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schrieb am 04.03.11 16:17:47
Zitat von Harry_Schotter@Doppelvize
Ach Herr Doppelvize, die 4 Liter Autos, die gibt es ja jetzt schon.
Kaufen sie sich doch einfach zB. einen Corsa, einen Lupo oder einen
Mirca und sie haben ihr Sprit_sparen_ist_Geil-Töfftöff und das für
einen sehr günstigen Erwerbspreis.
---
Genau das habe ich doch geschrieben?
Davon abgesehen gibt es schon Autos mit 4L Verbrauch. Sogar
bezahlbar!
schrieb am 04.03.11 16:43:42
Antwort auf Beitrag Nr.:
41.148.901 von Doppelvize am 04.03.11
16:17:47@Doppelvize
Ubbs. Stimmt! Sorry.
"Nur der Kunde fragt sie nicht nach weil sie ihm eben nicht
"Preiswert" erscheinen..."
Naja. Nicht nachfragen? Wenn ein millionenfacher Verkauf allein in
der EU keine "Nachfrage" ist, was dann? Und was die
"Preiswertigkeit" betrifft: 15000 Euro bis 20000 Euro für so einen
Kleinwagen, naja, billig ist das jetzt aber auch nicht unbedingt,
oder?
--
schrieb am 04.03.11 19:30:42
wenn der Ethanol-Sprit so billig(oder sogar noch billiger) als
zB. Erdgas wäre.
Schöne Vorstellung, nur lange würde das nicht so bleiben. Alle
schwenken um weil billig und erhöhen die Nachfrage und damit den
Preis. Abgesehen davon bezweifle ich, dass ein Äquivalent zum Sprit
mit ähnlichem Energieinhalt um so viel billiger hergegben werden
würde. Warum auch?
schrieb am 04.03.11 21:15:27
Noch mehr Chaos, E10-Freigaben gelten nicht in Frankreich, E10
(Deutschland) ist nicht gleich E10 (Frankreich).
Der Kraftstoff E10 hat in Frankreich eine andere Zusammensetzung
als in Deutschland. Somit gelten die Freigabelisten der Hersteller
nur für deutsches E10, nicht aber für französisches E10. Wenn
jemand in Deutschland E10 tanken darf und tankt, der sollte sich
vor seinem Urlaub in Frankreich beim Hersteller seines Fahrzeugs
erkundigen, ob er französisches E10 tanken darf.
Ob das auch umgekehrt gilt, dass in Frankreich für E10 freigegebene
Fahrzeuge eventuell deutsches E10 nicht vertragen, das weiß ich
nicht.
Hier http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1120110 der Artikel,
wo von dieser unterschiedlichen chemischen Zusammensetzung von E10
in Deutschland und Frankreich berichtet wird.
Inzwischen wird sogar schon über die wieder Abschaffung des noch
gar nicht richtig eingeführten E10 diskutiert.
Das Debakel ist ganz einfach nur, die Autos sind bei uns noch nicht
auf E10 ausgelegt und schon gar nicht optimiert dafür.
Wie es richtig geht, zeigt uns z.B. Brasilien. Da ist die Technik
der Autos für den Einsatz von sogar viel höher prozentigem
Ethanolkraftstoff konzipiert und optimiert.
Da liegt bei uns der Hase im Pfeffer.
Das wäre dasselbe, als würden wir in Deutschland versuchen, unsere
Fahrzeuge jetzt einfach so mit LPG-Gas zu betreiben. Auch hier muss
zuerst das Auto dafür modifiziert werden, unter anderem auch
Dichtungen, Ventile usw., da ansonsten hier auch Zersetzungen
dieser folgen würden. Zudem werden ab und zu sogar noch diverse
Additive empfohlen, um Motorschäden abzuhalten. Zudem ist eine
akurate Einstellung erforderlich, zu fett bedeutet zuviel
Mehrverbrauch, zu mager bedeutet Motorschäden.
Niemand käme auf die Idee, LPG-Gas ohne entsprechenden Umbau zu
tanken.
Dasselbe beim Biodiesel, seit Jahren schon erhältlich. Aber auch
hier muss das Fahrzeug entsprechend kompatibel zu sein.
Als Beispiel, man kann zwar einen uralten Mercedes Diesel mit
Rapsöl aus dem Aldi fahren statt mit Diesel, aber irgendwann
verabschieden sich dabei die Dichtungen.
Man kann aber, soweit ich weiß, Dieselfahrzeuge für den Einsatz von
Biodiesel modifizieren lassen.
Ich las, dass ein Wechsel der Dichtungen für den problemlosen
Einsatz von E10 "nur" etwa 400 Euro kostet. Warum wird dann
nirgendwo breit zugänglich auf diese Möglichkeit hingewiesen? Warum
muss man erst zufällig in einem Forum auf sowas stoßen?
Die Frage ist natürlich jetzt, kann man eventuell sogar ein Auto,
was nicht für E10 freigegeben ist, auf E10 umbauen lassen, sowie
man nahezu fast jedes Auto auf LPG-Gas umbauen kann?
Also, die 400 Euro hätte ich auch noch über, wenn ich dafür dann
die Gewissheit hätte, dass die Dichtungen dann vollkommen
kompatibel mit E10 sind.
Ich nehme aber mal ganz stark an, dass alle ab jetzt neu gebauten
Fahrzeuge voll und ohne Fragen und Enschränkungen tauglich für E10
sind, also inklusive beständiger Dichtungen.
Und zu guter letzt die Frage:
Wie war und ist die Story in Frankreich bezüglich E10, wo es dieses
ja bereits seit 2009 gibt, was ich auch erst seit kurzem weiß?
War bzw. ist da auch dieses Theater mit Negativlisten, und dass die
Franzosen Angst davor hatten oder noch haben?
Und wie sind die Erfahrungen in Frankreich damit seit 2009
bezüglich Verträglichkeit bei den dafür freigegebenen Autos?
Aber anderseits kann man das ja wahrscheinlich mit auf Autos und
E10 aus und in Deutschland vergleichen, da das E10 in Frankeich und
Deutschland ja eine unterschiedliche chemische Zusammensetzung
hat.
Und jetzt sind die Chemiker gefragt:
Wo genau liegt der Unterschied zwischen deutschem und französischem
E10? Warum verträgt ein für deutsches E10 freigegebenes Auto
eventuell das französische E10 nicht?
Als letztes Fazit:
E10 ist nicht grundsätzlich verkehrt. Nur muss jeder Besitzer die
100%ige Gewissheit und sogar Garantie haben, dass er E10 ohne
Langfristschäden tanken kann. Kurzfristschäden und
Mittelfristschäden sind ja immerhin schon durch die
Kompatiblitätslisten ausgeschlossen.
Aber kein Autobesitzer riskiert freiwillig eine Laufzeitreduzierung
seines Motors.
Hier müssen noch Regelungen getroffen werden, damit bei
Folgeschäden die Autobesitzer nicht alleine auf den teuren
Reparaturkosten sitzen bleiben!
Wenn das alles geklärt ist, dass bei dann doch widererwarten durch
E10 kaputten Dichtungen oder gar Motorschaden die Hersteller, die
Ölgesellschaften oder halt Vater Staat aus der Steuerkasse für die
Schäden aufkommt, wenn das garantiert ist, dann könnte man nochmal
über den Einsatz von E10 nachdenken, aber vorher nicht!
Bis dahin fahren wir in unserer Familie die Spritsorte, wofür
unsere Autos gebaut und optimiert sind, was halt E5 ist, da im
Baujahr unserer Autos (2007 und früher) wahrscheinlich von E10 noch
gar nicht gesprochen wurde, geschweige denn die Autos von dem
Herstellern darauf optimiert wurden zu dem Zeitpunkt.
Einzig ein vor weniger als einem Jahr nagelneu gekaufter und erst
gerade neu auf den Markt gebrachtes Modell von Skoda Oktavia in
unserem Familienkreis dürfte schon voll für den Einsatz von E10
optimiert sein seitens des Herstellers inklusive resistenter
Dichtungen.
Und vorallem muss E10 international genormt werden, sodass man
überall dieselbe chemische Zusammensetzung vorfindet. Es kann nicht
angehen, dass E10 nicht gleich E10 ist...
schrieb am 04.03.11 21:16:19
Beim letzten Abschnitt meines vorigen Beitrags ist aber vermutlich
die Schwierigkeit, auf welchen Standart soll sich zumindest EU-weit
geeinigt werden?
Welches E10 ist z.B. besser, das aus Deutschland oder das aus
Frankreich, und warum ist das eine beser als das andere?
Deutschland wird vermutlich auf seinen Standart bestehen und
Frankreich auf seinen.
schrieb am 04.03.11 21:18:28
Wat regen wir uns auf? Heizöl kostet 0,85€

schrieb am 04.03.11 21:52:22
Zitat von Cashloverhallo,
auf die in #36 angebotene Variante, einfach 1-2% mineralisches
2-taktoel beizumischen, ist aber garnicht weiter eingegangen
worden.
Dabei ist das eine kostengünstige Variante, seinem Motor was gutes
zu tun, übrigens auch für die, die garkein E10 tanken, incl.
Diesel.
Ob das auch bei Standheizungen funktioniert, kann ich allerdings
nicht sagen.
Sorry, hatte ich wohl überlesen, deinen mehr als interessanten
Beitrag, wäre ja schon fast eine Revolution, wenn das tatsächlich
klappt.
Hier
http://www.blacklandy.de/blboard/forum/showthread.php?s=c313bb88910111fcd687d3f9dfcc2f74&t=59854
habe ich was Konkretes ergoogelt darüber.
Hier
http://www.google.de/search?hl=de&rlz=1T4FUJC_deDE316DE317&q=E10+mineralisches+2-takt+%C3%B6l&btnG=Suche&aq=f&aqi=&aql=&oq=
meine Suche über Google.
Da geht es aber hauptsächlich um ältere Fahrzeuge, die aber dafür
scheinbar sogar normalerweise kein E10 vertragen, durch diesen
Zusatz von 2-Taktöl aber verträglich gemacht werden mit E10.
Aber kann man auch einfach 2-Taktöl in modernere Autos zumischen,
die zwar laut Listen kompatibel mit E10 sind, aber man einfach
sicherstellen will dass dadurch auch die Dichtungen usw. länger
halten und auch nach vielen Jahren keine Korrosionen und
Zersetzungen auftreten?
In einem Bericht stand, dass dieses 2-Taktöl den Katalysatoren
schonmal nicht schadet. Wie sieht es aber mit dem Rest der heutigen
"Hightechmotoren" aus? Ist da nichts, wo der Zusatz von Zweitaktöl
schaden kann?
Ich werde mal mehr über dieses "Hausmittel" in Erfahrung bringen
und auch mal bei VW und BMW direkt nachfragen, was die davon
halten.
Nicht, dass man womöglich mit dieser Methode von der Rinne in die
Traufe gerät, dass zwar dann Korrosion von Motor und Zersetzung von
Dichtungen und Schläuchen ausgeschlossen sind, sich man aber damit
was anderes kaputt macht im Motor.
schrieb am 04.03.11 23:50:50
Antwort auf Beitrag Nr.:
41.150.564 von stefan8205 am 04.03.11
19:30:42@Stefan?
"Warum auch? "
Dem Klima und er Umwelt zuliebe vielleicht?

Ist doch einer der Hauptgründe, warum man den Ethanol
Einsatz forciert, oder?!
schrieb am 05.03.11 07:19:12
Antwort auf Beitrag Nr.:
41.151.615 von Harry_Schotter am 04.03.11
23:50:50Hallo Harry_Schotter!
Also wenn es tatsächlich 2 verschiedene Kompatibilitätslisten für
DE und FR gibt, na dann fragt man sich echt wozu die EU zu
gebrauchen ist. Allerdings kann ich mir kaum vorstellen, dass es da
so gravierende Unterschiede gibt, da ja jeweils 10% vom "Bösetäter"
Ethanol beigemischt werden.
Mit der Langzeitgarantie für Motorschädn sehe ich schwarz. Noch
dazu kommt die Beweisfrage. Wie soll man bei einem Schaden eines
z.B. 10 Jahre alten Motors
zweifelsfrei feststellen, dass
der Schaden vom Ethanol herrührt? Ausserdem, wer garantiert uns,
dass der Super immer von so astreiner Qualität ist. Bei dem Dreck,
der in Lebensmittel reingerührt wird, kann ich mir kaum vorstellen,
dass es für
irgendeine Spritsorte ein vernünftiges Netz
staatlicher Kontrolle gibt. Da bist du als Konsument sowieso
zweiter.
Ob das mit dem Zweitaktöl so eine gute Sache ist? Wenn ich mir den
Qualm der Mofas wegen des verbrannten Öls anschaue, zweifle ich
daran, dass Du der Umwelt damit etwas Gutes tust. Normalerweise
versucht man ja, das Motoröl bis auf den Schmierfilm zwischen
Zylinder und Kolben vom Brennraum fernzuhalten.
Zuguterletzt: Mit dem Dichtungsumbau bist du - meine ich - sogar
E100-kompatibel. Insofern ein Overkill. Welche Motoreinstellungen
dann noch nötig wären kann ich Dir aber nicht sagen. Generell
sollte eine optimale Motoreinstellung (somit auch für E10-Tanker)
ja mit einem Software-Update hinzukriegen sein. Schließlich kitzeln
fähige Tuner aus einem werksseitig eingestellten Motor noch einiges
an Leistung bei gesunkenem Verbrauch (!) heraus. Hier ist ohnehin
noch Potential, das nicht ausgeschöpft ist.
Wie so oft im Leben gilt auch hier "probieren geht über studieren"
bzw. "zu Tode gefurchten ist auch gestorben" 100%ige Aussagen über
die Zukunft wird man ja schließlich auch zu keinem anderen Thema
erhalten, z.B. zu gentechnikfreien Lebensmitteln, falls es soetwas
überhaupt noch gibt ...
schrieb am 05.03.11 07:43:26
Antwort auf Beitrag Nr.:
41.151.792 von stefan8205 am 05.03.11
07:19:12Guten morgen
also laut ADAC
zitat:
Kann man im Ausland bedenkenlos E10 tanken? Bis dato hat nur
Frankreich E10 flächendeckend eingeführt. Die Markenbezeichnung
dort lautet „SP95 E10“. Da im Ausland allerdings andere
Kraftstoffnormen gelten und auch die Hersteller-Freigaben teilweise
von denen in Deutschland abweichen, rät der ADAC grundsätzlich von
der Verwendung von E10 außerhalb Deutschlands ab.
Werden wir als Versuchskaninchen mißbraucht ?
Es gibt bei den Bestandsfahrzeugen keinerlei Langzeittests !
bei Neufahrzeugen ist das dann kein Problem mehr.
Ich sehe keinerlei grund E10 zu tanken -
grüße
kokabara
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