EU-Grenzschutzagentur Frontex soll helfen
Griechenland mit Flüchtlingen überfordert
Griechenland wird mit dem wachsenden Strom illegaler Flüchtlinge
über die türkisch-griechische Grenze nicht mehr fertig und hat die
EU um Hilfe gebeten. Die griechische Regierung habe schnelle
Eingreifteams der EU-Grenzschutzagentur Frontex angefordert, teilte
EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström in Brüssel mit. Die
Grenzschützer sollten Athen bei der Überwachung der Landgrenze zur
Türkei unterstützen.
[Bildunterschrift: Ist besorgt über die Flüchtlingssituation in
Griechenland: EU-Kommissarin Malström ]
Malmström sicherte Athen zu, dass Griechenland auf die "europäische
Solidarität" zählen könne. Es ist das erste Mal, dass ein EU-Land
die Eingreiftruppe - die es seit 2007 gibt - in Anspruch nimmt.
Zugleich zeigte die EU-Kommissarin sich "sehr besorgt" über die
humanitären Bedingungen der Flüchtlinge in Griechenland. Durch den
Einsatz der Frontex-Teams solle diese Notlage "so schnell und
effektiv" wie möglich unter Kontrolle gebracht werden.
Zahl der Einwanderer enorm gestiegen
Frontex Grenzschützer überwachen bereits seit fast einem Jahr die
Meerengen zwischen Griechenland und der Türkei in der Ostägäis mit
Erfolg. Dort konnte der Flüchtlingsstrom nach Angaben des
griechischen Ministeriums für Bürgerschutz stark reduziert
werden.
Immer mehr Flüchtlinge - die zumeist aus Afrika oder Afghanistan
kommen - versuchen nun aber über die türkisch-griechische
Landgrenze die Europäische Union zu erreichen. In den ersten acht
Monaten dieses Jahres stieg die Zahl der illegalen Einwanderer, die
dort abgefangen wurden, auf 23.000. 2009 waren es im
Vergleichszeitraum dagegen nur 5600. Insgesamt hatten die
griechischen Behörden im vergangenen Jahr 146.000 illegale
Zuwanderer aufgegriffen.
Die Situation an der griechisch-türkischen Grenze werde immer
angespannter, erklärte Malmström weiter. Die Innenkommissarin
zeigte sich "sehr besorgt" über die humanitären Bedingungen der
Flüchtlinge. Durch den Einsatz der Frontex-Teams solle diese
Notlage "so schnell und effektiv" wie möglich unter Kontrolle
gebracht werden. Die Grenzschützer der EU würden unter der Leitung
von Griechenland eingesetzt und nur für einen begrenzten Zeitraum
vor Ort bleiben.
http://www.tagesschau.de/ausland/griechenlandfrontex100.html
Wurde das Thema von den Türkeireisenden Westerwelle, Merkel und
Wulff vergessen