Antwort auf Beitrag Nr.:
43.026.463 von tatu am 11.04.12
20:09:29der Deal mit TK ist vordergründig teuer.
Alledrdings lief die Kapitalerhöhung wie geschmiert, OK hat ca. 1
Mrd. € eingenommen.
Die mangelnde Rentabilität lieg / lag neben hausgemachten Problemen
(u.a. jahrelang schlecht umgesetzte Strategie) in der Überkapazität
der weltweiten Edelstahlproduktion. Die Fusion mit Inoxum wird
erhebliche Synergien mit sich bringen (bis 2014 ca. 150 MIo p.a.,
ab 2017 bis 250 Mio p.a.):
In Deutschland werden in erheblichem Masse Stellen abgebaut bzw.
von TK absorbiert
Die Standorte beider Firmen ergänzen sich gut:
OK mit dem weltweit modernsten Edelstahlwerk mit Ausbau der
profitablen Ausbau der Ferrochrom-Produktion und Chrom-Mine in
Finnland, Herstellern von Spezialgüten in Schweden
Inoxum mit Werken in USA, Südamerika und China, starke
Produktionsstandorte in Deutschland und Italien
Der Vorstand wird umbesetzt werden und so von der Expertise
führender Inoxum-Köpfe profitieren - das habe ich kürzlich in
Finnland erfahren.
Nicht zu vergessen: der vor einem Jahr berufene CEO hat sich in der
Automobilindustrie (eine der Hauptabsatzbranchen im Edelstahl)
einen Namen als erfolgreicher Sanierer gemacht.
Bis vor 1 Jahr stand ich auf der Payroll von OK. Mein halbes
Arbeitsleben habe ich dort und davor beim schwedisch-englischen
Zweig von Outokumpu verbracht, der vor ca. 10 Jahren von OK
geschluckt wurde. Ungefähr 8 Jahre war ich direkt dem CFO
unterstellt und hatte Einblick in viele Unternehmensinterna.
Meine Überzeugung ist, dass mit Einstieg von Mika Seitovirta als
neuem CEO im Konzern verkrustete Strukturen und Denktabus
aufgebrochen wurden und endlich realistische Ziele angepeilt
werden. Deshalb denke ich, das die OK-Aktie ihren Weg gehen wird
und ich bin dabei.
Gruß
elmago