Hallo erst mal,
habe einige Fragen, zu denen ich leider keine Antwort finden
könnte. Eventuell weiß hier ja jemand auf die ein oder andere eine
Antwort, das wäre super
Also..
ich bekomme derzeit elternunabhängiges BAföG und meine Mutter
Kindergeld, da ich mein Abitur nachhole. Nun habe ich "Vermögen"
aus einer Schmerzensgeldzahlung, die ein paar Jahre zurückliegt.
Dieses selbst wird wegen unzumutbarer Härte nicht als solches
angerechnet. Vor einem knappen Jahr habe ich begonnen, mich
ernsthaft mit Aktien zu beschäftigen, inzwischen würden die nicht
realisierten Gewinne in dem aktuellen Bemessungszeitraum wohl die
Freibeträge übersteigen, "dank" Steuern bin ich noch knapp unter
dem Limit. Nun wäre meine Frage, ob die Gewinne aus dem
Schmerzensgeld auch geschützt sind?(für BAföG u. Kindergeld)
Zumindest Zinserträge sind es bei H4 laut Sozialgericht Aachen:
"Die Höhe eines als Festbetrag gezahlten Schmerzensgeldes sei im
Vergleich zu einer Schmerzensgeldrente aber gerade dadurch
bestimmt, dass der Empfänger den Betrag gewinnbringend anlegen
könne. Der Zinsgewinn sei also Bestandteil der Kalkulation des
Entschädigungsbetrags - daher seien die Zinsen ebenso geschützt wie
das Schmerzensgeld selbst."
http://wirtschaft.t-online.de/hartz-iv-empfaenger-duerfen-sc…
Wenn die Gewinne nicht geschützt sind, wann sind sie abzurechnen?
Wenn ich sie realisiere, oder "Aktienwert am Ende des
Bemessungszeitraumes - Aktienwert zu Beginn des
Bemessungszeitraumes"?
Letzte Woche habe ich dann auch noch mein Auto auf dem Weg in die
Schule geschrottet (Totalschaden). Hat vor knapp 2 Jahren etwa
4,5k€ gekostet und es wahren einige sehr kostenintensive
Reparaturen fällig. Nun ist es so, dass bei einem Steuerausgleich
ein Unfallschaden auf dem Arbeitsweg als Werbungskosten geltend
gemacht werden kann, ist dies hier auch möglich? Wenn ja wie wird
der Wert berechnet? Kaufpreis -x? Obwohl man das Auto in ähnlichem
Zustand aktuell wohl eher erst für 2k€ mehr bekommen würde...
Über fundierte Antworten, auch zu einem Teil meiner Fragen, wäre
ich sehr dankbar. Ansonsten möchte ich hinzufügen, dass ich das
erste Schuljahr komplett selbst finanziert habe und auch nur für
einen sehr kurzen Zeitraum Bafög bekomme. Im Studium bin ich dann
wieder auf mich alleine gestellt. Außerdem kann ich auch nicht
davon ausgehen, dass es mir an der Börse für immer so gut gehen
wird wie jetzt. Ich habe angefangen zu handeln, als das
Schmerzensgeld immer mehr zur Neige ging um hier einen Ausgleich
für laufende Kosten zu schaffen und etwas fürs Studium zu sparen.
Ob mir das auf Dauer gelingt sehe ich als noch fraglich an. Von
daher bitte nicht mit "Schmarotzer", etc kommen. Es wäre mir
tausendmal lieber, es hätte keinen Grund dafür gegeben, dass ich
das Schmerzensgeld habe und stände jetzt nicht vor dem Problem "zu
viel" für BAföG zu haben.
Vielen Dank!