Antwort auf Beitrag Nr.:
40.606.581 von TokioBill am 29.11.10
09:50:23Zitat daraus:
"Schweden schaffte es, seine Verbindlichkeit von über 70 Prozent
des Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf annähernd 40 Prozent zu
drücken. Die Schweizer reduzierten ihre Schuldenlast ebenfalls auf
dieses niedrige Niveau. Während Berlin, Paris und andere Anfang der
Dekade eine Aufweichung des Stabilitäts- und Wachstumspakts
durchsetzten, votierten die Eidgenossen per Volksabstimmung für
eine Schuldenbremse und brachten ihre Finanzpolitik damit auf ihren
soliden Pfad."
Komisch, hier kann man doch ständig nachlesen, daß eine steigende
Verschuldung eine ganz normale Begleiterscheinung, ja geradezu
Voraussetzung für Wohlstand & Wachstum eines Landes ist
Wie gesagt, die Eurodiskussion ist keine ökonomische, sondern rein
politische Debatte, gespickt mit politischer Korrektheit und
zahllosen Denkverboten. Kein gutes Zeichen.
Die Rhetorik aus Brüssel erinnert mich mehr an Parteitage des
früheren Ostblocks als an das ernsthafte Anliegen, das bestmögliche
und nachhaltigste Ergebnis für die Bürger zu erzielen - auch unter
Inkaufnahme eines rechtzeitigen(!) politischen
Fehlereingeständnisses und entsprechender Konsequenzen daraus.
Stattdessen wird die Flucht nach vorne angetreten: Der Bruch des
Maastrichtvertrages, dem erklärtermaßen tragenden Grundstein der
Währungsunion, war deren Bankrotterklärung und Sargnagel zugleich.
Diese Form der Realitätsverweigerung und der Sanktionierung
"abweichlerischer Meinungen" ist mir ebenfalls irgendwoher bekannt