Zeitung verklagt
13 Verletzte wegen explosivem Kochrezept
SANTIAGO DE CHILE - Eine chilenische Zeitung veröffentlicht ein
Kochrezept für ein klassisches Dessert und gefährdete damit die
Gesundheit ihrer Leser. Jetzt muss sie zahlen.
Aktualisiert um 16:46 | 27.12.2011
Die süssen Churros werden bevorzugt in heisse Schokolade getunkt.
(zvg)
Eigentlich sehen sie ganz harmlos aus, diese Churros. Schon seit
Generationen verspeisen Spanier und Südamerikaner die fritierten
Teigstangen zum Dessert.
Doch nun forderten die süssen Pommes-Frittes ihre ersten Opfer.
In Chile wurden 13 Personen bei der Zubereitung der Churros zum
Teil schwer verletzt.
Rezept führte zu Explosion
Schuld daran ist die Zeitung La Tercera. Sie veröffentlichte ein
fehlerhaftes Kochrezept und gefährdete damit die Gesundheit ihrer
Leser.
Ein fatales Verhältnis zwischen den Zutaten für die
Churros, der angegebenen Frittiertemperatur sowie der Grösse des
Gebäcks führte zu den Kochunfällen.
Als die Leser die Churros nach Rezept fritieren wollten, flog ihnen
das heisse Öl um die Ohren. Verbrennungen an den Händen, der Brust
und im Gesicht waren die Folgen.
Der Oberste Gerichtshof sprach 13 der 15 klagenden Lesern nun
Genugtuungen zwischen 1800 und 25´000 Franken zu. Insgesamt
kostet die explosive Backanleitung die Zeitung rund 150´000
Franken. Für die Richter war
Zeitung verklagt
13 Verletzte wegen explosivem Kochrezept
SANTIAGO DE CHILE - Eine chilenische Zeitung veröffentlicht ein
Kochrezept für ein klassisches Dessert und gefährdete damit die
Gesundheit ihrer Leser. Jetzt muss sie zahlen.
Aktualisiert um 16:46 | 27.12.2011
Die süssen Churros werden bevorzugt in heisse Schokolade getunkt.
(zvg)
Eigentlich sehen sie ganz harmlos aus, diese Churros. Schon seit
Generationen verspeisen Spanier und Südamerikaner die fritierten
Teigstangen zum Dessert.
Doch nun forderten die süssen Pommes-Frittes ihre ersten Opfer.
In Chile wurden 13 Personen bei der Zubereitung der Churros zum
Teil schwer verletzt.
Rezept führte zu Explosion
Schuld daran ist die Zeitung La Tercera. Sie veröffentlichte ein
fehlerhaftes Kochrezept und gefährdete damit die Gesundheit ihrer
Leser.
Ein fatales Verhältnis zwischen den Zutaten für die
Churros, der angegebenen Frittiertemperatur sowie der Grösse des
Gebäcks führte zu den Kochunfällen.
Als die Leser die Churros nach Rezept fritieren wollten, flog ihnen
das heisse Öl um die Ohren. Verbrennungen an den Händen, der Brust
und im Gesicht waren die Folgen.
Der Oberste Gerichtshof sprach 13 der 15 klagenden Lesern nun
Genugtuungen zwischen 1800 und 25´000 Franken zu. Insgesamt
kostet die explosive Backanleitung die Zeitung rund 150´000
Franken. Für die Richter war erwiesen, dass die Zeitung Schuld an
den Explosionen war.
Verletzungen unvermeidlich
«Wenn man sich genau an das Rezept hielt, konnte der Schaden nicht
verhindert werden», sagte das Gericht.
Das Rezept erschien 2004 in einer Sonderbeilage, die sich speziell
an Leserinnen richtete. Nach Bekanntwerden der Unfälle
kommentierten professionelle Köche, die Backanleitung sei an sich
richtig gewesen, doch habe sie sich an Profis gerichtet und nicht
an Hobbybäcker.
Vor allem seien entsprechende Küchengeräte notwendig gewesen, um
Unfälle zu vermeiden. Die Verletzten hatten offenbar einfache
Pfannen benutzt.
Aus Rücksicht auf Ihre Gesundheit verzichten wir deshalb, das
Rezept hier abzudrucken. (sas/sda)
erwiesen, dass die Zeitung Schuld an den Explosionen war.
Verletzungen unvermeidlich
«Wenn man sich genau an das Rezept hielt, konnte der Schaden nicht
verhindert werden», sagte das Gericht.
Das Rezept erschien 2004 in einer Sonderbeilage, die sich speziell
an Leserinnen richtete. Nach Bekanntwerden der Unfälle
kommentierten professionelle Köche, die Backanleitung sei an sich
richtig gewesen, doch habe sie sich an Profis gerichtet und nicht
an Hobbybäcker.
Vor allem seien entsprechende Küchengeräte notwendig gewesen, um
Unfälle zu vermeiden. Die Verletzten hatten offenbar einfache
Pfannen benutzt.
Aus Rücksicht auf Ihre Gesundheit verzichten wir deshalb, das
Rezept hier abzudrucken. (sas/sda)
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