http://www.finance-tv.de/programm/finance-tv/video/2032/4%2C…
23.07.2012 - Centrosolar-CEO: Dr. Alexander Kirsch: „Unter einer
neuen Regierung wird sich die Regulierung wieder verbessern“
Der deutschen Solarbranche steht das Wasser bis zum Hals: Insolvenz
folgt auf Insolvenz. Nach Q-Cells und Solon, traf es zuletzt
Centrotherm, weder verwandt noch sonstwie verbunden mit dem
Münchner Solaranlagenbauer Centrosolar. Die schlägt sich zwar
besser als der Markt, steht aber dennoch tief in den roten
Zahlen.
CEO Dr. Alexander Kirsch sagt im Interview mit FINANCE-TV:„Noch
sinken die Marktpreise schneller als die Kosten. Deshalb ist es
nicht möglich, Gewinne zu machen.“ Gerüchten über
Finanzierungsengpässen tritt Kirsch entschieden entgegen. Er
verweist auf die Eigenkapitalquote von 33 Prozent im Q1/2012(2011:
33 Prozent) sowie auf Cash und freie Kreditlinien in Höhe von
insgesamt 35 Millionen Euro (Q1/12). „Anders als Konkurrenten
müssen wir keine Maßnahmen ergreifen, um unsere Liquidität zu
verbessern“, sagt Kirsch. Gleichwohl kann das Unternehmen den 2016
fälligen Bond nur aus Schulden bedienen. Die
3,5-Millionen-Kuponzahlung im Februar gepaart mit Steuerzahlungen
führte zu einem entsprechenden Schuldenanstieg. Zurückzahlen könnte
Centrosolar, das auf ein Unternehmensrating verzichtet, den Bond
derzeit also nicht. URA ratet die Emission mit 5,5. Kirsch macht
den Anlegern aber Mut: „Es wäre höchst ungewöhnlich, dass eine
Branche vier Jahre lang in der Krise bleibt.“
Ob Centrosolar an den beiden Sparten Komponenten- und Anlagenbau
festhält, und wie die Münchner vom Ausleseprozess der Branche
profitieren wollen, erfahren Sie im Interview bei FINANCE-TV.