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Sind die Piraten wirklich wählbar ?

Diskussionsstatistik
eröffnet am 03.04.12 17:18:55
von
neuster Beitrag 21.05.13 14:03:52
von

Anzahl Beiträge: 259
Aufrufe gesamt: 5.358
Aufrufe heute: 1
Diskussionsnr.: 1.173.453
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schrieb am 21.05.13 14:03:52
Beitrag Nr.259 
(44.681.819)
Antwort
Zitat
Ciao Piraten,
es war ein netter Versuch! Leider nichts bei rausgekommen:rolleyes:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/berliner-piratenfr…
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Betriebsdirektor
schrieb am 15.05.13 23:45:33
Beitrag Nr.258 
(44.646.785)
Antwort
Zitat
3% reichen aber nicht.
Avatar
schrieb am 13.05.13 15:26:57
Beitrag Nr.257 
(44.621.647)
Antwort
Zitat
hier alle Forsa-Umfragen:

http://www.wahlrecht.de/umfragen/forsa.htm
Avatar
schrieb am 13.05.13 15:23:38
Beitrag Nr.256 
(44.621.627)
Antwort
Zitat
Zitat von Doppelvizehttp://www.spiegel.de/politik/deutschland/forsa-umfrage-spd-…


Blöd ist, dass...


die Umfrage aus dem Februar stammt

Forsa befragte vom 11. bis 15. Februar 2502 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger.
Die Fehlertoleranz liegt bei plus/minus 2,5 Prozent. Immer beachten, das gilt für alle Umfragen.
Avatar
schrieb am 13.05.13 13:56:04
Beitrag Nr.255 
(44.620.955)
Antwort
Zitat
Avatar
schrieb am 20.02.13 11:51:06
Beitrag Nr.254 
(44.162.671)
Antwort
Zitat
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/forsa-umfrage-spd-…

Aus dem Link: Die Piraten wären mit unverändert drei Prozent nicht im Parlament vertreten. Einer weiteren "Stern"-Umfrage zufolge glauben 81 Prozent der Befragten nicht, dass die Piratenpartei künftig in Deutschland noch eine Rolle spielen wird. Nur 15 Prozent bejahten die Frage.

Mit anderen Worten: Das war es mit den Piraten...
Alternativen? Keine...
Hatte gehofft das es wählbare Freie Wählergruppierungen gibt. War bei der Wahl in NDS aber schon Fehlanzeige. Frau Murkel wird weiter unsere Steuergelder nach Griechenland verschenken und die Nichtkönnerpartei FDP hilft weiter kräftig mit. Was soll sie auch machen. "Was eigenes" hat sie ja nicht. Nicht mal ein Jodeldiplom.

Blöd ist, ja blöd ist das Frau Hosenanzug am Bundesrat nicht vorbei kommt...
Avatar
schrieb am 19.02.13 21:03:02
Beitrag Nr.253 
(44.160.511)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 44.137.423 von Doppelvize am 13.02.13 18:08:11
Avatar
schrieb am 13.02.13 18:08:11
Beitrag Nr.252 
(44.137.423)
Antwort
Zitat
Schade, es war ein netter Versuch....

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/kommentar-zur-selb…

Piraten am Ende! Gut so? Ich meine nicht....
Avatar
schrieb am 21.12.12 21:15:18
Beitrag Nr.251 
(43.954.714)
Antwort
Zitat
Avatar
schrieb am 16.11.12 01:22:57
Beitrag Nr.250 
(43.831.142)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.828.264 von Doppelvize am 15.11.12 14:28:57Natürlich wird sich Deutschland einer europaweiten Wirtschaftskrise auf Dauer nicht entziehen können.

Auch ich kenne die Lage, wie sie sich im Herbst 2013 einstellen wird, natürlich nicht.

Zur Zeit kann man doch nur Vergleiche zwischen der gegenwärtigen Lage in Deutschland und der Lage in den Krisenstaaten anstellen.

Wenn der geneigte Fernsehzuschauer diesen Vergleich anstellt muss er zur Zeit dennoch zu dem Ergebnis kommen, dass die Lage in Deutschland sich im Vergleich zu früheren Zeiten sich noch halbwegs normal darstellt. Dies kann man von z. B. Griechenland oder Spanien und Portugal wohl kaum sagen.

Wenn man gar in diesen Ländern Urlaub macht bekommt man die dortigen Schwierigkeiten hautnah zu sehen. Und wieder fällt der Vergleich mit Deutschland eher positiv aus.

Natürlich kann man die Auffassung verteten, dass sich dies bis Herbst 2013 noch zum Nachteil ändern wird. Dies würde aber nach aller Erfahrung wiederum eher die gegenwärtige Regierung stärken. Denn in Zeiten der Not neigen die Menschen eher dazu sich fest um die Führung zu schaaren.

Gegenwärtig spielt dies nach meiner Überzeugung bei den Umfragen keine Rolle. Man vergleicht die Situation in Deutschland von hier und heute mit der Situation in den Krisenländern.

Und dieser Vergleich fällt positiv für die Menschen aus. Wenn in einer solchen Situation die Regierung hiervon keine positive Impulse in Umfragen erzielen kann, sollte dies Frau Merkel aus meiner Sicht schon alarmieren.
Avatar
schrieb am 16.11.12 01:09:52
Beitrag Nr.249 
(43.831.134)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.826.629 von Doppelvize am 15.11.12 09:07:42Ich möchte hier noch einmal einen Nachtrag bezüglich der Wahlbeteiligung bei Bundestagswahlen geben.

Hiernach ergaben sich in ausgewählten Jahren folgende Wahlbeteiligungen

1998 = 82,20 Prozent

2002 = 79,10 Prozent

2005 = 77,70 Prozent

2009 = 70,80 Prozent

Quelle : Wikipedia.

Ich denke schon, dass der Rückgang der Wählerzahlen auch ein gutes Stück mit Enttäuschung von Wählern zu tun hat.

Natürlich wird dieser Wählerrückgang nicht allein zu Lasten der Union gegangen sein. Auch SPD-Wähler hatten wegen der Agendapolitik sicherlich allen Grund sich enttäuscht oder auch getäuscht zu fühlen.

Allerdings hatte der SPD-Wähler mit der Linkspartei hinsichtlich der Enttäuschung über die von der SPD betriebene Sozialpolitik auch in der Linkspartei eine Alternative. Wie die Ergebnisse der Linkspartei zeigen, wurde dies von den Wählern ja auch genutzt.

Enttäuschte Wähler der Union hatten eine Alternative bei der FDP. Auch diese Partei hat nunmehr ihre Wähler aber enttäuscht. Umfragen zeigen für Schwarz-Gelb klare Rückgänge im Vergleich zur Wahl von 2009.

Möglicherweise werden entäuschte Wähler von Schwarz-Gelb in 2013 die Partei der Nichtwähler noch einmal deutlich stärken.
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schrieb am 15.11.12 14:28:57
Beitrag Nr.248 
(43.828.264)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.828.145 von kenkennard am 15.11.12 14:02:38Gegenwärtig haben wir eine recht ordentliche Wirtschaftslage. Bei früheren Wahlen schlugen sich gute Wirtschaftszahlen auch positiv auf die Wahlaussichten der Regierung nieder. Hiervon ist zur Zeit wenig zu erkennen.

Ordentliche Wirtschaftslage war gestern!

Die Krise wird bei uns mit Verzögerung aufschlagen!
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/rezession-wirtscha…

Dazu kommen noch jede Menge europäische Wirtschaftsflüchtlinge!

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/zuwanderung-nach-d…

Dann mal ran Frau Merkel an die Lösung der Probleme....:rolleyes:
Avatar
schrieb am 15.11.12 14:02:38
Beitrag Nr.247 
(43.828.145)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.826.629 von Doppelvize am 15.11.12 09:07:42Natürlich kann man hier nur Schätzungen abgeben.

Enttäuschte SPD-Wähler hatten immerhin mit der Linkspartei eine Alternative.

Bei der CDU kann man auch eine Abnahme der Wähler feststellen. Stoiber erhielt bei der Wahl 2002 noch 38 Prozent. Im Jahre 2005 erhielt Merkel für die CDU noch etwas mehr als 35 Prozent. Im Jahre 2009 erzielte Merkel gerade noch 33,8 Prozent.

So sieht keine strahlende Siegerin aus.

Auch ist der Anteil der Nichtwähler im Laufe der Zeit wohl angestiegen. Ich räume ein, dass im Jahre 2009 ein guter Teil ehemaliger CDU-Wähler auch FDP gewählt haben wird.

Vergleicht man aber die die Zahlen für Schwarz-Gelb in den Umfragen mit den Wahlergebnissen von 2009, kann man für das Regierungslager schon deutliche Verluste erkennen.

Gegenwärtig haben wir eine recht ordentliche Wirtschaftslage. Bei früheren Wahlen schlugen sich gute Wirtschaftszahlen auch positiv auf die Wahlaussichten der Regierung nieder. Hiervon ist zur Zeit wenig zu erkennen.

Natürlich sehen auch die Zahlen für Rot-Grün nicht sehr ermutigend aus.

Es bleibt also spannend, wenn man das gegenwärtige Kaspertheater ernst nimmt und Schwarz-Gelb oder auch Rot-Grün nicht als Blockparteien erkannt hat, deren Unterschiede bestenfalls minimal sind.
Avatar
schrieb am 15.11.12 09:07:42
Beitrag Nr.246 
(43.826.629)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.826.249 von kenkennard am 15.11.12 05:39:23Eine Alternative für durch den Linksruck der Union heimatlos gewordene CDU-Wähler scheinen sie aber nicht zu sein.


Wenn man die Umfragen betrachtet, scheinen es aber nicht viele Wähler zu sein, die sich von der CDU abgewendet haben. Jedenfalls lange nicht so viele wie von der SPD nach der Ära Schröder.

Auf der rechten seite gibt es damit nur Parteien, die man we…

Es sein denn das Leute wie Olaf Henkel noch eine wählbare Gruppirung aus dem Hut zaubern. Freie Wähler sind auch eine Möglichkeit.
Avatar
schrieb am 15.11.12 05:39:23
Beitrag Nr.245 
(43.826.249)
Antwort
Zitat
Beim Stimmverhalten in einigen Landtagen stellen sich die Piraten wohl weniger als eine Protestpartei als vielmehr als eine Art Reservetruppe von Rot-Grün dar.

Da es im sozialdemokratischen bzw. linksliberalen Spektrum mit der CDU, der SPD und auch den Grünen aber bereits drei Parteien gibt, die um Wählerstimmen konkurrieren, machen sich die Piraten wohl eher wieder überflüssig.

Dies scheinen vermehrt auch die Wähler so zu sehen. Nach letzten Umfragen konnte die Partei jedenfalls nicht mehr über 5 Prozent kommen.

Eine Alternative für durch den Linksruck der Union heimatlos gewordene CDU-Wähler scheinen sie aber nicht zu sein.

Auf der rechten seite gibt es damit nur Parteien, die man wegen dem vorhandenen unsäglichen Rassismus nicht wählen kann. Somit bleibt diesem Wählerkreis wohl nur die Möglichkeit, an den Wahlen nicht mehr
teilzunehmen und zum Nichtwähler zu werden.
Avatar
schrieb am 04.11.12 17:54:06
Beitrag Nr.244 
(43.784.433)
Antwort
Zitat
:rolleyes:
Avatar
schrieb am 04.11.12 00:46:38
Beitrag Nr.243 
(43.783.489)
Antwort
Zitat
Avatar
schrieb am 19.10.12 22:41:56
Beitrag Nr.242 
(43.732.941)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.713.815 von raceglider am 15.10.12 16:44:19
Avatar
schrieb am 15.10.12 16:44:19
Beitrag Nr.241 
(43.713.815)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.713.779 von Doppelvize am 15.10.12 16:35:31Ja; bei den Parteien und bei den Wählern.

Bei den Blockparteien zeigt sich das dadurch, dass immerhin etwa 10 % die Piraten gewählt haben.

Und bei den Wählern zeigt sich das, in dem diesezu etwa 87 % die Blockparteien und zu etwa 10% die Piraten gewählt haben.
Avatar
schrieb am 15.10.12 16:35:31
Beitrag Nr.240 
(43.713.779)
Antwort
Zitat
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/piraten-chef-schlo…:eek:

Mit der betonten Gelassenheit ist es nun jedoch vorbei. Parteichef Bernd Schlömer greift seinen Parteifreund Ponader erstmals in der Öffentlichkeit an. "Ich würde Johannes Ponader raten, mal zu arbeiten, anstatt Modelle vorzustellen, die die Berufstätigkeit umgehen", sagte Schlömer SPIEGEL ONLINE.

Hintergrund der Attacke: Ponader hatte in aller Öffentlichkeit den Abschied von Hartz IV zelebriert und angekündigt, seinen Lebensunterhalt bei knapper Kasse aus Spenden von Anhängern zu bestreiten.


Toller Hecht....:mad:

Gibt es in D nur noch Vollpfosten im Politikgeschäft:confused:
Avatar
schrieb am 25.09.12 21:38:11
Beitrag Nr.239 
(43.644.973)
Antwort
Zitat
Avatar
schrieb am 02.08.12 12:38:03
Beitrag Nr.238 
(43.449.113)
Antwort
Zitat

Sind die Piraten wirklich wählbar?

Nachdem Israels winzige Oberschicht, die das ganze Land gewissenlos ausplündert, rassistisch und imperial in wahre und falsche Bürger aufteilt, die Ausgeplünderten mit militaristisch-esoterischen Tiraden und Fantomgefahren ständig in Angst und Misstrauen hält, letztes Jahr schon eine Sozialbewegung von Millionen Israelis mit dem Wörtchen "Kommission" einfach weggequatscht hat, leistet sie sich nun einen neuen Betrug.

Abgeguckt haben sie sich den in Deutschland. Wenn es hier funtioniert, na dann brauchen sie den da auch. Ist doch klar.
http://www.haaretz.com/news/national/israel-s-pirates-party-registers-for-knesset-elections-1.453662

Lügner und Betrüger sind auch in Israel immer gern gesehen. Gescheiterte braucht man nicht. Die verbrennen sich sowieso von selber. Neuerdings, wieder, in Israel. Aber sie sind ja gescheitert. Selber Schuld.

Also kommet her, Piraten, jaaaa, kommet her, lügt, bescheisst und betrügt die Leute, gaukelt ihnen was vor, quatscht sie dicht, und einen für Benjamin und einen für Barak. Haltet die Hand auf, redet über Transparenz, und surft, twittert und redet über IT. Aber wehe da kommt so ein Dissident an, stellt den Kapitalismus und den Reichtum der Ausbeuter in Frage und spricht das Wort "Verfassung" aus. Na dann wisst Ihr ja, was Ihr zu tun habt:

Dann macht ihr einen Appell "Pro Mittelmeerunion", nennt Euch pro-mittelmeerländisch, sagt, Ihr seid in Sorge um die mittelmeerländischen Institutionen und schlagt eine "gemeinsame Verfassung" von Lappland bis Casablanca vor.

Und dann alle gemeinsam, immer im Chor, und schön rhythmisch: "ALLEN - GEHT - ES BESSER!!"
Und nochmal: "ALLEN - GEHT - ES BESSER!!"
Und dann nochmal, solange bis ihr jeden Scheiss glaubt, den ihr ruft: "ALLEN - GEHT - ES BESSER!!"

Na also. Echte Piraten können das. Wenn sie erstmal oben sitzen.

Piratenpartei Israel?

Avatar
schrieb am 28.07.12 12:12:06
Beitrag Nr.237 
(43.433.822)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.433.803 von kenkennard am 28.07.12 11:53:19Die Frage ist aber nun, welche Schlußfolgerungen man aus dieser Situation zieht.

Soll man die EZB zu einer Art Bank von England umwandeln, oder soll man den Spaniern empfehlen, zu einer eigenen Zentralbank mit eigerner Währung zurück zu kehren.

Die Frage ist schwierig zu beantworten, weil die Fundamentaldaten ja eigentlich für Spanien sprechen.

Dagegen spricht aber, dass die Politik den Deutschen einst versprochen hat, dass der Euro eine DM unter neuem Namen wird und dass dies auch für die EZB zutreffen würde, die zu einer Deutschen Bundesbank unter neuem Namen werden würde.

All diese Versprechen hat die Deutsche Politik mit ihren Handlungen der letzten Jahre gebrochen. Im EZB-Rat werden die deutschen Vertreter mit den Stimmen der Südländer stets überstimmt. Somit ist die EZB längst auf dem Weg zu einer Art Bank von England.

Die Euro-Rettungsschirme werden im Bundestag nur noch abgenickt, so dass eine frühere DDR-Bürgerrechtlerin und auch CDU-Bundestagsabgeordnete den Deutschen Bundestag unlängst mit der Volkskammer der DDR verglichen hat.

Dieser Vergleich erscheint mir nicht unrealistisch.

Deshalb brauchen wir für diese Fragen in Deutschland dringend wirksame Protestparteien, damit die Bevölkerung in Wahlen zu diesen Fragen wieder Stellung beziehen kann.

Ob die Piratenpartei denn diese Lücke schließen kann, bleibt weiterhin eine offene Frage.
Avatar
schrieb am 28.07.12 11:53:19
Beitrag Nr.236 
(43.433.803)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.417.900 von arsenio am 24.07.12 14:02:53Diese Argumente kann man vertreten.

Es kommen in der gegenwärtigen Zeit wirklich Länder unter die Räder, die es nach den Fundamentaldaten wohl nicht verdient hätten.

Ein Beispiel dafür ist der Vergleich zwischen England und Spanien. Spanien hat viel bessere Daten hinsichtlich des absoluten Schuldenstandes und auch in der jährlichen Neuverschuldung als England.

Trotzdem zahlt England für seine Staatsanleihen fast so niedrige Zinsen wie Deutschland und Spanien ist zur Zahlung viel höherer Zinsen gezwungen.

Manche Marktbeobachte sagen, dies liegt daran, dass England noch immer seine eigene Währung und deshalb auch seine eigene Zentralbank hat.

Die englische Zentralbank kauft bekanntlich in großen Summen englische Staatsanleihen auf. Somit steht die englische Zentralbank in dieser Frage entschlossen hinter ihrem Staat. Deshalb muss ein Investor keine Zweifel daran haben, dass der englische Staat seine Verpflichtungen in der heimischen Währung erfüllen wird. Schließlich kann die Bank von England soviele Pfund drucken, wie es zur Zahlung dieser Anleihen erforderlich ist.

Deshalb zahlt England so niedrige Zinsen wie Deutschland, obwohl es wirtschaftlich viele schlechter dasteht als Spanien.

Avatar
schrieb am 24.07.12 14:37:33
Beitrag Nr.235 
(43.418.053)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.417.987 von raceglider am 24.07.12 14:21:55In der Wirtschaftsgeschichte gibt es sehr wohl eine Reihe von Erfolgsbeispielen, die aus einstmals sehr armen Ländern sehr wohlhabende Länder gemacht haben.

Unser östlicher Nachbar Polen ist eine Erfolgsgeschichte für sich. Die haben den Kommunismus überwunden und strotzen heute nur so von wirtschaftlicher Kraft.

Vor dem Ausbruch der Krise galt dies auch für Irland und Spanien. Diese haben nach dem Lehrbuch der Volkswirtschaft kaum etwas falsch gemacht. Das Platzen der lokalen Immobilienblasen führte dann zu dem gegenwärtigen Desaster.

Auch Deutschland kann dies einmal passieren, weil wir ziemlich einseitig auf den Export in aufstrebende Entwicklungsländer ausgerichtet sind.

Sollte in der Zukunft einmal aus irgend einem Grunde die Wirtschaft in China und Ostasien in eine Krise geraten, würde Deutschland - wegen seiner Abhängigkeit von diesen Ländern am Härtesten getroffen.

Dies konnte man schon in der Krise von 2008 sehen. Mit einem Einbruch von 5 Prozent des BIP erlebte Deutschland den stärksten Wirtschaftseinbruch aller Euroländer.

Wir haben den schnellen Anstieg nur geschafft, weil in wichtigen Abnehmerländern für unsere Produkte wie China und den USA die lokalen Regierungen gewaltige Konjunkturprogramme aufgelegt haben, die dann auf diesem Wege auch deutschen Unternehmen und damit der deutschen Volkswirtschaft zugute kamen.

Heute sind wir weltweit dermaßen wirtschaftlich verbunden, dass die Misere in anderen Ländern nach kurzer Zeit auch bei uns ankommt.

Avatar
schrieb am 24.07.12 14:21:55
Beitrag Nr.234 
(43.417.987)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.417.900 von arsenio am 24.07.12 14:02:53DDie Staaten müssen also nur ihre Bürger überzeugen, dass sie denn ihre Staatsanleihen kaufen sollten. Finanzmittel sind mehr als reichlich vorhanden.

"Nur" ihre Bürger überzeugen; so,so.

Die Bürger wären schon blöd, wenn sie den Schrott von diesen unfähigen Schuldenmachern kaufen würden. Das überlassen die schön der EZB bzw. den von dieser beauftragten Banken. Deutschland zahlt den Rest; also letztendlich so gut wie alles.

Ausgeschlafene Bürger würden nur Staatsanleihen von Staaten kaufen, die willens und in der Lage sind, vernünftig zu wirtschaften. Dass sie dazu nicht in der Lage sind, haben die Südstaaten seit Menschengedenken gezeigt. Dass sich dies ändern könnte?

Soweit ich weiß, ist es bisher noch nie gelungen, aus einem Esel ein Rennpferd zu machen.
Avatar
schrieb am 24.07.12 14:02:53
Beitrag Nr.233 
(43.417.900)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.417.439 von kenkennard am 24.07.12 11:51:02Kenkennards Kritik ist fachlich volkswirtschaftlich richtig.

Er vergißt aber die politische Dimension des Problems.

Hätte man im Jahre 2010 im Falle Griechenlands volkswirtschaftlich richtig gehandelt, wäre die Krise sofort auch auf andere Euro-Länder übergesprungen, die eigentlich fundamental gesund sind, und nur einige interne Reformen nötig haben, aber die Eurozone eigentlich nicht verlassen müßten.

Ich denke hier insbesondere an Italien, welches vergleichsweise ein reicheres Land als Deutschland ist. Ich erinnere mich an eine Veröffentlichung im Handelsblatt von vor einigen Monaten, wo das Blatt eine wissenschaftliche Abhandlung zum relativen Reichtum der Bürger von Euro-Staaten veröffentlichte.

Hierbei wurden die Netto-Kontoguthaben der Bürger - also nach Abzug der privaten Verschuldung - in Relation zum BIP gesetzt. Für Italien betrug dieser Wert 175 Prozent. Bei Deutschland lag dieser Wert bei 125 Prozent.
Auch die Werte für Belgien und Portugal lagen deutlich höher als für Deutschland.

Die Staaten müssen also nur ihre Bürger überzeugen, dass sie denn auch ihre Staatsanleihen kaufen sollten. Finanzmittel sind mehr als reichlich vorhanden.

Bei diesem Sachverhalt liegt es nahe, durch Reformen in z. B. Italien zu versuchen, diesen Zustand zu erreichen. In einer Übergangszeit soll wohl dann der ESM hier einspringen.

Im Falle Griechenland sollte wohl der neu geschaffene ESM dann ein Überspringen der Panik der Anleger auf andere fundamental gesunde Staaten verhindern.

Nunmehr ist der ESM geschaffen und kann die vorgenannte Aufgabe übernehmen.

Aus dieser Sicht kann man nun Griechenland ohne die akute Gefahr des Überspringens der Schwierigkeiten auf andere Länder in die neue-alte Währung Drachme entlassen.

Sollte dies alles so gemeint gewesen sein, was ich allerdings nicht weiß, wäre die Politik der Euro-Regierungen als geradezu genial zu bezeichnen.

Dies allerdings vermag ich selbst nicht zu glauben.
Avatar
Betriebsdirektor
schrieb am 24.07.12 13:05:28
Beitrag Nr.232 
(43.417.679)
Antwort
Zitat
Zitat von kenkennardDie Nehmerländer werden es auf Dauer sicher nicht als würdevoll empfinden, auf Kosten der Geberländer zu leben.
Da bin weniger optimistisch als du. Die werden m. E. solange die Hand aufhalten wie es geht. Das sieht man aktuell in Griechenland. Und wenn sie irgendwann kein Geld mehr bekommen, reagieren sie mit Wut, Haß und Nazivergleichen. Europa ist eben kein Bundesstaat, sondern ein loser Verbund von Nationalstaaten, von denen die meisten ihre eigenen Interessen mehr oder weniger rücksichtslos verfolgen. Der Euro hat entgegen der Ankündigung der Politiker die Menschen nicht zusammengebracht, er hat sie eher entzweit. Das Projekt war ein kolossaler politischer Fehler.

Avatar
Betriebsdirektor
schrieb am 24.07.12 12:56:46
Beitrag Nr.231 
(43.417.656)
Antwort
Zitat
Zitat von kenkennardDie Position der Südländer in dieser Frage ist klar. Sie wollen, dass der ESM die Kredite an die Banken ausreicht, ohne dass sie selbst unter Erhöhung ihrer jeweiligen Schuldenlast in Haftung genommen werden. Die Position Deutschlands muss in dieser Frage ebenfalls klar sein in dem Punkt, dass Deutschland auf eine weitere Haftung der Hilfe empfangenden Staaten nicht verzichten kann.
Klar, das ist ein großes Problem. Allerdings hängt das von der Bankenunion ab, ohne die es nicht geht und bei diesem Projekt sitzt Deutschland mit an den Stellschrauben. Wichtig wäre aus meiner Sicht, auf eine Bereinigung des völlig überdimensionierten europäischen Bankensektors hinzuarbeiten. Ob das gelingt, ist allerdings fraglich, denn Spanien, Italien und Frankreich wären besonders betroffen. Die wollen ihre Banken natürlich bequem vom ESM retten lassen, anstatt Kapazitäten abzubauen.

Avatar
Betriebsdirektor
schrieb am 24.07.12 12:49:49
Beitrag Nr.230 (43.417.639)
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