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Die Wahrheit über die Unruhen in Syrien? ( Seite 24)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 25.06.11 12:18:20
von
neuster Beitrag 25.05.12 21:03:12
von

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schrieb am 09.02.12 02:51:56
Beitrag Nr.231 
(42.722.631)
Antwort
Zitat
Besonders in Syrien ist die Gefahr sehr groß, dass sich die Krise bei einem militärischen Eingreifen des Westens ausweitet.

Wenn sich in Syrien eine andere Regierung etabliert, die z. B. nicht mehr die Hizbolla unterstützt, könnte sich diese geschwächt fühlen und zu ihrer Absicherung dann die Macht im Libanon übernehmen. Dies wiederum könnte Israel zu einem Krieg gegen den Libanon veranlassen.

Ein Erfolg des Aufstandes in Syrien könnte dazu führen, dass der Aufstand auf Jordanien überschwappt und den prowestlichen König von Jordanien von der Macht entfernt. Sollte sich hier dann eine islamistische Regierung ergeben, könnte dies wiederum Israel zu einem Krieg gegen Jordanien veranlassen.

Das gleiche gilt für Syrien selbst. In Ägypten können wir schon jetzt sehen, dass islamistische Kräfte in demokratischen Wahlen mit einer Zweidrittelmehrheit im Parlament die stärksten Parteien geworden sind. Schon jetzt werden die Gaspipelines zwischen Ägypten und Israel gesprengt. Es ist also abzusehen, dass der Friedensvertrag zwischen den beiden Staaten nicht mehr lange halten wird. Ob daraus dann wieder - wie schon mehrfach in der Vergangenheit - ein offener Krieg entstehen wird, bleibt abzuwarten. Die Wahrscheinlichkeit, dass nach einem Sturz des Regimes Assad sich dort eine islamistische und dem Westen feindlich gesinnte Regierung etablieren wird, ist sehr hoch.

Auch in Libyen ist der Klärungsprozess der Macht ja noch nicht zu Ende. Immerhin ist bekannt, dass eine nicht unbeträchtliche Zahl der Al-Khaida-Kämpfer in Afganistan aus Libyen kamen. Von diesen ist offenbar eine größere Zahl zurück gekehrt, um an den Kämpfen gegen Ghadafi teil zu nehmen. Jedenfalls ist die Möglichkeit nicht von der Hand zu weisen, dass auch hier - wie bereits in Ägypten und auch Tunesien - in freien Wahlen die Islamisten siegen werden.

Natürlich ist es das gute Recht der jeweiligen Bevölkerung, sich die Regierung zu wählen, die sie haben möchten. Der Westen sollte aber nicht auch noch unterstützen, dass feindliche Regime die Regierung übernehmen können.
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schrieb am 09.02.12 03:15:41
Beitrag Nr.232 
(42.722.640)
Antwort
Zitat
Es bestehen natürlich gute Aussichten, dass der Westen nicht mehr im Ausmaß der Vergangenheit Interventionen durchführt.

Schon der Krieg gegen den Irak konnte von der Regierung nur geführt werden, weil man das Parlament in den USA und auch die Bevölkerung über die angeblichen Massenvernichtungswaffen des Irak belogen hat.

Auch die Ergebnisse des Krieges in Afghanistan sind ernüchternd. Man hat die Taliban von der Regierung entfernt und dafür eine Regierung von Gnaden der Drogenbosse eingesetzt. Welch ein Fortschritt.

Nach diesen Lektionen wird es für die Regierungen des Westens immer schwieriger ihre jeweiligen Bevölkerungen von Interventionen zu überzeugen. Schon 2002 hat ja Kanzler Schröder die Bundestagswahl nicht zuletzt wegen seiner starken Ablehnung einer deutschen Teilnahme am Irak-Krieg gewonnen. Da in Deutschland immer irgendwann eine Landtagswahl stattfindet, werden sich die Regierenden wohl vor solchen Einsätzen hüten, um nicht in Wahlen von der Bevölkerung abgestraft zu werden. Auch im Falle Libyen wagte es die Regierung ja nicht, deutsche Soldaten in den Krieg zu schicken. Gott sei Dank.

Ein weiteres tut die Finanzkrise. Auch die Militärhaushalte der Nato-Staaten werden in den kommenden Jahren deutlich schrumpfen müssen. Nach diesen Kürzungen wird die Fähigkeit des Westens zu Interventionen sich deutlich verringern.
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HeWhoEnjoysGravity
schrieb am 09.02.12 09:59:57
Beitrag Nr.233 
(42.723.628)
Antwort
Zitat
Nächster Schritt: Aufrüstung der Freien Syrischen Armee?
http://www.heise.de/tp/blogs/8/151380

über 170 Kommentare: http://www.heise.de/tp/blogs/foren/go.shtml?list=1&forum_id=…

Terrorists in Syria Explode Homs Refinery
http://english.farsnews.com/newstext.php?nn=9010174104

Aufständische fordern Waffen vom Westen
http://www.fr-online.de/aufruhr-in-arabien/syrien-aufstaendi…

... Angeblich 49 türkische Agenten auf syrischem Gebiet festgenommen. ...
... Mittlerweile ist die Türkei der große Drahtzieher hinter dem syrischen Aufstand ...
http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article13858464/En…

Putin warnt Westen vor Intervention in Syrien
... Türkei: "Auch ohne Uno handeln, um Syrer zu schützen" ... http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,814069,00.html

Putin: Klasse. Türkei: die Mehrheit der Syrer sind für Assad und gegen eine illegale Einmischung von Schurkenstaaten, die Terroristen und Deserteure unterstützen wollen. Was einige unter dem Spruch "Zivilisten schützen" verstehen, hat man in Libyen gesehen: Bombardements und Unterstützung von gewalttätigen Putschisten. Wie will denn die Türkei die Syrer schützen, indem sie gewalttätige Putschisten unterstützt, die gegen Syrien kämpfen?

Was es jetzt braucht, das ist ein Ende der Gewalt in Syrien, also als erstes die Entwaffnung von Terroristen, Deserteuren und Putschisten. Parallel muss es mehr soziale Gerechtigkeit geben, da können auch internationale Kontrollen helfen. Unbedingt abzulehnen ist ein Eingreifen von USA/Türkei, ein Massaker mit Zehntausenden Toten wie in Libyen. (alles imho)

Iran announces support for the Syrian government's reforms
http://www.presstv.ir/detail/225690.html

Uno will Beobachter nach Syrien schicken
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,814198,00.html
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schrieb am 09.02.12 16:14:48
Beitrag Nr.234 
(42.726.417)
Antwort
Zitat
Zitat von kenkennardIch verstehe die menschliche Empörung über die Opfer von Diktaturen in den oben erwähnten Ländern.
...
Wenn man die Grundlagen des bestehenden Rechts verläßt hat man ein gewaltiges Problem. Dann räumt man jedem Staat eine Kriegsführung nach seinem Gutdünken ein. Wo soll dies denn enden. Jedes Land wird sicher bei Bedarf immer wieder gute Gründe haben, gegen ein anderes Land Krieg zu führen. Kann man denn etwa die Politik der USA rechtfertigen, die sich in früheren Jahrhunderten ein Interventionsrecht in allen südamerikanischen Staaten vorbehalten haben. Kann man denn Russland zugestehen, ein Interventionsrecht im sogenannten "nahen Ausland" zu haben.

Vor solchen Fragen stehen wir, wenn wir das oben zitierte Völkerrecht aufgeben. Und was ist denn, wenn z. B. ein deutscher Soldat in einem solchen Einsatz stirbt. Was sagen wir der Mutter dieses Mannes. Ist sein Leben denn weniger Wert, als das der Opfer in den Staaten, in denen dann interveniert werden soll. Hier sage ich nein. Die Soldaten der Nato sollten nur zur Verteidigung von Bündnisstaaten eingesetzt werden. Tun wir dies nicht, so ist die Nato demnächst in möglicherweise 30 Staaten in denen in Form von mehr oder weniger versteckten Bürgerkriegen Menschenrechtsverletzungen vorkommen verwickelt. Wo soll man dann anfangen. Und noch wichtiger, wo hört man auf.


Das ist genau wie bei Radio Eriwan (Jerewan): Du hast im Prinzip völlig Recht, aber in bestimmten Fällen ist diese Ansicht leider auch völlig falsch.

Es gab beispielsweise in Polen während des Jugoslawien-Krieges in etwa folgende Diskussion:

Schön, die NATO-Staaten sollen die Bündnis-Grenzen der NATO berücksichtigen, aber was ist beispielsweise, wenn ein Staat an den äußeren Rändern der NATO zerfällt und dabei tagtäglich Szenen wie in Auschwitz im Fernsehen betrachtet werden können?
Marek Edelman(n?) und Elie Wiesel (Friedensnobelpreisträger 1986) - beide "natürlich rein zufällig" Überlebende von Auschwitz - sagten damals öffentlich, dass ihrer Meinung nach die NATO mit Luftangriffen in Bosnien eingreifen MUSS, um Massenmorde wie in Srebrenica zu verhindern, denn "jeder weitere Tag des Mordens in Bosnien mit dem Ziel der fortlaufenden "ethnischen Säuberungen" ist ein Triumph der Ideen Hitlers!" (Ende des Zitats.)
Beide waren der Ansicht, dass Ereignisse wie der fortlaufende Artillerie-Beschuss bewohnter Städte und letzten Endes die Erschießung von ca. 10.000 unbewaffneten Männern in Srebrenica ein europäisches Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellt, wie es seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr vorgekommen ist.
Beide - Marek Edelman und Elie Wiesel - waren der Ansicht, dass Menschenrecht über dem Völkerrecht anzusiedeln wäre und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit das Völkerrecht außer Kraft setzen können muss.

Beiden war klar, dass man damit die Wahl zwischen Pest und Cholera bekommen kann, aber im Zweifelsfall muss man die Wahl treffen, die weniger Menschenleben kostet und für die Wehrlosen eintritt - das war für beide der Eingriff der NATO in den Krieg in Form von Luftangriffen gegen die Stellungen und Aufmarschgebiete der Serben. Komisch, aber der Krieg war danach in Bosnien in einer Woche zu Ende und später im Kosovo nach 4 Wochen.
Das alleine rechtfertigte auch hinterher für beide Überlebende von Auschwitz schon den Einsatz der NATO!

Dann wären wir noch bei der Frage nach der Unverletzlichkeit der Grenzen nach den Statuten der UNO. Tja, nehmen wir mal Hitler: Hätte er nicht andere Länder angegriffen, dann hätte er mit der Berufung auf diese Unverletzlichkeit der Grenzen doch im Holocaust alle Juden in Deutschland vergasen dürfen und niemand hätte jemals einen Grund gehabt, ihn wegen dieser Verbrechen militärisch stoppen zu dürfen, denn er wäre ja mit seinem Rassenwahn zu Hause geblieben. Oder?

Oder nehmen wir mal den Völkermord an den Armeniern. (Ach ja, wir wollen ja unsere türkischen Freunde nicht verärgern, deshalb nennen wir es in Ermangelung anderer Begriffe einfach im folgenden "Massenmord".)
Also dieser Massenmord fand noch auf dem Staatsgebiet des Osmanischen Reiches im Umfeld des Ersten Weltkriegs statt. Da hätte man also nach den heutigen UN-Statuten nicht eingreifen dürfen, nicht wahr?

Jetzt vollzog sich dieser Massenmord aber teilweise, indem die Osmanisch-türkischen Soldaten die armenischen Familien ohne Lebensmittel und Wasser in die Wüste hineintrieben. Hätten die Osmanen/Türken damit freundlicherweise zwei/drei Jahre gewartet, dann wäre durch die neuen Grenzziehungen nach dem Ersten Weltkrieg und den Untergang diese Wüste schon eine syrische Wüste gewesen und dann hätten die vielen verwesenden Leichen in der Wüste möglicherweise durch die Luftverschmutzung einen internationalen Konflikt zwischen dem neuen Syrien (unter französischer Kolonialverwaltung?) und der neuen Türkei ausgelöst und jetzt hätte man einen Grund gehabt, den Massenmord militärisch zu beenden, nicht wahr?
Dieses Beispiel zeigt doch, wie absurd die Unverletzlichkeit der Grenzen bei einem Völkermord (Oh! Verzeihung!) sein kann.

Und jetzt nehmen wir mal zur Abwechslung Syrien. Ich weiß ja nicht, ob Ihr schon eine Ahnung habt, dass z.B. "Al-Arabija", "Al-Dschasira" und andere arabische Sender schon mit eingeschmuggelten Journalisten aus dem Untergrund in Syrien berichten. Die Bilder sprechen für sich und mindestens 5.000 syrische Soldaten sind inzwischen mit ihrer kompletten Bewaffnung zu den Aufständischen übergelaufen. DIE KANN MAN NICHT MEHR ENTWAFFNEN !!!
Unter den Aufständischen befinden sich inzwischen schon Offiziere bis knapp unter den Generalsrang!
Ich kann Euch jedenfalls außerdem berichten, dass sich die gesamten arabischen Staatsführungen und besonders die arabischen Bevölkerungen von Marokko über ganz Nordafrika bis hin in den Persischen Golf darin einig sind, dass der UN-Entwurf, der von Russland und China abgelehnt worden ist, der bislang harmloseste war, der übrigens von Marokko eingebracht worden ist. Uuund alle diese "Araber" sind sich darin einig, dass dies für die Zukunft der Beziehungen zu Russland und China absolut tödlich sein wird.
Die Regierungen beider Länder haben keine - absolut keine Ahnung - wie schrecklich ihr Ansehen unter ihrem Veto in "Arabien" gelitten hat!

Viel Spaß für diejenigen Weltfremden unter Euch, die jetzt noch glauben, Russland könnte noch irgendwie durch "russische Diplomatie" (dieser Begriff ist ein Widerspruch in sich!) den Frieden in Syrien retten!

Wir werden jetzt ein wahrscheinlich jahrelanges Gemetzel wie in Jugoslawien sehen und am Ende sagt dann womöglich Russland dasselbe wie damals in Jugoslawien: "Ach, macht doch was Ihr wollt mit Euren Luftangriffen!"
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schrieb am 09.02.12 16:33:10
Beitrag Nr.235 
(42.726.597)
Antwort
Zitat
Zitat von kenkennard...
Natürlich ist es das gute Recht der jeweiligen Bevölkerung, sich die Regierung zu wählen, die sie haben möchten. Der Westen sollte aber nicht auch noch unterstützen, dass feindliche Regime die Regierung übernehmen können.


Da wären wir bei der inoffiziellen französischen Haltung zu Algerien:
Jacques Chirac sagte mal im kleinen Kreis, dass Frankreich als ehemalige Kolonialmacht Algeriens mit seinen vielen algerischen Immigranten sich unter ihm und vermutlich auch unter allen seinen Nachfolgern das Recht vorbehalte, militärisch mit der Fremdenlegion in Algerien zu intervenieren, wenn nur noch damit die Machtübernahme von Islamisten verhindert werden könnte.

Schön, diese Logik, nicht!?

Greift der Westen nicht ein, kommen womöglich die Islamisten an die Macht!
Greift der Westen ein, kommen womöglich die Islamisten an die Macht!

Wie wär's eigentlich, wir würden diesen Ländern demokratische Wahlen erlauben und den Gewinner akzeptieren, egal wie lang deren Bart ist?

Ohne demokratische Wahlen in den arabischen Ländern wird jede andere Lösung den Islamisten in die Hände spielen!
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schrieb am 10.02.12 03:16:01
Beitrag Nr.236 
(42.729.476)
Antwort
Zitat
Meine persönliche Meinung ist ja, dass ich Wahlergebnisse in anderen Ländern akzeptieren möchte. Ich denke, dass ich an keiner Stelle etwas Anderes gesagt habe.

Ich möchte nur nicht, dass dem Westen feindlich gesonnene Regierungen auch noch mit aktiver militärischer Hilfe des Westens an die Macht gebracht werden. Auch andere Arten von Unterstützung sollte man solchen Regierungen nicht zukommen lassen. Normaler Handel, der für beide Seiten von Interesse ist, sollte aber ungehindert weiter betrieben werden. Schließlich betreiben wir ja auch Handel mit vielen anderen Staaten deren Regierungen ja die Menschenrechte nicht achten. Hier sind beispielhaft China und auch Saudi-Abrabien zu nennen.

Natürlich wurde in der Vergangenheit das Völkerrecht in vielen Fällen von vielen Seiten gebrochen. Dies ist aber auch im täglichen Leben des innerstaatlichen Rechts so. So sind ja in fast allen Staaten Mord und Rauschgifthandel verboten und kommen doch immer wieder vor. Dennoch ist dies kein Argument, die entsprechenden Bestimmungen des Strafgesetzbuches zu streichen. Genau so verhält es sich nach meiner Meinung mit dem Völkerrecht. Wenn wir es ersatzlos streichen würden, würde die Welt um vieles schlechter dastehen.

Auch wenn sich nicht alle daran halten, kann ein solches Regelwerk doch für die Zukunft ungeahnte Wirkungen entfalten. Ich möchte hier noch einmal an den Entspannungsprozess zwischen dem Ostblock und dem Westen in den 1970er Jahren erinnern. Dieser Prozess gipfelte in der KSZE-Konferenz in Helsinki. Der Ostblock hatte lange Jahre auf diese Konferenz gedrängt, um sich seine Eroberungen des Zweiten Weltkrieges in Form der Anerkennung des Westens legitimieren zu lassen. Der West verband diesen Prozess aber zusätzlich mit einer ausführlichen Erklärung von Menschenrechten. Der Ostblock unterschrieb dann dieses Papier, um sein vorgenanntes Ziel zu erreichen.

Zunächst hatte diese Unterzeichnung des Vertagswerkes in den Ostblockstaaten keine praktischen Auswirkungen, da diese in der bisherigen Weise mit Regimegegnern umgingen. Einige Zeit später bildeten sich in den Ostblockstaaten immer mehr Oppositionsgruppen, die sich dann auf das von ihren eigenen kommunistischen Regierungen hinsichtlich der Menschenrechte unterzeichneten Papieres berufen konnten. Wie wir heute wissen, war dies der Anfang vom Ende des kommunistischen Systems. Der Prozess führte über die Gewerkschaft Solidarität über verschiedene Zwischenstationen zu Gorbatschow und dem Ende des Ostblocks. So hatte ein Stück Papier große Auswirkungen auf die Weltgeschichte. Ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben, dass auch das Völkerrecht in Zukunft mehr von den Nationen geachtet wird als bisher.

Immerhin hat sich der Westen im Falle Libyens ja die Genehmigung des Sicherheitsrates eingeholt. Im vorliegenden Fall von Syrien hat man sich ja um die Genehmigung des Sicherheitsrates bemüht. Da die Genehmigung nicht erteilt wurde, wird der Westen wohl offenbar nicht militärisch eingreifen. Zumindest in Deutschland ist es zwischen den Parteien Konsens, dass man generell ohne Genehmigung des Sicherheitsrates keinen Auslandseinsatz durchführt. Ich hoffe, dass der Kosovo-Krieg hier ein Einzelfall bleiben wird
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HeWhoEnjoysGravity
schrieb am 10.02.12 10:33:26
Beitrag Nr.237 
(42.730.777)
Antwort
Zitat
Syria has always been western target
http://english.pravda.ru/hotspots/terror/08-02-2012/120455-S…

British, Qatari Troops Reportedly Fighting in Homs, Syria
British and Qatari troops are directing rebel ammunition deliveries and tactics in the bloody battle for Homs, according to an Israeli website known for links to intelligence sources. ... http://abna.ir/data.asp?lang=3&Id=295712

Moskau besorgt wegen Berichten über Entsendung britischer Sondereinheit nach Syrien
http://de.ria.ru/politics/20120209/262657579.html

Russland warnt vor Chaos in Syrien
Außenpolitische Experten in Russland befürchten, dass sich der Bürgerkrieg in Syrien zuspitzt und das Land im Chaos versinkt. Angeblich würden die syrischen Rebellen schon von außen mit Waffen und Militärhilfe unterstützt ... http://www.heise.de/tp/artikel/36/36397/1.html
Avatar
schrieb am 10.02.12 14:57:38
Beitrag Nr.238 
(42.732.761)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.722.622 von kenkennard am 09.02.12 02:31:47es ist so unglaublich einfach im zeitalter der globalisierung auch die würde der menschheit global zu sehen.

die erde erlaubt die möglichkleit das jedes menschliche wesen auf diesem planeten unter menschenwürdigen verhältnissen leben kann.


nur die globalisierung die....
so wie wir alle wissen.
einzig und allein den freunden der usraelischen wallstreet,den eliten den massenmördern in nadelstreifen zu unforstellbaren vermögen und macht verholfen hat.
ist eine katastrophe für die "restwesen" die opfer des finanzdiktats sind.

da spreche ich jetzt nicht vom propagandamodus der verbrechermedien gegenüber den ups!!!:eek:
syrischen massakern,so wie wir es von selbstverständlich objektiv berichtenden anti assad freiheitskämpfern als umumstössliche wahrheit vermittelt bekommen.
da muss die nato selbstverständlich eingreifen.
ein militärapparat der zerbombt,klustert,atomar verseucht,zielgenau verbrennt und das mit milliarden aufwand.
da spricht man von blutbädern in homs,darstellung von massakern berichtet von den rebellen.
schliesslich wurden während der aufstände 6000 menschen getötet.
nur die blutbäder,die unserer presse als selbsternannte gerechtigkeitsbringer einer regierung anheftet die "zufälligerweise" nicht dem usraelmainstream entspricht,ist skandallös.
aber westerwelle der auf spur gebracht wurde.
krakeelt jetzt an vorderster front.

an gewisse mitleser die respekt vor dem leben haben.
jeden tag!!! sterben 20000 menschen an hunger auf diesem planeten!!!!!:eek::eek::eek::eek::eek::eek::eek::eek::eek::eek::eek::eek::eek::eek::eek::eek::eek::eek::eek::eek::eek::eek::eek::eek::eek::eek::eek::eek:

die herren ultimativverbrecher...
die milliarden für menschheitsvernnichtungstechnologien ausgeben,während sie ihrer verantwortung gegenüber den ärmsten der welt auf`s abscheulichste ignorieren...
das sind die wahren weltverbrecher.

assad,gaddafi......massenmörder?



ääähhhhöööömmmm

rohstoff..warenterminjunkies...
unsere usraelischen freundschaft.
die sauberen herren in nadelstreifen...
wieviel menschenleben würde der nichterwerb eines f22 raptors retten?
wie grossartig würde es amerika helfen,dem usraelischem diktat nicht zu folgen.
keinerlei neueren hightec massenvernichtungswaffen zu erschaffen.
und diese summen am usraelischen verbrechermainstream vorbei.
in die weltbevölkerung zu investieren?
die länder die sich nicht dem usraelischem imperialismus hingeben zu respektieren?
dem islam zu zeigen,das man sie ernst nimmt und sich nicht von den zionisten beeinflussen lässt?

diese fragen sollte sich auch die amerikanische bevölkerung stellen.
will sie eine regierung,die unter der kontrolle der eliten steht?
wollen sie auch weiterhin unter einer zionistischen medienpropaganda dienen?

gibt es einen sender in amerika der sich der jämmerlich krepierdenden kinder rund um den globus in der verantwortung sieht.

oder folgen sie dem zionismus,der weiteren wert auf neue waffen,neuen hass,neue kriege,neuen menschenverachtendem irrsinn steht?






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HeWhoEnjoysGravity
schrieb am 11.02.12 11:31:26
Beitrag Nr.239 
(42.736.516)
Antwort
Zitat
Schwere Explosionen in Wirtschaftsmetropole Aleppo
... In der syrischen Stadt Aleppo sind nach staatlichen Angaben mehrere große Sprengsätze detoniert, offenbar vor zwei Einrichtungen der Sicherheitskräfte. Die Nachrichtenagentur Sana meldet, die Terroranschläge hätten einem Gebäude des Militärgeheimdienstes und dem Sitz der Ordnungspolizei gegolten. Es habe mehrere "Märtyrer" gegeben. Laut Berichten sind unter den Opfern Zivilpersonen und Militärangehörige. ... http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,814446,00.html

... Bei zwei gewaltigen Bombenanschlägen vor Einrichtungen der Sicherheitskräfte in der Millionenmetropole kamen am Freitag nach Angaben von Ärzten 30 Menschen ums Leben, etwa 200 weitere seien verletzt worden. ... http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/un-vollversammlun…

Assads Armee verstärkt den Beschuss auf Homs
... "Syrische Truppen nehmen Al-Kusair seit dem frühen Morgen unter schweren Beschuss, weil dorthin viele Aktivisten und Deserteure aus Chalidija und Baba Amr geflohen sind", sagte der Aktivist Abu Raad.

Wie die staatliche syrische Nachrichtenagentur berichtete, kündigte das Innenministerium am Samstag an, den "Terrorismus auszulöschen" und "diejenigen zur Strecke zu bringen, die die Sicherheit des Landes und der Bürger aufs Spiel setzen". ... http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,814652,00.html

... Russland, einer der letzten syrischen Verbündeten, warf westlichen Staaten vor, die Opposition mit Waffen zu beliefern. Westliche Staaten würden Assads Gegner zu kompromisslosem Vorgehen anstacheln und ihnen Anweisungen erteilen, sagte der stellvertretende Außenminister Sergej Ryabkow. ... http://www.handelsblatt.com/politik/international/schwere-ge…

Iran welcomes restoration of peace and stability in Syria
A top Iranian diplomat hails as “useful” a possible joint UN-Arab League (AL) observer mission in Syria, saying Iran welcomes any effort aimed at restoring peace and stability in the Arab country. ... http://www.presstv.ir/detail/225945.html

Moskau für Präsenz von Beobachtern der Arabischen Liga in Syrien
http://de.ria.ru/politics/20120210/262664421.html
Avatar
schrieb am 11.02.12 16:35:55
Beitrag Nr.240 
(42.737.146)
Antwort
Zitat
Das Beispiel in Ägypten zeigt deutlich, dass die Entfernung des Diktators Mubarak ganz deutlich gegen die Interessen des Staates Israel verstoßen hat.

Dies haben auch wohl die Westmächte so gesehen, denn sie haben lange gezögert, Mubarak fallen zu lassen. Und dies auch erst als abzusehen war, dass mit Tantawi ein neuer Machthaber in Reserve stand, der ebenfalls im Sinne des Westens handeln würde. Der überwältigende Sieg der Islamisten in freien Wahlen war zu diesem Zeitpunkt noch nicht abzusehen. Wie die Machtfrage zwischen Militär und Parlament in Zukunft beantwortet wird, ist zur Zeit noch eine offene Frage.

Auch das Regime von Assad garantiert gegenüber Israel Stabilität. Deshalb ist auch seine Entfernung nicht im Sinne Israels.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Westmächte gegen die Interessen Israels handeln würden. Deshalb halte ich alle Berichte von einem westlichen Eingreifen zu Gunsten der Aufständischen für nicht glaubhaft.

Vielmehr meine ich, dass die Gerüchte von angeblichen britischen Beratern der Aufständischen nur den syrischen Kommandanten zur Rechtfertigung ihrer Unfähigkeit dienen, mit den Aufständischen fertig zu werden.

Ihre Unfähigkeit haben die syrischen Truppen ja in der Vergangenheit mit den Niederlagen gegen Israel in mehreren Kriegen unter Beweis gestellt.

[ Seite: 123232425525354neuster Beitrag ]

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