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Der Letzte macht das Licht aus: Alternativloser Unsinn

Diskussionsstatistik
eröffnet am 31.05.11 16:07:10
von
neuster Beitrag 06.06.11 16:51:53
von

Anzahl Beiträge: 15
Aufrufe gesamt: 596
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Nachrichten [W:O]
schrieb am 31.05.11 16:07:10
Beitrag Nr.1 
(41.582.569)
Antwort
Zitat
Kennen Sie das Gefühl auch, wenn man etwas später auf eine Party kommt, man auf die bereits in Stimmung gekommene Gemeinschaft blickt und man selbst nicht so recht in Stimmung kommen mag? Man steht da mit seinem Bier und schaut dem bunten Treiben mit einer Mischung aus Distanziertheit und Unwohlsein zu.

Lesen sie den ganzen Artikel: Der Letzte macht das Licht aus: Alternativloser Unsinn
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schrieb am 31.05.11 16:07:11
Beitrag Nr.2 
(41.582.570)
Antwort
Zitat
Was für ein Vollpfosten! Und er verdient mit seinem Erguß auch noch Zeilengeld. Fersengeld wäre das richtige.
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schrieb am 01.06.11 10:31:30
Beitrag Nr.3 
(41.587.469)
Antwort
Zitat
DIE WÜSTE LEBT!

Sehr geehrter Herr Lohrke,
ich kann Ihnen versichern, dass Sie nicht allein in der Wüste sind.

Die gleiche euphorische "Einheitsmeinung" habe ich in Wendezeiten erlebt.

Da war alles in Partylaune nach dem Motto: "Wenn wir erst mal alle 4000 bis 5000 DM verdienen..." (Zitat!!!)
Die Leute haben übrigens gleichzeitig allen Ernstes geglaubt, dass die symbolischen Mieten und die symbolischen Lebensmittelpreise erhalten bleiben würden!

Ich arbeitete damals in Mecklenburg-Vorpommern und habe zum Glück bei meinen Eltern in der Nähe von Berlin regelmäßig Fernsehsender aus Westberlin empfangen können (und nicht nur die Chiquita-Werbung gesehen).

Damals habe ich überlegt, was mit den in MV ansässigen Betrieben bei einer Wiedervereinigung / Einführung der DM passieren würde und habe an meinen fünf Fingern abgezählt...

1. Finger: Werften
-> Werften in der Bundesrepublik schlittern von einer Krise
in die nächste (Stichwort Bremer Vulkan)
logische Konsequenz: die MV-Werften werden plattgemacht

2. Finger: Häfen
-> Wenn unsere Haupthandelspartner in der UdSSR unsere Waren
in DM bezahlen müssen, haben sie ein Problem, dass sofort
zu unserem wird.
kein Handel -> kein Transport -> Häfen unrentabel
logische Konsequenz: die MV-Häfen werden plattgemacht

3. Finger: Kernkraftwerke
-> Tschernobyl-Panik, 30% Strom-Überkapazität vorhanden
logische Konsequenz: die KKW in MV werden plattgemacht

4. Finger Landwirtschaft
-> Überproduktion, Butterberg, EU-Subventionen
logische Konsequenz: die MV-Landwirtschaft wird plattgemacht

5. Finger Tourismus
-> 16 Millionen Ossis wollen - verständlicherweise - endlich
etwas anderes sehen als immer nur MV
logische Konsequenz: der Tourismus kommt zum Erliegen

OK, zum Glück hat sich das in der Zwischenzeit dank der alljährlichen Milliardensummen "aus der Portokasse" etwas relativiert.

Worauf ich hinauswollte ist die Parallelität der Ereignisse.

Ich wurde damals auch verlacht und manchmal beschimpft...
Wer lässt sich schon gern seine Party verderben?

Erst später fing dann das große Quietschen an über die grassierende Arbeitslosigkeit (zum Teil nach ...zig Jahren ehrlicher und fleissiger Arbeit), die Abwanderung einer ganzen Generation, eine Selbsmordrate jenseits von gut und böse und und und...

NATÜRLICH HAT NIEMAND ETWAS GEWUSST!!!!

So wie heute. Jeder, der es wagt eine abweichende Meinung zu haben oder zu publizieren, wird als "Vollpfosten" beschimpft oder als bezahlter Schreiberling.

Bitte rufen Sie weiter.

DIE WÜSTE LEBT!
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schrieb am 01.06.11 10:51:36
Beitrag Nr.4 
(41.587.640)
Antwort
Zitat

stimmt, die Annektion von Ossi-Land samt maroder Wirtschaft, maroder Denkweise und maroder Zukunft hätten sich die Deutschen echt sparen können.
Die zwei Billionen die in den "blühenden Landschaften" und in den Renten und Hartz4 von den ach so fleissigen Nachbarn versenkt wurden, die dann auch noch rumnörgeln, hätte Deutschland mal lieber selbst versoffen...

Avatar
schrieb am 01.06.11 20:11:01
Beitrag Nr.5 
(41.591.809)
Antwort
Zitat
Was seinerzeit die RAF nicht geschafft hat, machen jetzt diese Ökoterroristen im Handumdrehen: Der Staat knickt ein, keine Politiker mit Rückgrat!
Vielleicht wäre es tatsächlich besser gewesen, wenn sich vor gut 20 Jahren die grünen Fuzzis mit den zwei Billionen totgesoffen hätten...
Avatar
schrieb am 06.06.11 10:09:52
Beitrag Nr.6 
(41.605.992)
Antwort
Zitat
Als Mensch mit Auslandserfahrung und vielleicht daher auch der Fähigkeit zur Außenbetrachtung kann ich Ihre Perspektive voll teilen. Ich bin Mitarbeiter einer international aufgestellten Firma. Meine ausländischen Partner, v.a. aus Frankreich und China, spiegeln mir komplette Verwunderung und Unverständis wieder, daß wir in Deutschland unsere Stärken (dazu gehört auch die starke Industriebasis und natürlich auch die weltweit hochangesehene Kerntechnik) so leichtfertig aufs Spiel setzen.

Volle Zustimmung daher zu Ihrem Kommentar. Bitte sorgen Sie dafür, daß solche Meinungen bzw realistischen Darstellungen ihren Weg in die Öffentlichkeit finden und vielleicht noch helfen, den Wahnsinn, der da gerade angeschoben wird, in letzter Minute zu verhindern.
Avatar
schrieb am 06.06.11 11:41:43
Beitrag Nr.7 
(41.606.468)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.605.992 von grb am 06.06.11 10:09:52DAS verwundert Dich?? Ich finde das ist genau das was man von einem hochentwickelten Industrieland und einem der führenden Länder in Wirtschaft und Technologie erwartet wird. Dass man eben NICHT an alter Technologie festhält bis man ins Hintertreffen gerät. Sondern man als einer der ersten den Sprung auf eine neue Technologie schafft und damit neues KnowHow erarbeitet und früher als andere nutzbar einetzt.

Denn in 20 Jahren werden andere Länder genauso merken wie kurzsichtig der vermeitliche Joker "Atomenergie" eingesetzt wurde. Und dann werden wir Deutschen das nötige Wissen und eine ausgereifte Technologie besetzt halten und anbieten können. Und werden dann erneut anderen Nationen zeigen weshalb dieses kleine Land in der Mitte Europas zu Recht zu den Großen in der Weltwirtschaft und der Technologie zählt.

Und ich für meinen Teil finde es auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht unverständlich, dass EON so kurzsichtig agiert und sich an Altem festklammert.
Avatar
schrieb am 06.06.11 13:28:20
Beitrag Nr.8 
(41.607.049)
Antwort
Zitat
Das ist sicher ein Machwerk aus dem Umfeld der Atomlobby und deren Sympathisanten.

Ich finde den Atom-Ausstieg völlig richtig, das zwingt zu geistiger Anstrengung statt GAU-gefährdeter Hängematte. Atomstrom ist gescheitert, basta. Jetzt sind die hellen Köpfe dran, Deutschland hat genug davon.

Atombetonköpfe haben fertig
Avatar
schrieb am 06.06.11 13:43:53
Beitrag Nr.9 
(41.607.153)
Antwort
Zitat
Zitat von Ben_28DAS verwundert Dich?? Ich finde das ist genau das was man von einem hochentwickelten Industrieland und einem der führenden Länder in Wirtschaft und Technologie erwartet wird. Dass man eben NICHT an alter Technologie festhält bis man ins Hintertreffen gerät. Sondern man als einer der ersten den Sprung auf eine neue Technologie schafft und damit neues KnowHow erarbeitet und früher als andere nutzbar einetzt.

Denn in 20 Jahren werden andere Länder genauso merken wie kurzsichtig der vermeitliche Joker "Atomenergie" eingesetzt wurde. Und dann werden wir Deutschen das nötige Wissen und eine ausgereifte Technologie besetzt halten und anbieten können. Und werden dann erneut anderen Nationen zeigen weshalb dieses kleine Land in der Mitte Europas zu Recht zu den Großen in der Weltwirtschaft und der Technologie zählt.


sorry, aber ich kann mir kaum vorstellen, daß diese "neue Technologie" so hochwertig ist, daß sie ein Exportschlager wird. Welche Technologie soll das denn sein?

Egal ob Solar oder Windkraft - diese Technologien sind doch relativ einfach verglichen mit der Komplexität eines Atomkraftwerkes. Solarmodule werden schon massenweise in China gefertigt und nach D. exportiert, Windräder demnächst auch. Ok, vielleicht sind die deutschen Module technisch ausgereifter - dafür sind die chinesischen erheblich billiger.
Zum Verlegen von Stromleitungen - eine der Voraussetzungen für den geplanten Atomausstieg - gehört auch kein Hochtechnologie-Wissen.

Glaubt wirklich jemand, daß ein Pellet-Kraftwerk, eine Energiegewinnung mit Hilfe von z.B. Geothermie oder ein dezentrales Gaskraftwerk annähernd die technologischen Anforderungen stellen wie ein Atomkraftwerk? Aber auch aus der Technik haben "wir Deutsche" uns ja schon vor Jahren verabschiedet, als weitere Forschung nicht mehr gefördert und damit eingestellt wurde.

In 20 Jahren - da werden wir die Solarmodule, die Windräder und Biogas-Anlagen aus China beziehen, wobei ich China hier nur als Synonym für alle sog. "Dritt-Welt-Länder" benutze. Und der Strom - insbesondere der an nebligen, windstillen Novembertagen - kommt aus der Steckdose - äh aus den Atomkraftwerken in den Nachbarländern.

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schrieb am 06.06.11 13:44:41
Beitrag Nr.10 
(41.607.163)
Antwort
Zitat
Ben_28, volkswirtschaftlich ist dieser Ausstieg Irrsinn, wie der Autor des Kommentars richtig schreibt. Ich bin ja bei Dir: den sinnvollen Einsatz anderer, alternativer Technologien halte ich auch für sinnvoll.

Ich hatte als Jugendlicher und auch nach dem (technischen) Studium auch einmal den Traum, daß man, sobald etwas "neues" verfügbar ist, möglichst schnell das "alte" ersetzt werden sollte. So funktioniert die Welt aber in der Regel nicht, schon gar nicht Volkswirtschaft. Und das aus gutem Grund...

So ein gewaltiger Übergang kann nur auf Basis einer funktionierenden und gesunden Volkswirtschaft erfolgen, der wir gerade irrsinige Belastungen aufbürden als wäre sie ein Füllhorn ohne Grenzen. Gerade weil der gewünschte "Übergang" extrem investitionsintensiv ist. Und schwierig zu organisieren. Am Ende muß auch jemand die Geschichte bezahlen. Beim jetzigen husch-husch tut das entweder die aktuelle Generation oder (wie ich befürchte) meine und Deine Kinder.
Und damit meine ich nicht nur mit Geld, sondern auch mit einer deutlichen Veränderung der Lebensumstände, denn wir setzen hier Basisgrößen unserer Gesellschaft, wie etwa die Konkurrenzfähigkeit der Industrie, die teilautonome Energieversorgung und damit politische Unabhängigkeit, und auch den Klimaschutz aufs Spiel.

Auch praktisch umsetzbar ist das Projekt nicht wirklich, und schon gar nicht im geplanten Zeitrahmen - frage bitte mal Menschen, die schon industrielle Großprojekte organisiert haben, falls Du solche kennst. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß sich die Welt in dieser Hinsicht in der von den Anti-Atom-Romantikern gewünschten Art verändert. Ganz abgesehen davon, daß wir bereits jetzt die europäischen Partner im Stromnetzverbund extrem verprellt haben, weil dieser Umstieg nicht uns alleine betrifft und mit großen technischen Schwierigkeiten verbunden ist. Diese werden aber nicht dazu führen, daß unsere Partner aussteigen - das Gegenteil ist der Fall.

In Wahrheit werden wir symbolisch abschalten, aber, wie wir es bereits seit der Abschaltung der sog. "Altmeiler" heute tun, "Atomstrom" im großen Umfang importieren, weil es keine Alternative gibt. Zusätzlich sehr viel Erdgas aus Rußland für die neu errichteten GuD (hoffentlich) Kraftwerke. Profiteure werden hier EDF, CEZ, Gazprom und wie sie nicht alle heißen sein. Und wir begeben uns unnötig in neue gefährliche Abhängigkeiten und beheben die Kernangelegenheit nicht, denn KKW jenseits europäischer Grenzen bergen die gleichen oder höhere "Risiken" wie inländische.

"Ruhm und Ehre Deutschlands", die Du ansprichst, werden nicht helfen - im Gegenteil finden das unsere ausländischen Partner drollig, dumm oder ärgerlich (und ich weiß, wovon ich rede).
Wir werden keine Nachahmer finden. Hoffentlich aber wenigstens Kunden fürs "Renewable"-Business.

[ Seite: 12neuster Beitrag ]

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