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Vorschlag für eine Steuerreform

Diskussionsstatistik
eröffnet am 30.07.11 15:25:14
von
neuster Beitrag 28.04.13 12:48:56
von

Anzahl Beiträge: 87
Aufrufe gesamt: 3.086
Aufrufe heute: 1
Diskussionsnr.: 1.167.946
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HeWhoEnjoysGravity
schrieb am 28.04.13 12:48:56
Beitrag Nr.87 
(44.527.087)
Antwort
Zitat
Thread: Milliardenschaden - Peer Steinbrücks Riesen-Steuerschlupfloch

Peer Steinbrücks Riesen-Steuerschlupfloch
Mit einem Aktientrick sollen sich deutsche Banken und Investoren Milliarden-Steuergutschriften erschlichen haben. Möglich gemacht hat das der selbst ernannte Steuerbetrugsbekämpfer Peer Steinbrück. ...

... Finanzbehörden und Branchenkennern zufolge könnten die Steuerausfälle bis zu zwölf Milliarden Euro betragen. "Das ist wahrscheinlich einer der größten Steuerskandale überhaupt", sagt ein Mitarbeiter der hessischen Finanzverwaltung, der in der Sache ermittelt. ...

... Dem Bankenverband war das Schlupfloch nach der Steuerreform rasch aufgefallen. Er warnte in einem Schreiben vom 25. November 2002 das Bundesfinanzministerium (BMF). Der Bundesverband deutscher Banken schrieb zusätzlich am 20. Dezember 2002 und am 9. Januar 2003 an das Ministerium. Ab 2005 waren auch die Länder eingeweiht. Doch der damalige Finanzminister Hans Eichel (SPD) unternahm – nichts. ...

... 2005 dämmerte auch dem BMF, was vor sich ging. Inzwischen hatte Peer Steinbrück Eichel als Finanzminister abgelöst. Der heutige SPD-Kanzlerkandidat reagierte zwar anders als sein Vorgänger auf das Problem – doch er machte es nur schlimmer. ...

... Steinbrücks Gesetz erwies sich nun in doppelter Hinsicht als fatal: Zum einen schloss er das Steuerschlupfloch nicht. ... Der zweite große Fehler war, dass Steinbrück mit dem Gesetz aus einer seit Langem faktisch bestehenden Lücke eine gesetzliche Lücke machte und damit die Geschäfte der Banken quasi legalisierte. ... http://www.welt.de/wirtschaft/article115667792/Peer-Steinbru…

Sitzt Peer Steinbrück im Bau? Nö, er verdiente viel Geld mit Vorträgen und ist jetzt Kanzlerkandidat. Faszinierend.

Steuerausfälle bis zu zwölf Milliarden Euro ... aber scheinheilige Heuchler regen sich über Uli Hoeneß auf.

Die Lösung ist ganz einfach: der Staat muss die Steuerschlupflöcher radikal beseitigen, das Steuersystem vereinfachen und vor allem kompromißlos die Offenbarung von Auslandskonten fordern und damit das auch wirkt, muss systematisch nach verdächtigen Transaktionen gescannt werden. Knast ist für einfache Steuerbetrüger (die keine organisierte Kriminelle sind) unnötig: einfach 50% von der versteckten Kohle einziehen und gut is.

Eine andere superwirkungsvolle Maßnahme ist die Abschaffung von Bargeld (zugunsten staatlichem eGeld) ... so im Gedanken an

- DGB: Schwarzarbeit vernichtet 500 000 Jobs in Deutschland http://www.stern.de/wirtschaft/news/schwarzarbeit-vernichtet…

- "... Nach der Modellrechnung kommt die Schattenwirtschaft in diesem Jahr auf ein Volumen von 340 Milliarden Euro, das entspräche 13,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. ... Dem Staat fehlen nach Scheiders Schätzung wegen der Schattenwirtschaft rund 50 bis 60 Milliarden Euro Einnahmen pro Jahr. ..." http://www.zeit.de/news/2013-02/06/arbeitsmarkt-experten-wen…

- "Ob als Handwerker, Putzhilfe oder Babysitter: Fast zehn Millionen Menschen in Deutschland arbeiten schwarz, sagen Experten." http://www.n-tv.de/wirtschaft/Schwarzarbeit-blueht-noch-arti…

Was aber wollen Sozis und Grüne tun? Sie erhöhen dummdreist die Steuern für ehrliche Deutsche. Unfassbar. (alles imho)
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schrieb am 27.04.13 12:44:16
Beitrag Nr.86 
(44.524.525)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 44.524.411 von HeWhoEnjoysGravity am 27.04.13 12:04:26"wo z.B. Reiche auf einen Schlag 25% (oder noch mehr) löhnen müssen, um den Staat zu retten."

Was erzählst du denn hier für Märchen ???? Der Staat ist in diesem Geldsystem und mit dieser "Demokratie" nicht zu retten.
Ein "demokratischer" Staat gibt auf Dauer immer mehr aus, als er einnimmt. Und die Schulden des Staates sind das vermögen der Anleger !!!

Die tatsächlichen Schulden in D mit allen nicht bilanzierten liegen bei dem 3-4fachen der offiziellen 2.000 Milliarden. (Pensionen, Renten etc.)

Plus bailout-Kosten für die Südländer, wenn es nach Tritt-Ihn und Co. geht.

Bei dem schlagen aktuell die kommunistischen Wurzeln massiv durch.

Wer richtig reich ist und hier nicht job-mäßig mehr als 180 Tage im jahr verbringen muss, ist längst mit seiner Kohle verschwunden.

Becker, Schuhmacher, Beckenbauer und einige andere Prominente lachen sich schlapp, und viele unbekannte Flüchtlinge auch.
(Würde ich auch machen.)

Der doofe Mittelstand, der nicht abhauen kann, wird gemolken. Ab 60 T€ ist man bei den kommunistischen Grünen schon "reich" und Ehegattensplitting soll auch gekillt werden.

Ich verstehe nicht, welche Hornochsen diese Komplettversager noch wählen.


Gesamtsteuerbelastung (incl. Verbrauchssteuern etc.) dürfte mittlerweile bei 70-80% liegen.

Der Staat sollte mal eine Schlankheitskur durchmachen und sich auf seine eigentlichen Aufgaben konzentrieren.

Aber das ist eben in dieser Staatsform mit Karriere-Polit-Heinis nicht möglich.

Bei vernünftiger Abgaben- und Steuerbelastung würde auch die Binnen-Konjunktur massiv profitieren.

Ich gehe davon aus, dass es weder für Rot-Grün noch für Schwarz-Geldb reichen wird. Auch dank der AfD, die sicher über 5 % kommen.

Ergo: Grosse Koaltion mit Hosenanzug und ohne Steinbruch. !!!

















Avatar
HeWhoEnjoysGravity
schrieb am 27.04.13 12:04:26
Beitrag Nr.85 
(44.524.411)
Antwort
Zitat
Hollandes Reichensteuer: Unternehmer fliehen aus Frankreich http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/hollandes-steuerpo…

Spitzensteuersatz verstößt gegen Gleichbehandlung der Besteuerten http://www.heise.de/tp/blogs/8/153452

Steuerpläne der Grünen: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/warum-die-steuerpl…

Also vor einer Vermögenssteuer muss es doch erstmal eine Meldepflicht für alle Konten (insbesondere auch die im Ausland) und systematische Scans (z.B. von Überweisungen) nach Verdachtsmomenten geben. Selbstverständlich ist auch eine Kooperation mit Steueroasen wünschenswert, auf dass die alle ihre Kunden aus Deutschland dem deutschen Staaat melden müssen. Macht man das, braucht es keine Vermögenssteuer mehr. Macht man das nicht, bestraft man nur die ehrlichen Guten, die sowieso schon übermäßig zahlen müssen. Wichtig ist auch eine radikale Vereinfachung der Steuergesetze, das Schließen von Schlupflöchern. Eine Vermögenssteuer bestraft nur ehrliche Sparer und sorgt andererseits für Vermeidungsbestrebungen. Eine Vermögenssteuer würde mehr Ärger verursachen, als Geld einbringen. Eine Vermögenssteuer macht nur in einem Fall Sinn: als radikale Notmaßnahme, wo z.B. Reiche auf einen Schlag 25% (oder noch mehr) löhnen müssen, um den Staat zu retten. (imho)
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HeWhoEnjoysGravity
schrieb am 26.04.13 06:01:29
Beitrag Nr.84 
(44.516.385)
Antwort
Zitat
#83 (44.510.269) > mit einer pauschalen 50% Abgabe auf das Kontoguthaben

Gemeint war: einmalige 50% Abgabe für undeklarierte/versteckte Auslandskonten. Wer das nicht will, kann auch einen vollständigen Herkunftsnachweis und Steuererklärung für das Geld nachreichen aber ich denke doch, dass sich viele mit der 50%-Pauschale abfinden können und froh sind, dass die Sache endlich bereinigt ist. Da braucht es nur ein (befristetes) Amnestiegesetz zu geben und gut is - diesmal wird's funktionieren, denn parallel wird systematisch nach Steuerbetrügern gesucht. Bisschen patriotische Propaganda und viele werden ihr Schwarzgeld mit Freuden legalisieren wollen (auch wenn ihnen dann nur die Hälfte bleibt aber das ist angesichts der bedrohlichen Alternativen wie Knast eine ganze Menge). Hardcorekriminelle werden vielleicht lieber auswandern aber ich sag's mal so: prima, dann richten die auch in Deutschland keinen Schaden mehr an. (imho)


THEMA: Flucht vor der Steuer
http://www.presseportal.de/pm/6511/2455750/phoenix-thema-flu…
http://programm.ard.de/Programm/Jetzt-im-TV/thema--flucht-vo…

Sehenswert (hab's nur teilweise gesehen). Mir scheint, dass bereits einiges getan oder wenigstens geplant wird, dass man von einer Wende zur Besserung sprechen kann. Der Steueranwalt war anfangs souverän aber gegen Ende hat er wie ich finde versagt, einen schlechten Eindruck gemacht - da hätte er schlauerweise die Meinungs-/Deutungshoheit aufgeben und sich auf ein paar Anmerkungen mit Fokus "Verhältnismäßigkeit" beschränken sollen. Markus Henn (Netzwerk Steuergerechtigkeit) hat einen guten Eindruck gemacht und sich glaube ich eher für eine Aufhebung des Bankgeheimnisses gegenüber dem Staat und die Schließung von Schlupflöchern stark gemacht. Im Gegensatz zum Steueranwalt denke ich, dass der Rechtsstaat für (soziale) Gerechtigkeit, Recht und Ordnung da ist, d.h. dass eine systematische und effiziente Durchsetzung der Gesetze (u.a. mit staatlicher Datenerfassung) nicht etwa dem Rechtsstaat widerspricht sondern von diesem geradezu gefordert ist. Muss man sich doch nur mal die derzeitigen Mißstände angucken und die gibt es nur, weil es die Möglichkeit dazu gibt aber warum sollte man es den Bürgern so leicht machen, kriminell zu werden? Warum sollten Bürger Schwarzgeld horten und verbergen können? Der Rechtsstaat ist doch nicht dazu da, um Kriminalität zu begünstigen. Freiheit ja ... aber im Rahmen der Gesetze und es beschränkt die gesetzlich erlaubte Freiheit kein bisschen, wenn der Staat die Konten der Bürger kennt. Die Freiheit Verbrechen zu begehen, ist nicht im Sinne des guten demokratischen Rechtsstaates, der das Allgemeinwohl stärker achten muss, als das Vergüngen der Verbrecher.

Bisschen schwierig ist vielleicht noch die Besteuerung internationaler Konzerne aber als erstes sollte man Briefkastenfirmen und dubiose Konstruktionen wie die Anmeldung von Flugzeugen, Schiffen, etc. in Steuerparadiesen verbieten. Maßgeblich ist der reale Hauptsitz, Geschäftsstandort, d.h. VW muss seine Flugzeuge in Deutschland anmelden und davon kann es allenfalls dann eine Ausnahme geben, wenn ein Flugzeug seinen Heimatflughafen z.B. in China hat und überwiegend in China genutzt wird. Eigentlich ist schon klar, was vernünftig/wünschenswert ist und was nicht - da müssen sich doch nur mal ein paar gute Experten zusammensetzen und ein tendenziell ideales Regelwerk erstellen. Dieser Gesetzesentwurf/Maßnahmenkatalog wird dann veröffentlicht, ggf. verbessert und hat dann umgesetzt zu werden und zwar zügig, d.h. man darf nicht warten, bis der letzte US-Bundesstaat und die letzte Insel auch zustimmen. Es reicht schon, wenn z.B. Deutschland und Frankreich sich auf etwas (kleineres) einigen und in jedem Fall ist eine EU-weite Regelung bereits eine ganze Menge, d.h. wenn unverbesserliche Verbrecher dann aus der EU abwandern wollen, dann sollen sie das gerne tun.

Ein Problem ist skrupellose Selbstsucht und wenn es einigen Ländern wie z.B. GB schlecht geht, dann werden die natürlich alles tun, um weiterhin ein kapitalistisches Steuerparadies und Zockerhölle bleiben zu können aber dass das so nicht weitergehen kann, sollte klar sein. Ein Ausweg kann sein, dass GB zwar erstmal noch ein bisschen mehr darf aber alle anderen EU-Staaten sich an die neue Steuergerechtigkeit halten müssen. Das bedeutet, dass für einen Deutschen die deutschen/europäischen Gesetze gelten und nicht die Gesetze in GB und dass ein deutsches Unternehmen nicht einfach so in GB Schwein sein darf. London kann also erstmal ein weltweiter Finanzstandort mit britischen Vergünstigungen bleiben aber nutzen können das die EU-Staaten nicht mehr ohne weiteres, für die gelten die strengenen EU-Gesetze für mehr Steuergerechtigkeit.

Denkbar ist, dass die USA/Kanada Steuerflüchtlinge im großen Stil anziehen werden. Das ist naheliegend, weil Englisch verbreitet ist und die USA so schnell viel Geld (Hunderte Milliarden Dollar) einsammeln können. Man denke auch an die verehrte Freiheit und tendenzielle Ablehnung des Staates in den USA. Vielleicht gibt es noch andere Staaten, die Reiche anlocken wollen aber wenn dazu Staatsbürgerschaft und Hauptwohnsitz erforderlich sind (und das kann z.B. Deutschland für Deutsche so festlegen), dann wird es nicht so viele Flüchtlinge geben. Deutschland muss einfach nur für bessere Steuergesetze sorgen und dann bleiben die Deutschen auch gerne in Deutschland. Wenn die vielen Schlupflöcher geschlossen werden, dann können auch die Steuern sinken, ja sogar die Erbschaftssteuer kann abgeschafft werden. (alles imho)
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HeWhoEnjoysGravity
schrieb am 25.04.13 11:34:47
Beitrag Nr.83 
(44.510.269)
Antwort
Zitat
Ziegler: In der Schweiz wird Geld aus drei illegalen Quellen angelegt: der Steuerhinterziehung in anderen Industriestaaten, dem Blutgeld von Diktatoren und anderen Herrschern in der dritten Welt und dem organisierten Verbrechen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/affaere-um-uli-hoe…

Die Frage muss auch sein, warum der deutsche Staat nicht mehr tut. Geldtransaktionen überwachen und eine staatliche Genehmigungspflicht für Auslandskonten würden eine ganze Menge bringen. Welche Rechtfertigung für das Bankgeheimnis gibt es angesichts der Mißstände noch? Es ist doch absurd, Volk und Gerechtigkeit mit "Freiheit und Verfolgungsschutz für Kriminelle" (Bankgeheimnis) mit Füßen zu treten.

Die Lösung sind nicht harte Strafen (Knast), die Lösung ist eine de facto Abschaffung von Steuerhinterziehung, indem Auslandskonten angemeldet werden müssen. Illegale Konten können dann mit einer Abgabe von wenigstens 50% an den Staat belegt werden und dann muss man nur noch die Geldtransaktionen nach Verdachtsmomenten scannen. Die (inländischen und kooperierenden ausländischen) Banken müssen alle Kontendaten an den Staat melden - einfach ein Gesetz verabschieden und gut is.

Zusätzlich gibt es eine Steueramnestie für diejenigen, die sich dem Staat offenbaren - praktischerweise mit einer pauschalen 50% Abgabe auf das Kontoguthaben und gut is (siehe auch http://www.heise.de/tp/blogs/foren/S-Was-tun-wenn-nur-die-Ka…). Das kann man dann auch vollautomatisch machen, d.h. alle verdächtigen Kontenbesitzer werden angeschrieben und gefragt, ob sie ihr Konto mit einer 50% Abgabe legalisieren wollen.

Die Folge ist, dass in kürzester Zeit (z.B. innerhalb der nächsten Legislaturperiode) die Sache einfach, effizient und nachhaltig bereinigt ist und der Clou: unverbesserliche Verbrecher (die ihr Konto nicht legalisieren wollen) wandern aus. Perfekt. Dann noch die Steuergesetze vereinfachen und schon ist viel erreicht. (alles imho)
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HeWhoEnjoysGravity
schrieb am 21.04.13 07:40:30
Beitrag Nr.82 
(44.478.465)
Antwort
Zitat
Thread: Muss Uli Hoeness jetzt ins Gefängnis?

Hoeneß soll "unvorstellbares Vermögen" verheimlicht haben http://www.spiegel.de/sport/fussball/fc-bayern-hoeness-soll-…

Bayern-Präsident Hoeneß und die Steuerhinterziehung: Auch du, Uli?
http://www.tagesspiegel.de/sport/bayern-praesident-hoeness-u…

Wie sauber ist wohl dieser Helmut Schümann, der sich da so aufgeregt hat? Das soll untersucht werden.

Okay, ein dicker Fisch aber in finsteren Zeiten: öffentliche Terroristenunterstützung (auch durch Politiker und Journalisten, siehe Thread: Keine Einmischung in Libyen! und Thread: Die Wahrheit über die Unruhen in Syrien?), Millionen Schußwaffen in falschen Händen, Hunderte Milliarden Euro Schwarzgeld, tonnenweise illegale Drogen, keine wirksame Verbrechensbekämpfung, ...

Also ich denke, dass Uli Hoeneß nicht in den Knast soll. Steuerhinterziehung ist weit verbreitet und eine hohe Summe alleine kann kein Kriterium sein, denn viele Steuerhinterzieher mit weniger Geld hatten eben nur nicht mehr Geld, das sie dann zweifelsohne ebenso hinterzogen hätten.

Die Lösung zum Wohle aller ist ganz einfach: mindestens 50% vom hinterzogenen Geld soll an den Staat gezahlt werden - that's it. Kein Stress, einfach wenigstens 50% vom Geld einziehen und gut is. Man kann nicht Zehntausende Steuerhinterzieher verknasten, das bringt Deutschland auch nicht weiter. Der Vorteil so einer kulanten Lösung ist, dass der Staat schnell zusätzliches Geld bekommt und viele eigentlich gar nicht so schlechte Steuerhinterzieher eine neue Chance bekommen und last but not least: viel Geld wandert so zurück nach Deutschland.

Uli Hoeneß (http://de.wikipedia.org/wiki/Uli_Hoene%C3%9F) ist eher gut, ziemlich beliebt oder wenigstens bekannt - die meisten Deutschen würden wohl meine oben vorgeschlagene Regelung begrüßen. Dieser Fall kann zum Vorbild für eine zukünftig schnellere Bereinigung der Steuerflucht werden.

Wichtig ist, dass die Mißstände nachhaltig behoben werden und zwar mit einer Vereinfachung der Steuergesetze, automatischen Scans von Geldtransaktionen nach Verdachtsmomenten, staatliche Genehmigungspflicht für Auslandskonten, Abschaffung von Bargeld und Privatbanken (zugunsten staatlichem eGeld und Staatsbanken), möglichst automatische Steuererhebung, usw.

Der Staat hat auch Mitschuld, denn das System ist krank, hat die Steuerhinterziehung erst zum Volkssport gemacht. (alles imho)
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HeWhoEnjoysGravity
schrieb am 01.04.13 07:09:06
Beitrag Nr.81 
(44.338.363)
Antwort
Zitat
Thread: Geht Modell Goldfinger für Abgeltungsteuer?

Nichts als Ärger mit dem „Goldanlagen-Steuerclou"
Es klingt so einfach: Man gründet eine Handelsgesellschaft, lässt diese Gold kaufen und deklariert den Kaufpreis in der Steuererklärung als Verlust. ...

... auf 700 Millionen Euro beläuft sich der jährliche Steuerausfall aus diesem Steuersparmodell inzwischen. ... http://www.handelsblatt.com/finanzen/recht-steuern/steuern/u…

Unfassbar. Okay, die Regierung will was dagegen tun aber das ursächliche Problem ist doch wohl die mitunter extrem komplizierte und aufwendige Verlusteinrechnung, die auch noch indirekt sehr schädlich für die Volkswirtschaft ist, weil sich Verluste nämlich (steuerlich) lohnen können (man denke auch an Verschuldung und Fehlinvestitionen). Vermutlich kostet die falsche Steuerpolitik direkt und indirekt viele Milliarden Euro und zwar zu Lasten Deutschlands. Möglicherweise wiegt die steuerliche Verlusteinrechnung in Kombination mit Tricksereien und komplizierten Steuergesetzen sogar schwerer als Deutschlands Zahlungen an die EU. Siehe auch Diskussion ab http://www.wallstreet-online.de/diskussion/1167946-41-50/vor…. (imho)
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HeWhoEnjoysGravity
schrieb am 15.03.13 08:24:42
Beitrag Nr.80 
(44.255.400)
Antwort
Zitat
Thread: Wahlprogramm - SPD will massive Steuererhöhungen

Also eine höhere Kapitalertragssteuer (z.B. 33%) kann ich ja noch akzeptieren aber ein Vermögenssteuer oder eine pauschale Überbesteuerung der Reichen ist ungerecht. Man darf nicht die Mehrleister für's Mehrleisten bestrafen.

Was ist denn mit den Hunderten Milliarden Euro Schwarzgeld? Erstmal müssen die eingesammelt werden, bevor es ehrlichen Reichen ans Geld gehen darf. Eine Abschaffung von Bargeld spart/bringt viel Geld und bekämpft die Kriminalität, was wiederum viel Geld spart/einbringt. Eine Steuervereinfachung und möglichst weitgehender automatischer/zwangsweiser Steuereinzug ohne Schlumpflöcher macht das System effizienter und gerechter.

Privatbanken und Versicherungen sind der helle Wahnsinn - warum sollte man Privaten das erlauben? - das ist doch Aufgabe des Staates. Der Kapitalismus entzieht dem System unzählige Milliarden - da muss man ansetzen! Eine gute Staatsbank bringt dem Staat viel Geld und der Wirtschaft günstige Kredite.

Die SPD muss sich bessern, denn bisher erhält sie nur die Mißstände (Kapitalismus, Privatbanken), ist unter dem Vorwand der sozialen Gerechtigkeit eher ungerecht. Die SPD richtet sich auch gegen gute Reiche und fleißige Wohlhabende und das darf nicht sein. Der arbeitslose Proll hält Deutschland nicht am Laufen und die Verbrecher saugen Deutschland aus - man muss gezielt das Schlechte bekämpfen. Eine pauschale Umverteilung ohne Berücksichtigung erbrachter Leistungen ist gesellschaftsschädlich und ungerecht.

Es muss eine radikale Vereinfachung des Steuersystems geben. 88.000 Steuerberater und unzählige Regeln, Lücken und Abschreibungsmöglichkeiten sind Wahnsinn. Es ist grob falsch, wenn Fehler/Verluste auch noch bei der Steuer belohnt werden - das führt zu Milliardenschäden. Da muss man ansetzen. (alles imho)
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HeWhoEnjoysGravity
schrieb am 07.12.12 12:32:40
Beitrag Nr.79 
(43.902.190)
Antwort
Zitat
Da sieht man mal, wie viel Geld noch zu holen ist: "Rund eine Billion Euro jährlich geht den öffentlichen Kassen der EU-Staaten durch Steuerbetrug und im Ausland verstecktes Vermögen verloren" (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/steuerbetrug-eu-ko…)

PS: Diskussion zum Thema Vermögenssteuer: http://www.heise.de/tp/blogs/foren/S-Hinweise-wie-ein-Spitze…
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schrieb am 29.11.12 12:28:03
Beitrag Nr.78 
(43.874.610)
Antwort
Zitat
Steuern? Klar!

25% auf alles und Abschaffung ALLER Subventionen! Alle Beamten die jünger als 67 sind werden zwangsrekrutiert um auf Provisionsbasis Steuerhinterzieher zu jagen!

Diese werden an verkaufoffenen Samstagen in der Fussgängerzone ausgepeitscht oder mit Katzenscheisse beworfen!

Ihr habt es geahnt... DAS IST MEIN VOLLER ERNST!
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HeWhoEnjoysGravity
schrieb am 29.11.12 06:30:59
Beitrag Nr.77 
(43.873.403)
Antwort
Zitat
Haben sich in Großbritannien die Reichen davongemacht?
Die Erhöhung des Höchststeuersatzes auf 50 Prozent unter der Labour-Regierung hat die Zahl der britischen Millionäre um zwei Drittel schrumpfen lassen ... http://www.heise.de/tp/blogs/8/153275

Also ich denke: möglicherweise würde sogar ein Spitzensteuersatz von 25% reichen, nämlich wenn Steuerhinterziehung einfach nicht mehr möglich wäre, wenn es einfacherer/robustere Steuergesetze aber kein Bargeld mehr gäbe (nur noch elektronisches Geld und eine Staatsbank). Man bedenke, dass es ja auch noch Umsatzsteuern, Gewinnsteuern und Transaktionssteuern geben kann.

Ich bin gegen eine Vermögenssteuer, denn die würde nur zu volkswirtschaftlich schädlichen (legalen/illegalen, direkten/indirekten) Vermeidungsstratgien führen. Es ist derzeit kaum möglich, das Vermögen fair zu schätzen - eine Vermögenssteuer wäre daher ungerecht, auch weil Sparen ja wünschenswert ist. Wenn Geld trickreich vermögenswirksam gebunden ist, fehlt es der Volkswirtschaft - Bargeld wird leichter ausgegeben. Hedonismus ist auch äußerst schädlich und der kann durch zu hohe Steuern begünstigt werden ("arbeiten und sparen lohnt nicht").

Das derzeitige Problem sind Kriminalität, Korruption und Ungerechtigkeit ... aber die können nicht mit einer Vermögenssteuer bekämpft werden, die eher die Ehrlichen treffen würde, sondern man muss das Bargeld abschaffen, das Bankgeheimnis komplett gegenüber dem Staat aufheben, die Steuergesetze vereinfachen und Steuern so gut es geht automatisch einziehen.

Ein weiteres Problem ist der Kapitalismus: Unternehmen bluten über Dividenten aus und es gibt zu viele korrupte Fehlinvestitionen im Ausland - anstatt das Geld in Deutschland zu investieren. Mit einer staatlichen Infrastruktur und Grundversorgung würde der Staat automatisch mehr Geld einnehmen - Geld, dass derzeit an (teilweise sogar ausländische) Kapitalisten abfließt.

Derzeit wird vieles falsch gemacht: superhohe Steuern aber gleichzeitig viele (legale und illegale) Steuerschlupflöcher. Es ist doch totaler Irrsinn, den Kapitalisten die Ausbeutung des Volkes zu gestatten und sich dann auch noch bei der Steuer verarschen zu lassen.

Die Lösung istd er ideale Sozialismus (staatliche Infrastruktur und Grundversorgung aber auch mit Privatbesitz und Unternehmertum). Reiche können nützlich sein, weil sie ihr Geld investieren und Arbeitsplätze schaffen - man muss nur dafür sorgen, dass es keinen ungerechtfertigten Reichtum gibt, dass Steuern ehrlich bezahlt werden und das geht am besten mit möglichst einfachen Steuergesetzen, automatischer Steuereinziehung und Bargeldabschaffung.

Das Geniale daran: mit einer Behebung der Mißstände können die (ehrlichen) Reichen, Staat und Volk profitieren. Geradezu ein Wunder. Wie das? Nun, ganz einfach: es gibt einen riesigen Produktivitätsüberschuß (durch moderne Technik, Arbeitsteilung, viele gebildete Arbeiter), der aber derzeit von den Mißständen (Kapitalismus, Korruption, Kriminalität) aufgefressen wird. Die Lösung aller Probleme ist die Behebung der Mißstände - auch mit einer wirksamen Verbrechensbekämpfung zur Entmachtung schlechter Menschen. (alles imho)
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HeWhoEnjoysGravity
schrieb am 09.08.12 09:11:38
Beitrag Nr.76 
(43.473.408)
Antwort
Zitat
Vermögensteuer: Rot-Grün will an Reichtum ab zwei Millionen Euro
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/vermoegensteuer-sp…

Das Problem bei einer Vermögensteuer ist, dass das Vermögen komplett erfasst werden muss, also auch Immobilien, Autos, Boote, Edelmetalle, Edelsteine, Kunstwerke, ... und diese müssen zum jeweils aktuellen Marktpreis bewertet werden. Das ist offensichtlich viel zu aufwendig, sehr fehleranfällig und streitträchtig. Eine Vermögenssteuer verleitet nur zu deren Umgehung (legal oder illegal - das kostet Zeit, ist schädlich). Außerdem ist Sparen wünschenswert.

Viel schlauer ist es, eine variablere Umsatzsteuer einzuführen, die bei Luxusgütern und Umweltschädlichem höher ist als bei notwendigen Lebensmitteln. Zuerst muss es eine Abschaffung von Bargeld und Privatbanken (nur noch elektronisches Geld und Staatsbanken) und eine weitgehend automatische Steuererhebung geben und wenn das geschafft ist, dann gibt es keinen Bedarf mehr für eine Vermögensteuer. Die Politik muss endlich mal was grundlegend verbessern, anstatt nur faul die Mißstände zu verwalten - Schluß mit dem Rummurksen! (alles imho)
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HeWhoEnjoysGravity
schrieb am 21.06.12 10:23:36
Beitrag Nr.75 
(43.305.625)
Antwort
Zitat
Steuereinnahmen sinken erstmals seit zwei Jahren
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/steuereinnahmen-si…

Wann wacht Deustchland endlich auf? Es ist doch so einfach:

- Amnestie für Steuersünder bei pauschaler 50% Abgabe an den Staat + Rasterfahndung nach Steuerbetrügern,
- Abschaffung von Privatbanken und Bargeld (stattdessen Staatsbank und elektronisches Geld),
- Abschaffung privater Versicherungen (stattdessen staatliche Gesundheitsführsorge und Hilfe im Schadensfall),
- Prostitutionsverbot und wirksamere Verbrechensbekämpfung zur Entmachtung schlechter Menschen,
- Einfachere Steuergesetze und automatische Steuererhebung,
- BGE und Legalisierung von Drogen (bei kontrollierter Abgabe).

Die derzeit veruntreuten und verschwendeten Milliarden warten doch nur darauf, eingesammelt zu werden. (alles imho)
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HeWhoEnjoysGravity
schrieb am 21.03.12 08:09:23
Beitrag Nr.74 
(42.932.883)
Antwort
Zitat
Jeder vierte Arbeitnehmer hat innerlich gekündigt
... Laut Gallup-Schätzung entsteht durch schlecht motivierte Mitarbeiter ein volkswirtschaftlicher Schaden von bis zu 124 Milliarden Euro - pro Jahr.

In Deutschland gibt es rund 36,6 Millionen Arbeitnehmer. Glaubt man Gallup und nimmt an, dass von diesen 23 Prozent innerlich gekündigt haben, würde das bedeuten: Mehr als acht Millionen Menschen arbeiten nur das Nötigste oder sabotieren gar die eigene Firma. ... http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,822519,00.h…

Auch da läßt sich Geld holen, indem man das Problem behebt (wenn die Volkswirtschaft profitiert, dann auch der Staat).

Mehr Lob ist da überhaupt keine Lösung. Was kann helfen?

- Behebung von Mißständen, Verbesserung der Arbeitsbedingungen.
- Schlechte Angestellte entlassen, die in Führungspositionen zuerst.
- Bekämpfung von Fett- und Drogensucht, Pornographie und Prostitution.

Überrascht ob des letzten Punktes? Nun, das ist sogar das Hauptproblem, denn eine Sucht kostet viel (auch geistige) Kraft und der Süchtige hat keinen Spass mehr an alltäglichen Dingen wie Arbeit. Pornos können sogar schlimmer wirken als eine Alkoholsucht (Pegeltrinker) und Prostitution (bzw. deren Nutzung) ist allgemein schädlich und korreliert mit Drogen und Pornos. (alles imho)
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HeWhoEnjoysGravity
schrieb am 16.03.12 11:47:12
Beitrag Nr.73 
(42.912.790)
Antwort
Zitat
Deutsche Wirtschaft: Korruption richtet Schaden von 250 Milliarden Euro an
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,821687,00.h…

Mein Reden: wirksamere Verbrechensbekämpfung und die Steuern können gesenkt werden, eine Superbesteuerung von ehrlichen Millionären ist unnötig. Auch ein BGE ist ohne Mafia, ohne Bargeld und ohne Steuerbetrug viel leichter machbar. (imho)

Reichensteuer: Lafontaine will 75 Prozent von Millionären
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,821695,00.h…

Oskar Lafontaine hat's also noch nicht geschnallt. Warum fordert der nicht die Abschaffung von Bargeld und eine wirksamere Verbrechensbekämpfung zur Finanzierung eines BGE?
Avatar
HeWhoEnjoysGravity
schrieb am 08.03.12 07:44:48
Beitrag Nr.72 
(42.868.242)
Antwort
Zitat
Wehrdienst und Bundesfreiwilligendienst: Aufstand gegen Schäubles Freiwilligen-Steuer
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,819952,00.h…

Beim Staatsdienst (Staat ist Arbeitgeber) ist ein Steuernachlaß (z.B. Steuerbefreiung für niedrige Einkommen) wünschenswert (gleichbedeutend mit höherem Gehalt - der Staatsdienst sollte gut bezahlt werden).

Notwendig ist allerdings auch eine allgemeine Steuergerechtigkeit und das heißt, dass man sich mal an die theoretische Ermittlung von Gehaltsempfehlungen macht, auch im Hinblick auf ein BGE (Thread: Bedingungsloses Grundeinkommen für alle). Lohn-Preis-Inflationsspirale und Erpressung mit Streiks finde ich nämlich nicht so ideal.

Die Frage ist, wie (auch aus marktwirtschaftlicher und finanztheoretischer Sicht) die Normgehälter aller Berufsgruppen (Abweichungen möglich) idealerweise sein sollten ... und zwar so, dass das System nicht nach ein paar Jahrzehnten crashed, sondern wenigstens Jahrtausende halten kann. Besondere Fähigkeiten, viel Verantwortung und harte Arbeit müssen besser bezahlt werden. Selbstverständlich muss es auch Wohlhabende und Reiche geben - die sind nützlich, weil die im Unterschied zu der nur konsumierenden Unterschicht größere Projekte (vom Hausbau bis zur Unternehmensgründung) stemmen können.

Kleiner Hinweis: Arbeit ist gut und (unnötiger) Konsum ist schlecht. Wenn die Unternehmen zu viel Geld machen, dann sollte der Staat die Unternehmensgewinne stärker besteuern - das ist besser, als wenn man mit einer Lohn-Preis-Spirale für Inflation und somit für Destabilisierung sorgt.

Das kapitalistische System ist problematischer als ein sozialistisches (mit Privatbesitz), wo jeder Bürger eine Grundversorgung (BGE) bekommt und an den darüber hinaus gehenden Löhnen und Steuern ziemlich frei herumgespielt werden kann. Das BGE sollte bar ausgezahlt werden und so bemessen sein, dass damit ein einfaches Leben (mit Internet und Fahrrad aber ohne Auto und Urlaub) möglich ist. Die Barauszahlung ist wichtig, damit die Bürger Anreize zum Sparen haben, denn Geldsparen ist immer möglich, auch mit nur einem BGE. Der Staat sollte kostengünstige Kredite für Sonderfälle (z.B. Umzüge) zur Verfügung stellen - Kredite sind schlau, die schrecken erstmal ab und bei Wohlverhalten können Schulden nach ein paar Jahren erlassen werden (das ist auch ein kluges Verfahren für eine staatliche steuerfinanzierte Universalversicherung).

Was macht ein Bürger mit wenig Geld? Er versucht Geld zu verdienen und wird dabei auch für relativ wenig Geld arbeiten wollen. Wichtig ist, dass sich illegaler Gelderwerb nicht lohnt und da ist die Abschaffung von Bargeld hilfreich (in Verbindung mit einer automatischen Überwachung/Kontrolle der Geldströme). Wie viel kostet den Staat das ganze Bargeldsystem? Man denke auch an die Kosten durch Schwarzarbeit, Steuerhinterziehung und organisierte Kriminalität. Tja, da gibt es eine Menge zu holen und in einem effizienten Deutschland ist ein BGE problemlos realisierbar: derzeit leben doch schon alle ganz passabel - ein BGE ist nur eine Umverteilung, die insgesamt sogar Geld sparen kann (weniger Bürokratie, Möglichkeit für Lohnkürzungen).

Nun könnte man argumentieren, dass ein Mensch viel motivierter arbeitet, wenn er ohne Arbeit sterben müsste (kein BGE, Lohn ist lebensnotwendig) aber ich denke, dass ein BGE viel besser ist, weil die Menschen dann mehr aus Idealismus und Überzeugung arbeiten, weil Ausbeutung (Sklavenarbeit) nicht so leicht möglich ist. Ein BGE sorgt für gute Arbeitsbedingungen und angemessene Löhne. Gewerkschaften können dann abgeschafft werden; Betriebsräte und Arbeitnehmervereinigungen sind noch erlaubt (gibt dann halt keine Streiks und korrupte Funktionäre mehr).

Es ist unbezahlbar, wenn die Bürger sich mit dem Staat identifizieren und patriotisch sind und ein BGE macht da schon mal einen guten Eindruck - da kann keiner mehr gegen den Staat sein. In der modernen Welt ist hochwertige und verantwortungsvolle Arbeit Trumpf, schon bald erledigen Roboter niedere Arbeiten (ein weiterer Grund, warum ein BGE realisierbar ist) - da braucht es also keine Sklaven, sondern gute Bürger. Es ist keineswegs schlecht, wenn ein paar Luschen dann nicht arbeiten wollen - die würden ansonsten auf der Arbeit doch nur Schaden anrichten. Außerdem gibt es ja auch welche, die nicht arbeiten können (Krankheit etc.) und es ist keineswegs schlau, wenn Krankheit die einzige Möglichkeit ist, sich vor Arbeit zu drücken (auch simulierte Krankheiten kosten zusätzlich viel Geld). (alles imho)
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HeWhoEnjoysGravity
schrieb am 29.02.12 09:16:07
Beitrag Nr.71 
(42.823.419)
Antwort
Zitat
"... der Satz von 75 Prozent bezieht sich nicht auf das gesamte Einkommen, sondern nur auf den Teil des Einkommens, der über einer Million liegt. ...

... Solche Steuersätze, wie sie Hollande vorschlägt, seien in der jüngeren französischen Geschichte schon mehrmals vorgekommen. Tatsächlich haben sie vor allem symbolischen Charakter, wie Experten herausstellen. Sie würden, je nach Schätzung, zwischen 7.000 und 30.000 oder 15.000 bis 20.000 Haushalte betreffen, auf jeden Fall weniger als ein Prozent der Bevölkerung. Dazu komme, dass Spitzenverdiener genug Möglichkeiten hätten, ihr Einkommen vor der Steuer niedriger zu rechnen, durch die Angabe von hohen Ausgaben. ..." http://www.heise.de/tp/artikel/36/36494/1.html

Also dann kriegen doch in erster Linie die Steuerberater mehr zu tun, was der Volkswirtschaft vor allen Zeit und Geld kostet. Auch legale Steuerumgehungsmethoden sind schädlich, weil irgendwas kompliziertes (aber sonst ggf. wenig sinnvolles) gemacht wird, nur um Steuern zu sparen. Da ist es doch besser, ein einfacheres Steuermodell mit niedrigeren Steuern aber ohne Schlumpflöcher zu gestalten. (imho)

PS: weitere Argumente siehe #1194 und #1195 in http://www.wallstreet-online.de/diskussion/1157441-1191-1200…
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HeWhoEnjoysGravity
schrieb am 28.02.12 10:11:51
Beitrag Nr.70 
(42.816.606)
Antwort
Zitat
Hollande fordert Spitzensteuersatz von 75 Prozent
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,817960,00.html

Das ist doch Wahnsinn. Schon mal daran gedacht, dass einige ihr Geld wert sind? Es ist doch dumm, herausragende Mehrleister derartig zu bestrafen.

Viel mehr braucht es ein einfacheres und gerechteres Steuersystem, das als erstes Steuerhinterziehung und Steuertricksereien unmöglich macht. Ein hoher Spitzensteuersatz trifft zuerst die Ehrlichen aber gleichzeitig werden Milliarden hinterzogen und das organisierte Verbrechen jongliert ziemlich ungestört mit Milliarden, weil es keine systematischen Scans nach Verdachtsmomenten gibt. Die Abschaffung von Privatbanken und eine Börsenumsatzsteuer sind auch gute Ideen, die zudem mehr bringen.

EU-weit gibt es womöglich Billionen Euro Schwarzgeld ... seit Jahrzehnten ... und was tun die Politiker? Tun sie was? Nö, jedenfalls nicht genug und einige erdreisten sich sogar, die Strafverfolgung vereiteln zu wollen (man denke an sachdienliche Hinweise auf Straftaten, die Steuer-CDs, siehe Thread: Rote und Gelbe raten zum Kauf ---Kauft der Staat jetzt Hehlerware?). Die Mafia ist definitiv zu stark, kann seit Jahrzehnten die Politik beeinflussen.

Hunderte Milliarden Schwarzgeld bleiben unangetastet aber ein Präsidentschaftskandidat fordert einen Spitzensteuersatz von 75%. Okay, er will das System insgesamt fairer gestalten und ggf. Kapitalertragssteuern erhöhen aber wie kommt er bloß zu einem schwachsinnigen Spitzensteuersatz von 75 Prozent? Hoffnung auf den Neid der Armen oder was? Wann fangen Politiker endlich mal an, ein Ideal anzustreben, anstatt rumzumurksen und Wahltaktik zu betreiben? (alles imho)
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schrieb am 29.12.11 09:57:48
Beitrag Nr.69 
(42.528.662)
Antwort
Zitat
Dieses Steuerrecht Deutschlands ist nicht reformierbar.
Lieber das Steuerrecht eines anderen Landes übernehmen. Vielleicht von Lettland.

http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article741425/Lettland-w…

Man muß dazu allerdings wissen, dass es in Lettland noch nicht viele Ausnahmen gibt. EU richtet es...

Gruß
Kohlenzieher
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HeWhoEnjoysGravity
schrieb am 29.12.11 09:41:11
Beitrag Nr.68 
(42.528.613)
Antwort
Zitat
Frankreich führt Cola-Steuer ein
Einen ordentlichen Schluck aus der Pulle darf sich Frankreichs Fiskus gönnen: 280 Millionen Euro soll eine neue Steuer auf Süßgetränke dem Staat jährlich in die Kassen spülen. ... http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,806143,00.h…

Klasse, das braucht Deutschland auch. Mal so eben ein paar Hundert Millionen Euro einnehmen und auch noch die Volksgesundheit fördern - kann es eine schönere Steuer geben?
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HeWhoEnjoysGravity
schrieb am 26.12.11 11:54:19
Beitrag Nr.67 
(42.521.655)
Antwort
Zitat
DGB-Chef fordert höhere Steuern für Reiche
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,805783,00.h…

Also anstatt stumpf die Steuern zu erhöhen, sollte man lieber erstmal
- für ein besseres Steuersystem (einfacher, gerechter)
- und vor allem für eine effiziente, wirksame Strafverfolgung sorgen.

Es kann doch nicht angehen, dass einige sich halblegal oder illegal aus den Steuern raustricksen aber andere immer mehr zahlen müssen. Kriminalität und organisiertes Verbrechen verursachen hohe Milliardenschäden, da ist eine Menge Geld zu holen und vor allem is dafür auch eine breite Unterstützung zu erwarten - sowohl bei den (guten) Reichen und Mächtigen, als auch beim Volk. (alles imho)
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HeWhoEnjoysGravity
schrieb am 16.11.11 09:49:46
Beitrag Nr.66 
(42.356.587)
Antwort
Zitat
Übergroße Autos: Viel zu breit
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,795662,00.html

Mögliche Lösung: hohe Sondersteuer auf große (zu breite, zu schwere) Privatautos. Sondersteuern sind prima, weil die regulieren, ohne gleich zu sehr einzuschränken. Begründen läßt sich das mit dem Aufwand/Schaden, den größere Autos verursachen.

Letztendlich führ das zu einer umfassenden Steuer auf schädlichen Luxus aber das ist die perfekte Steuer, weil jeder die Wahl hat, eher Wohlhabende zur Kasse gebeten werden und die Steuer unerwünschtes Verhalten bestraft. (alles imho)
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HeWhoEnjoysGravity
schrieb am 07.11.11 06:35:41
Beitrag Nr.65 
(42.310.180)
Antwort
Zitat
#63 (42.306.888) > weniger Steuern

Gemeint war: gute Bürger zahlen weniger Steuern aber der Staat hat trotzdem mehr Geld, weil es weniger geldfressende Mißstände und praktisch keine Steuerhinterziehung mehr gibt.

Ein wichtiger Aspekt im neuen Deutschland ist die (effizientere) staatliche Infrastruktur, wodurch einerseits Geld und Zeit gespart werden aber andererseits der Staat mehr Geld einnimmt (das ging vorher an Private und die haben es teilweise ins Ausland geschafft). (alles imho)


#64 (42.309.846) > Schon mal was Überwachungsstaat gehört?

Jo und der ist das Ziel - es gibt auch gute Überwachungsstaaten - besser als ein "Wegschau und Verbrecher machen laß"-Staat. Such' dir schon mal ein Land zum auswandern, wenn dir meine Ziele nicht passen, denn die werden in Deutschland (ggf. verbessert) realisiert werden. (imho)

PS: ich werde nicht bezahlt und gucke zur Zeit keine Internet-Videos.
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schrieb am 06.11.11 22:30:28
Beitrag Nr.64 
(42.309.846)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.306.888 von HeWhoEnjoysGravity am 05.11.11 15:27:12Dabei ist die Lösung so einfach:
- Abschaffung von Bargeld (=> viel weniger Kriminalität, weniger Aufwand/Kosten für Geschäfte, Banken),
- Staatliche Bank, vorzugsweise automatische Steuererhebung (=> im Normalfall muss man nix tun, man kriegt jährlich eine Auflistung der Abgaben; Sonderbehandlung von Unternehmen möglich).



Dir haben se wohl ins Gehirn ge...


Wenn de wenigstens im Beitrag der Kontrolle über elektronisches Geld net der Regierung überlassen würdest, sondern durch Los gezogenen Volksvertretern und nicht ...

Schon mal was Überwachungsstaat gehört?

http://www.youtube.com/watch?v=yz2fzGILVfk


Oder wirste von Leuten a la Schäuble bezahlt?

http://www.youtube.com/watch?v=10JYD5n9kxE

http://www.youtube.com/watch?v=bfCfojpEj20&feature=related
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HeWhoEnjoysGravity
schrieb am 05.11.11 15:27:12
Beitrag Nr.63 
(42.306.888)
Antwort
Zitat
Fahnder überprüfen dutzende DFB-Schiedsrichter
... Nach Informationen des SPIEGEL heißt es in einer Notiz der Fahnder, es müsse "von einem System ausgegangen werden". Eine der Schlüsselfiguren, so steht es in den Akten, sehen die Ermittler in dem früheren DFB-Schiedsrichter Winfried Buchhart. Der 53-jährige Buchhart, der im Vorstand des Bayerischen Fußball-Verbandes sitzt und als Wirtschaftsprüfer des Verbandes arbeitet, ist Inhaber der Schrobenhausener Treuhand GmbH, eines Steuerbüros in der Nähe von Augsburg.

Mindestens sechs der Schiedsrichter, die von den Ermittlern der Steuerhinterziehung bezichtigt werden, werden von Buchharts Kanzlei vertreten. Fahnder des Finanzamtes Augsburg-Stadt gehen davon aus, dass die Schrobenhausener Treuhand GmbH Steuererklärungen der Referees fast schon routinemäßig mit erfundenen Kosten für Dienstfahrten, Bewirtung, Rechtsberatung oder Geschenke manipuliert habe, um so die Steuerbelastung für die Schiedsrichter zu senken. ... http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,796004,00.html

Nur ein kleines Beispiel.

Jährlich gehen Deutschland doch viele Milliarden Euro aufgrund von Betrug und eines komplizierten Steuersystems verloren.

Teilweise wird Geld ins Ausland verschoben, teilweise wird es für Luxus, Drogen und Nutten verschwendet. Nicht nur die 88 Tausend Steuerberater kosten der Volkswirtschaft Geld und Zeit, auch jede Einkommenssteuererklärung kostet Zeit, Geld und Nerven (Bürgern und Steuerbeamten).

Dabei ist die Lösung so einfach:
- Abschaffung von Bargeld (=> viel weniger Kriminalität, weniger Aufwand/Kosten für Geschäfte, Banken),
- Staatliche Bank, vorzugsweise automatische Steuererhebung (=> im Normalfall muss man nix tun, man kriegt jährlich eine Auflistung der Abgaben; Sonderbehandlung von Unternehmen möglich).

=> weniger Aufwand, weniger Steuern, mehr Gerechtigkeit, mehr nützliche Arbeitsleistung für die Volkswirtschaft. (alles imho)
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schrieb am 19.10.11 23:48:38
Beitrag Nr.62 
(42.234.646)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.230.208 von HeWhoEnjoysGravity am 19.10.11 10:08:29
Wenn dem Staat alle Kraftwerke, die Infrastruktur (inklusive ITK, Transport und Wasserwerke) und vielleicht auch noch die Grundversorgung (Kaufhaus- und Supermarktkette) aber insbesondere eine monopolartige Staatsbank gehören würden, dann würde der Staat automatisch viel zusätzliches Geld einnehmen und bräuchte nicht mehr so hohe Steuern. Staatliche Wohnungsgesellschaften könnten Wohnungen günstig vermieten (=> weniger Sozialhilfe nötig, Bürger haben mehr Geld).

Fangen wir bei den Banken an.

Lt.Wiki:

Charakteristisch für das Bankwesen in Deutschland ist die Drei-Säulen-Struktur. Damit wird die strikte Trennung in die Säulen Genossenschaftsbanken (1.144 Kreditgenossenschaften und 2 genossenschaftliche Zentralbanken), öffentlich-rechtliche Institute (431 Sparkassen und 10 Landesbanken und Spezialinstitute) sowie 218 Privatbanken (4 Großbanken, 159 Regional- und sonstige Banken sowie 96 Zweigstellen ausländischer Banken) bezeichnet.

Es ist doch ein Verbrechen, die Privatbanken zu retten.
Die Landesbanken mit ihren Sparkassen können die Geldversorgung alleine spielend stemmen.

Wieso sind Privatbanken systemrelevant?
Das ist doch erstunken und erlogen!
Die können sich nen eigenen Einlagensicherungsfonds schaffen,, von mir aus Privatkunden und das alles mögliche finanzieren, und wenn sie Pleite gehen, sollen sie das von mir aus. Allerdings dürften sie nur mit den Einlagen ihrer Kunden arbeiten.
Volksabstimmung, ständig wechselnde frei gewählte oder durch Los gezogene Vertreter für die Landesbanken reichen.
Privatbanken dürften keine Geldschöpfung aus dem Nichts betreiben dürfen, das sollten ausschließlich staatlich kontrollierte Institutionen dürfen.
Und wenn die Privaten in Staatsanleihen investieren, bitte schön.
Wenn ein Staat Pleite geht, müssen die das ihren Kunden erklären, warum sie dort investiert haben.
Nur mal so ganz grob.

MfG
Kohle
Avatar
HeWhoEnjoysGravity
schrieb am 19.10.11 10:08:29
Beitrag Nr.61 
(42.230.208)
Antwort
Zitat
#59 (42.219.201) > ... dass der Staat mehr Geld hat, obwohl die Bürger weniger Steeurn zahlen müssen.

Wenn dem Staat alle Kraftwerke, die Infrastruktur (inklusive ITK, Transport und Wasserwerke) und vielleicht auch noch die Grundversorgung (Kaufhaus- und Supermarktkette) aber insbesondere eine monopolartige Staatsbank gehören würden, dann würde der Staat automatisch viel zusätzliches Geld einnehmen und bräuchte nicht mehr so hohe Steuern. Staatliche Wohnungsgesellschaften könnten Wohnungen günstig vermieten (=> weniger Sozialhilfe nötig, Bürger haben mehr Geld).

Beim Kapitalismus und schädlichen Privatisierungen von Volksvermögen zahlt der Bürger letztendlich doppelt: einerseits für die Gewinne der Kapitalisten und andererseits mit Steuern für den Staat. Der Staat ist unverzichtbar und braucht in jedem Fall Geld - auf die Kapitalisten kann man verzichten.

Besser ist daher ein idealer Sozialismus (mit Privatbesitz und privatem Unternehmertum), wo einem starken Staat wenigstens die ganze Infrastruktur gehört. Wenn es nicht mehr so viel korrupten Kapitalismus gibt (Privatbanken, Versicherungen, Spekulanten, ...), dann stehen auch viel mehr Arbeiter zur Verfügung, die dann was sinnvolles schaffen können (Verbesserung von Deutschland, Bau von Bunkeranlagen und idealer Megastädte, Kolonialisierung des Weltraums, ...). (alles imho)
Avatar
schrieb am 17.10.11 09:42:37
Beitrag Nr.60 
(42.219.511)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.219.201 von HeWhoEnjoysGravity am 17.10.11 08:32:02Da kann man ja nur mit einem Zitaz aus "Deinen" eigenen Reihen antworten:

"Wer die Pflicht hat Steuern zu zahlen, hat auch das Recht Steuern zu sparen." Helmut Schmidt, Ex-Bundeskanzler

Aber ist schon klar, die Linke ist im Besitz der absoluten Weisheit und alle die das nicht glauben wollen, sind gesellschaftliche Blindgänger.

Natürlich läuft einiges falsch, die risikoreichen Geschäfte der Banken sollten eingedämmt werden etc. Die jetzige Krise ist allerdings auf die exorbitante Staatsverschuldung (durch ausufernde StaatsAUSGABEN) verursacht.

Der Steuerberater schädigt auch nicht die Gesellschaft, weil er in einem Rechtsstaat den Bürgern wie ein Rechtsanwalt zu ihrem Recht verhilft. Ich kenne auch keinen Kollegen, der nicht eine deutliche Vereinfachung der Steuergesetze befürworten würde, weil wir Teile der Gesetzgebung auch nicht mehr nachvollziehen können bzw. sie den Mandanten nicht erklären können.

Der Berufsstand ist da besonders "erfolgreich" wo der Staat in jedem Steuerzahler einen Steuerhinterzieher sieht. Zu den kolportierten Mehrergebnissen der Betriebsprüfer kann ich nichts sagen, i.d.R. sind aber mind. 75% des "Mehrergenisses" lediglich eine zeitliche Verschiebung.

Gruß
Taxadvisor

P.S.: Ich klinke mich jetzt auch aus, Du brauchst also nicht zu antworten...
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HeWhoEnjoysGravity
schrieb am 17.10.11 08:32:02
Beitrag Nr.59 
(42.219.201)
Antwort
Zitat
... Ein drastisches Beispiel für exorbitante Opportunitätskosten für die Gemeinschaft hat die britische new economic foundation in ihrem Bericht A bit rich errechnet: Danach schädigt jeder britische Steuerberater die Gemeinschaft des Vereinigten Königreiches mit dem 47-Fachen seines Jahreseinkommens von 70.000 bis 200.000 britischen Pfund. Dass es überhaupt ein angesehener und legaler Beruf sein kann, Firmen und Privatleuten dabei zu helfen, die Zahlung von Steuern und Abgaben an die Gemeinschaft zu reduzieren und zu vermeiden, ist Ausdruck des größtmöglichen Misstrauens zwischen Bürgern und Staat.

Es verwundert nicht, dass der Beruf des Steuerberaters ausschließlich in defizitären Staaten wie den USA, Großbritannien und Deutschland andauernd boomt. In Norwegen und der Schweiz dagegen ist er nicht so verbreitet. In Deutschland gibt es sogar eine ganz ohne Sarkasmus als Körperschaft des öffentlichen Rechts bezeichnete Bundessteuerberaterkammer, die 86.279 (2009) Mitglieder der edlen Zunft zählt. Der Steuerberater ist ein staatlich anerkannter und geprüfter Beruf.

Nach Schätzung der deutschen Steuergewerkschaft gehen Deutschland allein durch zu wenige Finanzbeamte 30 Milliarden Steuern jährlich verloren. Ein einziger Betriebsprüfer, so wurde errechnet, spielt pro Jahr eine Million Euro ein. Gelingt es den deutschen Steuerberatern, den gleichen Betrag, also als Berater von 50 Kunden je 20.000 Euro Steuern zu "sparen" - was für ein verrückter Begriff, wenn man weiß, dass jeder fehlende Euro für Zinsen aufgebracht oder gar durch neue Schulden finanziert wird -, dann entgehen der Gemeinschaft weitere 86 Milliarden Euro im Jahr. Mit einem Durchschnittsbruttogehalt von 70.000 Euro fallen die Steuerberater selbst auch noch mit 6 Milliarden Euro ins Gewicht.

Das Misstrauen der Bürger gegen "den Staat" kostet also in Deutschland die Gemeinschaft bereits ohne Berücksichtigung von Schwarzarbeit unvorstellbare 122 Milliarden Euro. Dies ist erheblich mehr, als insgesamt für Zinsen und in Normaljahren selbst für die Neuverschuldung benötigt wird. Die weltweit grösste Steuerberatungsfirma Deloitte veröffentlich regelmässig einen World Tax Advisor, dessen einziger Inhalt darin besteht, die jeweils nationalen Steuergesetze entweder zu umgehen oder aber - falls gerade ein armes Land Dumpingsteuern beschlossen hat - Holdings und Vermögenswerte in dieses Land zu verlagern.

Allen Ernstes sprechen Politiker auch in Europa von einem "Steuerwettbewerb", das heißt also von einem Wettbewerb zwischen den Staaten, möglichst viele Steuern in ihrem Land zu verbuchen. Die Verlierer dieses unsinnigen Wettbewerbs müssen dann mit Milliardenbürgschaften und Krediten vom Europäischen Stabilitätsfonds (EFSF), mit EU-Strukturhilfen, vom Internationalen Währungsfonds (IWF) und von der Europäischen Zentralbank (EZB) gestützt werden. Vor allem aber müssen ihre verblieben Steuermittel bis zur Hälfte für die damit verbundenen, hohen Zinsen verwendet werden.

Da Deutschland trotz der beachtlichen, fehlenden 122 Milliarden Euro pro Jahr mit 560 Milliarden Euro zu den Staaten der Welt mit den höchsten Steuereinnahmen zählt, ist davon auszugehen, dass alleine in den 27 EU-Staaten jährlich eine Billion Euro durch das fehlende Vertrauensverhältnis zwischen Bürger und Staat als Opportunitätskosten anfallen. ... http://www.heise.de/tp/artikel/35/35694/1.html

Ein einfacheres Steuersystem und die Abschaffung von Bargeld können sehr viel Geld sparen helfen, viel gerechter sein und bewirken, dass der Staat mehr Geld hat, obwohl die Bürger weniger Steeurn zahlen müssen. (imho)
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HeWhoEnjoysGravity
schrieb am 17.10.11 06:15:22
Beitrag Nr.58 
(42.219.056)
Antwort
Zitat
#57 (42.219.022) > Am Ende des Jahres werden alle Geldscheine auf das neue Jahr getauscht, der Staat behält 10 bis 20 Prozent ein.

Geldscheine gibt es bald nicht mehr (sondern nur noch elektronisches Geld), also meinst du wohl damit eine Vermögenssteuer von jährlich ca. 15%? Das wäre aber katastrophal, denn dann lohnt sich das sparen nicht mehr (=> Konsum, Hedonismus) - sparen ist sehr wünschenswert, denn sparen muss man für größere Projekte (Auto, Haus, Unternehmen, Investitionen, ...).

Ansonsten wurde eine pauschale "Geldsteuer" prinzipiell schon angesprochen, nämlich mit einer Transaktionssteuer. Eine Transaktionssteuer kann auf Edelmetalle und Rohstoffe (z.B. 5%) aber auch auf Finanzgeschäfte (inklusive Geldtransaktionen) erhoben werden (z.B. 1%). Eine Transaktionssteuer hat den Vorteil, dass sie Sparguthaben nicht stetig schrumpfen läßt. (alles imho)

PS: Lustig finde ich, dass einige nicht nur die guten Ideen in diesem Thread nicht erkennen können, einige sind sogar noch Stolz auf ihre Dummheit (wissen nicht mal, dass sie nichts wissen). Beitrag Nr.55 (42.218.076) ist derzeit doch glatt der beliebteste Beitrag (2x positiv bewertet) in diesem Thread. Vermutlich "Gesellschaftliche Blindgänger", die nicht kapieren können, dass Verbrecher, Korruption, falsch verstandener Liberalismus und Kapitalismus die derzeitige Misere verursacht haben und dass immer mehr Bankster, Versicherungsmakler und Steuerberater Deutschland nicht so voranbringen, wie ein guter deutscher Ingenieur oder Denker. Weitere Vermutungen erspare ich mir mal, "Gesellschaftliche Blindgänger" ist ja schon ziemlich bezeichnend.

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