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    Umfassend vorsorgen in der Krise - Der Krisenscout (Seite 155)

    eröffnet am 06.05.11 17:35:59 von
    Beans01

    neuester Beitrag 29.08.14 21:52:14 von
    Borstenknopf
    Beiträge: 5.136
    ID: 1.166.007
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    Der Tag im Überblick


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    Sangonr1
    schrieb am 13.09.11 17:35:41
    Beitrag Nr. 1.541 (42.081.664)
    Zitat von Beans01
    Zitat von GoldbabaWarum wird übersehen, daß auch Argentinien einen Staatsbankrott
    hatte und nicht von der Landkarte verschwand, sondern eine neue Währung bekam und jetzt wirtschaftlich viel besser dasteht
    als vorher?



    _________________________________


    Hallo, lieber Goldbaba,

    leider bin ich mit Argentinien nicht so sehr bewandert. Vielleicht kannst du auch mal recherchieren, was da so los war.

    Ich konnte auf die Schnelle einen Artikel der FAZ finden -- der mir auch gleich wieder bestätigte, dass wir unbedingt eine Bargeldreserve zuhause haben müssen.

    Aber dank deines Hinweises auf Argentinien - können wir anhand des unten stehenden Artikels vielleicht
    in etwa ermessen, was dort damals los war. ( Und das bestärkt mich weiter in der
    Krisenvorsorge weiterzumachen. )



    __________________________________

    Staatsbankrott
    Das Beispiel Argentinien

    Den bisher größten Zahlungsausfall eines souveränen Staates deklarierte Argentinien vor gut acht Jahren.
    Mehr als 100 Milliarden Dollar Anleiheschulden waren betroffen Über 100 Milliarden lachen wir heute und wären froh, es wäre nur sooo wenig ! ) .

    Als der Präsident im Jahr 2001 die Einstellung der Schuldenzahlungen verkündete, erntete er im Parlament tosenden Beifall.

    Von Carl Moses, Buenos Aires

    Staatsbankrott: Das Beispiel Argentinien

    24. März 2010

    Den bisher größten Zahlungsausfall eines souveränen Staates deklarierte Argentinien vor gut acht Jahren. Mehr als 100 Milliarden Dollar Anleiheschulden waren betroffen. Als der Übergangspräsident Adolfo Rodríguez Sáa im Dezember 2001 unter tosendem Beifall der Parlamentsabgeordneten die Einstellung der Schuldenzahlungen verkündete, hatte Argentinien den Tiefpunkt seiner bislang schwersten Wirtschaftskrise schon fast erreicht.

    Bereits seit dreieinhalb Jahren steckte das Land in einer schweren Rezession. Der damals fest an den Dollar gebundene Peso war hoffnungslos überbewertet.

    (Jetzt kommt´s ! )

    Die Regierung hatte die Bankguthaben eingefroren, um einen Ansturm auf die Einlagen zu bremsen und die grassierende Kapitalflucht zu unterbinden.

    Tausende Argentinier zogen Tag für Tag auf die Straße und beschimpften die Politiker-Kaste für den Niedergang: "Sie sollen alle gehen!", skandierte das Volk.

    Angesichts blutiger Aufstände mit zahlreichen Todesopfern ließ sich Staatschef Fernando de la Rúa nach seinem Rücktritt mit dem Hubschrauber vom Dach des Präsidentenpalastes ausfliegen, um dem Volkszorn zu entgehen.

    Anfang 2002 verfügte ein weiterer Übergangspräsident, Eduardo Duhalde, die Aufhebung der Dollarbindung. Der Pesokurs ging in den freien Fall über.

    Adolfo Rodriguez SaaAdolfo Rodriguez Saa

    Die Banken verbarrikadierten Türen und Fenster mit Stahlplatten, einige Tage wurden sie ganz geschlossen. Bargeld wurde knapp.

    Am härtesten traf das die Ärmsten der Armen, die bestenfalls informelle Jobs hatten. Denn in der großen Schattenwirtschaft lief ohne Bargeld gar nichts mehr.

    Supermärkte wurden geplündert. Ich hatte euch von dem Supermarktchef berichtet, der sich bei einem Securtiy-Unternehmen über die Kosten einer nächtlichen Bewachung informiert hat ).

    Während Mittelschicht-Argentinier Tag für Tag mit Hämmern und Töpfen an die Bankportale schlugen, um ihr Geld zurückzufordern, zogen aus den Elendsvierteln ganze Heerschaaren Abend für Abend durch die Straßen von Buenos Aires, um den Müll nach Lebensmittelresten und anderem Brauchbarem zu durchwühlen.

    In den neunziger Jahren hatten sich die Argentinier aufgrund der starken Währung reich gefühlt.

    Nun kamen selbst aus dem eigentlich viel ärmeren Paraguay Touristen, um in den edlen Shopping-Malls von Buenos Aires auf Schnäppchenjagd zu gehen.

    "Es war sehr schlimm", erzählt der Ingenieur Horacio Vázquez, der in der Krise nicht nur seine Arbeit, sondern auch einen Großteil seiner Ersparnisse verlor.

    "Ich hatte Anleihen für meine Alterssicherung gekauft und Guthaben auf vier Bankkonten." Die Dollars von der Bank konnte Vázquez durch rasche Klagen bei der Justiz größtenteils zurückergattern. Doch auf das Geld aus den Anleihen wartet er noch heute.

    Das harte Umschuldungsangebot von 2005, das einen Verzicht auf drei Viertel des Forderungswertes bedeutet hätte, hat Vázquez nicht akzeptiert. "Wir waren keine Zocker. Die Regierung hatte die Leute in Anzeigen aufgefordert, Staatsanleihen zu zeichnen. Verkauft wurden die Papiere in den Staatsbanken." Eine vergleichbare Arbeit hat der heute 53 Jahre alte Telekom-Spezialist nie wieder gefunden.


    Besser davon kamen die heimischen Industrieunternehmen, die durch die Maxi-Abwertung des Peso gegen die Auslandskonkurrenz geschützt wurden.

    Zudem stellte die Regierung per Federstrich alle Bankschulden von harten Dollars eins zu eins auf entwertete Pesos um.

    Noch stärker profitierten Argentiniens Farmer, die mehr Soja gegen harte Dollars exportierten und zu steigenden Weltmarktpreisen verkaufen konnten. Freilich schöpfte die Regierung diese Profite bald über Exportsteuern ab, um Sozialprogramme zu finanzieren.


    .............................
    .............................Arbeitslose im Januar 2002 in einer Vorstadt von Buenos Aires- Foto: faz.net )


    Die Krise hatte die Arbeitslosenrate auf 24 Prozent getrieben.

    Am laufenden Einkommen gemessen, stürzte zeitweise mehr als die Hälfte der Menschen unter die Armutsgrenze.

    Viele der krisenerfahrenen Argentinier hatten freilich Rücklagen in Dollar unter den Matratzen oder im Ausland gehortet. ( Bargeldreserven anlegen !! Jetzt wissen wir - warum ! )

    Die hatten nun eine hohe Kaufkraft.

    Schon wenige Monate nach der Staatspleite wurde überall renoviert und gebaut, um die niedrigen Pesokosten auszunutzen.

    Die Bankkunden erhielten ihre Einlagen bald zurück, viele sogar in Dollar oder mit geringen Abschlägen in Pesos. Um die Banken für ihre Verluste zu entschädigen, gab die Regierung den Instituten neue Staatspapiere.

    So waren die Staatsschulden bald noch höher als vor der Zahlungseinstellung. Die Zeche zahlten die ausländischen Anleihegläubiger, die ihre Verluste von drei Vierteln der Forderungswerte durch nichts kompensieren konnten.

    Text: F.A.Z.
    Bildmaterial: AP


    Quelle: http://www.faz.net/artikel/C30563/staatsbankrott-das-beispie…


    Steht als Beispiel in jedem Lehrbuch der Volkswirtschaft.
    Avatar
    Beans01
    schrieb am 13.09.11 17:37:26
    Beitrag Nr. 1.542 (42.081.678)
    _____________________________________

    Achtung ! Dieser Artikel ist vom April 2010 und bezieht sich auf
    die Situation vor 1 1/2 Jahren !


    Ich stelle ihn hier ein, weil wir kurz über die Situation Argentiniens
    gesprochen haben - und dieses auch hier erwähnt wird.

    _____________________________________

    Staatsbankrott?

    Klingt schlimm, ist es auch. Und doch sind Pleiten in der Geschichte nichts Besonderes: Viele Länder waren bereits mehrfach zahlungsunfähig.

    Die griechische Finanztragödie hält Europa seit Monaten in Atem. Im Land an der Ägäis regiert die Angst vor einem wirtschaftlichen Zusammenbruch, die Griechen befürchten, Arbeit und Wohlstand zu verlieren. Für viele Bürger geht es um ihre wirtschaftliche Existenz. Historisch gesehen ist eine Staatspleite allerdings keine Besonderheit – und dürfte heute im Vergleich zu früher vergleichsweise einfach zu verkraften sein: Es geht schließlich „nur“ ums Geld. Früher konnten Leib und Leben vom Staatssäckel abhängen. In Zeiten arger Finanznot passierte es schon mal, dass Herrscher ihre Gläubiger exekutierten.


    Griechenland steckt nicht zum ersten Mal in Finanznot: Fünfmal seit seiner Unabhängigkeit im Jahre 1829 konnte es seine Rechnungen nicht begleichen. Unterm Strich verbrachten die Griechen gut die Hälfte der Zeit seither in Zahlungsunfähigkeit. ( :eek: ).

    90 Länder bankrott

    Doch nicht nur Griechenland – auch eine ganze Reihe anderer Länder hat gleich mehrfach einen Offenbarungseid geleistet. Eine genaue Übersicht über die Staatsbankrotte der vergangenen Jahrhunderte ist Forschern kaum möglich. Insgesamt sollen allein in den vergangenen zwei Jahrhunderten 90 Länder zeitweise bankrott gewesen sein. Auch Deutschland war diverse Male zahlungsunfähig.

    Für die Gläubiger bedeutet eine Staatspleite meist Kapitalverlust. Die Ausmaße unterschieden sich allerdings: Kreditgeber der Dominikanischen Republik etwa kamen 2005 mit einem Minus von fünf Prozent glimpflich davon, Zeichner russischer Anleihen hingegen mussten 1998 einen Verlust von 82 Prozent verschmerzen.

    Damals wie heute schaffen Staaten, was privaten Schuldnern selten gelingt: Sie finden Geldgeber, die ihnen aus der Misere helfen. Im Fall Griechenlands sollen die EU und der Internationale Währungsfonds (IWF) einspringen. Alternativ ziehen sie sich selbst aus dem Schuldensumpf: indem sie zum Beispiel Geld drucken, was in den meisten Fällen zu einer Inflation führt. Der Staat hat damit nicht nur frisches Geld in der Hand, mit dem er seine Schulden bezahlen kann. Durch die Geldentwertung sehen die Beträge gleichzeitig nicht mehr so furchterregend aus. Die Kreditgeber hingegen sind betrogen, denn das Geld, das sie nun bekommen, ist weniger wert als das, was sie ursprünglich verliehen hatten.

    Kein Land hört auf zu existieren

    Im Gegensatz zu Unternehmen, die nach einer Pleite vom Markt verschwinden können, hört ein Land nach seinem finanziellen Ruin nicht auf zu existieren. Es kam nie vor, dass ein reicher Nachbar das verschuldete Land übernahm. Oft hat es einen Vergleich mit den Finanziers gegeben, bevor sich die Länder erholten und im besten Fall wie Phönix aus der Asche aufstiegen.



    Folgen noch spürbar ....................







    Argentinien kam ohne Kredit aus der Überschuldung heraus. Die kräftige Abwertung der Landeswährung in den Jahren danach machte die Warenproduktion im Inland zwar wieder konkurrenzfähig, der Preis hierfür aber war hoch, denn die Gehälter sanken dramatisch.

    Die Folgen der Krise sind heute noch zu spüren im Land. Hunderte Obdachlose ziehen nachts durch die Straßen der Metropole Buenos Aires und durchsuchen Mülltonnen. Auch die Mittelschicht bekommt häufig nicht mehr die Gehälter wie zuvor.


    Der Auszug aus dem Artikel stammt von April 2010,
    http://www.focus.de/finanzen/news/tid-18044/ueberschuldung-s…

    Vielleicht findet ihr aktuelleres Material !?
    _________________________________________________________________________________
    Avatar
    Beans01
    schrieb am 13.09.11 17:39:57
    Beitrag Nr. 1.543 (42.081.697)
    Zitat von Goldbaba
    Zitat von Beans01...


    Boah, Goldbaba,

    das Ding geht über zwei Stunden - :cry:,

    kannst du vorher mal grob sagen, was so die Kernaussage dieses
    Vortrags ist ?


    ______________________________________


    Ja Beans dieses perfekte "System" wird ausgeleuchtet und aufgezeigt,
    warum es so ist, mit 911, mit der FED, mit JFK und seinem gewaltsamen Ableben.

    Im zweiten Teil, gehts dann richtig zur Sache, da wird es gefährlich für unseren Herrn Popp,
    aber das weiß er selber und geht bewußt das Risiko ein.

    Der Teil über eine Anlage in Edelmetallen wird bei Dir offene Türen einrennen.
    Interessante Begründung.

    Aber schaue alles an, einfach gut, genial!


    OK - vielen Dank - schaue ich mir an -- kann das bloss nicht am Arbeitsplatz machen - :yawn:
    - ähem aus nachvollziehbaren Gründen.

    Aber hört sich jedenfalls gut an.

    __________________________________
    Avatar
    Beans01
    schrieb am 13.09.11 17:43:03
    Beitrag Nr. 1.544 (42.081.713)
    Zitat von Verhaltensforscher
    Zitat von GoldbabaWarum wird übersehen, daß auch Argentinien einen Staatsbankrott
    hatte und nicht von der Landkarte verschwand, sondern eine neue Währung bekam und jetzt wirtschaftlich viel besser dasteht
    als vorher?
    Argentinien geht es besser als vorher? :laugh:



    Hallo, Verhaltensforscher

    vielleicht kannst du mal forschen, wie die momentane wirtschaftliche Situation
    in Argentinien ist !?

    Betrifft uns zwar im Moment nur sekundär - aber könnte evtl. einen zwar steinigen, aber wenigstens
    einen Ausweg für Griechenland zeigen.

    _____________________________________
    Avatar
    Beans01
    schrieb am 13.09.11 17:49:46
    Beitrag Nr. 1.545 (42.081.753)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 42.081.664 von Sangonr1 am 13.09.11 17:35:41__________________________


    Danke, lieber Sango, für den Hinweis --

    ---- da fragt man sich doch, ob dieses Vorgehen ( Staatsschulden einfrieren (nicht mehr bezahlen;
    Drachme einführen, stark abwerten, Schulden eins zu eins umrechnen und langsam wieder erholen ) -
    nicht der richtige Weg für Griechenland wäre. ?


    OK - klar, die Glaübiger ( also auch wir ) , wären die Gekniffenen - aber lieber ein Ende mit
    Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

    Oder, wie siehst du das ?


    __________________________
    Avatar
    Goldbaba
    schrieb am 13.09.11 18:15:24
    Beitrag Nr. 1.546 (42.081.894)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 42.081.398 von Beans01 am 13.09.11 16:49:17Hallo, lieber Goldbaba,

    leider bin ich mit Argentinien nicht so sehr bewandert. Vielleicht kannst du auch mal recherchieren, was da so los war.

    Ich konnte auf die Schnelle einen Artikel der FAZ finden -- der mir auch gleich wieder bestätigte, dass wir unbedingt eine Bargeldreserve zuhause haben müssen.

    Aber dank deines Hinweises auf Argentinien - können wir anhand des unten stehenden Artikels vielleicht
    in etwa ermessen, was dort damals los war. ( Und das bestärkt mich weiter in der
    Krisenvorsorge weiterzumachen. )


    Die Ursachen des Absturzes dieses reichen Landes wären interessant,
    die Auswirkungen sind ja bekannt.

    Nämlich beispielloses Elend.


    Die Krise in Argentinien 2001, deren Schuld der von dem IWF vorgeschlagenen Politik gegeben wurde
    und deren Spekulanten an der Spitze,aber auch Korruption in der Regierung, mag dieses Elend damals ausgelöst haben, soweit ich diese Ereignisse damals in Erinnerung habe.

    Aber, da soll sich jeder Interessierte selber schlaumachen.
    Avatar
    Beans01
    schrieb am 13.09.11 18:56:58
    Beitrag Nr. 1.547 (42.082.075)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 42.081.894 von Goldbaba am 13.09.11 18:15:24_____________________________


    "Aber, da soll sich jeder Interessierte selber schlaumachen. "


    Da hast du auch wieder recht -
    sonst verbeissen wir uns hier in Argentinien und "unsere" Krise
    läuft an uns vorbei. - ;) -


    Als, zurück in die Jetztzeit !


    ____________________________
    Avatar
    Beans01
    schrieb am 13.09.11 19:15:24
    Beitrag Nr. 1.548 (42.082.162)
    ___________________________________


    Hier ganz aktuell von tagesschau.de -

    hier wird versucht Antworten auf die Fragen zu einer eventuellen
    "Insolvenz" Griechenlands zu geben.

    Interessant ist, dass der letzte Punkt - sich auf Argentinien bezieht.

    Das Lesen dieser Links kann sich lohnen.

    ___________________________________



    Was wäre, wenn Griechenland pleite ginge?

    Griechenland rückt immer näher in Richtung Zahlungsunfähigkeit.

    Bundeswirtschaftsminister Rösler hält auch eine "geordnete Insolvenz" für denkbar. Doch was bedeutet das? Wie sähen die Konsequenzen aus? Können die Griechen aus der Eurozone geworfen werden oder austreten? tagesschau.de beantwortet die wichtigsten Fragen.

    Ist ein "geordnetes Insolvenzverfahren" für Griechenland möglich?

    Für eine "geordnete Staatsinsolvenz" nach etablierten Regeln und Verfahren fehlen derzeit innerhalb der Euro-Zone noch die Rahmenbedingungen und auch die Erfahrung: Etwas Vergleichbares hat es bislang in der Euro-Zone noch nicht gegeben und war in der europäischen Verträgen auch nicht vorgesehen. Vorschläge für eine geordnete Staatsinsolvenz von Euro-Staaten stehen deshalb unter dem Vorbehalt, dass sich die Regierungen der Euro-Zone auf Regeln für ein solches Insolvenzverfahren einigen.

    Grundsätzlich funktioniert ein Insolvenzverfahren nach dem immer gleichen Schema: der Schuldner, also derjenige der sich Geld geliehen hat, kann ab einem bestimmten Zeitpunkt die an ihn gestellten finanziellen Forderungen nicht mehr erfüllen. Er ist damit zahlungsunfähig.

    Die Gläubiger - sie haben dem Schuldner Geld geliehen - versuchen daraufhin, das noch ausstehende Geld möglichst komplett zurückzubekommen. Jetzt kommt der Insolvenzverwalter ins Spiel.

    Sein Ziel ist es, entweder die Zahlungsfähigkeit des Schuldners wieder herzustellen - etwa durch eine Sanierung, während der die Forderungen der Gläubiger zeitweise zurückgestellt werden. Oder die Situation wird geordnet abgewickelt, bei Unternehmen etwa durch deren Auflösung.

    Da eine Auflösung Griechenlands bei der Insolvenz eines Staats natürlich nicht zur Debatte steht, kann es im Insolvenzverfahren letztlich nur darum gehen, die Zahlungsfähigkeit des Landes wieder herzustellen. Etwa durch einen Schuldenschnitt, bei dem die Gläubiger auf einen Teil ihres geliehenen Geldes verzichten müssen.


    Was passiert, wenn Griechenland zahlungsunfähig ist?


    Welche Folgen hätte ein Staatsbankrott für Griechenland?


    Welche Folgen hätte ein griechischer Staatsbankrott für Europa?


    Lässt sich Griechenland aus dem Euro-Raum ausschließen?


    Welche Alternativen gibt es?



    Zusammengestellt von Niels Nagel, tagesschau.de

    Staatsbankrott: Das Beispiel Argentinien (28.04.2010) --


    Hier geht´s zum Link: http://www.tagesschau.de/inland/staatspleitegriechenland100.…


    _____________________________________________________________________________________
    Avatar
    Beans01
    schrieb am 14.09.11 13:29:57
    Beitrag Nr. 1.549 (42.085.566)
    ____________________________________

    Der Griechenland-Sog setzt ein.........

    ................................................................... im Strudel Spanien.

    _____________________________________

    Die Ratingagentur Fitch droht mit einer weiteren Herabstufung Spaniens.


    Spanien droht seitens der Ratingagentur Fitch eine erneute Herabstufung.

    Das Wirtschaftswachstum des viertgrößten Landes der Euro-Zone habe sich verlangsamt, und in den Regionen seien die Sparziele nicht erreicht worden, sagte der Leiter der Kreditbewertung bei Fitch, Douglas Renwick, der Nachrichtenagentur Bloomberg.

    Die Daten aus den Regionen Spaniens hätten den Druck auf die Regierung in Madrid zur Umsetzung weiterer notwendiger Sparmaßnahmen erhöht. Der Ausblick ist "negativ", was eine künftige Herabstufung in Aussicht stellt. Das zuletzt schwächere Wirtschaftswachstum, ein Verfehlen der Sparziele oder ein unerwartet hoher staatlicher Anteil an der Rettung der Bankenbranche könnten "klare Auslöser" für eine Kreditbewertung sein, sagte Renwick weiter.


    Ganzen Artikel lesen: http://www.n-tv.de/wirtschaft/Spaniens-BIP-waechst-langsamer…

    ___________________________________
    Avatar
    Beans01
    schrieb am 14.09.11 13:51:40
    Beitrag Nr. 1.550 (42.085.687)
    ______________________________________


    Nur noch raus aus Griechen-Anleihen
    14.09.2011, 12:17 Uhr

    Investoren rechnen fest mit einer Pleite Griechenlands.

    Der Markt bricht zusammen. Nur noch Zocker handeln die Papiere. Auch für Anleihen anderer Schuldenstaaten kommt der Handel zeitweise zum Erliegen.

    Der Anleihemarkt spielt verrückt. Bei griechischen Bonds ist der Markt fast vollkommen zusammengebrochen. Die Kurse befinden sich im freien Fall, die Renditen erreichen absurde Höhen. Auch bei Anleihen anderer Schuldenstaaten funktioniert der Handel längst nicht mehr reibungslos.

    Während die Politik noch an eine Rettung glaubt, haben die meisten Investoren Griechenland offenbar schon abgeschrieben.

    „Es geht nur noch darum, den Restwert zu handeln. Die Frage ist nur, wie groß der Abschlag am Ende sein wird“, sagt David Schnautz, Zinsexperte der Commerzbank.


    ....................................


    Es ist „unvermeidbar, dass Griechenland sowohl zahlungsunfähig sein als auch aus der Eurozone austreten wird“, sagte Gerard Lyons, Chefvolkswirt von Standard Chartered, in einem Interview mit dem britischen TV-Sender Sky News.

    Die Wirtschaft des Landes könne „nicht mit der Rezession fertig werden, die als Folge der notwendigen Maßnahmen“ eingesetzt habe.
    Dies würde "nicht notwendigerweise" in den nächsten ein bis zwei Monaten eintreten, „aber es ist meiner Meinung nach recht wahrscheinlich, dass es zu gegebener Zeit passiert".


    Ganzen, ausführlichen und
    sehr interessanten Artikel lesen, unter:
    http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/anleihen…

    ________________________________________




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