Der Griff nach dem Gold
Der Goldmarkt erlebt eine gewaltige Umwälzung. Investoren, die auf
Goldpapiere gesetzt haben, verkaufen reihenweise. Die Nachfrage
nach echtem Gold steigt dagegen rasant. Wer treibt die Preise? Und
wer liegt richtig?
Düsseldorf. Massen schieben sich durch die engen Gassen des Zaveri
Bazaar in Mumbai. Die Menschen, die hier her kommen, haben meist
nur eins im Sinn: Dieser Ort ist der größte Goldmarkt der Welt;
eine eigene Welt, in der sich alles nur um das Edelmetall dreht.
Die Geschäfte der Juweliere liefen selten so gut wie in diesem
Jahr. Seitdem der Goldpreis gefallen ist, decken sich die Inder mit
Goldmünzen und Schmuck ein.
Haben die Inder nicht gehört, dass Goldman Sachs und George Soros
zum Verkauf aufrufen? Vermutlich nicht, und wenn doch? Dann kümmert
es sie nicht. Genauso wenig wie jene kleine Schar von
Privatanlegern in den Industrieländern, die weiter unbeirrt Münzen
und Barren kaufen. Die sogenannten „Goldbugs“ (zu deutsch:
Goldkäfer) handeln genau gegensätzlich zu den internationalen
Großinvestoren, die gerade versuchen, ihr Gold loszuwerden.
Die Frage ist nur: Wer bestimmt, wie es am Goldmarkt weitergeht?
Und wer behält am Ende Recht?
„Der Goldpreis ist Spielball der großen Finanzmarkt-Akteure und nur
schwer einschätzbar“, sagt André Will-Laudien von der Privatbank
Donner & Reuschel. „Der Goldbesitzer kann hier nur tatenlos
zuschauen und sich am gelben Glanz erfreuen.“
...
-----------
GEAB 75: Hinter den
Aktienkursrekorden lauert die globale Re…
GEAB N°75 ist angekommen! Umfassende weltweite Krise 2013: Hinter
den Aktienkursrekorden lauert die globale Rezession
- Pressemitteilung des GEAB vom 16. Mai 2013 (GEAB N°75) -
Trotz des allgemeinen Eindrucks, den die Medien verbreiten und der
durch die Rekorde an den amerikanischen und japanischen
Aktienmärkten bestätigt zu werden scheint, dass sich die
Weltwirtschaft sich in einer Schönwetterzone befinde, verliert sie
deutlich an Fahrt und eine allgemeine Rezession zeichnet sich ab.
Die verschiedenen Akteure sind sich dessen sehr wohl bewusst und
angesichts der Gefahr eines unmittelbar bevorstehenden
Konjunktureinbruchs legen die Staaten und Regionen verschiedene
Strategien auf, mit denen die Folgen gedämpft werden sollen. Einige
davon scheinen eher von Verzweiflung diktiert zu sein oder sind wie
das Greifen nach dem letzten Strohhalm, anderen hingegen zeigen,
dass eine ernsthafte Anpassung an die gegenwärtigen Umwälzungen der
Weltordnung geplant wird. Und es überrascht nicht zu sehen, dass
die Verzweiflungsstrategien von den „Mächten der Welt von Gestern“
verfolgt werden, denen andere Optionen nicht länger offen
stehen.
Inhalt der gesamten Veröffentlichung:
1. Weltweite Rezession lauert
2. Die zweifelhaften Geschäfte der Banken
3. Steuerparadies oder – Hölle
4. Neoprotektionismus zwischen regionalen Blöcken
5.Die Goldstrategie der Schwellenländer
6. Das letzte Pulver der Fed
7. Euroland : Regierungen der nationalen Einheit und die EZB eilen
Euroland zu Hilfe
8. Mit hohem Risiko belastete Strategien
In dieser Pressemitteilung stellen wir das 1., 2. und 5. Kapitel
vor.
...
Goldstrategie der Schwellenländer
Während einige Länder ihre Volkswirtschaften abschotten, um
überleben zu können, Steuergelder aus Steuerparadiesen einfordern
und gleichzeitig zulassen, dass ihre Banken wenig koschere Methoden
anwenden, um Konkurs zu vermeiden, haben andere sich entschieden,
auf Gold zu setzen. Während Papiergold einen massiven Crash Mitte
April erlitt, war hingegen die Nachfrage nach physischem Gold noch
nie so groß wie gegenwärtig, was bestätigt, dass die beiden Märkte
sich nun auseinander entwickeln. Was wird passieren, wenn sich
weltweit die Erkenntnis durchsetzt, dass die Wertpapiere, die
Ansprüche auf Goldlieferungen verbriefen, nicht eingelöst werden
können, weil dieses Gold nicht existiert? Wenn das Eigentumsrecht
an einem Goldbarren ins Leere greift? Wenn das Wertpapier sich also
als wertlos herausstellt? Wir können damit davon ausgehen, dass der
Preis für Papiergold erneut massiv unter Druck geraten wird.
Deshalb gibt es schon Makler, die keinerlei gehebelten
Papiergoldkäufe mehr akzeptieren (11). Dass Papiergold heute nicht
mehr von dem selben Vertrauen profitiert wie physisches Gold,
zeigt, dass allgemein das Vertrauen in die Finanzindustrie und ihre
Produkte schwindet; und ohne Vertrauen sind große Probleme
programmiert.
Physisches Gold hingegen hat noch schöne Tage vor sich. China hat
dies sehr wohl verstanden und kauft Gold in riesigen Mengen
(12).
![]()
Chinesische Goldeinfuhren über Hong Kong, 2012 et 2013 (in Tonnen).
Quelle : HK census and statistics department
Die große Nachfrage ist von ihrer Bedeutung her nicht zu
unterschätzen : Zum einen zeigt sie, dass China versucht, sich von
der Abhängigkeit vom Dollar zu lösen, zum anderen, dass das Land
sich gegen zukünftige Wirtschaftskatastrophen absichern möchte, und
schließlich auch, dass die chinesische Regierung wohl davon
ausgeht, dass der Yuan nur den Status einer internationalen
Währungen erringen kann, wenn die chinesische Zentralbank über
Goldreserven verfügt. Überhaupt könnte Gold in einem neuen
internationalen Währungssystem überragend wichtig werden –
vorausschauend handelt, wer schon heute dafür sorgt, möglichst viel
davon zu besitzen.
Genau dies ist die Strategie der BRICS : Allmählich ein neues
internationales Währungssystem aufzubauen, in dem sie eine
wichtigere Rolle einnehmen könnten ; dafür eliminieren sie immer
mehr den Dollar aus ihren internen Handelsbeziehungen und wickeln
ihren Handel in den eigenen Währungen ab. Der Wandel mag langsam
erscheinen, vollzieht sich aber angesichts des enormen
Änderungsbedarfs in Wirklichkeit sehr schnell und verschiebt den
Schwerpunkt der globalen Wirtschaftsmacht immer stärker in Richtung
der Schwellenländer. Das ist der Kern der umfassenden weltweiten
Krise, die GEAB seit sieben Jahren Phase für Phase beschreibt und
vorhersagt.
Mit dem Machtgewinn für die BRICS geht zwangsläufig ein
Machtverlust für den Westen und insbesondere die USA einher.
...
Quelle:
leap2020