Commerce Resources
Seltene Erden sind und bleiben begehrte Rohstoffe. Wenn diese bald
auch in Kanada gefördert werden können, wird der Markt besonders
aufmerksam.
Noch immer ist China das Nonplusultra bei der Förderung der
Seltenen Erden. Doch ganz langsam ändert sich das Bild, das Monopol
wird in den kommenden Jahren ins Wanken geraten. Aber es sind nicht
nur die bereits bekannten Unternehmen aus den USA oder Australien,
die dafür sorgen werden. Ein Unternehmen aus Kanada könnte bald im
Reigen der Großen mitspielen: Commerce Resources (WKN: A0J2Q3). Ein
erstes Wirtschaftsgutachten zeigt, welches Potenzial die
Ashram-Liegenschaft von Commerce Resources beinhaltet. Für das
Unternehmen ist diese Studie eine kleine Sternstunde.
Die von unabhängigen Experten erstellte Studie bescheinigt dem
Projekt einen „net present value”, also einen Kapitalwert, von 2,32
Milliarden Dollar. Dabei wird ein Abschlag von 10 Prozent auf die
Berechnungen vorgenommen. Die Investitionskosten liegen laut Studie
bei 763 Millionen Dollar, hier wird ein Zuschlag von 25 Prozent für
Eventualitäten berücksichtigt. Das ist deutlich mehr als bei
vergleichbaren Studien. Täglich sollen 4.000 Tonnen verarbeitet
werden. Im Durchschnitt bedeutet dies die Förderung von 16.850
Tonnen an verschiedenen Seltenen Erden. Diese Rohstoffe liegen in
einer solchen Form im Boden, dass sie nicht mehr aufwändig
weiterverarbeitet werden müssen, wie dies bei anderen Förderern von
Seltenen Erden der Fall ist. Das reduziert die Komplexität und die
Kosten.
Die Studie basiert auf einer Ressourcenschätzung nach dem Standard
43-101. Demnach liegen in dem Gebiet im Nordosten Quebecs rund 29,3
Millionen Tonnen Seltener Erden in den Kategorien „gemessen” und
„angezeigt”. Weitere 219,8 Millionen Tonnen fallen in die Kategorie
„geschlussfolgert”. Dabei muss berücksichtigt werden, dass diese
Daten aufgrund weiterer Explorationsarbeiten noch steigen können,
was den Wert des Areals zusätzlich nach oben bringen würde.
Auch ansonsten muss die Studie als konservativ angesehen werden. So
wird die im offenen Tagebau errichtete Mine nur mit einer
Lebensdauer von 25 Jahren in das Modell einbezogen. Die Ressourcen
deuten jedoch darauf hin, dass die Mine weit mehr als 100 Jahre
lang betrieben werden kann.