei Jahren und drei Monaten erhalten sowie gut 90.000 Euro bezahlen.

    Etwas höher soll das Strafmaß für Bosler ausfallen, dem die Ankläger noch mehr Taten vorwerfen als seinem ehemaligen SdK-Kumpel. Da die beiden Männer bereits über 16 Monate inhaftiert sind, kommen sie unmittelbar nach der Urteilsverkündung frei, weil sie in U-Haft bereits zwei Drittel der Strafe abgesessen haben. Auch alle übrigen Vorwürfe, die womöglich noch in späteren Verfahren gegen Bosler und Straub zum selben Komplex erhoben worden wären, sind damit hinfällig.

    "Durch die vereinbarte Beendigung des Verfahrens hat Herr Straub heute seine Freiheit wiedererlangt", sagt dessen Anwältin Simone Kämpfer. "Dies stand für meinen Mandanten im Vordergrund."

    Besonders erstaunen dürfte Prozess-Beobachter, dass einer der wichtigsten Anklagepunkte, nämlich angebliche Zockereien rund um den Börsengang des Biotech-Unternehmens Nascacell im Jahr 2006, sogar komplett fallengelassen und nach Paragraf 154 Strafprozessordnung wegen nachrangiger Bedeutung eingestellt wurde.

    So blieb bei Straub am Ende ohnehin nur noch ein einziger Vorwurf übrig. Als SdK-Sprecher soll er in Mitteilungen zwei Mal vor Aktien des Motorenbauers Thielert gewarnt, aber gleichzeitig verschwiegen haben, dass er selbst auf fallende Kurse bei der Firma gesetzt hatte. Offenbar hatte er mit seiner Einschätzung zu Thielert ohnehin richtig gelegen. Das Unternehmen musste wenig später tatsächlich Insolvenz anmelden.
    Avatar
    kingkongtrader
    schrieb am 03.02.12 20:43:05
    Beitrag Nr. 114 (42.697.676)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 42.697.646 von kingkongtrader am 03.02.12 20:34:05SdK-Prozess: Erpressen, Verwirren, Verschweigen
    01.02.2012, 09:00 Uhr

    Im Münchener Großverfahren um Marktmanipulation und Insiderhandel bekleckert sich keiner der Beteiligten mit Ruhm.

    Und dann will Markus Straub noch etwas loswerden. Das gesamte Verfahren sei eine schwere Belastung für seine Familie, die Ehefrau sei mittlerweile in einer Nervenklinik, seit 16 Monaten sitze er nun in Untersuchungshaft, und das, obwohl er stets kooperiert habe, selbst als diese Erpresserbriefe kamen.
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    Einen liest er vor an diesem Prozesstag vergangene Woche. Er stammt von einer "wohlgesonnenen Freundin", die ihm Mitte 2010 rät, sich sofort an eine Frankfurter Anwaltskanzlei zu wenden, sonst drohe Ungemach. Später wird die Briefschreiberin deutlicher: 250000 Euro möchte sie für Informationen. Damit meint sie offenbar einen Tipp, dass Straubs Verhaftung unmittelbar bevorsteht.

    Straub geht nicht auf das Angebot ein, sondern wendet sich an die Staatsanwaltschaft - und wird eine Woche später inhaftiert. Das alles belege doch, dass er nie habe flüchten wollen, sagt Straubs Anwältin Simone Kämpfer. Deshalb beantrage sie jetzt Haftverschonung.

    Womöglich heute schon wird das Landgericht München in Gestalt der Vorsitzenden Richterin Jutta Zeilinger verkünden, ob es mit Straub einen der Hauptverdächtigen in einem der größten Anlagebetrugsprozesse der letzten Jahre vorläufig auf freien Fuß setzt. Straub, bis 2008 Vize-Chef der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK), soll zusammen mit dem Aktienhändler Tobias Bosler sowie diversen Börsenjournalisten Aktienkurse manipuliert sowie Insiderwissen dazu genutzt haben, Millionengewinne zu ergaunern. Etwa im Fall des Bezahldienstleisters Wirecard. Straub und Bosler bestreiten die Taten.

    Mit dem von Straub präsentierten Erpresserschreiben hat der Prozess jedoch zugleich eine bizarre Note hinzugewonnen. Denn tatsächlich fahndet die Staatsanwaltschaft München seit eineinhalb Jahren vergeblich nach einem "Maulwurf". Nur ein Insider kann von der bevorstehenden Verhaftung gewusst haben. Auf Nachfrage heißt es, man ermittle weiter gegen unbekannt. Völlig ausschließen kann die Staatsanwaltschaft nicht, dass das angebotene Wissen auch aus ihrem Umfeld stammen kann. "Es laufen noch kriminaltechnische Untersuchungen", heißt es recht vage.

    « 2 / 2
    Viele merkwürdige Punkte

    Es ist nicht der einzige merkwürdige Punkt in diesem Verfahren. Ein anderer betrifft Harald Petersen, Straubs Verteidiger. Gegen ihn, bis vor wenigen Tagen noch Vorstand bei der SdK, ermittelt die Staatsanwaltschaft mittlerweile ebenfalls. Sie wirft ihm vor, Straubs Machenschaften im Wirecard-Fall unterstützt zu haben. Sein Ausschluss aus diesem Verfahrensteil ist beantragt.

    Petersen hat mit CNC Communications eine auf Krisenintervention spezialisierte PR-Agentur beauftragt, um den Anschuldigungen gegen ihn auch in der Öffentlichkeit entgegenzutreten. Und in der Tat hat es CNC geschafft, die Frage des Zeitpunkts für die Ermittlungen gegen Petersen fragwürdig erscheinen zu lassen. So hat die Staatsanwaltschaft schon vor einem Jahr eine E-Mail zur Kenntnis genommen, die sie nun als Grund für die kürzlich aufgenommenen Ermittlungen heranzieht.

    Auf diverse andere Punkte hat CNC allerdings keine befriedigende Antwort. So versucht das PR-Unternehmen, die Ermittlungen damit zu begründen, die Staatsanwälte wollten Petersen aus dem Verfahren "herausschießen". Doch Straub hat noch zwei weitere Verteidiger - und mit der früheren Staatsanwältin Kämpfer bleibt die weitaus bekanntere Gegnerin im Verfahren. Ebenfalls bleibt Petersen eine nachvollziehbare Antwort schuldig, warum er, wenn er sich doch unschuldig fühlte, die SdK nicht über das gegen ihn laufende Ermittlungsverfahren unterrichtete - obwohl er schon Mitte November davon wusste. Petersen begründet dies mit seiner Schweigepflicht: "Im Hinblick auf die Verteidigung von Herrn Straub, bei dessen Tat ich nach Meinung der Staatsanwaltschaft Mittäter sein soll, durfte ich im Interesse meines Mandanten nicht über das Verfahren gegen mich berichten." Doch dass er Straub verteidigt, war hinlänglich bekannt. Und in seiner eigenen Angelegenheit ist er nicht zur Verschwiegenheit verpflichtet.

    http://www.handelsblatt.com/finanzen/recht-steuern/anleger-u…
    Avatar
    kingkongtrader
    schrieb am 03.02.12 20:34:05
    Beitrag Nr. 113 (42.697.646)
    http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/:portfolio-jagd-auf-den-falschen-boersendoktor-ist-zu-ende/60163271.html

    Jagd auf den falschen Börsendoktor ist zu Ende
    Der angebliche Betreiber einer Luxenburger Vermögensverwaltung mischte im Jahr 2006 die Finanzwelt auf. Unter dem Pseudonym "Dr Claus Goniva" sorgte er für Unruhe bei dem Flugzeugmotorenhersteller Thielert - nun ist er enttarnt. von Renate Daum

    Wie ein Phantom schwirrte "Dr. Claus Goniva" 2006 durch die Finanzwelt und sorgte mächtig für Unruhe. Dem Flugzeugmotorenhersteller Thielert aus Hamburg warf er vor, bei den Bilanzen getrickst zu haben. Hilflos versuchte sich das Unternehmen zu wehren. Doch keiner kannte den angeblichen Betreiber einer Vermögensverwaltung aus Luxemburg persönlich. Damals beschrieb ihn die FTD als Person "ohne Gesicht" mit "Kunstnamen".

    Nun hat er die Maske abgenommen: Der Börsenbriefherausgeber Tobias Bosler räumte am Mittwoch vor dem Landgericht München I ein, er sei Dr. Claus Goniva gewesen. "Was Dr. Goniva behauptet hat, ist alles wahr gewesen", betonte er. Eineinhalb Jahre harte Arbeit habe er in die Recherchen gesteckt. Mit etwas Stolz in der Stimme berichtete er, dass ihm die FTD damals "einen halbseitigen Bericht" gewidmet habe.

    Bei den Thielert-Bilanzen hat die Hamburger Staatsanwaltschaft mittlerweile immerhin ähnliche Schlüsse gezogen wie er. Sie hat Anklage gegen den damaligen Thielert-Chef Frank Thielert sowie ein weiteres Vorstandsmitglied erhoben. Ihr Verteidiger weist die Vorwürfe allerdings zurück.

    Selbst wenn sich Boslers Vorwürfe als wahr herausstellen, nützt ihm das in seinem eigenen Prozess wenig: Die Münchner Ermittler werfen ihm bei einer ganzen Reihe von Aktien Marktmanipulation, Insiderhandel oder Betrug vor. Immerhin bei einem Punkt hat er nichts mehr zu befürchten. Dr. Claus Goniva sei nicht zum Führen eines Doktortitels berechtigt gewesen, trugen die Staatsanwälte zwar in ihrer Anklageschrift zwar vor. Das aber ist mittlerweile verjährt.
    Avatar
    boersentrader02
    schrieb am 30.01.12 23:29:10
    Beitrag Nr. 112 (42.671.250)
    Ich bin echt auf diese beiden Urteile für diese Betrüger gespannt.

    Ob sie auch mit Bewährungsstrafen, wie ihre Mitbetrüger, aus dem Gerichtssaal herausgehen werden ?

    Dann gehört die Richterein in die Klapse, nur dort könnte man dann solche falsche Urteile verstehen.



    merkur-online> Aktuelles> Wirtschaft>

    Aktien-Manipulation: Wie man aus einer Pleite Millionen macht

    Aktien-Manipulation: Wie man aus einer Pleite Millionen macht
    130.01.12
    München -

    Die Angeklagten im Prozess um Aktienkurs-Manipulationen verdienten nicht nur an steigenden, sondern auch an fallenden Kursen. Durch eine Insolvenz strichen sie 6,8 Millionen Euro ein.

    120 Aktenordner mit brisantem Inhalt. Damit will die Staatsanwaltschaft nachweisen, dass Markus Straub und Tobias Bosler Akteinkurse zum Schaden anderer beeinflusst haben.

    Die Verhandlung um Aktienkursmanipulationen im Saal 175 des Münchner Strafjustizzentrums wirkte bisher zeitweise wie ein Börsenseminar für Anfänger. Markus Straub, Angeklagter und ehemaliger Vorstand der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK), erklärte „Verkaufssignale“ oder das „Momentum“ einer Aktie. Oder er dozierte, wie man Wertpapierpakete portionsweise verkauft, ohne dass der Kurs verfällt.

    Es war ein einziger Satz, mit dem die Vorsitzende Richterin Jutta Zeilinger die börsentechnischen Höhenflüge beendete: „Wenn ich mir vorstelle, welche Mühe Sie sich bei Thielert gegeben haben, frage ich mich, warum Sie bei Nascacell alles einfach geglaubt haben.“

    Denn dieser unaufgelöste Widerspruch ist die Kernfrage, um die sich der Prozess eigentlich dreht: Bei Thielert, einem im S-Dax notierten Flugmotorenbauer, fahndeten die Angeklagten (Straub und sein früherer SdK-Kollege Tobias Bosler) mit teilweise fragwürdigen Methoden nach Haaren in der Bilanzsuppe. Dagegen verbreiteten sie über das Biotechnologie-Unternehmen Nascacell ungeprüft euphorische Behauptungen des Managements zu den Aussichten der Firma, die sich später als pures Wunschdenken erwiesen.

    Die Staatsanwaltschaft hat dafür eine einfache Erklärung. Bei Thielert hatten sich Straub und Bosler mit Wertpapieren eingedeckt, deren Wert mit fallenden Kursen stieg. Bei Nascacell wollten sie dagegen einen möglichst erfolgreichen Börsengang zu Geld machen.

    Dabei nahmen die Ermittlungen von Straub und Bosler bei Thielert teilweise groteske Züge an. Straub riet Anlegern einmal wegen einer Strafanzeige aus bis heute unbekannter Quelle zum Verkauf. Bosler trat gegenüber Unternehmen und Banken als Investor Dr. Claus Goniva auf, um über Thielert nachzuforschen.

    Sie forderten von Firmengründer Frank Thielert Erklärungen über zum Teil auch vertrauliche Vorgänge. Wenn Thielert nicht lieferte, diente selbst das als Argument gegen ihn. Dabei gingen die Thielert- Gegner nicht mit Samthandschuhen vor. Sie hakten auch bei Geschäftspartnern des Motorenbauers nach – selbst zu so sensiblen Dingen wie Details von Rüstungsgeschäften. Man kann sich auch ausmalen, auf welchen Boden bei den wichtigsten Thielert-Kunden Cessna und Diamond Aircraft die hartnäckigen Nachfragen nach angeblich gefälschten Rechnungen und Bilanzen ihres Lieferanten fielen.

    Am Ende sprangen mehrere Kunden ab und es kam so, wie Straub von Anfang an behauptet hatte: Thielert ging pleite. Offen ist bis heute, welchen Anteil daran eigenes Versagen von Thielert – während einer wirtschaftlichen Durststrecke – hatte und in welchem Umfang die harschen Methoden der selbsternannten Ermittler zur Pleite beitrugen.

    Die Aktionäre des Unternehmens verloren jedenfalls alles. Bosler und Straub selbst hatten keinen Schaden: Denn sie hatten von Anfang an auf fallende Kurse von Thielert gewettet. Dabei schienen die eingesetzten fünf Millionen monatelang verloren, weil die Aktie einfach nicht fiel. Daraufhin entschlossen sich die beiden Angeklagten, wie Straub gestern sagte, gemeinsam „gegen Thielert zu recherchieren“ – und hatten am Ende Erfolg: Bosler machte durch die Pleite 3,2 Millionen, Straub 3,5 Millionen.

    Der Gewinn regnete nicht einfach so von oben auf die Angeklagten herab – er entsprach Verlusten der Aktionäre. Es ist wie in dem Bösenspott, den Börsianer oft über sich ergehen lassen müssen: Ihr Geld, so heißt es darin, ist nicht weg. Es gehört nun einfach anderen. Die anderen hießen im Fall Thielert Markus Straub und Tobias Bosler.

    Martin Prem


    http://www.merkur-online.de/nachrichten/wirtschaft/aktien-ma…
    Avatar
    cocho
    schrieb am 23.01.12 13:03:22
    Beitrag Nr. 111 (42.632.379)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 42.631.968 von boersentrader02 am 23.01.12 11:59:21...und damit einen Gewinn von mehr als 20 Mio. Euro erzielt haben

    Ich fürchte, das war viel mehr!!
    Avatar
    boersentrader02
    schrieb am 23.01.12 11:59:21
    Beitrag Nr. 110 (42.631.968)
    Das ist ja das dollste was es gibt, der Rechtsanwalt Petersen der den Straub verteidigen will hat wohl selber in diesem Komplott, der angklagten und teilweise schon verurteilten Betrügern, mitgewirkt. ? Was ist nur aus unserem Deutschland geworden ? :D


    Keine Gewinne gemacht, wer soll denn das glauben ?:confused:

    Wenn auch meine Verluste nicht so groß waren, irgendeiner von dieser Betrügerbande muss doch meine Euros haben.

    Aber hier sieht man es wie unsere Gerichte entscheiden, Betrüger bekommen Bewährung und der Vater von Steffi Graf mußte seinerzeit über 3 Jahre in den Knast.

    Herr Graf passte wohl nicht in das korrupte System welches seit Jahren hier in der Bundesrepublik herrscht, siehe nur den Ex-Kanzler Kohl, den Ex-Siemens-Vorstand ?, oder in der Region den von dem SPD gestellten Ex-Bürgermeister von Dortmund Langenecker.

    Von dem Wulff will ich garnicht sprechen.

    Ich schätze, der nimmt alles mit was er von seinen "reichen Freunden" geschenkt bekommt, ob es billige Flüge oder kostenloser Urlaub usw. sind.


    Und warum ?

    Jetzt weiß ich es: Er und seine Familie brauchen somit nicht auf den Flohmärkten entsprechende Kleidung für sich und seiner gesamten Familie zu kaufen, das ist doch auch schon mal was, oder ?





    Meldung des Tages: Erste Urteile im Fall Nascacell gefällt
    23.01.12

    Der Fall der Nascacell AG beschäftigt mittlerweile die Gerichte. Am 19.1. wurde nun ein erstes Urteil gesprochen: der einstige Aufsichtsratsvorsitzende Christoph Öfele wurde zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung sowie einer Geldstrafe von 9.000 Euro verurteilt worden. Zudem muss er 220.000 Euro an den Staat abtreten. Öfele habe gestanden und außerdem keine finanziellen Gewinne erzielt, begründet die Richterin das relativ milde Urteil gegen den ehemaligen Sprecher der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger SdK. Zuvor war bereits der Börsenbriefbetreiber Stefan Fiebich zu einer Freiheitsstrafe auf Bewährung und einer Geldstrafe verurteilt worden. Neben Öfele und Fiebich wird auch Tobias Bosler und Markus Straub, einst Vizevorsitzender der SdK, der Prozess gemacht.

    Alle vier werden des Insiderhandels beschuldigt. Mit Hilfe äußerst günstiger Empfehlungen – unter anderem in Fiebichs Börsenbriefen – sollen sie die Aktie des mittlerweile liquidierten Münchener Biotech-Unternehmens Nascacell zum Zeitpunkt des Börsengangs hochgejubelt und anschließend an fallenden Kursen verdient haben. Im Mai 2006 wurde die Aktie in den Handel des wenig regulierten Open Market an der Frankfurter Börse einbezogen. Offiziell waren Aktien von Altaktionären wie Öfele eine zeitlang für den Verkauf gesperrt. Über spezielle Wertpapierdarlehensverträge wurde diese Frist jedoch umgangen und Aktien Öfeles verkauft.

    Einem Bericht der FAZ zufolge steht für die Staatsanwaltschaft fest, dass nicht nur das Unternehmen, sondern die gesamte Biotech-Branche durch die Taten von Fiebich, Bosler, Straub und Öfele geschädigt wurde. Sie müssten nun zusätzlich mit Schadenersatzklagen rechnen. Nascacell ist nur ein Unternehmen von vielen, mit dem das Quartett seine zweifelhaften Geschäfte machte. Insgesamt sollen sie die Kurse von rund 20 Unternehmen manipuliert und damit einen Gewinn von mehr als 20 Mio. Euro erzielt haben.

    http://www.transkript.de/politik-strukturen/politikartikel/?…
    Avatar
    kingkongtrader
    schrieb am 22.01.12 23:07:16
    Beitrag Nr. 109 (42.630.462)
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,810644,00.ht…

    22.01.2012

    Verdacht
    Justiz ermittelt gegen weiteren Aktionärsschützer


    Die Affäre um die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger zieht Kreise: Nach SPIEGEL-Informationen wird gegen Ex-Vorstand Harald Petersen wegen des Verdachts auf Marktmanipulation in Mittäterschaft ermittelt. Dabei will Petersen einen anderen Ex-SdK-Funktionär vor Gericht verteidigen.

    Hamburg - Kurz vor Beginn der Hauptverhandlung gegen zwei Ex-Aktionärsschützer wegen illegaler Aktienkursmanipulationen spitzt sich die Affäre zu. Nach SPIEGEL-Informationen hat die Münchner Staatsanwaltschaft gegen den Ex-Vorstand der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK), Harald Petersen, ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Marktmanipulation in Mittäterschaft eingeleitet. Petersen war erst Anfang vergangener Woche von seinem Führungsposten bei den Aktionärsschützern von der SdK zurückgetreten.

    Pikantes Detail: Petersen ist einer der Verteidiger des ehemaligen SdK-Vizechefs Markus Straub. Dieser muss sich ab Montag wegen des Verdachts auf Insiderhandel und Aktienkursmanipulation vor dem Münchner Landgericht verantworten. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hat Straub 2008 einen Kursrutsch der Aktie des Bezahldienstleisters Wirecard ausgelöst, weil er unter anderem öffentlich angebliche Bilanztricks bei dem Unternehmen angeprangert hatte. An dem Kursverlust soll Straub persönlich verdient haben, weil er laut Anklage zuvor auf fallende Kurse der Aktie gesetzt hatte. Straub war bei einer Razzia im Jahr 2010 festgenommen worden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

    Die Ermittler werfen dem Juristen Petersen vor, er habe gewusst, dass Straub auf fallende Kurse von Wirecard setzte, als die SdK 2008 vor dem Unternehmen warnte. Ein Sprecher Petersens äußert den Verdacht, die Staatsanwaltschaft wolle mit dem Ermittlungsverfahren gegen den Ex-SdK-Funktionär womöglich Straubs Verteidigung schwächen.

    Ermittler wollen Petersen nicht als Verteidiger sehen

    Die Staatsanwaltschaft beantragte, Petersen in dem nun beginnenden Verfahren auszuschließen. Die verbliebenen Verteidiger haben wegen Verfahrensverschleppung bereits Verfassungsbeschwerde eingelegt.

    Der Rückzug von Petersen als Vorstand der SdK wurde damit begründet, dass der Anwalt mögliche Interessenkonflikte im Zuge des Prozesses gegen Straub vermeiden wolle.

    Neben Straub steht auch der Herausgeber eines Börsenbriefs vor Gericht, der im großen Stil Werbekampagnen für seine eigenen Aktien lanciert und an den Kursgewinnen ein Vermögen verdient haben soll. Zwei weitere Beteiligte in dem Skandal um Kursmanipulation sind bereits zu Bewährungs- und Geldstrafen verurteilt worden, darunter auch ein ehemaliger Funktionär der SdK. Sie hatten ihre Taten in vollem Umfang gestanden und damit kurze Gerichtsverfahren ermöglicht.

    Der Prozess gegen Straub und den Börsenbriefherausgeber wird hingegen voraussichtlich deutlich länger dauern: Bis Mai sind bereits 30 Verhandlungstage geplant.
    Avatar
    boersentrader02
    schrieb am 17.01.12 14:59:02
    Beitrag Nr. 108 (42.604.990)
    Die Richterin hat wohl bei solchen Betrugsfällen noch nie Geld verloren, deswegen kommen hier wohl nur immer diese Bewährungsstrafen heraus.

    Aber leider ist das ja so in Deutschland, dass die kleine Kassiererin ihren Job verliert wenn sie einem Pfand-Bon findet in einer umwerfenden Höhe von 0,35 € und verliert damit ihre Existenz, und die dicken Fische, wie jetzt der Öfele, gehen ohne Knast mit einer geringen Geldstrafe dazu, aus ihren Betrügereien heraus.

    Der Verdienst seiner Betrügereien liegt im hohen einstelligen Millionenbereich und die Strafe liegt bei ca. 200.000 €.

    Von der Differenz seines durch Betrügerein gemachten Millionen-Vermögens macht er sich einen schönen Tag. So ist es nun mal in Deutschland, leider.


    Deutschland ist zu einer Bananenrepublik verkommen. Ich hoffe das wird sich eines Tages vielleicht doch noch mal ändern und das festgeschriebene Recht gilt für alle gleich, und keiner wird davon ausgenommen, wie z. B. Kohl, etc. .


    17.01.2012 11:49| A A Teilen | Drucken |Senden

    INSIDERHANDEL
    Weiterer Angeklagter handelt Bewährungsstrafe aus
    Bewerten (0) | |

    Prozess wegen Insiderhandels bei Nascacell

    Im Verfahren wegen des Verdachts des Insiderhandels steuert ein weiterer Angeklagter nach einem Geständnis auf eine Bewährungsstrafe zu.
    von Thomas Schmidtutz, Euro am Sonntag
    München.

    Zuvor hatte die Vorsitzende Richterin der Wirtschaftsstrafkammer am Münchner Landgericht heute morgen erklärt, im Falle eines Geständnisses von Christoph Ö. werde das Strafmaß auf eine Bewährungsstrafe von maximal zwei Jahren sowie eine Geldstrafe von bis zu 390 Tagessätzen hinauslaufen.

    Daraufhin räumte Ö. alle Vorwürfe ein. Bereits im Vorfeld der Verhandlung hatte es entsprechende Gespräche zwischen der Staatsanwaltschaft und Ö’s Verteidigung gegeben.


    http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Martkmanipulation-P…
    Avatar
    kingkongtrader
    schrieb am 17.01.12 01:58:35
    Beitrag Nr. 107 (42.602.262)
    http://www.gomopa.net/Pressemitteilungen.html?id=882&meldung…

    Börsenguru Stefan Fiebach gestand Marktmanipulationen

    Convent Mehr als 15 Monate Untersuchungshaft haben den Münchner Börsenjournalisten und Beteiligungsunternehmer Stefan Fiebach (47) stark mitgenommen.

    Für die Aussicht auf eine Bewährungsstrafe von maximal zwei Jahren Haft und etwa 300 Tagessätzen Geldstrafe, die noch festzulegen sind, hat Fiebach gestern vor dem Landgericht München eine Beteiligung von 44 Marktmanipulationen und Insidergeschäften in den Jahren 2005 und 2006 vollumfänglich zugegeben.

    Das in Aussicht gestellte milde Urteil (normalerweise stehen auf Marktmanipulation bis zu 5 Jahren Gefängnis ohne Bewährung) soll kommenden Dienstag (17. Januar 2012) gesprochen werden.

    Mit dem Geständnis belastet Fiebach drei weitere Angeklagte schwer, denen in dem Münchner Mammutverfahren wegen Marktmanipulation und Insiderhandels an 21 Firmen noch gesondert der Prozess gemacht wird. Es handelt sich dabei um den mutmaßlichen Drahtzieher Tobias Bosler (derboersendienst.de) aus München und die einstigen Sprecher der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) aus München Markus Straub und Christoph Oefele.

    Vergleicht man die Gewinne der vier miteinander, ist Fiebach mit rund 19.000 Euro am Gesamtgewinnkuchen der vier in Höhe von 21,719 Millionen Euro tatsächlich nur ein kleiner Fisch, obwohl er bis auf den letzten spektakulären Firmenmanipulationsfall Wirecard AG aus Grasbrunn an allen anderen 20 Firmenmanipulationen beteiligt war: Splendid Medien AG, Medec Ltd., TIPTEL AG, Barnabus, Hucke, 3S Swiss Solar Systems AG, New Value AG, conVISUAL AG, Petro Hunter Energy Corp., Solar Millenium AG, Rubincon Ventures, CineMedia Film AG Geyer-Werke Inhaber-Aktien o. N., Berentzen-Gruppe AG, NascaCell Technologies AG, Solar EnerTech Corporation, Thielert, Metrodome Group PLC Registered Shares, Dolphin Capital AG, Conergy AG und Life Jack AG.

    Boss Tobias Bosler soll durch die fallenden oder steigenden Aktien der Unternehmen, deren Kursverlauf er mit Hilfe von Fiebach und bis zu 28 weiteren bestochenen Börsenjournalisten manipuliert habe, zwischen Juni 2005 und April 2010 einen Gewinn von 13,7 Millionen Euro erzielt haben. Ex-SdK-Funktionär Straub soll es auf 7 Millionen Euro und sein Kollege Oefele auf 1 Million Euro Gewinn gebracht haben.

    Vergleicht man allerdings die Macht und Wirkung von Fiebachs Taten, so kam Fiebach eine Schlüsselrolle für den anonym im Hintergrund agierenden Bosler zu, den Fiebach in E-Mails an Dritte oft den "Meister" nannte.

    Fiebach sei in einer wirtschaftlich schwierigen Situation in die Geschichte hineingeraten und habe erst mit der Zeit gemerkt, wie die Sache lief, trug Fiebachs Verteidiger, Rechtsanwalt Alexander Kleinert, beim Verlesen des Geständnisses vor. Ohne weitere Einzelheiten zu nennen.
    Avatar
    boersentrader02
    schrieb am 15.01.12 21:30:36
    Beitrag Nr. 106 (42.597.320)
    Der betrogene Börsentrickser
    013.01.12|
    München -

    Der erste Angeklagte im Prozess um Aktienkurs-Manipulationen kommt nach einem Geständnis wohl mit einer Bewährungsstrafe davon. Seine kurze Karriere auf der schiefen Bahn war auch für ihn selbst ein Fiasko.




    http://www.merkur-online.de/nachrichten/wirtschaft/betrogene…
    Avatar
    kingkongtrader
    schrieb am 12.01.12 22:39:35
    Beitrag Nr. 105 (42.587.529)
    Der zweite Artikel enhält mehr Information. Deshalb habe ich ihn gepostet.
    Avatar
    Hulloa
    schrieb am 12.01.12 18:32:05
    Beitrag Nr. 104 (42.586.299)
    Wie oft willst du denn noch den gleichen Inhalt posten?
    Avatar
    kingkongtrader
    schrieb am 12.01.12 18:20:00
    Beitrag Nr. 103 (42.586.245)
    rozess-boersenbriefschreiber-gesteht-kursmanipulation/60153579.html" target="_blank" rel="nofollow">http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/:prozess-boersenbriefschreiber-gesteht-kursmanipulation/60153579.html

    12.01.2012, 16:27
    Börsenbriefschreiber gesteht Kursmanipulation

    Seine Ratschläge nutzten viele Anleger, weil sie auf das schnelle Geld hofften. Dass sie Opfer einer Manipulation wurden, wussten sie nicht. Der in München Angeklagte ist geständig, gegen drei weitere Beschuldigte starten die Prozesse in Kürze. von Renate Daum München

    Im Prozess um Marktmanipulation und Insiderhandel am Münchener Landgericht hat ein erster Angeklagter eine Bewährungsstrafe ausgehandelt. Verhandelt wird gegen ein Mitglied eines mutmaßlichen Netzwerks rund um ehemalige Anlegerschützer der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK). Insgesamt gibt es vier Beschuldigte, in erster Linie frühere Aktionärsschützer und Journalisten. Drei Fälle davon sind noch nicht eröffnet.
    Die Staatsanwaltschaft wirft dem ehemaligen Börsenbriefherausgeber vor, in 44 Fällen für positive Veröffentlichungen zu Aktien gesorgt zu haben, ohne darauf hinzuweisen, dass er von einem Kursanstieg persönlich profitierte. Der Beklagte räumte die Vorwürfe in vollem Umfang ein. Zuvor hatte die 4. Strafkammer des Landgerichts München I im Falle eines Geständnisses eine Freiheitsstrafe zwischen einem Jahr und neun Monaten und zwei Jahren in Aussicht gestellt, die zur Bewährung ausgesetzt werden könnten. Zudem müsse er mit einer Geldauflage von 300 bis 360 Tagessätzen in noch festzulegender Höhe rechnen. Mit einem Urteil wird am nächsten Verhandlungstag, dem kommenden Dienstag, 17. Januar, gerechnet.
    Das Landgericht I in München Das Landgericht I in München
    Der Prozess gehört zum Verfahren mit den meisten Beschuldigten wegen Kursmanipulation in Deutschland. Angeklagt sind auch ein ehemaliger stellvertretender Vorsitzender der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK), ein Ex-SdK-Sprecher sowie ein in der Finanzszene bekannten Organisator von Kapitalmarktkonferenzen.
    Der Ex-SdK-Vize gehörte zu den renommiertesten Anlegerschützern Deutschlands. Der ehemalige Sprecher hatte unter anderem ein preisgekröntes Anlageschutzarchiv aufgebaut. Der Prozess gegen sie beginnt am 23. Januar. Ein früherer Geschäftsführer eines Börsendienstes aus München ist bereits wegen Kursmanipulation in zwei Fällen verurteilt worden. Er hatte Aufträge für bezahlte Research-Studien in dem Wissen angenommen, dass die Auftraggeber Aktien verkaufen wollten. Am 23. Dezember erhielt er eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten auf Bewährung, verknüpft mit einer Geldauflage von 5000 Euro. Gegen rund zwei Dutzend Beschuldigte wird noch ermittelt.

    Den beiden Staatsanwälten zufolge nimmt der Konferenzorganistaor die zentrale Rolle in dem Netzwerk ein. Er deckte sich demnach 2005 und 2006 mit Aktien oder anderen Wertpapieren ein und brachte demnach dem jetzt Geständigen, Herausgeber beziehungsweise Autoren anderer Börsendienste sowie ein Anlegermagazin dazu, Positives über diese Werte zu veröffentlichen. Dafür erstellte einer der Beschuldigten sogar Mediapläne.

    Bei diversen Adressanbietern besorgten sich Beteiligte E-Mail-Adressen, an die Börsenbriefe versandt wurden. Auf dem Finanzportal "wallstreet-online" schalteten sie zum Teil Werbung. In ihrer Anklage trugen die Ermittler unter anderem Fälle zu Aktien wie Splendid Medien, Petrohunter, Cinemedia und Berentzen vor. In einem weiteren Fall, der Barnabus Energy Inc., organisierte der Hauptverdächtige nach Angaben der Staatsanwaltschaft gegen Bezahlung eine umfangreiche Werbekampagne für Aktionäre der Gesellschaft. Der Beschuldigte selbst hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht öffentlich geäußert.

    "Nach den Werbeaktionen brach der Kurs in der überwiegenden Anzahl der Fälle teils massiv ein", trugen die beiden Staatsanwälte vor Gericht vor. Der Schaden bei den Anlegern sei den Akteuren "durch die zahlreichen Beschwerde-E-Mails von Abonnenten" vor Augen geführt worden.
    Der Verteidiger des Geständigen trug vor, sein Mandant sei in einer wirtschaftlich schwierigen Situation in die Geschichte hineingeraten und habe erst mit der Zeit gemerkt, wie die Sache lief. "Es gibt keine Millionengewinne", sagte er. Bei der Aktie Nascacell sei der Börsenbriefherausgeber selbst ein Opfer. "Ich fühlte mich hygienisch einwandfreier als manche Bank, die ihren Kunden nicht sagt, wie hoch ihre Provisionen sind", sagte der geständige Angeklagte.
    Er rechnete vor, er habe mit den Wertpapierspekulationen in den ihm zur Last gelegten Fällen zwar gut 19.000 Euro Gewinn, aber allein bei Petrohunter 70.000 Euro Verlust gemacht und somit etwa 50.000 Euro verloren. Der 47-Jährige bezeichnete sich als Unternehmensberater für Private Equity und Börseneinführungen im Ausland. Am Rande des Prozesses sagte er, es sei alles wahr gewesen, was in seinen Börsenbriefen veröffentlicht worden sei: "Berentzen ist eine super Firma. Die würde ich nach wie vor kaufen." Er habe Aktienengagements selbst aber "eingestellt".
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    kingkongtrader
    schrieb am 12.01.12 16:51:19
    Beitrag Nr. 102 (42.585.680)
    Die Clique ist bereits seit dem Jahr 2008 im Visier der Ermittler. Damals wurde bekannt, dass der frühere SdK-Vize Markus Straub öffentlich angebliche Bilanztricks bei dem Bezahldienstleister Wirecard angeprangert und zugleich auf den fallenden Kurs der Aktie spekuliert haben soll. Er sitzt seit einer groß angelegten Razzia in rund 50 Büros und Privaträumen im Herbst 2010 in Untersuchungshaft.

    Tausende Anleger hinters Licht geführt

    Die Masche war den Ermittlungen zufolge recht einfach: Sie suchten sich gezielt Unternehmen aus, deren Kurs sehr niedrig war (Pennystocks). Dann kauften sie die Aktien der Firmen und verbreiteten unter anderem über die Börsenbriefe gezielt Nachrichten, um den Kurs in die Höhe zu treiben und die Aktien später mit Gewinn zu verkaufen.

    Der 47-Jährige Angeklagte verschickte seine Börsenbriefe laut Anklage gratis per Mail an rund 18.000 Abonnenten. In den meisten Fällen arbeitete er dabei mit dem anderen Angeklagten zusammen, der ebenfalls von den auserwählten Unternehmen im großen Stil Aktien kaufte und dann auf Kurssteigerungen durch die Aktientipps in den Börsenbriefen setzte. „In keiner der Veröffentlichungen erfolgte ein für die Leser klarer Hinweis darauf, dass die Verfasser der Artikel signifikante Aktienpositionen hielten“, heißt es in der Anklage.

    Vielen Anlegern stieß besonders die Verwicklung der SdK in die Affäre sauer auf. Mit nach eigenen Angaben rund 12.000 Mitgliedern gehört die SdK neben der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) zu den größten Aktionärsvertretungen in Deutschland und ist auf allen großen Hauptversammlungen mit einem Sprecher vertreten. Als Konsequenz aus dem Skandal hat die Sdk ihre internen Verhaltens-Richtlinien nach eigenen Angaben verschärft. Jeder SdK-Sprecher muss nun vor dem Auftritt auf einer Hauptversammlung mitteilen, wenn er selbst Aktien des betroffenen Unternehmens hält.
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    kingkongtrader
    schrieb am 12.01.12 16:33:55
    Beitrag Nr. 101 (42.585.560)
    http://www.handelsblatt.com/finanzen/recht-steuern/anleger-u…

    Marktmanipulierer handelt Bewährungsstrafe aus
    12.01.2012, 13:04 Uhr, aktualisiert 13:25 Uhr

    Jahrelang hat die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Kursmanipulation gegen eine Clique aus Aktionärsschützern und Börsenbrief-Herausgebern ermittelt. Der erste von ihnen steht in München vor Gericht.


    Der Angeklagte Stefan F. und ehemalige Herausgeber eines Börsenbriefs muss sich wegen des Verdachts der Marktmanipulation in 165 Fällen verantworten. Quelle: dpa

    MünchenIm Prozess um Marktmanipulation und Insiderhandel am Münchener Landgericht hat ein erster Angeklagter eine Bewährungsstrafe ausgehandelt. Sollte er ein umfassendes Geständnis ablegen, werde es eine Bewährungsstrafe von maximal zwei Jahren geben, sagte die Vorsitzende Richterin Jutta Zeilinger am Donnerstag. Zusätzlich dürfte es eine Geldstrafe geben, deren Höhe noch nicht feststeht.

    Der angeklagte Kaufmann, früher Herausgeber von zwei Börsenbriefen, räumte die Vorwürfe in vollem Umfang ein. Rechtsanwalt Alexander Kleinert sagte, sein Mandant sei damals in einer wirtschaftlich schwierigen Situation gewesen und habe deswegen den Job, die Börsenbriefe herauszugeben, angenommen und so bei den Aktiendeals geholfen.

    Am Ende habe er bei den umstrittenen Börsengeschäften trotzdem einen Verlust von 50.000 Euro gemacht.

    Insgesamt gibt es in dem Komplex vier Beschuldigte, primär frühere Aktionärsschützer und Journalisten. Nach Worten seines Verteidigers war der aktuell Angeklagte nur der „Handlanger“ eines anderen Angeklagten, der ebenfalls Börsenbriefe herausgab. Drei Fälle davon sind noch nicht eröffnet. Laut Staatsanwaltschaft sollen die vier Beschuldigten den Wert zahlreicher Aktiengesellschaften durch gezielt verbreitete Informationen beeinflusst und dank Aktien- und Derivategeschäften sich so selbst bereichert haben. Die Informationen, um die Kurse nach oben oder unten zu treiben, seien über Börsenbriefe oder Fachliteratur gestreut worden. Insgesamt hätten sie dabei Gewinne in Millionenhöhe erzielt. Anderen Aktionären entstand hingegen finanzieller Schaden, weil die Kurse nach den Kampagnen wieder abstürzten.
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    sunbeamer
    schrieb am 10.01.12 22:09:44
    Beitrag Nr. 100 (42.576.207)
    http://www.small-cap-news.de/index.php?action=detail&show=com&id=838

    "Jörg Nebel, ist Chefredakteur von Small Cap Scout, Turboaktien und Börsengeflüster:..."
    Avatar
    boersentrader02
    schrieb am 05.01.12 20:56:00
    Beitrag Nr. 99 (42.556.675)
    Endlich geht es einen dieser Gangster an die Eier.

    Die anderen werden folgen, es werden bestimmt die Hälfte der Ex-Verantwortlichen des Aktienschutz-Vereins SdK demnächst ebenfalls vor diesem Gericht stehen.

    Allerdings glaub ich es erst wenn das Urteil gesprochen ist. Hier in Deutschland urteilen die Gerichte dermassen beschissen, das man allerdings nicht an die Gerechtigkeit glauben kann. Beispiele gibt es genug, will aber momentan hier keine aufzeigen.

    Ob dieser Angeklagte sich wohl wieder freischwimmen kann ?

    Bin echt auf das Urteil gespannt
    .




    Börsenbetrug
    Gericht eröffnet Prozess wegen Kursmanipulation
    05.01.2012 ·

    Das Münchner Landgericht hat die Anklage in dem mutmaßlich größten Fall von Börsenbetrug der deutschen Nachkriegsgeschichte in weiten Teilen zugelassen. Die mündliche Verhandlung soll schon am Donnerstag kommender Woche beginnen.

    Von Joachim Jahn, Berlin


    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/boersenbet…
    Avatar
    boersentrader02
    schrieb am 23.12.11 22:30:41
    Beitrag Nr. 98 (42.519.687)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 42.519.463 von kingkongtrader am 23.12.11 21:00:03Leider ist es so, dass der Klein-Akzionär gegen diese geballte Kraft von Insidern und Börsenkennern nichts entgegen stellen konntoe.

    Mein Wunsch wäre daher, das diese Burschen alle in eine Grube eingesperrt werden.

    Da es ja ca. bis zu 70 Betrüger gewesen sein sollen, werden 68 Schüppen für sie bereit gestellt und diejenigen, die keine Schüppe abbekammen wurden den ganzen Tag der A . . . h mit einer Kugelpeitsche geschlagen und das über Jahre damit alle davon etwas mitbekamen.

    Bin leider auch ein Geschädigter dieser Betrügerbande.
    Avatar
    HotMod [Mod]
    schrieb am 23.12.11 21:10:49
    Beitrag Nr. 97 (42.519.489)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 42.519.463 von kingkongtrader am 23.12.11 21:00:03ein sehr interessanter Artikel ;)
    Avatar
    kingkongtrader
    schrieb am 23.12.11 21:00:03
    Beitrag Nr. 96 (42.519.463)
    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ermittlungen-wegen-aktienbetrugs-spur-der-gier-1.1238290

    Ermittlungen wegen Aktienbetrugs Spur der Gier

    18.12.2011, 18:50
    Von Markus Balser und Uwe Ritzer

    Ein wüster Börsen-Krimi um Luxus und Manipulation: Tobias Bosler sollte eigentlich Aktionäre schützen, jetzt soll ihm wegen mutmaßlichen Aktienbetrugs der Prozess gemacht werden. Womöglich finanzierte er seine 20-Meter-Yacht mit Kurstricks von beispiellosem Ausmaß. Nach SZ-Informationen führt eine Spur zum Erlanger Chaos-Unternehmen Solar Millennium.




    Er war ein Mann von Welt. "Kapitän", nannte ihn seine Börsenclique. Tobias Bosler herrschte über seine Münchner Investmentfirma TFB Capital, er residierte im noblen Kitzbühel, und im Mittelmeer kreuzte seine 20-Meter-Yacht Excalibur 1. Über seinen Börsenbrief verschickte er brandheiße Infos zu kleinsten Firmen. Credo: "Börsengewinne sind kein Zufall."
    Probebetrieb Solarthermisches Parabolrinnenkraftwerk Andasol 1 Bild vergrößern

    Bauarbeiter am Solarkraftwerk Andasol 2 von Solar Millennium in der spanischen Provinz Granada. Eine Spur führt von mutmaßlichen Anlagebetrügern zu dem Erlanger Unternehmen. (© Solar Trust of America / dpa)

    Der "Kapitän" gab zudem als Sprecher der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) gerne den Robin Hood der Börsenwelt. Einer, der für Anleger kämpft. Dessen Mitarbeiter auf Hauptversammlungen den Vorstandschefs so richtig zusetzen. Inzwischen jedoch hält ihn die Staatsanwaltschaft in München für einen systematischen Aktienbetrüger: Bosler sitzt seit mehr als einem Jahr in Untersuchungshaft. 2012 will ihm das Landgericht München den Prozess machen. Im Herbst schon ist Anklage gegen Bosler und drei weitere Beschuldigte erhoben worden.

    Er gilt nun als Abzocker. Strafverfolger werfen ihm und seinem ehemaligen SdK-Freund Markus Straub Kursmanipulation und Insiderhandel vor. Die Ermittlungen gelten als bislang größter Schlag gegen mutmaßlichen organisierten Aktienbetrug in Deutschland. Bosler und Straub sollen Teil eines illegalen Netzwerks von gewaltiger Dimension und Dreistigkeit gewesen sein. Zusammen mit mehr als 30 anderen Finanzleuten sollen sie über Jahre hinweg die Aktien von zahlreichen Unternehmen manipuliert haben. Womöglich kassierten sie mit Insiderwissen Millionen ab.

    Der Fall könnte das ohnehin dünne Vertrauen in Deutschlands Aktienmärkte aufs Heftigste beschädigen. Verdächtig viele Fäden laufen ausgerechnet in der Zentrale der Aktionärsschützer an der noblen Münchner Maximilianstraße zusammen: ein wüster Börsen-Krimi um Gier und Luxus, um einen Zirkel von Finanzmanagern, angeblichen Börsenaufpassern und Finanz-Journalisten. Sie alle verdienten offenbar kräftig, indem sie Aktienkurse wie Jo-Jos hüpfen ließen. Sie spielten nach Überzeugung von Fahndern mit zum Teil wertlosen Unternehmen. Leidtragende waren Aktionäre, die den Imagekampagnen Glauben schenkten.

    Das System kann man anhand des Beispiels Solar Millennium erklären, einer einst ambitionierten Firma aus Erlangen, die überall in der Welt Sonnenkraftwerke bauen wollte. Auch Aktien dieser grünen Firma seien von den Jo-Jo-Spielen betroffen, heißt es in Kreisen der Staatsanwaltschaft.

    Die Kursturbulenzen begannen vor zwei Jahren. Am 18. Januar 2010 stürzte die Aktie an einem Tag um 22,58 Prozent ab. Der Süddeutschen Zeitung liegen Dokumente vor, die einen direkten Kontakt zwischen der Solar-Millennium-Spitze und dem dubiosen Zirkel um die SdK offenbaren. Am 1. Februar 2010 schrieb Ex-Sprecher Bosler einen achtseitigen Brief an Vorstand und Aufsichtsrat der fränkischen Firma. Bosler kam schnell auf den Punkt und behauptete, er halte zusammen mit anderen Investoren Aktien über 20 Millionen Euro. Er beklagte den massiven Kurssturz vom 18. Januar, kritisierte die Informationspolitik scharf und forderte ein massives Gegensteuern - mit Aktionen zur Kurspflege. So sah es, internen E-Mails zufolge, auch der Aufsichtsrat und Gründer Hannes Kuhn. "Es muss mit allen Mitteln verhindert werden, dass die Staatsanwaltschaft auf eine mit Sicherheit hochprofessionell verfasste Strafanzeige hin Ermittlungen einleitet", warnte Bosler noch.

    Boslers Anwalt lehnt auf Anfrage einen Kommentar ab. Doch Anleger sind in großer Sorge: Warum hatte der Aktionärsschützer seinerzeit Angst vor staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen? Wieso der außergewöhnliche Rund-um-die-Uhr-Einsatz für Solar Millennium? Denn Bosler notierte freimütig, er mache seit drei Monaten nichts anderes, als "full time am Investment Solar Millennium" zu arbeiten.

    Die Fragen werden umso drängender, je mehr Solar Millennium selbst schwächelt. Vorstände kamen und gingen in rasendem Tempo. Der ehemalige EnBW-Chef Utz Claassen warf nach 74 Tagen hin. Er fühlte sich vom Aufsichtsrat getäuscht und lieferte sich mit der Firma einen erbitterten Rechtsstreit. Längst haben sich Behörden eingeschaltet. Die Staatsanwaltschaft und die Finanzaufsicht Bafin untersuchen den Verdacht von Insidergeschäften mit Aktien der kleinen Firma. Angekündigt wurde viel im Lauf der Jahre, und es wurde ein dreistelliger Millionenbetrag von Anlegern eingesammelt. Verwirklicht wurde wenig. Ermittler gehen inzwischen Untreuevorwürfen nach, möglicher Steuerhinterziehung und der Frage, welche Rolle eine dubiose Briefkastenfirma im Geflecht um Solar Millennium gespielt hat. Ins Zentrum vieler merkwürdiger Geschehnisse ist Firmengründer Kuhn gerückt: Er hat an die 20 Verfahren am Hals. Es geht auch um die Pleite der Düsseldorfer DM Beteiligungen AG. Anleger verloren bis zu 90 Millionen Euro. Kuhn weist Vorwürfe gegen ihn zurück.

    Warum nur laufen bei dem kleinen Unternehmen in Franken die Fäden gleich mehrerer Skandale zusammen?

    Untersuchungshäftling Tobias Bosler war nicht der einzige ranghohe Funktionär aus der Börsianer-Schutzgilde SdK, der sich bei Solar Millennium engagierte. Harald Petersen, Wirtschaftsanwalt aus München und bis heute Vorstand der SdK, mischte ebenfalls kräftig mit. Offenbar auf Bitten des Aufsichtsrates von Solar Millennium verfasste Petersen am 26. Januar 2010 eine Stellungnahme zum Kurssturz. Ausdrücklich verweist er gleich zu Beginn auf seine langjährige SdK-Tätigkeit und seine Mitgliedschaft im Börsenrat der Münchner Börse. Im Ergebnis kommt er zu einem auffallend ähnlichen Urteil wie Bosler nur vier Tage später: Das Auf und Ab bei den Kursen zu Jahresbeginn 2010 sei ein Angriff von "Shortsellern", also von Spekulanten, die kurzfristig auf Kursrückgang setzen. Petersens Botschaft: Man könne dem begegnen, indem man etwas für den Kurs tue.

    Heute weist Petersen den Verdacht von Absprachen mit Bosler zurück. Zum laufenden Verfahren könne er sich nicht äußern, teilt er der SZ mit. Über seine gutachterliche Stellungnahme für den Aufsichtsrat von Solar Millennium habe er zu keinem Zeitpunkt mit Tobias Bosler gesprochen, "geschweige denn diese mit ihm abgestimmt". Außerdem habe er am 26. Januar 2010 weder unmittelbar noch mittelbar Aktien der Solar Millennium AG gehalten.

    Es ist nicht die einzige Merkwürdigkeit rund um die Aktien der Firma. Im November 2009 war sie interessant geworden, weil der damalige Aufsichtsrat Kuhn an einem Coup arbeitete: der Verpflichtung des Industriestars Claassen als Vorstandschef für Solar Millennium. Wer von der Nachricht vorher Wind bekam und Solar-Millennium-Papiere eingekauft hatte, konnte binnen weniger Stunden Millionen verdienen. Ein ungewöhnlich guter Zeitpunkt für einen Einstieg also. Und just jener, an dem sich Tobias Bosler nach eigenen Angaben bereits "full time" um Solar Millennium kümmerte. Verblüffend sicher hatte er auf Solar Millennium gesetzt. Seine TFB-Capital sei schon seit Sommer 2009 "nennenswert an der Solar Millennium AG (SMAG) beteiligt", ließ er in seinem Brief an das Unternehmen wissen.

    Anfang 2010 waren Bosler und "Dutzende professioneller Kapitalmarktteilnehmer" mit mehr als 500.000 Aktien bei dem Kraftwerkebauer engagiert. Ungewöhnlich viel für einen derart kleinen Wert. Überhaupt kümmerte sich die Clique auffallend intensiv: "Seit Ende Oktober tauschen wir uns regelmäßig mit ca. 70 Kapitalmarktteilnehmern (Analysten, Fondsmanagern, Vermögensverwaltern, Börsen- und Wirtschaftsjournalisten) über SMAG aus", notierte Bosler.

    Wie eng der Draht gewesen sein könnte, zeigen vertrauliche Dokumente aus dem Unternehmen. So forderte der Aufsichtsrat den damaligen Vorstandschef Claassen gleich nach dessen Amtsantritt im Januar 2010 zu einem bizarren Geschäft auf: Der Vorstand sollte ein Darlehen an Aufsichtsrat Hannes Kuhn in unbegrenzter Höhe gewähren, damit der eigene Wertpapierpositionen schließen könne. Das war wohl als Maßnahme gegen den vermeintlichen Angriff von Spekulanten gedacht - eine eigentümliche Verquickung des Unternehmens mit geschäftlichen Interessen Kuhns. Ehemalige Führungskräfte berichten, mehrfach seien Wünsche, die zunächst Kuhn an den Vorstand herangetragen habe, zeitlich kurz danach auch von SdK-Mann Bosler vorgebracht worden.

    "Börsengewinne sind kein Zufall" - dieses Credo könnte nun zum Bumerang werden.
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    kingkongtrader
    schrieb am 24.10.11 14:27:12
    Beitrag Nr. 95 (42.250.120)
    Von: http://www.gomopa.net/Pressemitteilungen.html?id=833&meldung…

    24.10.2011
    Gruner + Jahr: Schuss ins Spiegelbild


    Convent Eigentlich wollte die Gruner + Jahr-Redakteurin Renate Daum (41) wiederholt einen kräftigen Schuss gegen den Finanznachrichtendienst GoMoPa.net loslassen. Doch die am 18. Oktober 2011 abgelieferte Zusammenstellung wurde zu einem Schuss ins eigene Spiegelbild. Daum gibt damit die eigenen Wirtschaftsmedien wie Financial Times Deutschland und Börse Online der Lächerlichkeit preis.

    Renate Daum zweifelt die journalistische Unabhängigkeit der GoMoPa.net-Redaktion an, weil angeblich eine Berliner Niederlassung Geld von Emittenten, Rechtsanwälten und Anlegern kassieren würde, was Rechnungsauszüge belegten, die ihr vorlägen.

    Nicht mal als studierte Volkswirtschaftlerin und langjährige Wirtschaftsjournalistin will sie die juristischen Unterschiede zwischen dem Nachrichtendienst Goldman Morgenstern & Partners LLC (GoMoPa.net) und der Berliner Unternehmerberatung GoMoPa GmbH kennen? Die Verwischung passt besser in ihre Story von einer angeblich verkaufen Unabhängigkeit.

    Auch unter GoMoPa.net-Usern sind Geschädigte

    Fakt ist: Bei GoMoPa.net muss jeder zahlen. GoMoPa.net lebt davon, dass jeder User zahlt. Anders ist das Geschäft von GoMoPa.net nicht möglich. Ansonsten wäre GoMoPa.net so abhängig wie Gruner + Jahr.

    Entgegen des Eindrucks von Renate Daum ist GoMoPa.net dabei nur an Wahrheit interessiert, weil Mitglieder (User) von GoMoPa.net zu den Geschädigten im Grauen Kapitalmarkt gehören. GoMoPa.net kann es sich nicht leisten, seine Leser mit Halbwahrheiten oder Verdrehungen vor den Kopf zu schlagen.

    Das gilt auch für Beiträge über das Emissionshaus BAC Berlin Atlantic Capital, bei dem Renate Daum eine zu wohlgefällige Berichterstattung vermutet, weil der Emittent bei der GoMoPa GmbH vor kurzem eine Informationsbeschaffung in Auftrag gab und gegen Bezahlung auch erhielt.

    Die Veröffentlichungen von GoMoPa.net blieben davon unberührt. Die Mitglieder von GoMoPa.net würden einen geschönten Bericht sofort erkennen. Da Renate Daum keine Leserin auf GoMoPa.net ist, weiß sie auch nicht, dass selbst ihre Artikel zur BAC in voller Länge in der GoMoPa.net-Datenbank zu finden sind und alle Pros und Contras zur BAC schonungslos und unzensiert im Forum von GoMoPa.net ausdiskutiert werden.

    Für die Unabhängigkeit gab GoMoPa.net einen Werbepartner auf

    Im Fall der GoMoPa.net-Pressemitteilungen über die BAC verlor GoMoPa.net sogar einen seiner wenigen Werbekunden – den Prozessfinanzierer Intrakt GmbH aus Wiesbaden. GoMoPa.net verschwieg nicht, dass die Intrakt mit unbewiesenen Anschuldigungen bei BAC-Anlegern auf Kundenfang gegangen sein soll und den Vermittlern dafür hohe Provisionen versprochen habe. Für die Falschbehauptungen kassierte Intrakt sogar einstweilige Unterlassungsverfügung.

    Ein solcher Umgang mit Werbepartnern ist aus dem Hause Gruner + Jahr nicht bekannt. Aber ungeachtet dessen suchten die BAC-Anleger in der Financial Times Deutschland oder auf Börse Online vergeblich eine entsprechende Aufklärung über diese Kundenschaufelei.

    Auch die anonyme Anzeige vom Sommer diesen Jahres gegen das Emissionshaus hieß bei Gruner + Jahr noch anonym, als längst feststand, dass dahinter der entlassene BAC-Finanzchef Oliver Schulz aus Berlin Grunewald stand.

    Obwohl Renate Daum in der Recherche über den einstigen BAC-Finanzchef wie gelähmt schien und sich den Fakten entzog, findet sie in der Berichterstattung von GoMoPa.net jetzt Stoff für eine Verschwörungstheorie gegen Schulz.

    Auch im Falle von Schulz sah GoMoPa.net keinen Grund, Rechercheergebnisse zurückzuhalten. Auch wenn Schulz deswegen stark in der Kritik stand. GoMoPa.net hatte Schulz um Auskunft gebeten, doch der verweigert bis heute jede Stellungnahme. Damit ist klar, dass man nur die Vorwürfe und Sachbeweise bringen kann.

    Renate Daum hingegen, die sich gern als Anlegerschützerin ausgibt (das von ihr verantwortete Graumartkinfo nennt sich im Untertitel "Das unabhängige Anlegerschutzportal“) gibt die Fakten, die ihr von GoMoPa.net "ungefragt“ (Daum) zugesandt wurden, nicht an ihre Anleger-Leser weiter.

    Im Gegenteil: Die Anleger wurden in den Gruner + Jahr-Medien sogar noch verhöhnt, indem ihnen Redakteurin Daum riet, dass sie ihre möglichen Verluste ja versuchen könnten, bei der Steuer abzuschreiben.

    GoMoPa.net suchte und fand stattdessen für die Anleger einen Weg, wie die Anleger die scheinbar verlorenen Einlagen doch noch zurückerhalten können: Indem sie die Banken wegen mangelnder Risikoaufklärung zur Rückabwicklung des BAC-Beteiligungsverkaufs zwingen.

    Renate Daum bleibt im Gestern

    Renate Daum bleibt inhaltlich und in der Rechtsprechung für die Anleger im Gestern. Sie lenkt den Blick ihrer Leser auf die Schuldzuweisungen im BAC-Management, obwohl dort für die Anleger kaum etwas zu holen ist.

    Entweder hat Renate Daum wirklich keine Ahnung von der aktuellen Rechtsprechung (Bankenhaftung), wenn sie die eindeutigen Hinweise des Anlegerschutzanwalts Michael Minderjahn von der Kanzlei Nittel aus Heidelberg diesbezüglich ignoriert, oder ihr ist es egal, ob die Mandanten Minderjahns Geld zurückbekommen oder nicht. Mit ihrer Berichterstattung kommt Renate Daum regelmäßig zu spät. Und wenn sie dann noch die Schlussfolgerungen von GoMoPa.net, sich an die Banken zu halten und nicht an die möglicherweise insolvente BAC, mit einem Wahrheitsgehalt wie bei der Sendung "Schwarze Kanal" aus dem ehemaligen DDR-Fernsehen vergleicht, betreibt Renate Daum endgültig einen Totengräber-Anlegerschutz.

    Erinnert sei an die Geburtsstunde von Graumarktinfo. Am 22. November 2007 hießt es in einer Pressemeldung: "Das Anlegermagazin Börse Online von der Gruner + Jahr Wirtschaftspresse startet ein neuartiges Anlegerschutz-Portal." Die Börse Online-Chefredakteurin Stefanie Burgmaier unterstrich den Stellenwert des neuen Angebots: "Graumarktinfo.de ist eine journalistisch einzigartige Website. Damit erweitern wir unser Themenspektrum in der Berichterstattung über Kapitalanlagen und schärfen unser Profil in der investigativen Recherche."

    Offensichtlich wollte Gruner + Jahr bei GoMoPa.net abgucken. GoMoPa.net war zu diesem Zeitpunkt schon seit mehr als sieben Jahren erfolgreich am Markt. Während jedoch bei GoMoPa.net jeder einzelne User investigative Recherche betreibt, mangelt es daran auf Graumarktinfo bis heute sehr.

    Mangel an investigativer Recherche

    Die scheinbar gut zusammengepuzzelte Graumarktinfo-Story über GoMoPa.net "Kreativer Umgang mit Fakten" scheitert denn auch an falschen Rückschlüssen und mangelnder Eigenrecherche der Gruner + Jahr-Vorzeigejournalistin Daum. Sie stört sich daran, dass GoMoPa.net korrigierte Fassungen von Nachrichten verschickt. Im Falle einer Meldung über Oliver Schulz behauptet Daum dann auch noch, dass nicht mal die einwandfrei gewesen sei.

    Wenn sich die Wahrheit ständig anders darstellt, fühlt sich GoMoPa.net verpflichtet, Meldungen zu korrigieren. Hätte Renate Daum investigativ recherchiert, hätte sie gewusst, dass die vorhandenen Vorwürfe gegen Oliver Schulz noch aktuell sind. Am Landgericht Berlin läuft weiterhin eine Schadenersatzklage (Aktenzeichen 98 O 67/11) der BAC gegen Schulz und die von ihm kontrollierten Firmen (Sworn Capital Group), wie der Berliner Justizsprecher für Zivilrecht, Dr. Ulrich Wimmer, gegenüber GoMoPa.net bestätigte.

    In einem Interview gab Renate Daum zu, dass nur 20 Prozent ihrer Recherchen investigativ seien. Bleibt zu hoffen, dass die restlichen 80 Prozent Recherchen nicht zu Anleger-Tipps führen wie denen von Daums ehemaligen Ressortchefs Georg Breu (42) und Günter Pollersbeck (39).

    Die Ex-Börse-Online-Chefs sollen zu der Clique der Finanzjournalisten gehören, die sich nun für 21 Marktmanipulationen verantworten müssen. Nun denn ...
    Avatar
    boersentrader02
    schrieb am 11.10.11 22:16:16
    Beitrag Nr. 94 (42.199.410)
    !
    Dieser Beitrag wurde von mwoppmann moderiert. Grund: Pressemitteilung wurde aktualisiert
    Avatar
    santakl
    schrieb am 11.10.11 21:18:13
    Beitrag Nr. 93 (42.199.130)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 42.198.422 von boersentrader02 am 11.10.11 18:41:25hat gomopa nicht auch dreck am stecken?
    Avatar
    boersentrader02
    schrieb am 11.10.11 19:02:35
    Beitrag Nr. 92 (42.198.516)
    !
    Dieser Beitrag wurde von akummermehr moderiert. Grund: Beleidigung
    Avatar
    boersentrader02
    schrieb am 11.10.11 18:41:25
    Beitrag Nr. 91 (42.198.422)
    !
    Dieser Beitrag wurde von akummermehr moderiert. Grund: unadäquate Ausdrucksweise
    Avatar
    DIE_GERECHTIGKEIT
    schrieb am 19.09.11 11:26:31
    Beitrag Nr. 90 (42.104.665)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 42.099.142 von KosMOD am 16.09.11 19:58:12Hallo KosMOD,

    danke für den hochwertigen Beitrag. Stimme Ihnen voll zu, auch wenn das Thema "Mögliche Interessenskonflikte bei Moderatoren von Online-Foren" zu dem Thema "organisierter Aktienbetrug" einfach dazugehört.

    Ihnen wird ja nicht verborgen geblieben sein, dass Online-Foren beim organisierten Aktienbetrug wie er auch in den eingangs geposteten Beiträgen und Links beschrieben wurde eine zentrale Rolle spielen.
    Das kann man in vielen Artikeln renommierter Quellen nachlesen. Zum Beispiel hier: http://ting.hr-online.de/content.jsp?key=dokument_280884&go=…

    Meine Beiträge (von denen hier leider schon wieder einer gelöscht wurde) bitte ich als konstruktive Diskussionsgrundlage zu verstehen. Der Schutz der Moderatoren ist ja nichts Schlechtes. Und auch die Idee, dass Sie und Ihre Kollegen für die Tätigkeit entlohnt werden, halte ich für diskussionswürdig. Ehrenamt hin oder her, es ist halt Arbeit und sicherlich nicht immer nett weil mit vielen Konflikten verbunden. Und warum sollen die Moderatoren denn nicht näher an WO heranrücken? Oder halten Sie es für unmöglich, dass ein Moderator, der seit Jahren ein Forum betreut mit bestimmten Marktteilnehmern Kontakte etabliert?

    Wallstreet online kann darüber hinaus als größtes deutsches Forum einiges dazu beitragen, dass der organisierte Aktienbetrug, der zu einem großen Teil über ausländische Firmen im Frankfurter Freiverkehr läuft - stark eingeschränkt wird. Zum Beispiel könnte eine Rubrik "Frankfurter Freiverkehr" eingerichtet werden mit einem Disclaimer über dem Thread, der darüber aufklärt, dass ein sehr hoher Prozentsatz dieses Marksegmentes als Totalverlust endet und nicht selten Gegenstand von Kapitalanlagebetrügereien ist.

    Ich habe diesen Vorschlag schön mehrfach gemacht, meist gibt es dafür viele Daumen und es spricht doch nichts dagegen. Warum wird so etwas nicht umgesetzt?

    Gruß
    Julia
    Avatar
    KosMOD [Mod]
    schrieb am 16.09.11 19:58:12
    Beitrag Nr. 89 (42.099.142)
    Guten Abend,
    ich möchte bitten, nun wieder Themen zu diskutieren, die dem Threadtitel nahe sind - als Grundregel gilt: ein neuer Nutzer soll in dem Forum zu dem Thema etwas finden, was der Threadtitel suggeriert.

    Ferner gilt in diesem Thread wie in allen anderen auch, dass Behauptungen belegt werden müssen. Dass vielen Nutzern eine Korrelation zwischen Löschungen von Beiträgen und Werbeinteressen von W:0 auffiele, z.B., ist nicht nachvollziehbar und bedarf eines Beleges, der über ein individuelles Bauchgefühl hinaus geht.

    Die Diskussion der Moderatorentätigkeit ist in diesem Thread themenfremd - ich bitte dies in die entsprechenden Threads zu verlagern, dennoch bitte ich folgenden Hinweis zu überdenken: Moderatoren sind ehrenamtlich und nicht in irgendeiner Weise an W:0 gebunden, um unabhängig moderieren zu können. Eine Bezahlung durch W:0 würde diese Unabhängigkeit, die so offensichtlich vorhanden ist, gefährden.

    Die Identitäten von Moderatoren sind W:0 bekannt. Sollte es den Verdacht der Verquickung von Interessen geben, so kann dies der Communityleitung jederzeit mitgeteilt werden - diese hat alle Informationen, die sie benötigt, um einem solchen Verdacht nachzugehen.

    Und als letzter Hinweis: die Forenregeln gelten für alle - egal ob neu angemeldet oder schon lange dabei. Das individuelle Gefühl, besonders hochwertige Beiträge zu liefern, teilen viele Nutzer - es ist schwer objektivierbar.

    Schönen Abend,
    schönes Wochenende!
    kosMOD
    Avatar
    DIE_GERECHTIGKEIT
    schrieb am 16.09.11 11:41:31
    Beitrag Nr. 88 (42.096.426)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 42.093.992 von HotMod am 15.09.11 20:40:44insofern sitzt man als MOD auch immer zwischen den Stühlen und wird meistens von beiden Seiten kritisiert

    Das ist natürlich ein Problem, das ich gut verstehen kann. Die hitzigen Auseinandersetzungen werden allerdings primär von Usern angezettelt, die frisch registriert bestimmte Aktien pushen. Meinen Sie nicht, dass Usern, die über Jahre in Foren Qualität abliefern, ein wenig mehr Respekt gebührt, als solchen, die sich mal eben registrieren und sofort anfangen einen Freiverkehrs Wert zu pushen? :look: Dieses Kriterium bei der Berücksichtigung von Postings sehe ich leider beim besten Willen nicht.

    Und wie erklären Sie sich, dass so vielen Usern eine deutliche Korrelation der Löschungen und des Löschverhaltens bei Aktien, die über W:O und andere Plattformen promotet und abverkauft werden, auffällt?

    Ich meine, man sollte nicht nur die Identitäten von Moderatoren offen legen, sondern auch die Zeit der Moderatorentätigkeit auf maximal ein Jahr begrenzen.

    Beide Maßnahmen würden die Moderatoren schützen was natürlich stark im Interesse der Foren ist, da beide Maßnahmen auch einer möglichen Verfilzung mit dem Kapitalmarkt vorbeugen würden. Ich denke, dass Wallstreet online in Kürze eine diesbezügliche Entscheidung treffen wird weil die Plattform sich keine Intransparenz in Bezug auf einige ihrer Anzeigenkunden und Werbepartner leisten kann, die innerhalb der letzten Zeit verstärkt in das Visir von Staatsanwaltschaften, BKA und Bafin geraten sind.

    Im Übrigen bin ich dafür, dass die Moderatoren bezahlt und bewertet werden, und zwar von den Foren bzw. den voll registrierten Usern der Foren.

    Gruß
    Julia
    Avatar
    HotMod [Mod]
    schrieb am 15.09.11 20:40:44
    Beitrag Nr. 87 (42.093.992)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 42.093.150 von DIE_GERECHTIGKEIT am 15.09.11 17:42:58ich zitiere der Schnelle wegen mal nur Wikipedia: Macht

    Als sozialwissenschaftlicher Begriff bezeichnet Macht einerseits die Fähigkeit, auf das Verhalten und Denken von Personen und sozialen Gruppen einzuwirken, andererseits die Fähigkeit, Ziele zu erreichen oder sich äußeren Ansprüchen nicht unterwerfen zu müssen. Die beiden Sichtweisen werden auch als „Macht über“ und „Macht zu“ bezeichnet. Macht gilt als zentraler Begriff der Sozialwissenschaften und ist als solcher in ihrem Bedeutungsumfang umstritten (essentially contested).

    Für Max Weber ist der Machtbegriff "soziologisch amorph"; er definiert ihn wie folgt: "Macht bedeutet jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel worauf diese Chance beruht." [1]



    weder das eine noch das andere machen MODs hier bei WO - sie besitzen keine Machtposition
    wir richten uns genauso nach den Regeln wie jeder andere und versuchen diese, im Sinne von WO, gegenüber usern, die sich fehlverhalten, durchzusetzen
    das wir gewisse Instrumentarien benutzen müssen (sperren/löschen) liegt nicht an uns sondern zunächst einmal am Verursacher respektive dem Fehlverhalten Einzelner in dieser Gemeinschaft



    als Moderator greife ich in die Diskussion/Auseinandersetzung ein und versuche sie in eine geordnete Bahn zurück zu lenken wenn sie aus dem Ruder läuft
    insofern sitzt man als MOD auch immer zwischen den Stühlen und wird meistens von beiden Seiten kritisiert




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