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schrieb am 28.12.11 16:33:57
Zitat von 50667treffend
bemerkt!
aber welchen Zweck verfolgt Deiner Ansicht nach die stattdessen
verfolgte Fiskalunion innerhalb von 24 Monaten (Schäuble, Merkel),
wenn nicht €urobonds?
Das ist irrelevant. Deine Prognose vom August ist in die Hose
gegangen, nur das zählt.
schrieb am 29.12.11 02:34:44
Ich denke nicht, dass es die hier diskutierten Eurobonds in der
erwarteten Form geben wird.
Einmal wird die angestrebte Fiskalunion - die ja wohl für die
Bundesregierung Voraussetzung hierfür ist - wohl nicht kommen. Der
sozialistische Kandidat für die Präsidentenwahlen in Frankreich hat
ja bereits angekündigt, dass er die bisherigen Vorschläge nach
seiner Wahl nicht akzeptieren und neu verhandeln wird. Für die
Einführung einer Schuldenbremse in der französischen Verfassung
benötigt Sarkozy ja wohl auch die Stimmen der Sozialisten, die dies
aber bereits abgelehnt haben. Damit sind wichtige Grundsätze der
Fiskalunion in Frankreich wohl nicht durchsetzbar. Eine Fiskalunion
ohne Frankreich macht aber wohl keinen Sinn.
Auch die übrigen "Geberstaaten" wie Finnland, Österreich,
Niederlande etc. können sich wohl kaum für Eurobonds
begeistern.
Nicht zuletzt ist auch das Bundesverfassungsgericht, das in seinem
letzten Urteil zu den Rettungsschirmen, Eurobonds doch wohl eine
deutliche Absage erteilt hat, nicht zu vergessen. Es werden sich
wohl einige Bundestagsabgeordnete finden, die ein solches Vorhaben
vor diesem Gericht stoppen würden.
Eigentlich bin ich kein absoluter Gegner von Eurobonds und auch der
Fiskalunion. Die gegenwärtig in der Diskussion befindlichen
Vorschläge lehne ich völlig ab.
Eurobonds können nur am Ende eines langwierigen Prozesses von
Reformen in den Schuldenstaaten stehen. Wenn diese Reformen aber
durchgeführt sind, sind Eurobonds aber wiederum unnötig, weil so
reformierte Staaten sicherlich auch wieder normal Investoren für
ihre Anleihen finden können.
Es ist also ähnlich wie mit dem Beitritt der Türkei zur EU. Dies
kann nur in einem langwierigen Reformprozess von vielleicht
weiteren fünfzig Jahren zur Diskussion stehen. Sollte die Türkei
diesen Reformprozess wirklich durchlaufen, wäre sie am Ende ein
solch moderner Staat, dass ein Beitrit für sie nur eine Belastung
wäre. In dieser fernen Zukunft wird die Türkei sicherlich wie die
Schweiz und auch Norwegen der EU im eigenen Interesse nicht
beitreten.
schrieb am 29.12.11 19:24:23
sehr schöne Zusammenfassung!
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