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Asset Allocation - Meinungen ( Seite 20)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 29.09.10 11:15:17
von
neuster Beitrag 08.05.12 20:27:36
von

Anzahl Beiträge: 1.841
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[ Seite: 123192021183184185neuster Beitrag ]

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schrieb am 29.11.10 10:44:20
Beitrag Nr.191 
(40.606.987)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.606.581 von TokioBill am 29.11.10 09:50:23Zitat daraus:

"Schweden schaffte es, seine Verbindlichkeit von über 70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf annähernd 40 Prozent zu drücken. Die Schweizer reduzierten ihre Schuldenlast ebenfalls auf dieses niedrige Niveau. Während Berlin, Paris und andere Anfang der Dekade eine Aufweichung des Stabilitäts- und Wachstumspakts durchsetzten, votierten die Eidgenossen per Volksabstimmung für eine Schuldenbremse und brachten ihre Finanzpolitik damit auf ihren soliden Pfad."


Komisch, hier kann man doch ständig nachlesen, daß eine steigende Verschuldung eine ganz normale Begleiterscheinung, ja geradezu Voraussetzung für Wohlstand & Wachstum eines Landes ist :rolleyes:

Wie gesagt, die Eurodiskussion ist keine ökonomische, sondern rein politische Debatte, gespickt mit politischer Korrektheit und zahllosen Denkverboten. Kein gutes Zeichen.

Die Rhetorik aus Brüssel erinnert mich mehr an Parteitage des früheren Ostblocks als an das ernsthafte Anliegen, das bestmögliche und nachhaltigste Ergebnis für die Bürger zu erzielen - auch unter Inkaufnahme eines rechtzeitigen(!) politischen Fehlereingeständnisses und entsprechender Konsequenzen daraus. Stattdessen wird die Flucht nach vorne angetreten: Der Bruch des Maastrichtvertrages, dem erklärtermaßen tragenden Grundstein der Währungsunion, war deren Bankrotterklärung und Sargnagel zugleich. Diese Form der Realitätsverweigerung und der Sanktionierung "abweichlerischer Meinungen" ist mir ebenfalls irgendwoher bekannt :cry:
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schrieb am 29.11.10 14:34:32
Beitrag Nr.192 
(40.608.605)
Antwort
Zitat
Unser geschätzter Analyst Folker Hellmeyer mag den Euro:

http://www.godmode-trader.de/nachricht/Irland-Programm-ist-d…

Also ehrlich gesagt, will ich mich mit den politischen Details überhaupt nicht ständig beschäftigen, sondern an der Börse Geld verdienen im Rahmen meiner Möglichkeiten. Da kommt der Rücksetzter heute gerade recht, um das Weihnachtsgeld zu investieren.

Ansonsten sehen wir das gleiche Spiel wie schon so oft dieses Jahr. Verluste an Börsen mit Fremdwährungen werden durch Währungsgewinne zum Euro aufgefangen. Asienfons dürften heute abend im Plus stehen. Rohstofffonds dürften sich ungefähr halten durch den starken Kanada- und Australindollar.

An dem unerwartet postivem Ergebnis dieses Börsenjahres wird sich jetzt die letzten Wochen des Jahres nichts mehr ändern.
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schrieb am 29.11.10 17:24:44
Beitrag Nr.193 
(40.610.038)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.604.343 von Kohlehalde am 28.11.10 13:44:22Wenn Deutschland tatsächlich aus dem Euro aussteigen würde, hätten wir vermutlich voll die A-Karte gezogen.

Wir hätten die teuerste Währung, denn die anderen werten sofort ab. Unsere Forderungen an den Rest Europas wären das Papier nicht wert, und offenen Handelsbeziehungen wären eingeschränkt (Zölle).


Leider funktioniert die Regierungspropaganda noch immer sehr gut. Ich halte mich da eher an die Aussagen der überwiegenden Mehrheit der Nationalökonomen und an die Erfahrungen der Vergangenheit. Hier einige Auszüge aus einem lesenswerten Artikel vor ein paar Tagen:


Mythos von den Vorteilen des Euro bröckelt

(...)Eine Analyse zeigt, dass das Einheitsgeld offensichtlich nicht die Vorteile gebracht hat, die von seinen Befürwortern in den 90er-Jahren propagiert wurden. Vielmehr ist es ein Währungsverbund, der dazu einlädt, zulasten der Gemeinschaft höhere Schulden zu machen.

"In einer großen Familie verlassen sich einzelne Mitglieder manchmal zu sehr auf die Gemeinschaft", sagt Joachim Paech, Vorstand bei Silvia Quandt & Cie. Einzelne verschulden sich übermäßig (wie Griechenland), lassen ihren Immobilienmarkt gefährlich expandieren (wie Spanien) oder setzen auf halsbrecherische Geschäftsmodelle (wie Irland), die nicht nachhaltig sind.

In der politisch gelenkten Debatte um die Einführung des Euro lautete ein Hauptargument: Ein großer Währungsraum bringt nur Vorteile. Preistransparenz, planbare Handelsbeziehungen und der Wegfall der Tauschgebühren - all das werde das Wachstum ankurbeln. So die Idee. Die wirtschaftliche Realität sieht indes anders aus. Im direkten ökonomischen Vergleich stehen die europäischen Länder ohne Einheitswährung besser da, und das bei fast allen Kennzahlen, bei Wachstum, Börsenentwicklung und nicht zuletzt Verschuldung.

Die relative Überlegenheit der Nicht-Euro-Länder spiegelt sich an den Kapitalmärkten. Fast alle europäischen Börsen außerhalb der Währungsunion haben sich besser entwickelt - obwohl oder gerade weil die anderen Währungen mindestens ebenso stabil waren. Die Schwedische Krone notiert zum Euro fast auf dem gleichen Stand wie 1997. Der Schweizer Franken hat sich in den 14 Jahren zum Euro um beachtliche 28 Prozent verteuert. Auffällig ist, dass beide Nationen trotz starker Währung große Erfolge im Außenhandel erzielen. Ihre Exportüberschüsse sind sogar höher als die deutschen.

(...)Auch beim Wirtschaftswachstum driften Eurozone und Nicht-Euro-Zone auseinander.

(...)Ganz offensichtlich wird die Schwäche der Währungsunion beim Blick auf die Verschuldung. Das Gemeinschaftsgeld scheint eine Defizitpolitik geradezu herauszufordern. Obwohl die Zinsen seit den 90er-Jahren immer weiter gesunken sind und damit auch die Finanzierungskosten für die Staaten, ist die Schuldenquote in Euro-Land nie merklich zurückgegangen. In anderen Nationen Europas sieht es anders aus. Sie nutzten das niedrige Zinsniveau, um ihre Schuldenberge abzutragen.

Schweden schaffte es, seine Verbindlichkeit von über 70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf annähernd 40 Prozent zu drücken. Die Schweizer reduzierten ihre Schuldenlast ebenfalls auf dieses niedrige Niveau. Während Berlin, Paris und andere Anfang der Dekade eine Aufweichung des Stabilitäts- und Wachstumspakts durchsetzten, votierten die Eidgenossen per Volksabstimmung für eine Schuldenbremse und brachten ihre Finanzpolitik damit auf ihren soliden Pfad.

Zwar hat auch Deutschland inzwischen eine Schuldenbremse, die allerdings erst 2016 zu greifen beginnt. Inzwischen hat sich die Lage für die Bundesrepublik jedoch dramatisch verändert: Im Inneren konsolidieren die Deutschen zwar ansatzweise, doch über die klammen Eurozonen-Partner drohen zusätzliche Belastungen im Bundeshaushalt.

Deutschland ist entgegen dem Maastrichter Vertragstext de facto haftbar für die Schulden der übrigen Euro-Staaten. Die Ratingagenturen sehen die Mitgliedschaft in der Eurozone immer mehr als Schwäche. Die Märkte sind verunsichert, welche Belastungen auf den Retter Deutschland zukommen. Obwohl sich Berlin im Gegensatz zu Washington beim Sparen müht und die Amerikaner auch höher verschuldet sind als die Deutschen, sind die Ausfallversicherungen für Bundesanleihen inzwischen teurer als die für US-Regierungstitel.

Der Euro ist für viele eine Glaubensfrage, und die Diskussionen werden noch viele Jahre weitergehen. Doch der Mythos des Euro als Wohlstandsbringer wird von den ökonomischen Realitäten nicht gedeckt.
http://www.welt.de/wirtschaft/article11265500/Mythos-von-den…

Der Euro wird zu einem großen Problem für Deutschland, weil der Maastricht-Vertrag von Politikern gebrochen wird. Die Einhaltung des Vertrags wurde von den Politikern hoch und heilig versprochen der jetzige Bruch des Vertrags wird dem Euro am Ende das Genick brechen. Dieser Vertragsbruch lädt geradezu ein, auf Kosten anderer zu leben oder sich zu sanieren. Die rechtzeitige Rückzahlung der Kredite wird erst hinausgezögert bzw. verschoben werden - wie es Griechenland jetzt bereits angekündigt hat - und am Ende wird vermutlich gar nicht zurückgezahlt, bzw. mit entwertetem Geld. Das geht auch gar nicht anders, denn die Rettung eines hochverschuldeten Landes kann man nicht dadurch bewerkstelligen, dass man ihm noch weitere Kredite gibt und seine Verschuldung erhöht - man kann Feuer nicht mit Feuer bekämpfen. Euros werden eines Tages die Assetklasse sein, die das Vermögen kaufkraftmäßig am wenigsten erhalten wird.
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schrieb am 29.11.10 17:35:08
Beitrag Nr.194 
(40.610.129)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.606.581 von TokioBill am 29.11.10 09:50:23Ich habe Deinen Beitrag zu spät gelesen - ich hätte mir das erneute Einstellen des WELT-Artikels sparen können.
Avatar
schrieb am 29.11.10 19:00:19
Beitrag Nr.195 
(40.610.767)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.610.129 von frank05 am 29.11.10 17:35:08Hallo

Mag ja sein was da alle schreiben, bisher war ich eher der Meinung ... was alle schreiben muss nicht richtig sein. Jeder schreibt sicherlich was er für richtig hält.

Selbst in dem zitierten Artikel gibt es einen Link
http://www.welt.de/debatte/article11256122/Der-Euro-funktion…

Der Gedanke von Europa ist nicht ... hauptsache mir gehts gut, sondern er baut auf andere Grundwerte auf.
Die Politiker werden versuchen diese Werte zu erhalten und die Staaten die ausbrechen zu erziehen.

Da dies so ist, und man sich drauf verlassen kann, dass eine Mutter ihre Kinder nicht verstößt kann man seine Invstentscheidungen selbst anleiten.

Wenn ihr lieber Beiträge von irgend jemandem lest, der schon einen Grund gehabt haben wir diesen Artikel zu schreiben, dann tut das.

Ich mach mir lieber ein eigenes Bild und handle danach
Avatar
schrieb am 29.11.10 20:50:59
Beitrag Nr.196 
(40.611.551)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.610.767 von Kohlehalde am 29.11.10 19:00:19was alle schreiben muss nicht richtig sein

Es geht in dem Artikel weniger um Meinungen und Einschätzungen, sondern es werden Kennzahlen wie Wachstum, Börsenentwicklung, Verschuldung und Exportüberschüsse der Euro-Staten mit den Nicht-Euro-Staaten verglichen. Die Märkte haben sich jedenfalls eine Meinung gebildet:

Märkte zweifeln an Deutschlands Kreditwürdigkeit

Das Rettungspaket für Irland ist an den Märkten verpufft. Der Angriff auf Großschuldner Spanien bringt die Eurozone ins Wanken – auch Deutschland.

(...)Zu Wochenbeginn ist die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe auf 2,8 Prozent hochgeschnellt. Das sind beachtliche 70 Basispunkte mehr als noch vor wenigen Wochen. Noch feinfühliger reagieren Investoren am Markt für Kreditausfallversicherungen. Mit 49,9 Punkten notieren Kreditausfallversicherungen auf deutsche Regierungsanleihen inzwischen höher als die für amerikanische.

http://www.welt.de/finanzen/article11288400/Maerkte-zweifeln…

Avatar
schrieb am 30.11.10 20:01:01
Beitrag Nr.197 
(40.618.533)
Antwort
Zitat
Hallo

Das mag alles sein. Kennzahlen sind toll und machen unsere Anlageentscheidung immer ganz einfach.
Einfach das günstigste kaufen und der Erfolg ist garantiert.

Neben Kennzahlen gibts noch andere entscheidenen Größen wie Psychologie, Neid, Missgunst und Markbeeinflussung.

Die europäischen Länder werden den Euro und Europa nicht zerfallen lassen. Das Ziel ist und bleibt eine Gemeinschaft zu bilden um politische und wirtschaftliche Interessen mit mehr Gewicht vertreten zu können.

Der Euro dient dabei als Druckmittel um die einzelnen Länder bei der Stange zu halten und zur Disziplin zu zwingen. Damit kann Europa auch einen eigenen Weg gehen ohne vom Rest der Welt (USA) gleich in die Knie gezwungen zu werden.
Beides zu sehen in dem Sparzwang denen sich die Abweichler unterwerfen müssen im Gegensatz zur Klotzen statt Kleckern Strategie anderer.

Ob sich dies alles lohnt, eine politische und wirtschaftliche Macht aus ungleichen Partnern zu bilden, wird sich zeigen. Und das nicht in Performance einzelner Länder oder vielleicht auch nicht in Mark und Pfennig.

Das ist wie mit meiner Familei. Die Kennzahlen sagen mir, dass sich das unter dem Strich nicht lohnt.
Ein Kind kostet um 150.000 Euro (ich habe 3) und wo ist die Rendite??

Mein Freund, keine Kinder, geht ständig Skifahren (natürlich nicht während der Ferien). Er fährt einen fetten Sportwagen, ich brauche eher einen großen Kofferraum.
Auch meine Frau könnte ich so hochrechnen.

Aber das wird keiner machen. Denn das Ziel einer Familie ist nicht mehr Performance und bessere Kennzahlen als DINKS (Dobble Income No Kids).

Und genauso sehe ich Europa und den Euro.

Schön ist, dass das jeder halten kann wie er will. Somit muss jeder seine Entscheidungen treffen und mit den Folgen leben.

So, jetzt ... Nachrichten
Avatar
schrieb am 30.11.10 22:14:57
Beitrag Nr.198 
(40.619.539)
Antwort
Zitat
Hat jemand Silber gekauft ? :cool:
Avatar
schrieb am 01.12.10 01:01:34
Beitrag Nr.199 
(40.620.117)
Antwort
Zitat
Siber sieht seit heute wieder gut aus. Doppeltop-Gefahr gebannt, Aufwärtstrend bestätigt, wegen dramatisch hohem Abstand zum 200-day-MA ist aber weiter höchste Wachsamkeit angebracht ;)



Avatar
schrieb am 01.12.10 01:13:29
Beitrag Nr.200 
(40.620.126)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.619.539 von Procera am 30.11.10 22:14:57"Hat jemand Silber gekauft ?"

wer kauft denn jetzt noch Silber? Silber kauft man aktuell nicht, Silber hält man.

Auch Rebalancing-Verkäufe sind nachvollziehbar für diejenigen, die befürchten, bei einem potentiellen Abschwung nicht rechtzeitig rauszukommen, die andererseits aber eine gewisse Prozentzahl dieses assets langfristig halten wollen.

Aber Käufe jetzt bei diesem Übertreibungsniveau?

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