Mmh, naja, man gibt sich zumindest redlich Mühe, die Null-Linie zu
verteidigen:
Der 2009er Abtaucher war das erste Deflationsereignis seit über 5o
Jahren und wird nunmehr mit Maßnahmen versucht abzuwenden, die die
moderne Welt in Friedenszeiten noch nicht gesehen hat. Wie sähe es
aber z.B.
ohne QE I und II (und III) aus? Davon unbeschadet
klopft zusätzlich immer noch eine dicke amerikanische
Immobilienblase an die Tür.
Will man Inflation sehen, müßte man schon von ihrer aktuell
gültigen Definition
abrücken. Nach den viele
jahrzehntelang unverändert angewendeten
alten Meßmethoden,
die seit 1980, insbesondere aber in den 90ern Stück für Stück
"modernisiert" wurden, könnte man das Ganze freilich auch
folgendermaßen sehen:
Fakt ist jedenfalls: Die Geldpolitik der letzten 25 Jahre
wurde (und wird) an der aktuell gültigen Methodik des CPI (und
seiner globalen Pendants) ausgerichtet:
"As I've expressed elsewhere, my opinion is that the optimum
method for calculating consumer prices is probably somewhere
between the revised BLS method and the historic method preserved by
Williams. However, government policy, the Federal Funds Rate,
interest rates in general and decades of major business decisions
have been fundamentally driven by the official BLS inflation data,
not the alternate CPI. For this reason I think it best to take
the alternate inflation data as a interesting, but not
authoritative."
http://www.dshort.com/inflation/inflation-update.html
Davon mag man nun halten, was man will --> Tatsache bleibt aber:
nach aktuell gültiger und allerorten vehement verteidigter
Definition und Methodik gibt es gegenwärtig keinerlei Anzeichen
auch nur nennenswerter Inflation.
Das kann sich m.E. aber schneller ändern, als man "kucken kann".