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Asset Allocation - Meinungen ( Seite 50)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 29.09.10 11:15:17
von
neuster Beitrag 08.05.12 20:27:36
von

Anzahl Beiträge: 1.841
Aufrufe gesamt: 84.546
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Diskussionsnr.: 1.160.184
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[ Seite: 123495051183184185neuster Beitrag ]

Avatar
schrieb am 15.12.10 12:32:23
Beitrag Nr.491 
(40.714.022)
Antwort
Zitat



Silber jetzt verkaufen?

Sollten Silberfans ihre Gewinne nun „versilbern“ bzw. „verpapieren“? Um es klar zu sagen: Solange die Überschuldungskrise ungelöst bleibt, werde ich mich von keiner einzigen Unze trennen. Allerdings werde ich auf dem aktuellen Niveau auch keinerlei Zukäufe mehr tätigen. Selbst ein Blick in die große Hausse der 70er Jahre offenbart, dass es damals nur in 1974 und 1980 noch größere Kaufpaniken als heute gab. Ich gehe davon aus, dass wir uns noch nicht am Ende der Edelmetallhausse befinden. Daher halte ich eine Übertreibung wie 1980 derzeit für recht unwahrscheinlich. Wenn wir nun 1974 als Beispiel nehmen, dann wäre in den kommenden Wochen noch ein Anstieg bis auf circa 34 Euro (+54%) vorstellbar – allerdings kam es damals im Anschluss zu einer 40%-Korrektur (z.B. von 34 zurück auf 20 Euro). Also selbst in diesem Fall stehen die Chancen auf im Vergleich zum aktuellen Preisniveau nochmals günstigere Nachkaufgelegenheiten gar nicht so schlecht. Wer bereits über ausreichende Bestände verfügt und trotz aller in Edelmetallkreisen fast schon zum guten Ton gehörenden Panikmache in der Lage ist, sich in Geduld zu üben, der sollte sich den Luxus gönnen, die aktuelle Kaufpanik auszusitzen. Wer trotz meiner Ausführungen vom Kauffieber gepackt bleibt, könnte immer noch nach Alternativen im Edelmetallmarkt schauen, bei denen der Ausbruch aus der Korrektur noch jung ist bzw. gar noch bevorsteht.

Herzliche Grüße und achten Sie immer auf den Trend!

Daniel Haase

Über den Autor:
Daniel Haase (Jahrgang 1976) ist Anlagestratege für einen Trendfolge-Investmentfonds und freier Redakteur. Für das von ihm und Gerd Ewert entwickelte Trendfolgesystem wurden beide von der Vereinigung Technischer Analysten Deutschlands mit dem VTAD Award 2009 ausgezeichnet.



http://www.haaseewert.de/2010/12/14/vorsicht-korrekturgefahr…
Avatar
schrieb am 15.12.10 15:54:24
Beitrag Nr.492 
(40.715.647)
Antwort
Zitat
Good morning America:

Platzt die „Fed-Blase“ am Rentenmarkt?

http://www.faz.net/s/Rub09A305833E12405A808EF01024D15375/Doc…

Und das alles trotz dem hier:

Avatar
schrieb am 15.12.10 16:16:09
Beitrag Nr.493 
(40.715.835)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.715.647 von NoBrainNoPain am 15.12.10 15:54:24Inflationsrate, Marktrendite und Leitzins könnten ihre gewohnte Korrelation, wie schon mal geschrieben, durchaus auch mal an den Nagel hängen:



Nicht vergessen: Wir erleben z.Zt. massive Eingriffe in die "natürlichen" Marktmechanismen --> früher oder später kommt aber alles auf den Boden der Tatsachen zurück ;)
Avatar
schrieb am 16.12.10 18:02:32
Beitrag Nr.494 
(40.723.430)
Antwort
Zitat
auch in den USA derzeit aus meiner Sicht keine Deflationsgefahr:


Avatar
schrieb am 16.12.10 22:10:18
Beitrag Nr.495 
(40.724.986)
Antwort
Zitat
Mmh, naja, man gibt sich zumindest redlich Mühe, die Null-Linie zu verteidigen:



Der 2009er Abtaucher war das erste Deflationsereignis seit über 5o Jahren und wird nunmehr mit Maßnahmen versucht abzuwenden, die die moderne Welt in Friedenszeiten noch nicht gesehen hat. Wie sähe es aber z.B. ohne QE I und II (und III) aus? Davon unbeschadet klopft zusätzlich immer noch eine dicke amerikanische Immobilienblase an die Tür.

Will man Inflation sehen, müßte man schon von ihrer aktuell gültigen Definition abrücken. Nach den viele jahrzehntelang unverändert angewendeten alten Meßmethoden, die seit 1980, insbesondere aber in den 90ern Stück für Stück "modernisiert" wurden, könnte man das Ganze freilich auch folgendermaßen sehen:



Fakt ist jedenfalls: Die Geldpolitik der letzten 25 Jahre wurde (und wird) an der aktuell gültigen Methodik des CPI (und seiner globalen Pendants) ausgerichtet:

"As I've expressed elsewhere, my opinion is that the optimum method for calculating consumer prices is probably somewhere between the revised BLS method and the historic method preserved by Williams. However, government policy, the Federal Funds Rate, interest rates in general and decades of major business decisions have been fundamentally driven by the official BLS inflation data, not the alternate CPI. For this reason I think it best to take the alternate inflation data as a interesting, but not authoritative."

http://www.dshort.com/inflation/inflation-update.html

Davon mag man nun halten, was man will --> Tatsache bleibt aber: nach aktuell gültiger und allerorten vehement verteidigter Definition und Methodik gibt es gegenwärtig keinerlei Anzeichen auch nur nennenswerter Inflation.

Das kann sich m.E. aber schneller ändern, als man "kucken kann".
Avatar
schrieb am 17.12.10 05:09:01
Beitrag Nr.496 
(40.725.576)
Antwort
Zitat
Hallo NBNP,

also von inflationären Zeiten redet ja auch keiner, deflationär sind sie aber zweifelsohne auch nicht.

Will man Inflation sehen, müßte man schon von ihrer aktuell gültigen Definition abrücken. Nach den viele jahrzehntelang unverändert angewendeten alten Meßmethoden, die seit 1980, insbesondere aber in den 90ern Stück für Stück "modernisiert" wurden, könnte man das Ganze freilich auch folgendermaßen sehen:

RICHTIG!

und nach alter Meßmethode sind wir ja anscheinend schon bei stattlichen 8,54% (!!!!) Preissteigerung angelangt. Das ist dann doch heftig, will ich meinen.

Auch ein Kompromiss zwischen alter und neuer Messmethode (mindestens dieses würde wohl der Realität nahe kommen) würde (8,54% + 1,14%) / 2 = 4,84% bedeutet (auch nicht zu verachten).


Nun, wie dem auch sei, selbst nach neuer "modifizierter" bzw. "geschönter" bzw. "frisierter" Berechnung der Preissteigerung sind nach meiner Graphik die Preise in den letzten 5 Jahren (trotz deflationärem Einbruch in 2009) um 10 Prozent gestiegen.

Das muss man dann auch erstmal mit "sicheren" Anlagen nach Steuer erwirtschaften.

Umgekehrt heisst das: Leider muss man nach wie vor Risiken eingehen, selbst wenn man nach Steuern nur die Kaufkraft seines Ersparten erhalten will.

Und das in "preisstabilen" Zeiten!
Avatar
schrieb am 17.12.10 09:00:21
Beitrag Nr.497 
(40.726.025)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.725.576 von 4711en am 17.12.10 05:09:01Naja, wir hatten bis einschl. 2008 eine deutlich angezogene Inflation, dann in 2009 einen scharfen deflationären Schnitt, der seitdem mit massiven künstlichen Markteingriffen seitens der FED mit ach und krach abgewendet werden konnte.

Im Durchschnitt der letzten 5 Jahre ergibt das freilich eine Inflationsrate von geradezu vorbildlichen knappen 2% p.a. - unter den gegebenen Umständen fast schon zu schön, um wahr zu sein.

In Wirklichkeit aber hat Dr. Bernanke kürzlich bereits die zweite Infusionsflasche an den Patienten anhängen müssen. Sozusagen zur stabilisierenden Erstversorgung eines drohenden deflationären Volumenmangelschocks. Die Chemo für die noch schwelende Immobilienblase muß anschließend aus Verträglichkeitsgründen in sehr vorsichtigen Dosen verabreicht werden.

Ich will tatsächlich nicht unbedingt der deflationären Variante das Wort reden, aber in der allgemeinen Markterwartung wird mir die starke Inflation gegenwärtig ehrlich gesagt zu unisono herumgereicht. Es gibt nach wie vor auch einige Argumente, die dagegensprechen.

Das Problem der "offiziellen" Inflationsrate habe ich nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Doch welche Zahl nun auch immer zutrifft: die in einem Deflationsszenario entscheidende (und eigentlich problematische) Marktpsychologie richtet sich nach der Variante, für die gegenwärtig ein globaler Konsens besteht.

Avatar
schrieb am 18.12.10 16:44:07
Beitrag Nr.498 
(40.733.117)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.726.025 von NoBrainNoPain am 17.12.10 09:00:21guter Artikel:
Unterbewertung von Silber zu Gold ist vorbei: (was unter resp. übertreibung nicht verhindert :) )


Silver/Gold Ratio Reverting to Normal Range
* Adam Hamilton
Published 12/17/2010
http://www.resourceinvestor.com/News/2010/12/Pages/SilverGol…

schönes WE
Avatar
schrieb am 18.12.10 18:12:08
Beitrag Nr.499 
(40.733.308)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.726.025 von NoBrainNoPain am 17.12.10 09:00:21Ich habe letztens bei der Telebörse gehört, dass es auch gleichzeitig Deflation und Inflation geben kann, z.B. jetzt, Inflation der Rohstoffe und Deflation der Löhne, gleicht sich dann wieder aus.:D
Avatar
schrieb am 18.12.10 21:04:12
Beitrag Nr.500 
(40.733.660)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.733.117 von Ahorne am 18.12.10 16:44:07AHA. Unterbewertung ist also vorbei.. sagt wer ? Du , Hamilton ? und deshab soll man auch den Silberreport bei ihm bestellen ?

Silber hat im Mittelalter umgerechnet auf den $, über 800 Dollar gekostet. Wir sind derzeit noch nichtmal bei 30. Ist also noch eine Menge Luft da. Zumal die Industrie immer mehr davon braucht und es immer weniger Silber gibt :cool: Zudem kaufen nun auch die Chinesen und Inder vermehr Silber als Anlage :)

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