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    Bayer - oder wie das US-Grosskapital ein deutsches Traditionsunternehmen plündert...

    eröffnet am 01.10.10 11:35:44 von
    Macrocosmonaut [Blogger]

    neuester Beitrag 12.09.11 22:33:29 von
    Macrocosmonaut [Blogger]
    Beiträge: 21
    ID: 1.160.228
    Aufrufe heute: 0
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    17:35:28
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    Macrocosmonaut [Blogger]
    schrieb am 01.10.10 11:35:44
    Beitrag Nr. 1 (40.247.258)
    Bayer - ein deutsches Traditionsunternehmen mit einer über Jahrzehnte gewachsenen Unternehmens und Führungskultur bricht mit seiner Geschichte und installiert mit der Ernennung des neuen Vorstandes ein angloamerikanisches System in der Unternehmensführung, welches gewachsene althergebrachte und etablierte und grundsolide Strukturen aller Wahrscheinlichkeit nach deinstallieren wird.

    Der neue Vorstandsvorsitzende ist US-Staatsbürger, kommt aus den USA und wird aller Wahrscheinlichkeit nach als "Agent" der US-Grossfinanz das Leverkusener Traditionsunternehmen in eine Schuldenfalle bringen, an deren Ende dann kurz vor der Insolvenz der BAYER AG, alle profitablen Anteile des Unternehmens in die Hand der Grossfinanz wandern.

    Ich sehe den Paradigmenwechsel bei Bayer in der Führungsebene als gefährlich an, da bewährte Strukturen aufgelöst werden und offenbar in ein angelsächsisches Modell überführt werden sollen.

    Dieser Vorgang ist meines Erachtens der erste Schritt zu Zerschlagung des Unternehmens zu Lasten der jetzigen Aktionäre und zu Gunsten des Grosskapitals. Sollte Bayer mit dem neuen Vorstand zukünftige nun nach angelsächsischem Vorbild eine Schuldenorgie ohnegleichen beginnen, dann muss im langfristigen Kontext auch die Abwickelung des Konzerns eingeplant werden.

    Die Bayer AG hätte gut daran getan mit althergebrachten und etablierten Strukturen nicht zu brechen. Durch den Vorstandswechsel und der Neubesetzung des Vorstandes durch einen US-Staatsbürger mit ökonomischen Wurzeln in den USA wächst das strukturelle Risiko für das Unternehmen und seine Geschäfte enorm.

    http://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/0,2828,720666,00.html

    Die Umgestaltung des Vorstandes ist eine Fehlentscheidung in strategischer Dimension zu Lasten der Aktionäre und zu Gunsten einiger weniger US-Finanzmogule. Ich rechne damit, dass grosse Teile des Unternehmens durch das US-Grosskapital geplündert werden - sei es durch neue Schulden, die den Massen als Innovationstätigkeiten verkauft werden, oder sei es durch riskante Geschäftspraktiken.

    Mit dem neuen Vorstand Marijin Dekkers, haben die US-Seilschaften nun auch Einzug bei Bayer gehalten und damit wahrscheinlich die schleichende Demontage eines einstigen Weltkonzerns begonnen. Die vorrangige Aufgabe des neuen Vorstandes wird es wahrscheinlich sein die Bayer AG zu schwächen zu gunsten notleidender Konkurrenten in den USA.

    Der personelle und sich abzeichnende strukturelle Umbau bei Bayer ist meines Erachtens daher mit grösster Vorsicht zu sehen.

    M.

    Disclaimer:

    Die Angaben in diesem Thread stellen keine Handelsaufforderung dar. Aktien können steigen oder fallen. Jeder Investor handelt auf eigenes Risiko. Für Vermögensschäden wird keine Haftung übernommen. Anleger sollten sich in Sachen Vermögensanlage stets selber sachkundig machen oder sich mit ihrem Vermögensverwalter/Steuerberater in Verbindung setzen. Nur wer das Risiko kennt wird an den Märkten überleben.
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    Macrocosmonaut [Blogger]
    schrieb am 01.10.10 11:53:20
    Beitrag Nr. 2 (40.247.392)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 40.247.258 von Macrocosmonaut am 01.10.10 11:35:44>>...Bayer-Chef Marijn Dekkers vor Journalisten in Köln. ´Ich sehe zum jetzigen Zeitpunkt auch keine Notwendigkeit, an diesen Portfolio etwas zu ändern.´ Bayer habe in allen drei Geschäftsfeldern - Pharma, Pflanzenschutz und Kunststoffe - eine führende Position.

    Allerdings könne es keine Bestandsgarantie für die Ewigkeit geben, fügte er hinzu...<<


    oder weiter

    >>Mit gezielten Zukäufen will der neue Bayer-Chef vor allem das bereits bestehende Pharmageschäft bestehend aus Women-Health, die Kardiologie, die Onkologie und die Diagnostik stärken. Finanziell stemmen könnte Bayer laut Dekkers eine Übernahme bis zur Größenordnung von Schering. Bayer hatte den Berliner Pharmakonzern vor vier Jahren für rund 17 Milliarden Euro übernommen.<<

    Mit gezielten Zukäufen = massive Neuverschuldung -> so plündert man vormals kerngesunde Unternehmen.

    Was immer auch zukünftig gekauft wird es dürfte sich als fake erweisen mit nur einem Ziel: Überteuerten Müll in Deutschland abzuladen und Vermögenswerte in die Hände angelsächsicher Grossfinanz zu transferieren.

    Die Aktionäre sollten zu sehen, dass der neue Vorstandsvorsitzende möglichst schnell das Unternehmen verlässt und den Vorstandsposten aus den eigenen Reihen heraus besetzen und beährte Unternehmenskultur beibehalten.

    Es ist die wohl grösste Fehlentscheidung von Bayer in der Unternehmensgeschichte der letzten Jahrzehnte.

    M.

    Die Angaben in diesem Thread stellen keine Handelsaufforderung dar. Aktien können steigen oder fallen. Jeder Investor handelt auf eigenes Risiko. Für Vermögensschäden wird keine Haftung übernommen. Anleger sollten sich in Sachen Vermögensanlage stets selber sachkundig machen oder sich mit ihrem Vermögensverwalter/Steuerberater in Verbindung setzen. Nur wer das Risiko kennt wird an den Märkten überleben.
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    big_mac
    schrieb am 01.10.10 12:32:27
    Beitrag Nr. 3 (40.247.704)
    soooo schlecht scheint das den Aktionären nicht zu gefallen:

    Bayer hat den Dax glatt stehen gelassen.

    und sonst wie immer: wer als Aktionär mit der Firmenstrategie nicht einverstanden ist soll sich eine Mehrheit für die HV verschaffen und es beser machen, oder seine Aktionärseigenschaft beenden.
    Avatar
    Macrocosmonaut [Blogger]
    schrieb am 01.10.10 13:22:32
    Beitrag Nr. 4 (40.248.136)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 40.247.704 von big_mac am 01.10.10 12:32:27Das war einmal - da war auch noch das alte Managment am Werke - jetzt kommen die Amerikaner mit ihren Seilschaften und werden Bayer wahrscheinlich marode Unternehmen zu überzogenen Preisen aufs Auge drücken, dann mit den dazu kommenden Schulden nochmals abkassieren und anschliessend die Notverkäufe hoch profitabler Unternehmensanteile zum Zwecke der Schuldentilgung in die eigene Tasche stecken.

    Am Ende wird Bayer die Dividende streichen und mehrere Kapitalerhöhungen durchführen müssen. Ich denke das wird die Marschroute bei Bayer in den kommenden Jahren sein - zumindest wenn der neue Vorstand sich durchsetzt.

    Das ein Vorstand für ein Unternehmen und seine Aktionäre eine gigantische Kapitalvernichtungsmaschine werden kann, zeigte schon der Fall Schremp bei Daimer, wo deutsche Aktionäre Milliarden in die USA transferierten und sich bis heute die Nase reiben.

    Das ist lediglich meine bescheidene Meinung - am Ende werden deutsche Arbeitsplätze verloren gehen.

    M.

    Die Angaben in diesem Thread stellen keine Handelsaufforderung dar. Aktien können steigen oder fallen. Jeder Investor handelt auf eigenes Risiko. Für Vermögensschäden wird keine Haftung übernommen. Anleger sollten sich in Sachen Vermögensanlage stets selber sachkundig machen oder sich mit ihrem Vermögensverwalter/Steuerberater in Verbindung setzen. Nur wer das Risiko kennt wird an den Märkten überleben.
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    tradepunk
    schrieb am 01.10.10 17:25:49
    Beitrag Nr. 5 (40.250.224)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 40.248.136 von Macrocosmonaut am 01.10.10 13:22:32Danke für Deine sehr interessante Einschätzung! ;)
    Avatar
    big_mac
    schrieb am 01.10.10 18:12:07
    Beitrag Nr. 6 (40.250.563)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 40.248.136 von Macrocosmonaut am 01.10.10 13:22:32Der Zeitpunkt für Käufe sollte so ungünstig jetzt nicht sein, und an Sanierungen läßt sich verdienen - vorausgesetzt man hat die betreffende Managementkapazität.

    Schrempp ist ein entsetzlich hinkender Vergleich, Daimler hat schon vorher jeden Mist überteuert gekauft - Fokker, Dornier und was weiß ich noch.
    Avatar
    Macrocosmonaut [Blogger]
    schrieb am 01.10.10 19:51:43
    Beitrag Nr. 7 (40.251.249)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 40.250.563 von big_mac am 01.10.10 18:12:07Genau hierin liegt das Problem für Bayer mit dem neuen Vorstand.

    1. Überteurte Zukäufe - möglicherweise von Unternehmen die, die Grossfinanz loswerden will.

    2. Dafür die Überschuldung des Konzern, die später teuer refinanziert werden muss

    3. Wenn dann die Refinanzierung für die Gläubiger (=ebenfalls das Grosskapital) läuft, dann wird wahrscheinlich das Unternehmen ausgeschlachtet wie eine Weihnachtsganz - das Pharmageschäft für ein Appel und ein Ei verhökert usw. nur um die Schulden der Fehlinvestitionen zu bedienen. Fehlinvestitionen die von langer Hand geplant sind.

    Sollte Bayer in Zukunft Zukäufe tätigen, dann wird das Unternehmen sich exorbitant verschulden, anschliessend horrende Zinsen zahlen, während zuvor vollkommen überteuert gekauft wurde. Die Installation angelsächsicher Strukturen a la Karstadt lässt grüssen.

    Bayer hat sich damit keinen Gefallen getan.

    Viele Grüsse.

    M.

    Die Angaben in diesem Thread stellen keine Handelsaufforderung dar. Aktien können steigen oder fallen. Jeder Investor handelt auf eigenes Risiko. Für Vermögensschäden wird keine Haftung übernommen. Anleger sollten sich in Sachen Vermögensanlage stets selber sachkundig machen oder sich mit ihrem Vermögensverwalter/Steuerberater in Verbindung setzen. Nur wer das Risiko kennt wird an den Märkten überleben.
    Avatar
    Kurumba
    schrieb am 06.10.10 00:51:27
    Beitrag Nr. 8 (40.270.726)
    wer bayer für 8 gekauft hat, ist reich hgesorden -aber das nadelöhr<
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    Teufelsturm
    schrieb am 18.11.10 19:25:11
    Beitrag Nr. 9 (40.549.002)
    Den oberflächlichen Zockern wird die Freude in historisch kurzer Zeit vergehen, wenn sie im Scherbenhaufen ihrer Dummheit stehen und nach etwas Eßbarem suchen. Das finale Glockengeläut hat begonnen.
    Avatar
    DJGurke
    schrieb am 19.11.10 00:19:40
    Beitrag Nr. 10 (40.550.920)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 40.549.002 von Teufelsturm am 18.11.10 19:25:11Sehr kryptisch!Könntest Du das näher interpretieren? (Leider war ich bei KAFKA INTERPRETATIONEN sehr schlecht ;))