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MPC Offen Produktentankerflotte vor der Pleite?

Diskussionsstatistik
eröffnet am 25.11.11 08:56:07
von
neuster Beitrag 14.03.12 15:09:09
von

Anzahl Beiträge: 31
Aufrufe gesamt: 5.423
Aufrufe heute: 1
Diskussionsnr.: 1.170.601
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[ Seite: 1234neuster Beitrag ]

Avatar
schrieb am 25.11.11 08:56:07
Beitrag Nr.1 
(42.397.532)
Antwort
Zitat
Hallo liebe Leser und Schreiber hier im Forum.

Die Banken scheinen langsam, aber dafür umso sicherer Ernst zu machen. Der Treuhänder der Beteiligung MPC Offen Produktentankerflotte hat die Kunden in Bezug auf ein bevorstehendes Sanierungskonzept angeschrieben. Zur Situation:

Die kalkulierte Charterrate konnte nur anfänglich mit knapp über 21TUSD erreicht werden. Im Zuge der Finanzkrise sind die Charterraten eingebrochen. Nach einer kurzen Erholung liegen die Raten mittlerweile wieder auf niedrigstem Niveau (8TUSD). Die Charterraten reichen also nicht aus, um Zins und Tilgung zu leisten. Bisher konnten nur 14 von 96 Quartalstilgungen erbracht werden. Ein weiteres Problem stellt natürlich das YEN Darlehen dar.

Zusammengefasst:
- Die Darlehen dürften anstatt anfänglich 272 Mio. USD nun über 300 Mio USD betragen
- Die Charterraten sind auf niedrigstem Niveau
- Die Banken verlangen ein Sanierungskonzept und dulden die ausbleibenden Tilgungen nicht mehr
- Ein Verkauf würde auf Grund der Zweitmarktpreise für diese Schiffsklasse nicht ausreichen, um die Darlehen vollständig zurück zu zahklen
- DAS ANLEGERKAPITAL WÄRE IN DIESEM FALLE KOMPLETT VERLOREN!!!

Besteht überhaupt die realistische Chance, dass ein Sanierungskonzept erfolgreich ist? Denn wenn ich laienhaft rechne, komme ich auf einen Liquiditätsbedarf von ca. 25 Mio. USD pro Jahr unter der Voraussetzung, dass die Banken die restlichen gestundeten Tilgungen nicht per sofort verlangt.Meine Rechnung: 18.000 USD (Charterrate für Kosten, Zins und Tilgung) - 8... USD (aktuelle Rate) = 10.000 USD Lücke x 7 Schiffe x 360 Einsatztage = 25.200.000 USD!!!!! :eek:

Gibt es jemanden, der mir zur aktuellen Entwicklugn etwas berichten kann? Ich bitte nur darum, die Beiträge sachlich zu halten. Bei allem Ärger (natürlich auch bei mir) möchte ich mir ein Bild machen, welches so objektiv wie möglich ist!

DANKE! :)
Avatar
schrieb am 25.11.11 09:30:44
Beitrag Nr.2 
(42.397.736)
Antwort
Zitat
Wenn CPO fällt, dürfte das recht viele Fonds von MPC treffen - CPO steckt da überall irgendwo drin...

Aktueller Stand? keine Ahnung - man weiss ja auch nicht genau wie die das alles intern kreuz und quer schönrechnen bis es wirklich nicht mehr geht (mein Eindruck)...
Avatar
schrieb am 25.11.11 09:45:13
Beitrag Nr.3 
(42.397.824)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.397.736 von Proto2000 am 25.11.11 09:30:44Wenn der Fonds in die Insolvenz geht, hat dies keine direkte große Auswirkung auf CPO.

Maltemoritz:
Deine Rechnung dürfte richtig sein.
Aber wo sollen die Beträge her kommen? Da z. Zt. die Schulden höher sind als die Schiffswerte, werden weder die Anleger noch z. B. Fonds, die in Sanierungskapital investieren, dort Beträge zur Verfügung stellen.
Es wird vermutet, dass sich der Markt in diesem Bereich in 2012 erholt (aber auch nur, wenn nicht die Rezession um sich greift).
Eine realistische Chance sehe ich nur, wenn die Charterraten kurzfristig stark steigen und somit auch die Schiffswerte wieder steigen.
Avatar
schrieb am 25.11.11 10:27:01
Beitrag Nr.4 
(42.398.076)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.397.824 von kenzohotte am 25.11.11 09:45:13Tja, ich habe auch keine Ahnung, wo das Geld herkommen soll.... Das ist ja auch nicht gerade wenig...
Wenn ich die Beteiligung gezeichnet hätte würde auf keinen Fall Geld nachschiessen. Ich bin ja eher der Fan von "Ein Ende mit Schrecken"!
Avatar
schrieb am 25.11.11 10:56:38
Beitrag Nr.5 
(42.398.262)
Antwort
Zitat
evtl betsteht eine nachschußpflicht :confused:
Avatar
schrieb am 25.11.11 13:30:52
Beitrag Nr.6 
(42.399.234)
Antwort
Zitat
Eine Nachschusspflicht der Anleger besteht nicht (S. 140 Prospekt § 3 Treuhand und Verwaltungsvertrag) "Der Anleger haftet nur in Höhe seiner Einlage. Eine Nachschusspflicht ist ausgeschlossen, ...." Ein Blick in den prospekt den man bekommen hat, hilft bei Unklarheiten *fg*


Es können ggfs. Auszahlungen zurückgefordert werden, soweit diese nicht aus ausschüttungsfähigen Gewinnen der Gesellschaft sondern aus der Liquidität geleistet worden sind.

Im allgemeinen sind Container und Tanker gerade nicht unbedingt die Favorieten der Banken. Aber bei der Beteiligung würde eine Bank aus dem Konsortium das Konzept tragen und die andere nicht so ohne weitetes.
Die weitere Entwicklung wird spannend vor allem wenn man mal schaut wer u.a. damals die Beteiligung stark vertrieben hatte. Der Druck muss extrem hoch sein, dass man so viel Druck ausübt.

Problem ist natürlich auch, dass erst 14 von 96 Tlgungen geleistet wurden, somit ist trotz Tilgungsaussetzung die Zinslast noch sehr hoch. Weit größeres Problem natürlich die JPY-Finanzierung, die das Bankenkonsortium wohl stark drückt.
Avatar
schrieb am 25.11.11 13:44:56
Beitrag Nr.7 
(42.399.346)
Antwort
Zitat
Wer hat denn die Beteiligung damals schwerpunktmäßig vertrieben?
Die Darlehen stammen wohl von der NLB und den Jungs, deren Aktienkurs gerade bei knapp über 1 EUR dümpelt, oder?

Siehst Du denn persönlich die Chance, dass ein Sanierungskonzept von den Banken akzeptiert wird und dass die Gesellschaft irgendwann wieder auf eigenen Füßen stehen wird?
Avatar
schrieb am 25.11.11 14:41:24
Beitrag Nr.8 
(42.399.717)
Antwort
Zitat
Schwerpunktmäßig habe ich keien Ahnung aber mal ausgehend vom Emissionsvolumen dürfte der ein oder andere große Vertrieb mit an Bord gewesen sein.
Ich glaube mich erinnern zu können, dass die ein oder andere Sparkasse die Beteiligung mit im Vertrieb hatte. Mit welchem Volumen kann ich nicht sagen. Aber sollte das Volumen beträchtlich sein, werden wohl die entsprechenden Vorstände den ein oder anderen Anruf tätigen.

Hab gerade nochmals geschaut, das Darlehen wurde bei Aufnahme zu 50% (!!!) in JPY konvertiert. Im April 2008 war der USD zum JPY bei ca 100 bis 104. Aktuell notieren wir in einer Range von 76 bis 78. Zum Ursprungskurs hat die Beteiligung auf die JPY Tranche ein ca. 22% höheren Darlehensanteil. Gege ich mal naiv von eienr 50:50 Verteilung des Darlehens und der Tilgung aus, haben wir auf das Gesamtdarlehen gerechnetca. 11% mehr Darlehen, davon 14 statt 96 Tilgungen abgezogen bin ich in USD gerechnet bei einem Stand, der das Ursprungsdarlehen übersteigen dürfte. (Kann gern einer an Hand der Berichte prüfen um wieviel genau, ich habs nur überschlagen).

Die Schiffe wurden teilweise abgeschrieben, somit begebe ich mich auf Grund der hohen USD-Valuta auch in ein LTV-Problem. Für die Banken bedeutet das aus der ferne 3 Angriffspunkte:

1.) Liquiditätsproblem, die aktuelle Charter ist unter dem Zins- und Tilgungs Break-Even
2.) 105% - Klausel im JPY-Darlehen dürfte nachhaltigst gerissen sein.
3.) LTV wird wohl auch ein Thema sein, da die Schiffspreise 2008 deutlich über den jetzigen liegen. <= wenn ich es richtig verstanden habe gehen die Banken hiergegen aktuell vor.

Die Rechnung wird insofern interessant, als das ich mich als Gesellschafter fragen muss, wieviel USD muss ich erbringen um die Darlehen zumindest auf den aktuellen Schiffswert zurückzufahren. Wieviel % des Eigenkapitals entspricht das?
Heile ich damit auch die 105%-Klausel des JPY? Nach meiner überschläglichen rechnung ja, wenn ich in JPY tilge und somit ca. 22% Währungsverlust realisiere.
Wie lange hält die Bank bei der Liquidität still, da die Schiffe wohl schon gut Geld vernichten jeden Tag den sie fahren und mit einem Konzept egal wie weitere Liquiditätsbelastungen auf die Gesellschaft hinzu kommt. (=> neue Investoren oder Altgesellschafter beteiligen sich nciht für Null) Weitere Tilgungsaussetzungen werden wohl mit einer höheren Bankmarge verzinst.

Für eine positive Rendite müssen die Raten sehr schnell wieder deutlichst über 20.000 USD/Tag gehen damit die notwendige Liquidität erbracht wird.

Die Banken müssen auf jeden Fall mitspielen damit die Schiffe eien Chance haben weiter zu fahren, ob dabei für die Anleger was raus kommt wird die Zukunft zeigen. Mit viel viel Glück evtl. eine Kleinigkeit.

DS Fonds 111 wird aktuell bzw. demnächst auch abgewickelt, da die Banken das vorgelegte Konzept abgelehnt hatten udn sämtliche Kredite fällig gestellt wurden.(http://www.dr-peters.de/index.php?id=457&nid=372&cHash=406d37b114)

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schrieb am 25.11.11 16:20:47
Beitrag Nr.9 
(42.400.358)
Antwort
Zitat
MPC Offen Produktentankerflotte ist was anderes, als die Bulker Flotte, oder?
In letzterem hänge ich (leider) drin, dank der "Beratung" durch die Deutsche Bank.

Nachdem ich bereits bei "Global View" (ebenfalls durch die DB vertrieben) einen Verlust von 40% erleiden musste, droht hier bei Bulker das nächste Desaster.
Wohl gemerkt, beide Anlagen wurden mir als eher konservative Depotbeimischungen "verkauft".......
Avatar
schrieb am 25.11.11 16:28:41
Beitrag Nr.10 
(42.400.409)
Antwort
Zitat
Ich frag mich immer wieder, wer bei den "besten" deutschen Adressen die Due Dilligence macht.

Ich vermute die würfeln das aus.

[ Seite: 1234neuster Beitrag ]

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