Deiner Aussage, dass Solarstrom "nur durch staatliche Förderung
markttauglich" ist, kann ich vollkommen gar nicht zustimmen. Das
ist die Milchmädchenrechnung schlecht hin die allzu gern verbreitet
wird, und bei Leuten die nicht wirklich Ahnung von der Materie
haben gerne so angenommen wird
Ich weiße nur mal so auf das Märchen vom billigen Atomstrom
hin..hier ein wirklich sehr guter Beitrag vom WDR mit video aus
seriöser Quelle der noch vor (!) Fukushima produziert wurde:
http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2010/1109/007_…
"Alle Posten zusammen ergeben einen Gesamtförderungsbetrag der
Atomindustrie von 1950 bis heute von über 200 Milliarden Euro. Und
damit ist noch lange nicht Schluss. In Zukunft greift der Staat und
damit der Steuerzahler den Atomkonzernen noch einmal mit
geschätzten 100 Milliarden Euro an Förderungsgeldern unter die Arme
– die geplante Laufzeitverlängerung der schwarz-gelben
Bundesregierung noch nicht mitberechnet."
Wie war also nochmal deine Aussage, dass Solarstrom nur durch
staatliche Förderung markttauglich ist?
Genauso wenig kann ich deiner Theorie, dass "der Boom" vorbei ist
und den südlichen Ländern generell harte Sparrunden bevor stehen,
etwas abgewinnen. Wenn du mit den südlichen Ländern auf Italien,
Spanien, Griechenland und Co. anspielst...okay, da könnte das in
der Tat mehr oder weniger der Fall sein. Allerdings ist selbst in
diesen Ländern Fotovoltaik nicht mehr aus dem Ökologie- und
Wirtschaftskreislauf (da hängen Arbeitsplätze dran, auch dort wird
heute wie in Zukunft Energie gebraucht!) weg zudenken. Und in
anderen Ländern, wie z.B. den arabischen Ländern, im asiatischen
Raum, in China wird der Boom erst noch los gehen.
Die Vorstände müssen in der jetzigen Situation nur eins machen: die
richtig Weichenstellung treffen, und nicht durch kurzfristiges
Strohfeuer glänzen! Phoenix Solar ist meiner Meinung nach durchaus
am Puls und auf der Höhe der Zeit. Dann muss weder die Produktion
noch Belegschaft zurück gefahren werden. Phoenix Solar ist nicht
erst seit vorgestern am Markt, und das Management hat bisher
größten Teils saubere Arbeit geleistet und einen einwandfreien
Leumund...mal so im Vergleich zu vielen anderen Firmen die am Markt
sind.
In die Steinzeit will keiner mehr versetzt werden, der
Energiebedarf wird trotz sparsamer Geräte anhalten und wachsen, das
Umweltbewußtsein wird sich immer mehr hin zu den erneuerbaren
Energiequellen verschieben.
Das einzig was momentan massiv stattfindet ist den Markt bzw. die
Unternehmen aus dem erneuerbaren Sektor schlecht zu reden bzw.
schlecht zu machen. Dass sich die Spreu vom Weizen trennen muss und
nicht alle Akteure dies überleben, es eine gewisse Bereinigung
geben wird und muss, ist mir persönlich jedenfalls sonnenklar und
ein Prozess welchen es so schon in vielen Branchen davor gegeben
hat. Doch genauso wie es seit weit über 100 Jahren das Automobil
gibt, genauso wird es in weiteren 100 Jahren noch Fotovoltaik
geben! Phoenix Solar hat schlanke Strukturen, keinen wirklich
dicken Wasserkopf, ist ein gewachsenes Unternehmen dass auf eine
erfolgreiche Vergangenheit blicken kann..und das Management halte
ich persönlich für so kreativ und erfolgreich, dass es sich dem
veränderten Marktgeschehen zeitnahe anpassen kann und auch
wird.
"In jeder Herausforderung steckt eine Chance. In jedem Problem
steckt das Samenkorn für die Lösung. Ein guter ‘Handwerker’ kann
aus allen Stolpersteinen gute Sprungbretter machen. Worauf
konzentrierst du dich? Aufs Problem, oder auf das Samenkorn für die
Lösung? Was suchst du? Probleme oder Chancen? Das, was du suchst,
wirst du finden. Das, worauf du dich konzentrierst, das wird auch
geschehen. Konzentriere dich auf deine Vision, nicht auf deine
Probleme." (Karl Pilsl)