Antwort auf Beitrag Nr.: 42.640.250
von MG1109 am 24.01.12 16:56:55Hallo MG,
die Töchter gehen mit der Mutter ... wohin auch immer ;-)
Hier mal die Daten aus dem Austria-2:
1. Objekt Pertlstein; Stammkapital Betreiber 36,4 TEUR;
Bankgarantie: 295 TEUR (=0,5 Jahrespacht)
2. Objekt Judendorf; Stammkapital Betreiber 35 TEUR; Bankgarantie:
280 TEUR (=0,5 Jahrespacht)
3. Objekt Unterpremstätten; Stammkapital Betreiber 36 TEUR;
Bankgarantie: 260 TEUR (=0,4 Jahrespacht)
Inzwischen ist übrigens die HUMANITAS Österreich anscheinend schon
in der Insolvenz ....
Hier der heutige Bericht aus der Wiener Zeitung:
http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wirtschaft/oesterrei…
Seniorenheim-Pleite: Humanitas hat 14,8
Millionen Euro Schulden
Von Kid Möchel
Holding-Gesellschaft bietet Gläubigern 20 Prozent Quote und will
sich sanieren.
Graz. Eigentlich wollte sich die Humanitas-Gruppe in den nächsten
fünf Jahren zu einem führenden privaten Pflegeanbieter in
Österreich mausern, doch gestern, Donnerstag, wurde über die
Holdinggesellschaft "Humanitas Verwaltungs und Beteiligungs GmbH"
das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Holding verwaltet die
Beteiligungen an sechs steirischen Pflege- und Seniorenheimen in
Arnfels, Feldkirchen, Graz, Judendorf, Pertlstein und
Unterpremstätten. Diese werden aber von eigenständigen
Gesellschaften betrieben.
Insgesamt beträgt die Kapazität 260 Ein- und Zweibettzimmer, zwölf
Wohneinheiten plus weitere hundert Betten.
"Die Insolvenzursache liegt primär in Kürzungen und
Zugangsbeschränkungen im Sozialbereich, der mangelnden Auslastung
der Pflegeheime und der teilweise fehlenden Valorisierung der
Pflegetagessätze", heißt es im Sanierungsantrag. Den Gläubigern
wird 20 Prozent Quote geboten.
Hohe Abgabenschulden
Laut den Gläubigerschutzverbänden AKV, Creditreform und KSV1870 hat
die Holding rund 14,81Millionen Euro Schulden, davon entfallen
knapp 2,7 Millionen Euro auf Forderungen der Töchter, rund 1,2
Millionen Euro auf die Gebietskrankenkasse, 917.000 Euro auf die
Finanz und 335.000 Euro auf die Raiffeisenbank Deutschlandsberg;
weitere 4,5 Millionen Euro auf eine "stille Beteiligung" des AWS
Mittelstandsfinanzierungsfonds und 2,43 Millionen Euro auf
Haftungen und Bankgarantien gegenüber der Erste Bank. Mit 1,21
Millionen Euro haftet die Holding für die Seniorenheim-Töchter bei
der Hypo Alpe Adria Bank und mit 200.000 Euro bei der
Raiffeisenbank Feldkirchen.
Laut Firmencompass (www.compnet.at) hatte Humanitas 2010 noch rund
202 Mitarbeiter, aber seit Dezember 2011 beschäftigt die Holding
keine Dienstnehmer mehr. Der knapp gehaltene Insolvenzantrag gibt
wenig Aufschluss über die Humanitas-Gruppe, die im Vorjahr
angeblich 18 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet haben will. Die
Verwaltungsaufgaben führt derzeit die Tochter Humanitas
Hoteldienstleistungs GmbH durch.
"Das Ganze ist derzeit noch nicht durchschaubar", sagt René Jonke
vom KSV1870. Indes rechnet Markus Graf vom AKV damit, dass das
Schuldenvolumen durch Abzug von konzerninternen Verbindlichkeiten
und nachrangigen Forderungen schrumpfen wird.
"Ich sehe derzeit auch keine Bedrohung für die Weiterführung der
einzelnen Betreuungseinrichtungen", sagt Graf. Humanitas wurde 1994
vom Arzt Kurt Bäckenberger gegründet, der mit Wolfgang Benigni auch
die Geschäfte führt
Und dann noch das:
http://www.wienerzeitung.at/dossiers/insolvenzen/429039_Huma…
[
b]Humanitas-Pleite: Gläubiger erstatten
Strafanzeige
Graz. (kmö) Die 14,8-Millionen-Euro-Insolvenz der
Seniorenheim-Holding Humanitas Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH
um Kurt Bäckenberger wirbelt viel Staub auf. Vor allem
Professionisten, die Arbeiten für Humanitas durchführten, wollen
nun den Staatsanwalt einschalten. "Ich werde am Montag Strafanzeige
gegen die Geschäftsführer und gegen die Gesellschaft nach dem
Verbandsverantwortlichkeitsgesetz erstatten", sagt Anwalt Harald
Christandl zur "Wiener Zeitung". Seine Mandanten hätten an der
Adaptierung und Erweiterung unter anderem des Seniorenheimes
Unterpremstätten gearbeitet, seien aber nur teilweise bezahlt
worden - und das, obwohl der deutsche Immobilienfonds Immac, der
vier Humanitas-Heime übernommen hat, seinen Vertrag auf Punkt und
Beistrich eingehalten und alle Rechnungen gezahlt hat, wie
Immac-Sprecher Martin Zechner bestätigt.
Humanitas mietet diese Heime zurück und betreibt sie. "Es ist Geld
geflossen für die Sanierung und Erweiterung von Unterpremstätten um
26 Betten", sagt Zechner. Sollte Humanitas als Betreiber den
Immac-Qualitätskriterien nicht entsprechen, suche sich der Fonds
einen neuen Betreiber. Christandl will von der Staatsanwaltschaft
prüfen lassen, wohin die von Immac bezahlten Millionen geflossen
sind. Bäckenberger konnte für eine Stellungnahme nicht erreicht
werden.[/b]
Rene