schrieb am 11.12.11 16:56:34
Und wieder einmal hat die Finanzwelt einen wichtigen
EU-Krisengipfel hinter sich gebracht. Fazit: Die Krise wird wohl
weitergehen.
Lesen sie den ganzen Artikel:
Blue Chips: Analysten trauen Finanzwerten viel zu
schrieb am 11.12.11 16:56:34
"Betrachtet man die prognostizierten Kursziele der Analysten könnte
man zu dem Schluss kommen, dass solche Titel derzeit günstig
sind."- Man könnte aber auch zu dem Schluß kommen, daß sich die
Mehrheit der Aktienpromoter, Verzeihung: -analysten, derzeit in
einer Art kollektiver Wunschdenkenstarre befindet. Da das
Geschäftsmodell der Banken sich a) als spezialisierte Dienstleister
mit zunehmender aduleszierung des Volkes und b) täglich neu
hinzukommenden Auflagen, die das "Selberzocken" unatrracktiver
machen, täglich überholter wirkt, kann man Prognosen, die auf in
der Vergangenheit mit "old-school"-Methoden erzielten Gewinnen
aufbauen, wohl getrost in die Tonne kloppen. Na ja,daß die Masse
falsch liegt, ist weder eine sonderlich neue Erkenntnis, noch ein
irgendwie bizzares Phänomen, sondern schlicht mathematische Logik.
Und: Klar sind (europäische) Aktien, insbesondere deutsche und
insbesondere im Vergleich zu den gebotenen Alternativen billig;
einen nachhaltigen Anstieg der Indizes erwarte ich allerdings erst
nach einer kräftigen Bereinigung dieser um die hohen Gewichtungen
der Finanzwerte. Was nicht mehr unbedingt sonderlich lange dauern
muß: Einer CoBa zum Beispiel könnte die Erstligalizenz schon bald
den Streubesitzregeln zum Opfer fallen.
schrieb am 11.12.11 22:35:42
Banken und Versicherungen sind ein gefundenes Fressen für
Hedgefonds. Solange hier nicht endlich eine Transparenz geschaffen
wird, ist der Zockerei der Institutionellen Tür und Tor
geöffnet.
Die Finanzbranche gehört strengstens überwacht, die Anreize der
maßlosen Boni und Gehälter drastisch gekürzt, die Aufsichtsbehörden
endlich auch fachlich auf dem Laufenden gebracht. Was die BaFin
sich gelesitet hat vor der Krise, ist eine Sauerei, die
Verantwortlich gehören samt und sonders in die Wüste geschickt,
ohne Abfindung, ohne Pension.
schrieb am 12.12.11 08:18:51
@ Schürger
Ein vollkommen richtiger Ansatz! Nur wird es dazu leider nicht
kommen. Denn die letzten Brüsseler Beschlüsse sagen ja, geplante
Haarschnitte wird es in Zukunft nicht mehr geben, um "die Märkte
nicht zu verunsichern". Also eine Einladung an alle Zocker und
Boni-Jäger weiter zu machen. Gewinne werden weiter privatisiert,
und Verluste trägt die Allgemeinheit. Ein Versprechen auf
dauerhafte Rettung der Banken eben!
Da kann das Volk noch so sehr unter der Schuldenkrise ächzen.
Mit diesem Versprechen wird die Zockerei noch ausgeweitet! Verluste
sind ja nicht mehr in Sicht!
Beitrag zu dieser Diskussion schreiben