Antwort auf Beitrag Nr.:
41.268.927 von Gerstolany am 25.03.11
20:39:25na wenn das keine gute Nachricht für PNE
ist:
Quelle Kölner Stadt Anzeiger von heute
WINDENERGIE
In NRW soll ein neuer Wind wehen
Von Günther M. Wiedemann, 07.04.11, 11:31h
Bis 2020 sollen in NRW laut der rot-grünen Pläne 15 Prozent des
Stroms von Windrädern kommen. Hierzu will die Regierung Hürden
bei der Genehmigung beseitigen. Derzeit stehen rund 2.800
„Windmühlen“ im Land; neue Anlagen könnten an Autobahnen und
Zugtrassen entstehen.
Die Windenergie gilt als wichtigster Pfeiler für eine
umweltfreundliche Stromerzeugung. Der Atomunfall in Japan hat die
Diskussion um die Risiken der Atomkraft und um alternative,
regenerative Energien neu entfacht. (Bild: dpa)
DÜSSELDORF - Die rot-grüne Landesregierung hat sich ein
ehrgeiziges Ziele gesetzt: Bis 2020 sollen in NRW 15 Prozent des
Stroms durch Windräder produziert werden. Derzeit sind es nur drei
Prozent. SPD und Grüne reagieren damit nicht auf die atomare
Katastrophe in Japan. Auf Wind haben sie schon früher gesetzt. Die
Zielvorgabe steht in ihrem Koalitionsvertrag.
Bürokratische Hürden sollen entfallen
Jetzt geben die für Umwelt und Energie zuständigen Minister
Johannes Remmel (Grüne) und Harry Voigtsberger (SPD) in der Sache
Gas. Sie haben einen neuen Windkrafterlass erarbeitet, um ihrem
energiepolitischem Ziel näher zu kommen. Er soll die Verordnung
der schwarz-gelben Koalition von 2008
ersetzen.
Die wichtigsten Änderungen: Das Abstandsgebot von 1.500 Metern zu
Ortschaften entfällt. Es gibt für Windräder auch keine strikte
Höhenbegrenzung mehr. Es gelten vielmehr künftig die gleichen
Schutzabstände wie für andere Industrieanlagen auch. Zudem
erhalten Kommunen und Kreise als Genehmigungsbehörden größere
Entscheidungsspielräume. Der Erlass soll im Mai in Kraft
treten.
Der Landtag muss dabei nicht mitspielen. Schließlich ist es kein
Gesetz. Dennoch fand am Mittwoch zu diesem viele Seiten umfassenden
Erlass im Parlament eine Expertenanhörung statt. Beantragt hatte
sie die FDP – vor der Katastrophe in Japan. Liberale gehörten in
der letzten Legislaturperiode zu den entschiedenen Gegnern der
Windräder. Aber der Ton hat sich radikal gewandelt. In der
Anhörung äußerte niemand grundsätzliche Bedenken gegen die
Windenergie. Auch der alte Vorwurf, Windräder führten zu einer
Verspargelung der Landschaft, spielte so gut wie keine Rolle mehr.
Dafür war die Frage umso wichtiger, wie man bei der Bevölkerung
die notwendige Akzeptanz schafft? Frühe Information, das war der
Rat vieler Experten. Einige forderten, der Erlass müsse klarere
Vorgaben enthalten, etwa zum Abstandsgebot.
Das Zauberwort lautet "Repowering"
1 von 2 09.04.11 14:22
ksta.de
http://www.ksta.de/servlet/OriginalContentServer?pagename=...
Frank Brösse von den Stadtwerke Aachen hatte aus praktischer
Erfahrung noch einen weiteren Tipp: Bürger am Windpark beteiligen,
das schafft Zustimmung. Andreas Düser von der Arbeitsgemeinschaft
Erneuerbare Energien rechnet vor, eine 2-Mega-Watt-Anlage bringe in
20 Jahren eine regionale Wertschöpfung von 2,8 Millionen Euro.
Damit könne man die Bürger überzeugen. Denn, so andere Experten,
eine Verfünffachung der Stromerzeugung aus Windrädern bedeute ja
nicht, dass auch die Zahl der Anlagen verfünffacht werden
müsse.
In NRW stehen derzeit rund 2.800 stromerzeugende „Windmühlen“.
Ersetzt man sie durch neue, höhere und auch deshalb
leistungsstärkere Anlagen, bedarf es keiner zusätzlichen Anlagen,
um das Ziel von 15 Prozent Windstrom zu erreichen. Für
Umweltminister Johannes Remmel steht deshalb fest: „Die
Horrorzahlen über Tausende neue Windenergieranlagen in NRW, die im
Raum stehen, sind völlig aus der Luft gegriffen.“
Aber auch der Minister geht, wie er in einem WDR-Interview
einräumte, davon aus, dass neue Windräder aufgestellt werden,
weil die eine oder andere Altanlagen verschwinden wird. Der
Grünen-Politiker will sie „entlang der großen Infrastrukturachsen,
entlang der Autobahnen und Eisenbahnstrecken“ aufgestellt wissen.
Also da, wo die Landschaft ohnehin keine Idylle mehr ist. Und dann
gibt es ja noch den Wald. Der Sturm Kyrill hat gezeigt, so Remmel,
wo man besser keine Forstwirtschaft betreibt, sondern künftig dann
eben Windräder.
http://www.ksta.de/jks/artikel.jsp?id=1301838024725
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