Wehrdienst und Bundesfreiwilligendienst: Aufstand gegen Schäubles
Freiwilligen-Steuer
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,819952,00.h…
Beim Staatsdienst (Staat ist Arbeitgeber) ist ein Steuernachlaß
(z.B. Steuerbefreiung für niedrige Einkommen) wünschenswert
(gleichbedeutend mit höherem Gehalt - der Staatsdienst sollte gut
bezahlt werden).
Notwendig ist allerdings auch eine allgemeine Steuergerechtigkeit
und das heißt, dass man sich mal an die theoretische Ermittlung von
Gehaltsempfehlungen macht, auch im Hinblick auf ein BGE (
Thread: Bedingungsloses Grundeinkommen
für alle). Lohn-Preis-Inflationsspirale und Erpressung mit
Streiks finde ich nämlich nicht so ideal.
Die Frage ist, wie (auch aus marktwirtschaftlicher und
finanztheoretischer Sicht) die Normgehälter aller Berufsgruppen
(Abweichungen möglich) idealerweise sein sollten ... und zwar so,
dass das System nicht nach ein paar Jahrzehnten crashed, sondern
wenigstens Jahrtausende halten kann. Besondere Fähigkeiten, viel
Verantwortung und harte Arbeit müssen besser bezahlt werden.
Selbstverständlich muss es auch Wohlhabende und Reiche geben - die
sind nützlich, weil die im Unterschied zu der nur konsumierenden
Unterschicht größere Projekte (vom Hausbau bis zur
Unternehmensgründung) stemmen können.
Kleiner Hinweis: Arbeit ist gut und (unnötiger) Konsum ist
schlecht. Wenn die Unternehmen zu viel Geld machen, dann sollte der
Staat die Unternehmensgewinne stärker besteuern - das ist besser,
als wenn man mit einer Lohn-Preis-Spirale für Inflation und somit
für Destabilisierung sorgt.
Das kapitalistische System ist problematischer als ein
sozialistisches (mit Privatbesitz), wo jeder Bürger eine
Grundversorgung (BGE) bekommt und an den darüber hinaus gehenden
Löhnen und Steuern ziemlich frei herumgespielt werden kann. Das BGE
sollte bar ausgezahlt werden und so bemessen sein, dass damit ein
einfaches Leben (mit Internet und Fahrrad aber ohne Auto und
Urlaub) möglich ist. Die Barauszahlung ist wichtig, damit die
Bürger Anreize zum Sparen haben, denn Geldsparen ist immer möglich,
auch mit nur einem BGE. Der Staat sollte kostengünstige Kredite für
Sonderfälle (z.B. Umzüge) zur Verfügung stellen - Kredite sind
schlau, die schrecken erstmal ab und bei Wohlverhalten können
Schulden nach ein paar Jahren erlassen werden (das ist auch ein
kluges Verfahren für eine staatliche steuerfinanzierte
Universalversicherung).
Was macht ein Bürger mit wenig Geld? Er versucht Geld zu verdienen
und wird dabei auch für relativ wenig Geld arbeiten wollen. Wichtig
ist, dass sich illegaler Gelderwerb nicht lohnt und da ist die
Abschaffung von Bargeld hilfreich (in Verbindung mit einer
automatischen Überwachung/Kontrolle der Geldströme). Wie viel
kostet den Staat das ganze Bargeldsystem? Man denke auch an die
Kosten durch Schwarzarbeit, Steuerhinterziehung und organisierte
Kriminalität. Tja, da gibt es eine Menge zu holen und in einem
effizienten Deutschland ist ein BGE problemlos realisierbar:
derzeit leben doch schon alle ganz passabel - ein BGE ist nur eine
Umverteilung, die insgesamt sogar Geld sparen kann (weniger
Bürokratie, Möglichkeit für Lohnkürzungen).
Nun könnte man argumentieren, dass ein Mensch viel motivierter
arbeitet, wenn er ohne Arbeit sterben müsste (kein BGE, Lohn ist
lebensnotwendig) aber ich denke, dass ein BGE viel besser ist, weil
die Menschen dann mehr aus Idealismus und Überzeugung arbeiten,
weil Ausbeutung (Sklavenarbeit) nicht so leicht möglich ist. Ein
BGE sorgt für gute Arbeitsbedingungen und angemessene Löhne.
Gewerkschaften können dann abgeschafft werden; Betriebsräte und
Arbeitnehmervereinigungen sind noch erlaubt (gibt dann halt keine
Streiks und korrupte Funktionäre mehr).
Es ist unbezahlbar, wenn die Bürger sich mit dem Staat
identifizieren und patriotisch sind und ein BGE macht da schon mal
einen guten Eindruck - da kann keiner mehr gegen den Staat sein. In
der modernen Welt ist hochwertige und verantwortungsvolle Arbeit
Trumpf, schon bald erledigen Roboter niedere Arbeiten (ein weiterer
Grund, warum ein BGE realisierbar ist) - da braucht es also keine
Sklaven, sondern gute Bürger. Es ist keineswegs schlecht, wenn ein
paar Luschen dann nicht arbeiten wollen - die würden ansonsten auf
der Arbeit doch nur Schaden anrichten. Außerdem gibt es ja auch
welche, die nicht arbeiten können (Krankheit etc.) und es ist
keineswegs schlau, wenn Krankheit die einzige Möglichkeit ist, sich
vor Arbeit zu drücken (auch simulierte Krankheiten kosten
zusätzlich viel Geld). (alles imho)