Antwort auf Beitrag Nr.:
41.051.675 von bx9 am 16.02.11
16:55:53Du musst dir einen Honorarberater suchen, der
auch Zugang zu Honorartarifen/Nettotarifen hat. Solche Produkte
findet man nicht bei einem Provisionsberater oder in Finanztest
usw., die bekommt man nur über einen Honorarberater.
Durch die Wahl eines Honorarberaters reduziert sich deine
Gesamtkostenquote erheblich. Bei langfristigen Sparvorgängen für
die Altersvorsorge sind teilweise Kostenminimierungen von bis zu 3%
p.a. möglich.
Beispiel: Du möchtest für dein Alter ansparen und erwartest über
einen Zeitraum von 30 Jahren eine jährliche Kapitalmarktrendite vor
Kosten von durchschnittlich 7%.
Üblicherweise wird von einem Provisionsberater ein fondsgebundenes
Produkt in einem Versicherungsmantel angeboten (als
Fondsrentenversicherung, Riesterrente, Rüruprente usw.)
Diese Produkte haben oft eine sehr hohe Gesamtkostenquote
(Reduction in Yield)in der Größenordnung von 4-5% p.a. Im
Umkehrschluss bedeutet das, dass von den 7% nur 2-3%
übrigbleiben.
Ein Honorarberater wird dir Lösungen anbieten können mit einer
Gesamtkostenquote von ca.1% p.a. Im Umkehrschluss bedeutet das,
dass von den erwarteten 7% für dich 6% übrigbleiben.
Wenn du nun 6.000 EUR jährlich über 30 Jahre sparen kannst, wird
dein Kapital bei einer Rendite von 6% nach Kosten auf 502.810 EUR
anwachsen. Wenn nun aufgrund einer hohen Gesamtkostenquote nur
durchschnittlich 3% p.a. bei dir ankommen, so erhöht sich deine
notwendige Sparrate auf 10.261 EUR!
4.261 EUR jährliche Mehrausgaben sind schon etwas...oder nicht?
Jetzt stellt sich die Frage, warum 99% der Leute die nachteiligere
Variante wählen?
Meiner Meinung gibt es dafür u.a. folgende Gründe:
- schlechte Informationsquellen
- mangelnder Überblick
- mangelndes Finanzwissen
- keine Zeit sich zu informieren
- Faulheit
- kein Interesse
- andere Dinge sind wichtiger
- alle sind von "Provisionsberatern" umzingelt, d.h. Alternativen
sind nicht bekannt
- die Kollegen, Eltern, Großeltern haben dasselbe gemacht
- mangelhafter Umgang mit dem Taschenrechner
- Komplexität der Produkte
- Beinflussund und Orientierung an großen Marken (z.B.Allianz, DWS,
Sparkasse)
- Nichtwissende lassen sich von Nichtwissenden in Foren beraten
Sicherlich würde mir dazu noch mehr einfallen, aber so schaut`s
aus...