schrieb am 13.04.11 18:23:17
Indexfonds (ETF's) werden genügend auch ohne Swaps auf die
gängigsten Indizes angeboten, also ohne Kontrahentenrisiko.
ETF's bleiben die sinnvollste Anlage, weil wie durch unzählige
Untersuchungen dargelegt die gemanagten Fonds ihre Kosten nicht
hereinholen und nicht einmal den Vergleichsindex erreichen.
Also nicht aufscheuchen lassen, ETF's sind bezüglich Aktienanlage
die beste Wahl.
schrieb am 13.04.11 15:39:16
Das Problem ist m.E. nicht allein das Ausfallen des
Swap-Kontrahenten. Ohne den Kontrahenten bleibt ein Depot von z.B.
japanischen Aktien in einem ETF auf z.B. den Bovespa übrig. Was
machst Du in so einem Fall? Du kannst ja nur versuchen, die Assets
sofort zu versilbern. Aber was passiert dabei, wenn gerade keiner
japanische Aktien haben will, weil den Japanern gerade drei-vier
AKWs um die Ohren fliegen? Plan B wäre es, einen neuen Kontrahenten
zu finden, was ich mir aber auch nicht so ganz unkompliziert
vorstelle.
Ich persönlich bin mit ETF vorsichtig. Aber das nicht nur wegen der
Swap-Problematik. ETF für Staatsanleihen einer bestimmten Region
finde ich z.B. fragwürdig: da hat der das höchste Gewicht, der die
höchsten Schulden hat. Na herzlichen Glückwunsch! :-)
Ein anderes Problem ist die Performance z.B. bei DAX30 ETF: die
Index-Aufsteiger kommen i.d.R. dann in den Index, wenn sie bereits
sehr gut gelaufen sind. Das war z.B. bei der Salzgitter AG so. Dann
laufen sie schlecht (siehe SZ AG) und fliegen wieder raus. Den
interessante Teil der Performance bekommen diese Blue Chip-Indizes
also gar nicht mit (auch wenn man jetzt berücksichtigt, dass die SZ
AG aufgrund der verlgeichsweisen geringen Marktkapitalisierung den
DAX nicht wirklich signifikant bewegt hat). Dann schon lieber
Indizes, die auch small und mid caps berücksichtigen - aber bei
denen kann schon wieder ein aktiv gemanagter Fonds Sinn machen.
Ich persönlich decke mit ETF a) nur Aktien ab und b) nur Regionen,
bei denen mir die Aktienanalyse zu aufwändig ist. Ansonsten halte
ich mich an aktiv gemanagte Fonds (Renten) oder kaufe direkt
Aktien.
schrieb am 13.04.11 14:27:41
http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/:gefahr-indexfonds-finanzstabilitaetsrat-warnt-vor-nebenwirkungen-des-etf-booms/60038512.html
Das Swap-Kontrahenten-Risiko kann ich so wie es dort beschrieben
wird, nicht vollständig nachvollziehen: Laut den Fondsprospekten
der Emittenten findet der Swap der Wertentwicklung jeweils morgens
und/oder abends mit dem Kontrahenten statt, demnach also ein
täglicher Ausgleich. Da das Fondsvermögen Sondervermögen darstellt,
kann ich bei einem Ausfall des Swapkontrahenten doch lediglich die
Performance ab dem Tag des Ausfalls verlieren, aber doch niemals
die vollständige Anlagesumme, es bestehen ja zu keinem Zeitpunkt
overnight-Ein-/Anlagen bei dem Swapkontrahenten. Oder sehe ich das
falsch?
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