schrieb am 01.10.11 13:38:36
Ich möchte in ein paar CFDs von den spanischen Aktien Telefonica
und Banco Santander wegen der hohen Dividendenrenditen als
längerfristige Anlage investieren. Kenn jemand einen Broker
empfehlen, der sich hierfür eignet? Hauptkriterium sind für mich
niedrige Finanzierungskosten sowie keine allzu hohe
Sicherheitsmarge.
schrieb am 30.09.11 02:27:51
Antwort auf Beitrag Nr.:
42.102.467 von winstonwolf am 18.09.11
14:39:48Und, hast Du schon erste Erfolge verbuchen
koennen?
schrieb am 18.09.11 14:39:48
Danke schon mal fuer die Antworten!
Nun ja, bei einem Knockout-Zertifikat ist das beim Erreichen des
Knockout-Levels ebenfalls das komplette eingesetzte Kapital weg.
Bei den CFDs koennte man dann einen entsprechenenden
Stop-Loss-Level setzen. Das entscheidende scheinen wohl die
Overnight-Gebuehren im Vergleich zur Basispreis-Anpassung der
Knockout-Zertifikate zu sein. Das muss ich mir mal genauer
anschauen, was genau die guenstigere Variante ist. Leider geht das
aus der Beschreibung z. B. zu den Wave-Zertifikaten nicht so ganz
klar hervor, wie diese Basispreis-Anpassung genau berechnet
wird...
Wie gesagt, der Vorteil bei CFDs waere eben, dass man nicht
automatisch rausfliegt. Um o. g. Beispiel aufzugreifen: Ich steige
ein bei 25 Euro. Es passiert lange Zeit gar nichts, die Aktie
pendelt stets um die 25 Euro herum. Beim KO-Zertifikat erreicht die
Basispreis irgendwann die 25 Euro und ich fliege mit Totalverlust
raus. Halte ich aber CFDs, kann ich mich stets entscheiden, ob ich
die Overnight-Gebuehren weiterzahle oder aussteige. Wenn natuerlich
diese Gebuehren die Basispreisanpassung eines entsprechenden
KO-Zertifikats bei weitem uebersteigen, lohnt sich das ganze
natuerlich nicht. Nun ja, diese Gebuehrenstruktur muss ich mir wohl
nochmal im Detail anschauen...
schrieb am 18.09.11 14:01:41
Antwort auf Beitrag Nr.:
42.102.343 von kleingeldjaeger am 18.09.11
13:43:51Im angegebenen Fall ändert sich der Hebel
einfach durch Kursbewegung des Underlyings.
Es gibt aber durchaus Produkte, bei denen täglich ein "rebalancing"
stattfindet, um diesen Effekt auszugleichen und den Hebel konstant
zu halten - mit recht interessanten Auswirkungen.
schrieb am 18.09.11 13:43:51
der Hebel kann sich bei CFDs nicht ändern. Beispiel:
1 Aktie kostet 25 EUR, deine Margin beträgt 10% und du kaufst 1000
Long CFDs dieses Wertes. Du investierst somit 2.500 EUR und bewegst
am Markt 25.000 EUR, macht einen Hebel von 10. Was müsste sich
ändern damit der Hebel sich ändert? Das ginge nur über die Anzahl
der CFDs, aber 1000 CFDs bleiben nunmal 1000 CFDs.
@winstonwolf
Was es zum unattraktiven Langfrist Investment macht sind 2
Dinge:
1.) Overnight-gebühren von mehr als 3%
2.) Nachschusspflicht bei Gaps
Sollte sich dein Basiswert mal in die Gegenrichtung entwickeln,
arbeitet der Hebel gegen dich und frisst deinen Einsatz und im
Extremfall deine Ersparnisse obendrein auf. Um beim oben genanten
Beispiel zu bleiben: Nehmen wir an die Aktie eröffnet eines Tages
mit 20 EUR, macht bei 1000 CFDs einen Verlust von 5000 EUR, also
das doppelte deiner hinterlegten Margin.
Hältst du den Wert als Aktie kannst du A) Nachkaufen oder B) die
Sache aussitzen oder C) mit einem kleineren Verlust verkaufen, in
dem Fall 20%. Hast du Zertifikate bist du entweder K.O (verlierst
aber nur dein eingesetztes Kapital) oder der Hebel war klein genug
um das du davon noch ein Stück entfernt bist.
Fazit: CFDs über Nacht zu halten ist ein Spiel mit dem Feuer, was
man nur tun sollte wenn man irgendwo eine unerschöpfliche
Geldquelle besitzt. Alternativ: abgesicherte CFDs verwenden (höhere
Margin, aber kein Verlust über die Margin hinaus)
schrieb am 18.09.11 12:42:05
Antwort auf Beitrag Nr.:
42.102.188 von winstonwolf am 18.09.11
12:21:04Die Frage ist, was Du unter langfristig
verstehst.
Die Positionen ueber Nacht zu halten kostet Dich Geld. Und das jede
Nacht von neuem... da ist dann das Jahr lang.
schrieb am 18.09.11 12:27:29
Antwort auf Beitrag Nr.:
42.102.188 von winstonwolf am 18.09.11
12:21:04sowohl die ko-Zertis wie auch die CFD bilden
einen Kauf auf Kredit nach - natürlich kann man sowas auch
längerfristig machen, aber es kostet eben.
Noch schlimmer ist es, wenn der Hebel ständig angepasst wird wie
bei den diversen x-fach ETFs.
schrieb am 18.09.11 12:21:04
Hallo,
Ich haette da mal eine Frage an die Runde hier:
Sind Aktien-CFDs auch als Langzeitinvestment geeignet?
CFDs sind ja eher fuer Intraday-Trader gedacht, aber dennoch
ueberlege ich mir ein paar Aktien-CFDs als laengerfristiges
Investment ins Depot zu holen. Der Gedanke kam mir, als ich mir
diese Knockout-Zertifikate der Deutschen Bank Waves Unlimited/XXl
angesehen habe. Sowas koennte man ja eigentlich selbst in seinem
CFD-Konto nachbilden, und zwar ohne das Problem, dass man bei einer
laengeren Seitwaertsbewegung irgendwann ausgeknockt wird, weil sich
der Basispreis bei diesen Waves staendig erhoeht (man kann also
selbst entscheiden, ob man bereit ist, die Finanzierungskosten
weiter zu tragen, oder die Positionen aufzuloesen, ohne diesen
automatischen Knockout-Mechanismus).
Oder habe ich in meinem Ueberlegungen hier irgendwo einen
grundsaetzlichen Denkfehler?
Viele Gruesse,
Dominik
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