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schrieb am 31.05.11 16:07:10
Kennen Sie das Gefühl auch, wenn man etwas später auf eine Party
kommt, man auf die bereits in Stimmung gekommene Gemeinschaft
blickt und man selbst nicht so recht in Stimmung kommen mag? Man
steht da mit seinem Bier und schaut dem bunten Treiben mit einer
Mischung aus Distanziertheit und Unwohlsein zu.
Lesen sie den ganzen Artikel:
Der Letzte macht das Licht aus: Alternativloser Unsinn
schrieb am 31.05.11 16:07:11
Was für ein Vollpfosten! Und er verdient mit seinem Erguß auch noch
Zeilengeld. Fersengeld wäre das richtige.
schrieb am 01.06.11 10:31:30
DIE WÜSTE LEBT!
Sehr geehrter Herr Lohrke,
ich kann Ihnen versichern, dass Sie nicht allein in der Wüste
sind.
Die gleiche euphorische "Einheitsmeinung" habe ich in Wendezeiten
erlebt.
Da war alles in Partylaune nach dem Motto: "Wenn wir erst mal alle
4000 bis 5000 DM verdienen..." (Zitat!!!)
Die Leute haben übrigens gleichzeitig allen Ernstes geglaubt, dass
die symbolischen Mieten und die symbolischen Lebensmittelpreise
erhalten bleiben würden!
Ich arbeitete damals in Mecklenburg-Vorpommern und habe zum Glück
bei meinen Eltern in der Nähe von Berlin regelmäßig Fernsehsender
aus Westberlin empfangen können (und nicht nur die Chiquita-Werbung
gesehen).
Damals habe ich überlegt, was mit den in MV ansässigen Betrieben
bei einer Wiedervereinigung / Einführung der DM passieren würde und
habe an meinen fünf Fingern abgezählt...
1. Finger: Werften
-> Werften in der Bundesrepublik schlittern von einer Krise
in die nächste (Stichwort Bremer Vulkan)
logische Konsequenz: die MV-Werften werden plattgemacht
2. Finger: Häfen
-> Wenn unsere Haupthandelspartner in der UdSSR unsere Waren
in DM bezahlen müssen, haben sie ein Problem, dass sofort
zu unserem wird.
kein Handel -> kein Transport -> Häfen unrentabel
logische Konsequenz: die MV-Häfen werden plattgemacht
3. Finger: Kernkraftwerke
-> Tschernobyl-Panik, 30% Strom-Überkapazität vorhanden
logische Konsequenz: die KKW in MV werden plattgemacht
4. Finger Landwirtschaft
-> Überproduktion, Butterberg, EU-Subventionen
logische Konsequenz: die MV-Landwirtschaft wird plattgemacht
5. Finger Tourismus
-> 16 Millionen Ossis wollen - verständlicherweise - endlich
etwas anderes sehen als immer nur MV
logische Konsequenz: der Tourismus kommt zum Erliegen
OK, zum Glück hat sich das in der Zwischenzeit dank der
alljährlichen Milliardensummen "aus der Portokasse" etwas
relativiert.
Worauf ich hinauswollte ist die Parallelität der Ereignisse.
Ich wurde damals auch verlacht und manchmal beschimpft...
Wer lässt sich schon gern seine Party verderben?
Erst später fing dann das große Quietschen an über die grassierende
Arbeitslosigkeit (zum Teil nach ...zig Jahren ehrlicher und
fleissiger Arbeit), die Abwanderung einer ganzen Generation, eine
Selbsmordrate jenseits von gut und böse und und und...
NATÜRLICH HAT NIEMAND ETWAS GEWUSST!!!!
So wie heute. Jeder, der es wagt eine abweichende Meinung zu haben
oder zu publizieren, wird als "Vollpfosten" beschimpft oder als
bezahlter Schreiberling.
Bitte rufen Sie weiter.
DIE WÜSTE LEBT!
schrieb am 01.06.11 10:51:36
stimmt, die Annektion von Ossi-Land samt maroder Wirtschaft,
maroder Denkweise und maroder Zukunft hätten sich die Deutschen
echt sparen können.
Die zwei Billionen die in den "blühenden Landschaften" und in den
Renten und Hartz4 von den ach so fleissigen Nachbarn versenkt
wurden, die dann auch noch rumnörgeln, hätte Deutschland mal lieber
selbst versoffen...
schrieb am 01.06.11 20:11:01
Was seinerzeit die RAF nicht geschafft hat, machen jetzt diese
Ökoterroristen im Handumdrehen: Der Staat knickt ein, keine
Politiker mit Rückgrat!
Vielleicht wäre es tatsächlich besser gewesen, wenn sich vor gut 20
Jahren die grünen Fuzzis mit den zwei Billionen totgesoffen
hätten...
schrieb am 06.06.11 10:09:52
Als Mensch mit Auslandserfahrung und vielleicht daher auch der
Fähigkeit zur Außenbetrachtung kann ich Ihre Perspektive voll
teilen. Ich bin Mitarbeiter einer international aufgestellten
Firma. Meine ausländischen Partner, v.a. aus Frankreich und China,
spiegeln mir komplette Verwunderung und Unverständis wieder, daß
wir in Deutschland unsere Stärken (dazu gehört auch die starke
Industriebasis und natürlich auch die weltweit hochangesehene
Kerntechnik) so leichtfertig aufs Spiel setzen.
Volle Zustimmung daher zu Ihrem Kommentar. Bitte sorgen Sie dafür,
daß solche Meinungen bzw realistischen Darstellungen ihren Weg in
die Öffentlichkeit finden und vielleicht noch helfen, den Wahnsinn,
der da gerade angeschoben wird, in letzter Minute zu
verhindern.
schrieb am 06.06.11 11:41:43
Antwort auf Beitrag Nr.:
41.605.992 von grb am 06.06.11
10:09:52DAS verwundert Dich?? Ich finde das ist genau
das was man von einem hochentwickelten Industrieland und einem der
führenden Länder in Wirtschaft und Technologie erwartet wird. Dass
man eben NICHT an alter Technologie festhält bis man ins
Hintertreffen gerät. Sondern man als einer der ersten den Sprung
auf eine neue Technologie schafft und damit neues KnowHow
erarbeitet und früher als andere nutzbar einetzt.
Denn in 20 Jahren werden andere Länder genauso merken wie
kurzsichtig der vermeitliche Joker "Atomenergie" eingesetzt wurde.
Und dann werden wir Deutschen das nötige Wissen und eine
ausgereifte Technologie besetzt halten und anbieten können. Und
werden dann erneut anderen Nationen zeigen weshalb dieses kleine
Land in der Mitte Europas zu Recht zu den Großen in der
Weltwirtschaft und der Technologie zählt.
Und ich für meinen Teil finde es auch aus betriebswirtschaftlicher
Sicht unverständlich, dass EON so kurzsichtig agiert und sich an
Altem festklammert.
schrieb am 06.06.11 13:28:20
Das ist sicher ein Machwerk aus dem Umfeld der Atomlobby und deren
Sympathisanten.
Ich finde den Atom-Ausstieg völlig richtig, das zwingt zu geistiger
Anstrengung statt GAU-gefährdeter Hängematte. Atomstrom ist
gescheitert, basta. Jetzt sind die hellen Köpfe dran, Deutschland
hat genug davon.
Atombetonköpfe haben fertig
schrieb am 06.06.11 13:43:53
Zitat von Ben_28DAS
verwundert Dich?? Ich finde das ist genau das was man von einem
hochentwickelten Industrieland und einem der führenden Länder in
Wirtschaft und Technologie erwartet wird. Dass man eben NICHT an
alter Technologie festhält bis man ins Hintertreffen gerät. Sondern
man als einer der ersten den Sprung auf eine neue Technologie
schafft und damit neues KnowHow erarbeitet und früher als andere
nutzbar einetzt.
Denn in 20 Jahren werden andere Länder genauso merken wie
kurzsichtig der vermeitliche Joker "Atomenergie" eingesetzt wurde.
Und dann werden wir Deutschen das nötige Wissen und eine
ausgereifte Technologie besetzt halten und anbieten können. Und
werden dann erneut anderen Nationen zeigen weshalb dieses kleine
Land in der Mitte Europas zu Recht zu den Großen in der
Weltwirtschaft und der Technologie zählt.
sorry, aber ich kann mir kaum vorstellen, daß diese "neue
Technologie" so hochwertig ist, daß sie ein Exportschlager wird.
Welche Technologie soll das denn sein?
Egal ob Solar oder Windkraft - diese Technologien sind doch relativ
einfach verglichen mit der Komplexität eines Atomkraftwerkes.
Solarmodule werden schon massenweise in China gefertigt und nach D.
exportiert, Windräder demnächst auch. Ok, vielleicht sind die
deutschen Module technisch ausgereifter - dafür sind die
chinesischen erheblich billiger.
Zum Verlegen von Stromleitungen - eine der Voraussetzungen für den
geplanten Atomausstieg - gehört auch kein
Hochtechnologie-Wissen.
Glaubt wirklich jemand, daß ein Pellet-Kraftwerk, eine
Energiegewinnung mit Hilfe von z.B. Geothermie oder ein dezentrales
Gaskraftwerk annähernd die technologischen Anforderungen stellen
wie ein Atomkraftwerk? Aber auch aus der Technik haben "wir
Deutsche" uns ja schon vor Jahren verabschiedet, als weitere
Forschung nicht mehr gefördert und damit eingestellt wurde.
In 20 Jahren - da werden wir die Solarmodule, die Windräder und
Biogas-Anlagen aus China beziehen, wobei ich China hier nur als
Synonym für alle sog. "Dritt-Welt-Länder" benutze. Und der Strom -
insbesondere der an nebligen, windstillen Novembertagen - kommt aus
der Steckdose - äh aus den Atomkraftwerken in den
Nachbarländern.
schrieb am 06.06.11 13:44:41
Ben_28, volkswirtschaftlich ist dieser Ausstieg Irrsinn, wie der
Autor des Kommentars richtig schreibt. Ich bin ja bei Dir: den
sinnvollen Einsatz anderer, alternativer Technologien halte ich
auch für sinnvoll.
Ich hatte als Jugendlicher und auch nach dem (technischen) Studium
auch einmal den Traum, daß man, sobald etwas "neues" verfügbar ist,
möglichst schnell das "alte" ersetzt werden sollte. So funktioniert
die Welt aber in der Regel nicht, schon gar nicht Volkswirtschaft.
Und das aus gutem Grund...
So ein gewaltiger Übergang kann nur auf Basis einer
funktionierenden und gesunden Volkswirtschaft erfolgen, der wir
gerade irrsinige Belastungen aufbürden als wäre sie ein Füllhorn
ohne Grenzen. Gerade weil der gewünschte "Übergang" extrem
investitionsintensiv ist. Und schwierig zu organisieren. Am Ende
muß auch jemand die Geschichte bezahlen. Beim jetzigen husch-husch
tut das entweder die aktuelle Generation oder (wie ich befürchte)
meine und Deine Kinder.
Und damit meine ich nicht nur mit Geld, sondern auch mit einer
deutlichen Veränderung der Lebensumstände, denn wir setzen hier
Basisgrößen unserer Gesellschaft, wie etwa die Konkurrenzfähigkeit
der Industrie, die teilautonome Energieversorgung und damit
politische Unabhängigkeit, und auch den Klimaschutz aufs Spiel.
Auch praktisch umsetzbar ist das Projekt nicht wirklich, und schon
gar nicht im geplanten Zeitrahmen - frage bitte mal Menschen, die
schon industrielle Großprojekte organisiert haben, falls Du solche
kennst. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß sich die Welt in dieser
Hinsicht in der von den Anti-Atom-Romantikern gewünschten Art
verändert. Ganz abgesehen davon, daß wir bereits jetzt die
europäischen Partner im Stromnetzverbund extrem verprellt haben,
weil dieser Umstieg nicht uns alleine betrifft und mit großen
technischen Schwierigkeiten verbunden ist. Diese werden aber nicht
dazu führen, daß unsere Partner aussteigen - das Gegenteil ist der
Fall.
In Wahrheit werden wir symbolisch abschalten, aber, wie wir es
bereits seit der Abschaltung der sog. "Altmeiler" heute tun,
"Atomstrom" im großen Umfang importieren, weil es keine Alternative
gibt. Zusätzlich sehr viel Erdgas aus Rußland für die neu
errichteten GuD (hoffentlich) Kraftwerke. Profiteure werden hier
EDF, CEZ, Gazprom und wie sie nicht alle heißen sein. Und wir
begeben uns unnötig in neue gefährliche Abhängigkeiten und beheben
die Kernangelegenheit nicht, denn KKW jenseits europäischer Grenzen
bergen die gleichen oder höhere "Risiken" wie inländische.
"Ruhm und Ehre Deutschlands", die Du ansprichst, werden nicht
helfen - im Gegenteil finden das unsere ausländischen Partner
drollig, dumm oder ärgerlich (und ich weiß, wovon ich rede).
Wir werden keine Nachahmer finden. Hoffentlich aber wenigstens
Kunden fürs "Renewable"-Business.
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