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schrieb am 05.01.12 07:59:08
Liebe Community,
gestern habe ich erfahren, dass Wölbern ein "verbessertes
Liquiditätsmanagement" einrichten wiill. Es soll die Liquidität
einzelner KGs in eine GbR überführt werden, um
1. eine Höhere Verzinsung zu bekommen und
2. Darlehen an andere in Not geratene KGs zu vergeben
Für mich stellen sich folgende Fragen:
- Ob eine KG mit 50.000 TEUR oder mit 5 Mio. EUR z ueiner Bank
geht: selbst wenn die Verzinsung der Liquidität von 1% auf 5%
gesteigert werden kann - welche Auswirkung hat das auf die einzelne
KG? Denn die Liquidität ist dort in der Regel eher als gering
einzustufen
- Nach welchen Kriterien kann ein Darlehen an eine andere KG
vergeben werden (Zinssatz / Sicherheiten / Laufzeit usw)
- Können auch KGs wie Provate Equity oder Developement Mittel
erhalten?
- Wie beteiligt sich Wölbern an dieser GbR?
- Haben die Anleger bei Zeichnung gedacht, dass auch Darlehen an
andere KGs vergeben werden können und ist es somit in deren
Sinne?
Also ich frage mich, welche Ziele Wölbern tatsächlich verfolgt.
Denn m.E. kann es nur gewollt sein, ein solches Schreiben am
29.12.2011 an die Kunden zu versenden und die Frist auf den
26.01.2012 zu setzen. Denn so hat keiner die Möglichkeit, die
Sachlage vernünftig zu prüfen.
Jeder Kunde sollte sich überlegen, ob er dem
zustimmen möchte, denn man muss für sich entscheiden, ob man eher
Chancen oder Risiken sieht. Bedenke: eine Zustimmung erfolgt auch
bei Nichttätigkeit! Nur, wenn man ein Kreuz bei "dagegen" setzt,
kann man diese Entscheidung noch abwenden.
Meine Fragen sind mit Sicherheit nicht als abschließend zu werten.
Ich hoffe, dass hier ein reger Interessensaustausch stattfindet, um
zu einer vernünftigen Entscheidung für die Abstimmung zu
kommen!
Der Text aus dem Schreiben:
Wir beabsichtigen, zukünftig das Liquiditätsmanagement der
Fondsgesellschaften erheblich zu verbessern. Die bisherige Anlage
von Liquidität erfolgte vorwiegend auf Tagesgeld- und
Festgeldkonten bei Kreditinstituten, welche aufgrund des
allgemeinen Zinsniveaus im Markt nur geringfügige Zinssätze den
Fonds zur Verfügung stellen konnten. Ein verbessertes
Liquiditätsmanagement wird erzielt, indem eine Bündelung
der Liquidität erfolgt und damit über diese Größenskala verbesserte
Anlagezinssätze erreicht werden.
Die teilnehmenden Gesellschaften bilden eine Innengesellschaft in
Form einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts, die
Wölbern-Liquiditätspool GbR, über die das gemeinsame
Liquiditätsmanagement abgewickelt wird.
Die beteiligten Gesellschaften stellen ihre Liquidität
ausschließlich Gesellschaften der GbR zur Verfügung und können
andererseits bei Bedarf liquide Mittel aufnehmen.
Die Steuerung und der Abschluss von Darlehensverträgen erfolgt über
die Wölbern Invest B.V., welche zur Deckung ihres Aufwandes
(Auslagen, Steuern und Kosten)beim Abschluss der Verträge jeweils
eine Aufwandspauschale von 1 ‰ der Summe des Darlehensvertrages,
mind. € 500,00, maximal jedoch € 2.000,00 durch den Darlehensnehmer
erhält.
Steuerlich Implikationen ergeben sich nach der derzeitigen
Rechtslage durch die Teilnahme am Liquiditätsmanagement-System
nicht.
Jedes Liquiditätsmanagement birgt Risiken.
Hierauf müssen und wollen wir ausdrücklich hinweisen.Die
Geschäftsführung der Wölbern Invest B.V., ist im Rahmen ihrer
Aufgaben verpflichtet,grundsätzlich die Sorgfalt eines ordentlichen
Kaufmanns anzuwenden.
Dennoch kann ein Ausfall einzelner oder mehrerer teilnehmender
Darlehensnehmer nicht ausgeschlossen werden, mit der Folge, dass
die Ansprüche einer darlehensgebenden Fondsgesellschaft nicht
erfüllt werden können, gestellte Sicherheiten im Verwertungsfall
sich als nicht voll werthaltig herausstellen. Dies kann dazu
führen, dass es im Falle eines Totalausfalles oder teilweisen
Ausfalls des Darlehensnehmers zu teilweisen oder vollständigen
Auszahlungsverzichten kommen muss. Dies kann insbesondere dann
vorkommen, wenn sich die Verwertung von gestellten Sicherheiten als
langwierig herausstellt oder gar die gestellten Sicherheiten sich
als nicht voll werthaltig zeigen.
Die rechtliche Zulässigkeit sowie die Durchführung des
Liquiditätsmanagements in der Testphase wird rechtlich und
steuerlich geprüft und begleitet. Die Testphase dient dazu, um
Erfahrungswerte im Hinblick auf die Rentabilität der einzelnen
Fonds sowie Marktentwicklung bei Einlagenkonten bei den
entsprechenden Banken zu sammeln.
Wir erwarten, dass durch die Bündelung der vorgeschlagenen
Maßnahmen, trotz der Kostensteigerung im Verwaltungsaufwand durch
die geplante Finanzmarktregulierung, die Gesamtrendite der Fonds
verbessert werden wird. Insgesamt erachten wir die Umsetzung der
geplanten Maßnahmen zu den Anforderungen der Gesetzgebung im Zuge
der Finanzmarktregulierung als zielführend, zeitgemäß und
konform.
schrieb am 05.01.12 08:42:15
Ist ja interessant. Ist Wölbern noch im Schiffssegment aktiv?
Dann würden sich Immobilienanleger ggf. auch an den Risiken des
Schiffssegments beteiligen?
schrieb am 05.01.12 09:16:38
Antwort auf Beitrag Nr.:
42.552.387 von Silberpfeil1 am 05.01.12
08:42:15Das ist eine gute Frage. Ich habe keine
Information darüber, welche KGs bei der GbR-Gründung mit dabei
sind!
Das, was ich in das Forum eingestellt habe, ist eben die
Enscheidungsgrundlage für die Anleger.
schrieb am 05.01.12 10:29:04
laut geschäftsbericht sind die nicht mehr im shipping tätig. zudem
wurde laut abschlussbericht die shipping gesellschaft "liquidiert".
schrieb am 05.01.12 10:31:40
die frage könnte aber sein, welche shipping KGs die vielleicht
schon vor liquidierung der shipping aktivitäten hatten und ob diese
evtl. davon betroffen sein könnten... wäre ein starkes stück für
die anleger, aber nachvollziehbar für die gesellschaft...
schrieb am 05.01.12 10:42:17
Cashpooling scheint mir ein hohes Risiko zu bergen, daß Mittel
zweckentfremdet werden können? Prinzipiell habe ich als Anleger ja
meine Entscheidung für ein bestimmtes Produkt getroffen, von dem
ich überzeugt war. Das jetzt die Mittel einfach so, ohne meine
Kontrolle in andere Projekte fließen können sollen, wäre nicht in
meinem Interesse.
schrieb am 05.01.12 10:53:08
Antwort auf Beitrag Nr.:
42.553.009 von EcCo65HH am 05.01.12
10:42:17Das wird in den wenigsten Fällen im Interesse
der Anleger sein. Aber das ist ja gerade das, was ich sehr schade
finde. Weil die meisten Anleger eh nicht an den Abstimmungen
teilnehmen werden, wird der "Treuhänder" schön FÜR diesen Vorschlag
abstimmen.
Berater, die sich um ihre Kunden kümmern möchten und auch eine
fundierte Empfehlung abgeben möchten, haben in der Kürze der Zeit
und mit der Informationspolitik eigentlich keine Chance dazu, eine
gewisse Masse zu bewegen, gegen der Vorschlag zu stimmen.
schrieb am 05.01.12 16:38:43
Wie soll denn eine größere Transparenz gewährleistet sein, wenn
alle Gelder in einen Liquiditätspool fließen? Welchen Kriterien
unterliegt die Mittelverwendung? Und warum wird das Management über
eine B.V., also eine holländische Firma abgewickelt? Wäre die
Bildung eines Anlageausschusses nicht eine logische Maßnahme?
Dieses zukünftige Liquiditätsmanagement wirft wohl mehr Fragen auf,
als dass es der Transparenz dient.
schrieb am 05.01.12 18:01:12
Auch ich befürchte, dass Mittel zweckentfremdet werden und
notleidende Fonds (oder gar die notleidende Invest?) sich der
Mittel bedienen können. Interessant (und wenig
vertrauenserweckend!) scheint mir auch, dass die Geschäftsführung
der Treuhand ausgetauscht und aus der Wölbern Treuhand AG eine
Treuhand GmbH wurde. Im Internet gibt es keine Infos mehr zur
derzeitigen Geschäftsführung - gibt es überhaupt noch eine oder
macht der Dr. alles in Personalunion?
schrieb am 06.01.12 11:14:36
Antwort auf Beitrag Nr.:
42.555.698 von Nordlicht26 am 05.01.12
18:01:12Eine andere Frage ist sicher ob Wölbern hier das
"LTV-Thema" kreativ angeht.
Ich kenne mind. einen Wölbern-Fonds der hier Bedarf hätte - ich
denke das Thema ist unterschätzt.
Zu welchen Konditionen werden die Darlehen gegeben - als
Darlehensgeber möchte ich eine möglichst hohe Verzinsung - als
Darlehensnehmer möchte ich sicher nicht zuviel zahlen und im Rang
"durchgereicht" werden.
Wie sich das Liquiditätsmanagement sich positiv auf die
Dahrlehensgebende-KG auswirken soll - ich will ja auch weiter meine
Ausschüttungen (wenn Geld da ist

)
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