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Warum keine Pflegeimmobilien ... ( Seite 3)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 16.12.11 19:57:50
von
neuster Beitrag 20.03.12 17:57:39
von

Anzahl Beiträge: 26
Aufrufe gesamt: 3.128
Aufrufe heute: 1
Diskussionsnr.: 1.171.105
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[ Seite: 123neuster Beitrag ]

Avatar
schrieb am 23.01.12 15:29:54
Beitrag Nr.21 
(42.633.291)
Antwort
Zitat
Aktuelle Meldung vom Vincentz-Newsticker:

Österreich: Humanitas kämpft gegen die Pleite
Sechs Heime mit 527 Betten betreibt Humanitas in der Steiermark (Belegung fiel auf 85%), vier Heime gehören der IMMAC. Wie in Österreich jetzt bekannt wurde, hat die Humanitas Verwaltungs- und Beteiligungs-GmbH einen Schuldenberg von fast 15 Mio. Euro angehäuft. Den Gläubigern wird eine Quote von 20 Prozent geboten.
Avatar
schrieb am 23.01.12 17:04:22
Beitrag Nr.22 
(42.634.007)
Antwort
Zitat
@herbert h

Ich habe hier mit Immac schon drüber gesprochen und Zusammengefasst folgende Stellungnahme erhalten.


Es betrifft eine Muttergesellschaft der jeweiligen Betreiber. Der Fonds ist in keiner Form gefährdet, da es Bankbürgschaften gibt die im Zweifel ziehen und es wird bereits ein „Casting“ gemacht für Betreiber die die Häuser gern übernehmen wollen.


Avatar
schrieb am 23.01.12 22:19:46
Beitrag Nr.23 
(42.636.007)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.634.007 von MG1109 am 23.01.12 17:04:22Hallo MG,
das würde ich mal stark in Zweifel ziehen ("Der Fonds ist keiner Form gefährdet...").

1. Bankbürgschaften dürften doch maximal eine Jahresmiete abdecken.
2. Die jeweiligen Betreibergesellschaften werden doch nur das Mindest-Eigenkapital haben - wenn die Muttergesellschaft hops geht ... folgen die Töchter schnell nach.
3. Ein Casting für andere Betreiber? Wenn der vorherige Betreiber nicht betriebswirtschaftlich erfolgreich arbeiten konnte, werden Nachfolger idR nur zu sehr viel schlechteren Konditionen mieten/pachten.

Fazit:
Ein Pflegeheim ist eine Spezialimmobilie und steht/fällt mit der Bonität des Betreibers ... hier fällt er dann wohl eher!?

Rene
Avatar
schrieb am 24.01.12 16:56:55
Beitrag Nr.24 
(42.640.250)
Antwort
Zitat
Naja der Mietanteil ist nur ein Teil der Kalkulation. Und die Muttergesellschaft ist hier das Problem, nicht die jweiligen Betreibergesellschaften die darunter hängen.

Na schauen wir mal was passieren wird.
Das Pflegeimmobilien Spezialimmobilien sind, da sind wir uns einig.
Avatar
schrieb am 24.01.12 21:02:39
Beitrag Nr.25 
(42.641.763)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.640.250 von MG1109 am 24.01.12 16:56:55Hallo MG,
die Töchter gehen mit der Mutter ... wohin auch immer ;-)

Hier mal die Daten aus dem Austria-2:

1. Objekt Pertlstein; Stammkapital Betreiber 36,4 TEUR; Bankgarantie: 295 TEUR (=0,5 Jahrespacht)
2. Objekt Judendorf; Stammkapital Betreiber 35 TEUR; Bankgarantie: 280 TEUR (=0,5 Jahrespacht)
3. Objekt Unterpremstätten; Stammkapital Betreiber 36 TEUR; Bankgarantie: 260 TEUR (=0,4 Jahrespacht)

Inzwischen ist übrigens die HUMANITAS Österreich anscheinend schon in der Insolvenz .... :eek:

Hier der heutige Bericht aus der Wiener Zeitung:
http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wirtschaft/oesterrei…

Seniorenheim-Pleite: Humanitas hat 14,8 Millionen Euro Schulden
Von Kid Möchel

Holding-Gesellschaft bietet Gläubigern 20 Prozent Quote und will sich sanieren.

Graz. Eigentlich wollte sich die Humanitas-Gruppe in den nächsten fünf Jahren zu einem führenden privaten Pflegeanbieter in Österreich mausern, doch gestern, Donnerstag, wurde über die Holdinggesellschaft "Humanitas Verwaltungs und Beteiligungs GmbH" das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Holding verwaltet die Beteiligungen an sechs steirischen Pflege- und Seniorenheimen in Arnfels, Feldkirchen, Graz, Judendorf, Pertlstein und Unterpremstätten. Diese werden aber von eigenständigen Gesellschaften betrieben.


Insgesamt beträgt die Kapazität 260 Ein- und Zweibettzimmer, zwölf Wohneinheiten plus weitere hundert Betten.

"Die Insolvenzursache liegt primär in Kürzungen und Zugangsbeschränkungen im Sozialbereich, der mangelnden Auslastung der Pflegeheime und der teilweise fehlenden Valorisierung der Pflegetagessätze", heißt es im Sanierungsantrag. Den Gläubigern wird 20 Prozent Quote geboten.

Hohe Abgabenschulden
Laut den Gläubigerschutzverbänden AKV, Creditreform und KSV1870 hat die Holding rund 14,81Millionen Euro Schulden, davon entfallen knapp 2,7 Millionen Euro auf Forderungen der Töchter, rund 1,2 Millionen Euro auf die Gebietskrankenkasse, 917.000 Euro auf die Finanz und 335.000 Euro auf die Raiffeisenbank Deutschlandsberg; weitere 4,5 Millionen Euro auf eine "stille Beteiligung" des AWS Mittelstandsfinanzierungsfonds und 2,43 Millionen Euro auf Haftungen und Bankgarantien gegenüber der Erste Bank. Mit 1,21 Millionen Euro haftet die Holding für die Seniorenheim-Töchter bei der Hypo Alpe Adria Bank und mit 200.000 Euro bei der Raiffeisenbank Feldkirchen.

Laut Firmencompass (www.compnet.at) hatte Humanitas 2010 noch rund 202 Mitarbeiter, aber seit Dezember 2011 beschäftigt die Holding keine Dienstnehmer mehr. Der knapp gehaltene Insolvenzantrag gibt wenig Aufschluss über die Humanitas-Gruppe, die im Vorjahr angeblich 18 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet haben will. Die Verwaltungsaufgaben führt derzeit die Tochter Humanitas Hoteldienstleistungs GmbH durch.

"Das Ganze ist derzeit noch nicht durchschaubar", sagt René Jonke vom KSV1870. Indes rechnet Markus Graf vom AKV damit, dass das Schuldenvolumen durch Abzug von konzerninternen Verbindlichkeiten und nachrangigen Forderungen schrumpfen wird.

"Ich sehe derzeit auch keine Bedrohung für die Weiterführung der einzelnen Betreuungseinrichtungen", sagt Graf. Humanitas wurde 1994 vom Arzt Kurt Bäckenberger gegründet, der mit Wolfgang Benigni auch die Geschäfte führt


Und dann noch das: http://www.wienerzeitung.at/dossiers/insolvenzen/429039_Huma…

[b]Humanitas-Pleite: Gläubiger erstatten Strafanzeige
Graz. (kmö) Die 14,8-Millionen-Euro-Insolvenz der Seniorenheim-Holding Humanitas Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH um Kurt Bäckenberger wirbelt viel Staub auf. Vor allem Professionisten, die Arbeiten für Humanitas durchführten, wollen nun den Staatsanwalt einschalten. "Ich werde am Montag Strafanzeige gegen die Geschäftsführer und gegen die Gesellschaft nach dem Verbandsverantwortlichkeitsgesetz erstatten", sagt Anwalt Harald Christandl zur "Wiener Zeitung". Seine Mandanten hätten an der Adaptierung und Erweiterung unter anderem des Seniorenheimes Unterpremstätten gearbeitet, seien aber nur teilweise bezahlt worden - und das, obwohl der deutsche Immobilienfonds Immac, der vier Humanitas-Heime übernommen hat, seinen Vertrag auf Punkt und Beistrich eingehalten und alle Rechnungen gezahlt hat, wie Immac-Sprecher Martin Zechner bestätigt.

Humanitas mietet diese Heime zurück und betreibt sie. "Es ist Geld geflossen für die Sanierung und Erweiterung von Unterpremstätten um 26 Betten", sagt Zechner. Sollte Humanitas als Betreiber den Immac-Qualitätskriterien nicht entsprechen, suche sich der Fonds einen neuen Betreiber. Christandl will von der Staatsanwaltschaft prüfen lassen, wohin die von Immac bezahlten Millionen geflossen sind. Bäckenberger konnte für eine Stellungnahme nicht erreicht werden.
[/b]

Rene
Avatar
schrieb am 20.03.12 17:57:39
Beitrag Nr.26 
(42.930.557)
Antwort
Zitat
Hallo Rene,

anbei http://fondsblog.blog.de/2012/03/20/immac-austria-fonds-i-ii… habe ich eine Info zu unserem hier eingeschlafenen Thema gefunden, der sich mit der insolventen Mutter und den Auswirkungen auf die Fonds Austria I und Austria II von Immac bezieht. Die Sorgen scheinen durch Immac ausgeräumt zu werden.

Hat jemand noch andere Infos zu den Fonds?

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