Neu auf wallstreet:online?
Jetzt registrieren | Login
x
Benutzername:

Passwort:

Angemeldet bleiben
Passwort vergessen?
Seite 175 von 185

Asset Allocation - Meinungen ( Seite 175)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 29.09.10 11:15:17
von
neuster Beitrag 08.05.12 20:27:36
von

Anzahl Beiträge: 1.841
Aufrufe gesamt: 84.546
Aufrufe heute: 0
Diskussionsnr.: 1.160.184
Beitrag schreiben
Beliebteste Beiträge
Ansicht

[ Seite: 123174175176183184185neuster Beitrag ]

Avatar
schrieb am 18.02.12 10:03:56
Beitrag Nr.1741 
(42.771.183)
Antwort
Zitat
Sinn: "Wir sitzen in der Falle"

Für den Ökonomen Hans-Werner Sinn ist der Zug in Richtung Transferunion abgefahren. „Die Rettungsschirme werden in Kürze verbraucht sein“, sagt er im Gespräch mit der F.A.Z. Im Endeffekt würden dreieinhalb Billionen Euro Staatsschulden der Südländer vergemeinschaftet.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/im-…

... da kann einem schlecht werden ... :cry:
Avatar
schrieb am 18.02.12 19:34:03
Beitrag Nr.1742 
(42.772.508)
Antwort
Zitat
Zum Thema "Friedenswährung Euro" hier auch ein paar jüngere Einlassungen von Dirk Müller. Interessant, wie er Otto Fricke mal die Meinung pustet:

http://www.youtube.com/watch?v=IRGrubDrC38&feature=related

Unsere Eurobonzen haben die Situation entgegen aller eindringlichen fachlichen Warnungen längst vollends vor die Wand gefahren. Der weitere Verlauf wird somit unweigerlich grausam werden. Die Frage lautet nun aber: Welcher Weg wird noch "am wenigsten schmerzhaft" für alle Leidtragenden sein, demokratische Verhältnisse wiederherstellen und eine völlige Spaltung Europas verhindern.

Und die Antwort kann nur lauten: Rückkehr zu den gebrochenen Europäischen Stabilitätsgesetzen, Rückführung der EZB in die Legalität und Austritt der chronischen Defizitländer aus dieser Kamikazewährung -> insbesondere in ihrem eigenen Interesse!

Selbst ein notfalls einseitiger Austritt Deutschlands wäre noch ein geringeres Übel, wenn man die langfristigen Alternativen hinsichtlich des sozialen Friedens in unserem Land und in Europa bedenkt. Ja, ich höre schon wieder die höhnenden Einwände jener Eurofatalisten, die im Falle einer Abschaffung des Euro den gesamten Kontinent in Schutt und Asche sinken sehen. Solche Prophezeiungen gab es auch schon beim bloßen öffentlich geäußerten Gedanken an Mega-Tabus wie "Schuldenschnitt" und "geordnete Insolvenz" von EU-Pleitestaaten. Inzwischen aber sind solche Themen angesichts der erschlagenden Faktenlage selbst bei den Predigern der Heiligen Brüsseler Inquisition zumindest straflos aussprechbar. Vorher wurde man dafür noch zuverlässig reflexhaft des Populismus bezichtigt oder gar geradezu lächerlicherweise am "rechten Rand" verortet.

Ich kann mich nur wiederholen: Der Euro ist eine völlig übereilte, von Lobbyisten durchgedrückte und von bestenfalls(!) naiven Politkern unter wohlweislichem Ausschluß der Bevölkerung abgesegnete Fehlkonstruktion und gleichzeitig der größte Spaltpilz, den Europa in den letzten 65 Jahren gesehen hat. Betrachte ich deren blindwütige und völlig unkritische Vorgehensweise selbst im Angesicht der sich bereits klar abzeichnenden Katastrophe, bin ich mir allerdings nicht mehr sicher, ob man zu ihren Gunsten wirklich nur auf Naivität abstellen kann. In diesem Punkt kann ich Müller nur zustimmen.

Avatar
schrieb am 22.02.12 16:08:04
Beitrag Nr.1743 
(42.789.403)
Antwort
Zitat
Wo ich gerade beim Stichwort war:

"Der erste Schuldenschnitt"

*********

Hallo Lothar,

vielen Dank für den interessanten Link! Wenn ich's also richtig verstehe, gibt es Fonds/ETF's, die nur in lokaler Währung begebene Bonds enthalten - und wiederum andere, die explizit in USD,Euro & Konsorten begebene EM-Anleihen kaufen (wohl, um das "Währungsrisiko" auszuschalten).

Macht es nicht eher Sinn, nicht nur auf Bonds dieser Staaten(u./o. Unternehmen) zu diversifizieren, sondern wenn schon, dann auch auf deren Währungen?

Gruß NBNP
Avatar
schrieb am 25.02.12 02:05:22
Beitrag Nr.1744 
(42.805.800)
Antwort
Zitat
Avatar
schrieb am 25.02.12 13:28:30
Beitrag Nr.1745 
(42.806.618)
Antwort
Zitat
Noch ein Kreditpaket:

21.02.2012 · Das zweite Kreditpaket für Griechenland ist beschlossen, das erste hat nur Zeit gekauft, die nicht genutzt wurde. Und wenn sich Griechenland nicht vom Euro verabschiedet, rückt bald das dritte Kreditpaket näher.


Jepp. Und genau drei Tage hat es gedauert, bis Demokraten-Schäuble dieses dritte Paket aus seinem Aktenkoffer holte :laugh:

Aber Deutschland pennt weiter. Wünsche wohl zu ruhen.
Avatar
schrieb am 25.02.12 16:07:20
Beitrag Nr.1746 
(42.806.989)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.789.403 von NoBrainNoPain am 22.02.12 16:08:04Hallo NoBrainNoPain

Ob es Sinn macht nicht nur auf Staaten sondern dann auch auf ihre Währungen zu setzen ??

Naja, wie würdest du diese Frage für Deutschland beantworten ??

Deutschland ist eine solides Wirtschaftsland, und der Euro ist deiner Meinung nach doch eher ... kritisch.

Das mit den lokalen Währungen ist immer so ein Ding. Wirtschaftskraft, Zukunftsaussichten, Bonität, Zinsgefüge, Inflation und Währungspaare ... irgendwie musst die die Währung ja "bewerten" ... kann man nicht pauschal in eine Formel pressen.

Ich mag europäische Firmenanleihen in Euro, und das ist riskant genug wenn der Euro irgendwie baden geht.
Was wenn Deutschland aus den Euro aussteigt ... Italienische Firmenbonds bleiben in Euro. Und wie sich Fonds aufstellen weiss keiner, die werden auch in Euro bleiben und durch die Aufwertung der D-Mark würde die Fondsanteile in Euro für mich im Wert sozusagen sinken.

Ich habe ein umfangreiches Anleihe-Portfolio aus dem Miitelstandsbereich und dazu einen Fonds (M&G Optimal Income) und einen ETF (iShares Markit iBoxx EuroBonds).

Infos über Mittelstandsanleihen kriegst du zum Beispiel hier
http://www.fixed-income.org/

EM Anleihen bevorzuge ich in Dollar.
Als Fonds setzte ich auf den ISI Emerging Market Bonds, Anleihewährung ist Dollar und gegen den Euro abgesichert. Damit notiert den Fonds in Euro.
Direktanlagen in EM-Anleihen tätige ich auch aber eher selten.

Was machst du aktuell ??

Mir ist der Aktien-Hype gerade zu hochgekocht.

Gestern habe ich meine Longpositionen verkauft ... war auch Zeit.
Dafür habe ich mir einen kleinen Silber short ins Depot getan (Hebel 25). Mal sehen was am Montag passiert.
Auch bei Öl bin ich skeptisch, da wird vielleicht ein Short auf den RDX fällig.

An sich warte ich gerade eher auf die konkrete Richtungsänderung und habe genug Cash um mitzuspielen.

Das mit Griechenland und dem Euro sehe ich nicht ganz so verbissen wie du, aber das weisst du ja.

Mal sehen wie es weitergeht.

Gruß Lothar
Avatar
schrieb am 25.02.12 17:45:36
Beitrag Nr.1747 
(42.807.194)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.806.989 von Kohlehalde am 25.02.12 16:07:20Hallo Lothar,

das ist aber in meinen Augen riskant, was Du da machst.

Rohstoff- und EM-Aktien laufen doch wie geschmiert und ausgewählte davon noch viel besser. Ich hab an meinem Depot kaum etwas geändert. Stopp-Loss bei ca. 15% pro Titel und dann Kauf eines neuen oder Aufstockung bei einer meiner Perlen, die ich u. a. hier genannt hatte :) Fonds sind bis auf weiteres für mich gestorben.

Gold, Silber, Kupfer und evtl. auch Oil könnten jetzt ein wenig korrigieren, was aber die guten Rohstoffaktien nach meiner Ansicht nicht stark treffen wird. Daher wäre mir ein vorübergehender Ausstieg zu riskant.
Die EZB will ja auch in Kürze nochmal die Banken mit Geld versorgen, was die gute Laune für Rohstoffe stabil halten sollte.
Die Charts (z. B. Elliot-Waves) lassen z. B. bei Silber jetzt einen Rückgang bis ca. 32,50 Dollar zu. Den kann man natürlich traden, so wie Du es jetzt machst. Bei Hebel 25 sind da weit mehr als 100% Gewinn in kurzer Zeit drin (Ausgangswert jetzt ca. 35,40 Dollar). Wär mir aber zu riskant. Könnte auch seitwärts laufen, aber sofort weiter nach oben eher unwahrscheinlich wegen der leichten Schwäche gestern trotz steigendem Euro.

Die Charts (und die fachkundigen User in diversen Threads hier) sagen aber für mich überzeugend, dass es spätestens nach einer kurzen Pause mit Silber ähnlich steil hoch geht wie letztes Jahr um diese Zeit, also ab Anfang/Mitte März innerhalb weniger Wochen Richtung 50 Dollar und eventuell im zweiten Anlauf drüber.
Das werde ich diesmal zum ersten Mal mit Hebel mittraden. Die Chance lasse ich mir nicht entgehen. Hab mich schon über geeignete Produkte informiert :lick:

Außerhalb des Rohstoffbereiches habe ich keine Investments. Warum auch? Dort kann man breit streuen und hat genug lukrative Auswahl.

Ein Hammer wäre natürlich, wenn der Bundestag morgen das 2. Rettungspaket ablehnen würde. Wenn die Abgeordneten wüßten was sie tun, müßten sie es ablehnen. Aber ich glaube, sie wissen es nicht oder wollen es nicht wissen.

Macht's gut, Jungs ;)
Avatar
schrieb am 25.02.12 19:14:37
Beitrag Nr.1748 
(42.807.331)
Antwort
Zitat
meine EM-Anleihen lauten meistens in lokaler Währung. Einzeln und als Fondsanlage.

Einen diesbezüglichen Fonds habe ich bereits im posting #5 am Beginn dieses Theads vorgestellt. Zwischenzeitlich war ich draussen, frank05 hat mich damals rechtzeitig gewarnt. Mittlerweile bin ich seit geraumer Zeit auch in diesem Fonds wieder investiert.

Ferner habe ich kaum €uro- oder Dollar-Geldanlagen, sondern Anleihen in NOK, AUD und CAD. Früher auch SFR.

Auf €uro oder Dollar notieren bei mir fast ausschließlich Aktien, also Sachwerte, bei denen langfristig lediglich die Dividenden währungsrelevant sein dürften.

Ich empfehle weiterhin, nicht allzu große Anteile des Depots in der westlichen Welt zu investieren.


Ein schönes Wochenende wünscht

50667
Avatar
schrieb am 26.02.12 04:27:51
Beitrag Nr.1749 
(42.807.824)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.806.989 von Kohlehalde am 25.02.12 16:07:20Hallo Lothar,


naja, die einzige Zukunftsprognose, in der ich mir sicher bin, ist die, daß das "Europrojekt" in dieser Form mitsamt den dazugehörigen Anleihen vor die Wand fährt. Ansonsten tue ich mich mit Voraussagen schwer. Du weißt ja, daß ich in der Basis eher ein passiver Rebalancierer bin.

Was allerdings meine Experimentierabteilung angeht, so bleibe ich den Aktien zunächst noch treu. Klar, die Drückerkolonnen in den einschlägigen Angst&Gierblättchen, DAF-Fernsehen & CO. beginnen schon wieder verdächtig auf die Pauke zu hauen, aber es fehlt noch an Euphorie. Ein schöner Index, der zum S&P500 sehr sympathisch hyperaktiv ... sozusagen an der "Flexleine" läuft, ist ja der DAX. Bei Abständen von mehr als 20% zur 200-Tageslinie (drunter+drüber) beginnt meine Aufmerksamkeit hinsichtlich erster Long- und Shortüberlegungen (bzw. Rebalancierung in der Basis). Tritt das nicht ein (was ja momentan der Fall ist), markiert die Linie selbst meinen persönlichen Handlungsbedarf.

Aber auch fundamental betrachtet sollte man m.E. ein paar Dinge nicht vergessen: Staatsanleihen sind via hemmungsloser Liquiditätsflutung und tlw. illegaler Aufkäufe seitens der Notenbanken bei abnehmender Bonität immer gnadenloser überbewertet und spannen eine immer größere Lücke zu den vergleichsweise (noch) hohen Dividendenrenditen. "China" (also Asien) boomt z.Zt. noch ungebremst, auch die steigenden Inflationsraten scheinen dort momentan niemanden zu interessieren. Dieser Boom lebt von einem ungebremsten Außenhandelsdefizit insbesondere der USA, mit der Folge von schwindelerregenden Bergen an toxischen Dollar- und (zunehmend auch) Euroreserven. Die will in diesen Mengen natürlich niemand wirklich haben, also wird die halbe Welt damit aufgekauft, und zwar außer Schlüsselindustrien insbesondere Land und Rohstoffe. Ein sehr fragiles Gebilde, ich weiß, das kann aufgrund seines Einbahnstraßencharakters auch jederzeit mal zusammenklappen. Ist aber momentan nicht der Fall. Nicht zu vergessen aber auch das sehr gefährliche Iranthema: Hieran wird (inzwischen nicht mehr nur über die üblichen Marionettenstaaten) so ordentlich gezündelt, daß "man" dieses geopolitische Versorgungsproblem offenbar in nächster Zukunft allen Ernstes anzugehen gedenkt. Dies ist wohl auch der Grund, warum sich der Ölpreis vom Durchschnitt der übrigen Rohstoffe nochmal deutlich nach oben abkoppelt.

Der Optimal Income ist ein sehr interessantes Teil, sein Portfolio im Jahresbericht finde ich sehr überzeugend und risikomäßig ausgewogen, insbesondere weil Staatsanleihen gegenüber den Untenehmensanleihen ggw. deutlichst untergewichtet sind. Um so weniger ist mir klar, warum bspw. Fondsweb den in Risikoklasse 4 (von 5) einstuft. Die haben bestimmt das böse Wort "Derivate" im Verkaufsprospekt gelesen.

Wie auch immer: Unternehmensanleihen der GIIPS-Länder notieren im Euro, was beim wünschenswerten Austritt der Chroniker unter ihnen wohl zu Bonitätsverlusten führen würde, auch wenn oder gerade weil deren Schulden in Euro stehen bleiben. Dies ist durchaus ein Risiko. Einen isolierten Austritt Deutschlands als letzte Notbremse mangels rechtzeitiger und vernünftiger Kommunikation der halbwegs zusammenpassenden Reststaaten wird man dagegen hoffentlich(!) erst gar nicht notwendig werden lassen.

Was die EM-Bonds angeht, würde ich mich 50667 anschließen, insbesondere weil ich mit ihnen ja gerade die Diversifikation zum Euro suche. Größere Anteile würden mir allerdings Zahnschmerzen bereiten, da jede Krise, die nicht gerade zum Kollaps der heimatlichen "Hartwährung" führt, den Nachteil des dann üblichen "Heimholeffektes" im Vgl. zu westlichen Bonds überwiegen läßt. Hierbei ergibt sich dummerweise auch eine hohe Korrelation zum Aktienmarkt. Bei Deinem ISI sieht man das am Bsp. der ersten Bankenkrise ganz gut:



In Lokalwährung begebene EM-Bonds sind hier sicher noch ärger eingestürzt, während die Absicherung gegen den Euro beim ISI noch ganz gut abfedert --> wohlgemerkt: solange nichts Fatales mit dem Euro geschieht. Aber dagegen will ich ja gerade diversifizieren.

Meine einzige Non Euro-Papiergeldwährung sind derzeit nur noch NOK - und die steigen gegen den Euro wie blöde. Hier schwanke ich immer zwischen Gewinnmitnahme und Nachkauf... Naja, zwischen Kaufen und Verkaufen liegt halt ... gar nix machen. Der Diversifikationsansatz verbietet die Gewinnmitnahme ohnehin. Sfr habe ich im letzten Herbst u.a. wegen der Zentralbankeingriffe fallengelassen. Der Goldport-Stabifonds hängt ja sowieso schon massiv im Franken. Aber insgesamt ist die Fremdwährungs-Cashfrage bei mir noch nicht endgültig gelöst, wie man sieht ... diese Ecke ist noch sehr unaufgeräumt.

So, jetzt ist aber erstmal genug geplaudert, denn jetzt ist Kaffeezeit :)


Gruß NBNP

Avatar
schrieb am 26.02.12 07:01:06
Beitrag Nr.1750 
(42.807.837)
Antwort
Zitat
fast wirklich zu schön, um wahr zu sein!
Wie lange noch, ist mir egal, ich bleibe investiert und steige erst bei Trendbruch aus. The trend is your friend, stay invested 'till it's end.


[ Seite: 123174175176183184185neuster Beitrag ]

Beitrag zu dieser Diskussion schreiben

Meistdiskutierte Aktien (24h)
WertpapierBeiträge
733
198
116
76
66
62
62
61
57
53
    Quereinstieg bei Seite: 1 20 30 40 50 60 70 80 90 100 110 120 130 140 150 160 170 171 172 173 174 [175] 176 177 178 179 180 185