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Dirk Roßmann sieht rot

Diskussionsstatistik
eröffnet am 28.01.12 13:46:40
von
neuster Beitrag 05.02.12 22:32:02
von

Anzahl Beiträge: 40
Aufrufe gesamt: 1.976
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schrieb am 28.01.12 13:46:40
Beitrag Nr.1 
(42.662.257)
Antwort
Zitat
Quellenhinweis: HAZ, 28,/29 Jan. 2012


Ein Mann sieht rot

Der Unternehmer Dirk Rossmann verteidigt den Bundespräsidenten wie kein anderer

Von Michael Berger

Eigentlich gehört Dirk Rossmann, wie er selbst sagt, gar nicht zum engsten Kreis um Christian Wulff: “Wir siezen uns.“ Dennoch hat sich der Gründer und Inhaber der Drogeriekette Rossmann jetzt bei einem Auftritt im ZDF mit einer Wucht und einer Wut wie kein anderer in die Debatte geworfen als Verteidiger des Präsidenten.

„Was heißt denn hier Kreditaffäre?“ hob Rossmann an. „Da ist doch nichts dran.“ Moderatorin Maybrit Illner hob die Augenbrauen, doch Rossmann kam nun erst richtig in Fahrt „Er hat erst Geld zu vier Prozent in einer absoluten Niedrigzinsphase angenommen und ist später zu einem rollierenden Kredit übergewechselt.“ So weit weg „vom Markt“ sei Wulffs Verhalten nicht gewesen, zumal jetzt sogar eine Internetplattform mit entsprechenden Krediten werbe. Das Verhalten fast aller bundesdeutschen Medien, dies sage er jetzt mal klipp und klar, sei dagegen „eine Sauerei“.

Bums – da ließ er beide Hände auf den Tisch knallen. Die Lesebrille hatte er schon zur Seite gelegt. Das Publikum im Saal klatschte und in den Applaus hinein rief Rossmann: Das Ausland, die „Neue Zürcher Zeitung“, die lachen doch schon über uns.“ Noch mehr Applaus, noch mehr zustimmendes Gelächter. Rossmann schob hinterher: „Ich taktiere hier nicht, sondern sage einfach, was ich denke, meine Mitarbeiter kennen das.“ Illner stand streckenweise der Mund offen, und sogar ihr Gast Oskar Lafontaine blieb über fast zwanzig Minuten sprachlos.

Doch Rossmann war noch nicht fertig. Als Illner meinte, er müsse wenigstens zugeben, dass Wulff sich ungeschickt verhalten habe, als er scheibchenweise die Wahrheit über seine Kredite mitgeteilt habe, kam er erneut in Fahrt. „Wenn man so angegangen wird, obwohl man nichts verbrochen hat, dann verhält sich doch jeder Mensch ungeschickt.“ Wieder Applaus. Still wurde es, als Rossmann darlegte, wie Wulff sich bei ihm und anderen Unternehmern für eine Förderung des Zentrum für Jüdische Musik eingesetzt habe. „Ansonsten hat er mich nie um etwas gebeten.“

Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring musste in der Sendung nicht mehr viel sagen. Rossmann ging auch dazwischen, als Illner über das „System Hannover“ zu diskutieren begann und erwähnte, dass Bettina Wulff in der PR-Abteilung von Rossmann in Großburgwedel gearbeitet habe. Laut Rossmann war sie eine beliebte Mitarbeiterin ohne Sonderstatus: Sie kam mit dem Fahrrad, und Mittag aß sie in der Kantine Currywurst.“

Lafontaine und der ARD-Journalist Christoph Lütgert versuchten hier und da gegenzuhalten, doch Rossmann war nicht zu bremsen. Irgendwann sagte Möllring milde lächelnd, Rossmann habe doch in seinen Filialen bestimmt auch Tees mit beruhigender Wirkung… Dirk Rossmann gab zurück, niemand solle sich sorgen: Ich werde mich heute schon noch wieder beruhigen.“




Herr Roßmann, nicht jedem Menschen ist es vergönnt, PR-Journalismus und die interessierten Kreise, die dahinter stehen könnten, zu erkennen.
Es war doch zu erwarten, dass die Landesbank Baden-Württemberg(LBBW) und ihre Tochter BW- Bank, in Ihrer Stellungsnahme zum „ rollierenden Kredit“ nicht anders argumentieren kann.
In der Öffentlichkeitsarbeit um den rollierenden Kredit ging es den Medien doch darum, aufzuzeigen, wie der Bundespräsident Wulff seine private Immobilienfinanzierung zu Top- Konditionen organisiert hat. Schauen Sie mal, Tausenden von Immobilienbesitzern sind solche Top- Konditionen verwert geblieben. Ich meine, die BW- Bank hat ja finanziell am Wulff-Kredit nichts verdient, oder sehen Sie dies anders?
Und schauen Sie mal, die HAZ bringt am 26. Januar auf ihrer Titelseite eine Grafik von Infratest Dimap mit der Überschrift „So denken die Niedersachen über Wulff“. Sollte Christian Wulff zurücktreten? 42% Ja und 54% Nein.
Am 28/29.Januar 2012 in der HAZ, Seite 2, FDP verharrt im Umfragekeller, ZDF- Politbarometer. Das 50% der Deutschen der Meinung sind, dass Christian Wulff zurücktreten sollte, wird in der“ HAZ“ mit keinem Wort erwähnt.
Freitag, 27.Jan.2012 in HAZ, Seite 2 Hartmut Möllring hat Bundespräsident Wulff in der ZDF-Talksendung „Maybrit Illner erneut verteidigt.
Herr Rossmann, es ehrt sie, wenn Sie Herrn Bundespräsident Christian Wulff öffentlich verteidigen, nur achten sie auch andere Meinungen.


Eine kurze Geschichte der Spekulation
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John Kenneth Galbraith
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schrieb am 28.01.12 14:32:05
Beitrag Nr.2 
(42.662.363)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.662.257 von 887766 am 28.01.12 13:46:40Herr Rossmann, es ehrt sie, wenn Sie Herrn Bundespräsident Christian Wulff öffentlich verteidigen, nur achten sie auch andere Meinungen.

Wer bei dieser Diskussion ständig mit der neusten Umfrage agiert und meint, hieraus eine Handlungsanleitung für den BP ableiten zu können, sollte mit dem gleichen Engagement die Frage nach der Einführung der Todesstrafe auch dem "mündigen Bürger" überlassen und solche Umfragen immer dann abhalten, wenn gerade wieder ein Kind mißbraucht und getötet worden ist.

Solche Umfragen haben keine andere Funktion als die, eine Stimmung, die systematisch erzeugt und unterhaltgen wird, weiterhin am kochen zu halten.

Sachliche Diskussionen um die ganzen Vorwürfe haben bisher an keiner Stelle statgefunden, obwohl mittlerweile die 100ste Diskussionsrunde zu den "Verfehlungen" des Bundespräsidenten im TV stattgefunden hat.

Was ist denn der Ausgangssachverhalt: Herr Wulff hat als Minsterpräsident von Niedersachsen eine Anfrage der Opposition zu beantworten. Bei der Anfrage ging es nicht um eine Handlung der Lsndesregierung sondern um das Agieren des Ministerpräsidenten als Privatrperson.

Ein legitimes Mittel der Opposition, doch ist es nicht auch legitim, auf solche Anfragen nur das zu antworten, was man konkret gefragt wurde'?

Nur vor diesem Hintergrund kann man die Frage der Hausfinanzierung heute beurteilen - zu dem Zeitpunkt war Herr Wulff noch nicht Bundespräsident und muss sich daher auch nicht mit den Maßstäben messen lassen, die man an die Offenheit und Aufrichtigkeit eines BP anlegen kann.

Die jetzt ständig publizierten Umfragen sind der größte Blödsinn, den ich in der Vergangenheit bei diesem Instrument gesehen habe.

Das N-TV und andere diese Frage gerne stellen, ist schon aus dem Grund verständlich, dass man davon ausgehen kann, dass es relativ viele Anrufe(r) geben wird und jeder Anruf auch bare Münze in die Kasse des Senders bringt - nicht umsonst kostet jeder Anruf 0,50 EUR, hiervon fließt ein großer Teil an den Sender.

Wer den Mist glaubt, den unsere Medien tagein/tagaus von sich geben, dem ist wirklich nicht zu helfen.

Man sollte sich anhand der bekannten Fakten schon die Freiheit erlauben, sich eine eigene Meinung zu bilden - und die ist halt häufig fernab der durch unsere Massenmedien publizierten Sichtweise.

Viel Spass bei der Diskussion



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schrieb am 28.01.12 15:08:52
Beitrag Nr.3 
(42.662.445)
Antwort
Zitat
Im Grunde ist zu diesem Thema schon alles gesagt.

Die Gesellschaft und die Medien sollten sich nun

wieder den Herausforderungen der Wirtschafskrise

und den Verletzungen der Menschenrechte in der Welt

zuwenden. Da sind in Europa 1 Billion für Länder-

rettungen aufzubringen, und die Gesellschaft

diskutiert über ein geschenktes Bobycar.

Nach sechs Wochen Erbsenzählerei könnte man von

mir aus auch wieder zu den wirklichen Herausforderungen

der menschheit zurück kehren.

Ist aber nur meine ganz persönliche Meinung.
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schrieb am 28.01.12 15:17:34
Beitrag Nr.4 
(42.662.462)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.662.257 von 887766 am 28.01.12 13:46:40in vielen punkten trifft er meine meinung -
und ich wäre schon auf 200 wenn ich mich zu einem oskar lafonteowdipipi
in eine runde setzen müsste...
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schrieb am 28.01.12 15:45:20
Beitrag Nr.5 
(42.662.516)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.662.257 von 887766 am 28.01.12 13:46:40ich hatte schon Angst heute gibt es keinen Wulffthread :laugh: aber einer erwacht immer aus dem Koma und merkt was in den letzten 10 wochen passiert ist :rolleyes:
Avatar
schrieb am 28.01.12 16:09:18
Beitrag Nr.6 
(42.662.564)
Antwort
Zitat
"zu dem Zeitpunkt war Herr Wulff noch nicht Bundespräsident und muss sich daher auch nicht mit den Maßstäben messen lassen, die man an die Offenheit und Aufrichtigkeit eines BP anlegen kann"

Wo ist denn der Unterschied zwischen Ministerpräsident und Bundespräsident, was die Maßstäbe an die erforderliche Offenheit und Aufrichtigkeit betrifft? Darf der Ministerpräsident mehr lügen als der Bundespräsident?
Avatar
schrieb am 28.01.12 16:36:34
Beitrag Nr.7 
(42.662.614)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.662.564 von Borealis am 28.01.12 16:09:18 Darf der Ministerpräsident mehr lügen als der Bundespräsident?

die Lügenskala ist doch bei Politikern nach oben offen :cry:
Avatar
schrieb am 28.01.12 16:52:08
Beitrag Nr.8 
(42.662.641)
Antwort
Zitat
Ich möchte lieber nicht wissen, wie hoch der Lügenanteil

hier in den einzelnen Wertpapierthreads ist.


Ohne jeden Gewissenskonflikt wird jeder Pennystock zur

künftige Rakete geschrieben, aber ein geschenktes

Bobycar ist ein Skandal.


Vielleicht sollten wir mit den Reformen einfach mal

bei uns selbst beginnen. Dann werden wir vermutlich

auch gelassener in der Beurteilung Dritter.
Avatar
schrieb am 28.01.12 17:21:48
Beitrag Nr.9 
(42.662.716)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.662.641 von Courtier am 28.01.12 16:52:08Ich möchte lieber nicht wissen, wie hoch der Lügenanteil

hier in den einzelnen Wertpapierthreads ist.


meine Oma sagte immer:"eine Notlüge ist immer verzeihlich,aber wer ohne Zwang die Wahrheit sagt der verdient keine Nachsicht" :laugh:
Avatar
schrieb am 28.01.12 17:23:04
Beitrag Nr.10 
(42.662.723)
Antwort
Zitat
Wo bitte hat Herr Wulff denn gelogen ?

[ Seite: 1234neuster Beitrag ]

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