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    Schmutzige Schokolade (Seite 4)

    eröffnet am 19.11.10 11:04:08 von
    Goldbaba

    neuester Beitrag 03.10.11 23:13:22 von
    Goldbaba
    Beiträge: 38
    ID: 1.161.308
    Aufrufe heute: 0
    Gesamt: 673

    Der Tag im Überblick


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    curacanne
    schrieb am 23.11.10 01:06:46
    Beitrag Nr. 31 (40.570.813)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 40.558.395 von superdaytrader am 20.11.10 08:46:44das ist eben unsere durch TV verblödete Brut
    Avatar
    minister.grasser
    schrieb am 23.11.10 11:56:36
    Beitrag Nr. 32 (40.572.825)
    "Definitionen für "gerechte Entlohnung" kann man ausreichend von Experten einholen."
    In diesem Punkt bin ich eben völlig anderer Meinung. Jeder zahlt, was ihm das Produkt wert ist und danach bildet sich der Preis. (Einen Experten, der weiß, was genau ich um 10 Euro kaufen darf, brauch ich nicht...)

    Wir leben schließlich nicht mehr im dunklen Mittelalter.- eben....und die Nazi und Kommunismus Zeiten sind auch vorbei....hoffentlich:laugh:

    Ich bin der Meinung, dass durch eine gerechte Entlohnung der Preis für Kakobohnen steigt und das Produkt Schokolade eine angemessenen Preisanstieg erfährt.

    Da sind wir einer Meinung, man muss klar Regeln aufstellen und durchziehen, wie Kakao produzieret werden darf, bzw. als Konsument bereit sein, einen höheren Preis zu zahlen....fairtrade

    Was man natürlich nicht vergessen darf, ist, dass die Anbieter von Kakaobohnen unter einander im Wettbewerb stehen. Sprich, jeder muss möglichst gut und billig anbieten....ich glaube aber, dass Kakao vermutlich nicht mechanisierter und damit billiger hergestellt werden könnte.

    Dadurch ist gewährleistet, dass es nicht mehr wie Brot konsumiert würde, je nach Einkommensverhältnissen.

    Brot ist ein schönes Beispiel (wie Milch oder Geflügel / Schweinefleisch), die Bauern (v.a. in den USA, Südamerika und tw. auch Europa) sind schon seit langer Zeit in der Lage, diese Güter zu wahren Spottpreisen zu produzieren (Qualität? ) und im Zweifelsfall Afrika damit sogar zu überschütten, sodass die Bauern dort nicht mehr konkurrieren können.


    Wenn der Kakaopreis jetzt steigen sollte (was er tut), dann wird im großem Stil in Kakaopflanzungen investiert (und zwar in Plantagen in "westlicher" Hand) und diese produzieren dann billig und gut und verdrängen die "Einheimischen" aus dem Markt.

    vgl. Bananen, Ananas, tw. Palmöl; Rinderzucht, Sojabohnen in Südamerika, ähnlich auch im Bergbau
    Avatar
    minister.grasser
    schrieb am 23.11.10 12:07:53
    Beitrag Nr. 33 (40.572.911)
    Schön, zu den Bananen auf der fairtrade-Seite genau diese Problematik beschrieben zu finden:

    "Fair, umweltfreundlich und gesund!

    Der Preisverfall auf dem Bananen-Markt verschlechtert die Situation der Plantagenarbeitern und Kleinbauernfamilien in Lateinamerika und der Karibik zusehends.

    Fairtrade-Bananen sind anders: Bei Bananen mit dem Fairtrade-Siegel haben Sie die Gewißheit, dass die Produzenten feste Mindestpreise erhalten, die in den Fairtrade-Standards vorgeschrieben werden und unabhängig von Preisschwankungen zu bezahlen sind. Zusätzlich profitieren Kleinbauern-Organisationen oder Plantagen von der Fairtrade-Prämie für Investitionen in die Infrastruktur, in Bildung, Gesundheit und ökologische Verbesserungen.

    Und was viele nicht wissen: Alle in Deutschland erhältlichen Fairtrade-Bananen stammen ausschließlich aus biologischem Anbau."

    Saatgut Lieferungen und genetisch verändertes Material sind auch gute Mittel für westliche Konzerne, den Fuß in die Tür des Marktes zu bekommen.

    Der Irrtum, der hier irgendwie herrscht, ist, dass die Schokoladenfirmen von der Sklavenhalterei derartig profitieren. (Zweifellos haben viele von diesen keine Bedenken, auch solche Sachen zu machen) Aber:Wenn also an der Elfenbeinküste den Sklavenhaltern die Hölle heiß gemacht wird (und das ist vermutlich richtig so, trifft aber die Schokoladenfirmen kaum), dann freut sich die Mars Company und andere, kauft Plantagen auf und produziert nach "westlichen Standards".
    Avatar
    Goldbaba
    schrieb am 24.11.10 12:49:37
    Beitrag Nr. 34 (40.581.330)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 40.572.911 von minister.grasser am 23.11.10 12:07:53In einem schweizer Forum gefunden:

    Firma Rapunzel

    Rapunzel Kakao stark entölt 250g - Demeter Hand in hand


    Zitat:
    Was ist das Besondere an Bio-Kakaoanbau?
    Rapunzel Kakao wird in Mischkultur mit Bananen, Zitrusfrüchten und anderen Schattenbäumen angebaut. Diese Schattenpflanzen schützen die empfindlichen Kakaopflanzen vor Wind und zu starker Sonneneinstrahlung. Die herabfallenden Blätter mulchen den Boden und schützen so vor Erosion. Bei der Schädlingsbekämpfung werden keine chemischenund synthetischen Pflanzenschutz- oder Düngemittel eingesetzt. So bleibt ein stabiles Ökosystem erhalten, das Böden und Wasser vor Erosion, Auslaugung und chemischer Belastung schützt.
    Avatar
    Goldbaba
    schrieb am 04.12.10 16:52:40
    Beitrag Nr. 35 (40.646.749)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 40.581.330 von Goldbaba am 24.11.10 12:49:37Den Schokoherstellern geht es nicht so gut:

    http://www.handelsblatt.com/alfred-t-ritter-eine-30-millione…
    Avatar
    minister.grasser
    schrieb am 04.12.10 20:51:14
    Beitrag Nr. 36 (40.647.262)
    Wenn da ein Bürgerkrieg draus wird,hat die Elfenbeinküsteund auch der Kakaomarkt noch ganz andere Sorgen...

    orf.at
    Gbagbo als neuer Präsident der Cote d’Ivoire vereidigt
    Nach tagelangem erbittertem Machtkampf in Cote d’Ivoire ist der amtierende Präsident Laurent Gbagbo heute für eine weitere Amtszeit vereidigt worden. Trotz internationaler Appelle und massiver Zweifel an seinem Wahlsieg legte Gbagbo in Abidjan den Amtseid ab. Anhänger des Präsidenten und seines Widersachers Alassane Ouattara lieferten sich blutige Auseinandersetzungen, bei denen in der Früh zwei Menschen starben.

    „Dass mir das Volk das Vertrauen entziehe und dass ich die volle Härte des Gesetzes erfahre, wenn ich meinen Eid verletze“, sagte der seit zehn Jahren amtierende Gbagbo vor zahlreichen Anwesenden bei der vom Fernsehen übertragenen Vereidigungszeremonie. Er setzte sich damit über das Votum der unabhängigen Wahlkommission (CEI) hinweg, die den Oppositionspolitiker Ouattara zum Sieger der Stichwahl vom vergangenen Sonntag erklärt hatte. Der ihm treu ergebene Verfassungsrat hatte das Ergebnis der Kommission für nichtig erklärt und Gbagbo als Sieger ausgerufen.

    Kritik von UNO
    UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich „tief besorgt“ über die Situation in dem afrikanischen Land. Er rief die Menschen in der Elfenbeinküste auf, Ruhe und Geduld zu bewahren. Gleichzeitig betonte Ban, dass er den Ausgang der Wahl als eindeutig ansehe und er das ursprünglich verkündete Ergebnis als richtig betrachte.
    Avatar
    Goldbaba
    schrieb am 17.12.10 10:18:37
    Beitrag Nr. 37 (40.726.572)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 40.647.262 von minister.grasser am 04.12.10 20:51:14"Der beste Weg ist der eigene Weg"

    Der Kampf gegen Kinderarbeit sei ein sehr langer Weg, sagt Jürgen Steinemann, Chef von Barry Callebaut. Der grösste Schokoladenhersteller der Welt mit Sitz in Zürich setzt dabei unter anderem auf sein eigenes Programm.

    Auch mit dem eigenen "Quality Partner Program", das Barry Callebaut mit Kakaobauern durchführt, könne er Kinderarbeit nicht gänzlich ausschliessen, sagt Steinemann mit entwaffnender Offenheit.

    Die tägliche Präsenz der eigenen Mitarbeitenden auf den Kakaofarmen biete aber die grösstmögliche Gewähr, dass dort keine Kinder gegen ihren Willen beschäftigt werden, sagt der 52-jährige Deutsche im Gespräch mit swissinfo.ch.

    swissinfo.ch: Schweizer und Schweizerinnen sind Weltmeister im Essen von Schokolade, 2009 verzehrten sie fast 12 Kilogramm Schoggi. Wie viel essen Sie?

    J..: Ich liege darüber (lacht). Sie können ja nicht einem Unternehmen vorstehen, das Schokolade produziert, ohne ständig am Produkt interessiert zu sein. Bei mir ist der Genuss-Anteil gegenüber demjenigen der Degustation aber noch zu hoch.

    swissinfo.ch: Welches ist Ihre Lieblingsschokolade?

    J.S.: Das hängt von der Tagesform ab und ist übers Jahr hinweg unterschiedlich. Es gibt Zeiten, in denen ich lieber Rotwein trinke, und solche, in denen es Weisswein ist. Genauso esse ich manchmal lieber Milchschokolade, ein anderes Mal dunkle Schokolade.

    swissinfo.ch: Der Genuss feiner Schokolade besitzt eine bittere Note. Auf den Kakaoplantagen in Westafrika werden zehn Jahre nach Unterzeichnung des Harkin-Engel-Protokolls immer noch Kindersklaven eingesetzt. Weshalb zeigt die freiwillige Verpflichtung der Hersteller wenig nachhaltige Wirkung?

    J.S.: Der Ansatz ist richtig, man muss ihn unterstützen. Kinderarbeit darf nicht als Kavaliersdelikt gelten, der Kampf dagegen gehört ganz oben auf die Agenda.

    Zwar beteiligen wir uns an den Aktivitäten internationaler Organisation wie der World Cocoa Foundation, der International Cocoa Initiative und anderen. Teilweise agieren diese jedoch aus der Ferne, und das ist nicht immer effizient.

    Der beste Weg ist der eigene Weg. Mit unserem "Quality Partner Program" (QPP, siehe Kasten) arbeiten wir direkt mit Kooperativen zusammen. So können wir mit Überzeugung sagen, was zu tun ist, um etwas zu verändern.

    Die Verträge, die wir mit den Kooperativen abschliessen, umfassen einen Kodex, der Kinderarbeit ausschliesst. Jedoch: Das Unterschreiben eines Papiers ist noch keine vollständige Garantie.

    Ich weiss, dass auf Kakaofarmen Kinderarbeit existiert. Wir können dies auch mit unserem Programm nicht ausschliessen, denn wir sind nicht sieben Tage 24 Stunden vor Ort. Was etwa nachts zwischen 22 und 2 Uhr passiert, können wir nicht kontrollieren.

    Aber indem unsere Mitarbeitenden täglich in den Kooperativen sind und mit eigenen Augen hinsehen, tun wir das maximal mögliche, um Kinderarbeit bestmöglich auszuschliessen.

    Wir versuchen nach bestem Wissen und Gewissen, dem Thema auf den Grund zu gehen und aus unserer ethischen Überzeugung dagegen anzukämpfen. Wir können dies nur, indem wir es selbst vorleben und tun. Das ist der effizienteste Weg.

    Ich selbst war im letzten Jahr sechs Mal in Westafrika. Nicht in einem klimatisierten Hotelzimmer in der Hauptstadt, sondern wir fuhren mit dem Auto zu den Kakaobauern 'in den Busch'. Das ist die einzige Art, sich des Themas anzunehmen. Alles andere ist Rufen hinter dem Baum hervor. Der Kampf gegen Kinderarbeit ist ein langer, steiniger Weg. Aber wir gehen ihn kontinuierlich weiter.

    swissinfo.ch: Was tun Sie, wenn Sie auf einem Betrieb Kinder an der Arbeit sehen?

    J.S.: Ich komme selbst aus einem landwirtschaftlichen Betrieb und habe als Kind im Sommer Heu und Stroh geerntet. Ist das Kinderarbeit? Schon die Abgrenzung ist schwierig.

    Die Forderung beispielsweise, Kinder dürfen keine Machete in die Hand nehmen, kommt aus dem modernen Bürohaus in einer weit entfernten Grossstadt. Kinder brauchen im Busch Macheten, um sich ihren Weg in die Schule zu bahnen.

    Man muss das Thema praktisch angehen und zwischen gut gemeinter Arbeit und forcierter Kinderarbeit unterscheiden. Bin ich auf einer Kakaofarm, sehe ich viele Kinder. Solche aber, die gegen ihren Willen auf Kakaofarmen beschäftigt werden, sind nicht unbedingt sichtbar, wenn Weisse anwesend sind.

    swissinfo.ch: Ein wichtiger Punkt sind Schulen, wo Kinder Lernen und unter Ihresgleichen sein können. Was unternimmt BC auf diesem Gebiet?

    J.S.: Wir haben ein grosses, natürliches Interesse, die Kakaobauern und ihr Umfeld zu unterstützen. Wir setzen bei der Verbesserung der Ernte an, sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht. Das dient beiden Seiten (siehe Kasten).

    Kinderarbeit ist aber nicht die einzige Herausforderung im Bestreben um mehr Kakao. Die Kautschukpflanze beispielsweise ist viel einfacher zu kultivieren. Dazu kommt die allgemeine Landflucht, wie wir sie auch aus Schweizer Randregionen kennen.

    Die Unterstützung ist aber nicht allein eine Frage des Geldes. Mit dem QPP wollen wir den Bauern und ihren Familien auch einen verbesserten Zugang zu Schulbildung, sauberem Wasser und medizinischer Versorgung ermöglichen.

    swissinfo.ch: Kinderarbeit ist ein Armutsphänomen, weil die Kakaobauern zu wenig für ihr Produkt erhalten, um die Kinder in die Schule schicken zu können. Ist es eine naive Vorstellung, dass eine nachhaltige Versorgungskette mit einem fairen Abnahmepreis für die Produzenten beginnt?

    J.S.: Abgesehen davon, dass die Bauern in den letzten zwei Jahren angesichts des stark gestiegenen Kakaopreises doppelt so viel erhalten haben wie zuvor, möchte ich den Ball auch gerne einmal an die Konsumenten zurück spielen: Wären die Konsumenten bereit, höhere Kakaopreise mit zu tragen, hätten es alle Teilnehmer in der Kette vom Bauern zum Konsumenten viel leichter.

    Bei den Milchpreisen hatten wir hier dasselbe Problem. Sind Konsumenten nicht bereit, für ein wertvolles Produkt wie Milch höhere Preise zu bezahlen, sind sie Teil des Problems.

    Wollen wir wirklich die Welt nachhaltig verbessern, müssen wir auch alle bereit sein, mehr für die wertvollen Lebensmittel zu bezahlen, die wir jeden Tag konsumieren. Der Konsument muss sich also auch an der eigenen Nase fassen: Ist er nicht bereit, mehr für ein Produkt zu bezahlen, muss er mit einigen 'Kompromissen' leben.


    http://www.swissinfo.ch/ger/wirtschaft/Der_beste_Weg_ist_der… 15. Dezember 2010 - 07:00


    Es ist schrecklich zu lesen wie sich Barry Callebaut windig herauswindet.

    Es wird eigentlich nur von Kinderarbeit gesprochen:


    J.S.: Ich komme selbst aus einem landwirtschaftlichen Betrieb und habe als Kind im Sommer Heu und Stroh geerntet. Ist das Kinderarbeit? Schon die Abgrenzung ist schwierig.


    Jürgen Steinemann, Chef von Barry Callebaut, vergleicht seine Hilfe mit den der
    unbezahlten, entführten, eingesperrten Kindersklaven in Afrika.

    Das ist einfach nur traurig und peinlich und zeigt unter diesen verniedlichenden Umständen keinerlei Bereitschaft sich diesem Problem wirklich zu widmen.
    Avatar
    Goldbaba
    schrieb am 03.10.11 23:13:22
    Beitrag Nr. 38 (42.164.841)
    Die Schokoladenzeit beginnt,sollen wir diesen Thread wieder beleben?




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