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schrieb am 26.10.12 22:10:02
Zitat von derdieschnautzelangsamvollhatWir
brauchen kein neues System; der Kapitalismus ist schon
richtig.
Findest du?
schrieb am 07.05.12 17:34:45
Beitrag Nr.26 (43.131.458)
!
Dieser Beitrag wurde von
ArbiMod moderiert. Grund: ANB-widrige Anmeldung
schrieb am 07.05.12 04:19:56
ich denke man beginnt langsam zu begreifen. Dies wäre ein
Lichtblick.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/tarif-konflikt-finanzminister-schaeuble-fuer-deutlich-hoehere-loehne-a-831526.html
derdieschnautzelangsamvollhat
schrieb am 03.05.12 13:00:52
Wir brauchen kein neues System; der Kapitalismus ist schon
richtig.
Nur ist er durch andauernde De-Regulierungen und Umgestaltungen
soweit aus dem Ruder gelaufen, dass er mittlererweile alle
Errungenschaften in seinem Umfeld immer stärker infrage stellt; vor
allem die Demokratie und Menschenrechte; individuelle
Freiheiten.
Ähnlich wie ein Projekt; dessen Entwicklung auf dem falschen
Weg, mit den falschen Methoden und falschen Werkzeugen fortgesetzt
wird; nur noch Geld frißt, aber keinerlei Nutzen mehr verspricht.
(nur noch die "Kreativen" und "Visionäre"
beschäftigungstherapeutisch befriedigt)
Wir brauchen ein System-Reset. Dagegen wehren werden sich
selbstverständlich alle Profiteure der Auswüchse; die ihren neuen
oder zusätzlichen Einfluss und Macht genau daraus ziehen oder
gezogen haben.
soweit wir nicht dazugehören, auf unsere Kosten.
derdieschnautzelangsamvollhat
schrieb am 03.05.12 11:09:55
MSchliemann;
Zitat von derdieschnautzelangsamvollhatDie Eurozone fängt mit Null
Staatsschulden an, die EZB hält die niedrigverzinsen
Anleihen...
Null Staatsschulden? Das ist doch Quatsch, die Staatsschulden
liegen jetzt bei der Notenbank, so wie die FED das gemacht hat
(quantitative easing). Was soll daran so gut sein?
die FED besteht aus Privatbanken; die Anleihen der USA kaufen.
an der EZB sind die nationalen Notenbanken beteiligt, die Geld an
Privatbanken vergeben. Diese Privatbanken übernehmen die
Finanzierung der öffentlichen Haushalte der Euroländer.
Es ist der Umweg über die Privatbanken, der die Finanzierung
unnötig verteuert und das exponentielle Schuldenwachstum
beschleunigt hat. Inklusive der von den Privatbanken betriebenen
Derivatespekulation.
Solange die Privatbanken im Spiel sind, bleibt quantitative easing
als einzige Möglichkeit. Und genau das ist von den Privatbanken
beabsichtigt, den damit einher wird zwangsläufig Machtpotential von
Staaten auf Privatbanken übertragen bzw.an deren Teilhaber,
einflussreiche Kunden und andere Parteien auf supranationaler,
Konzern- oder privater Ebene. Zu den Supranationelen gehört
natürlich auch Brüssel in seiner ganzen Zwielichtigkeit.
Und macht Staaten über diesen Weg- der Macht und
Einflussbeschneidung immer handlungsunfähiger; stellt sich
gleichzeitig die Frage nach der Glaubwürdigkeit unserer
Regierungen, v.a. was die Finanz- und Wirtschaftspolitik betrifft.
Das damit abseits der formalen Ausprägung eine verschärfte
Entdemokratisierung einhergeht, steht wohl außer Frage.
derdieschnautzelangsamvollhat
schrieb am 03.05.12 08:53:33
MHeinzmann,
Was du machen willst ist, ist die Staaten mit der Notenpresse zu
finanzieren. Die Banken kriegen dann doch Bio. von der EZB. Das
wird eine Inflation geben.
die Infla-Angst ist unbegründet; sie dir mal die Verschuldung der
Banken an; faule Kredite die es nach wie vor gibt, (nicht nur bei
der Finanzierung öffentlicher Haushalte)oder die zu niedrigen
EK-Quoten.
Der Geldfluss muss nur vernünftig untergebracht werden. Dann
sind die EK-Quoten eben bei 50% oder darüber; die Geldschöpfung aus
dem Nichts wie bisher mit 2% EK gehört danach der Vergangenheit
an.
schrieb am 03.05.12 08:18:27
Was du machen willst ist, ist die Staaten mit der Notenpresse zu
finanzieren. Die Banken kriegen dann doch Bio. von der EZB. Das
wird eine Inflation geben.
schrieb am 02.05.12 22:48:49
Zitat von derdieschnautzelangsamvollhatlass
mal das öde links/rechts weg; ich bin weder noch. Für mich gibts
keine Schublade...


schrieb am 02.05.12 22:48:02
Zitat von derdieschnautzelangsamvollhatDie
Eurozone fängt mit Null Staatsschulden an, die EZB hält die
niedrigverzinsen Anleihen...
Null Staatsschulden? Das ist doch Quatsch, die Staatsschulden
liegen jetzt bei der Notenbank, so wie die FED das gemacht hat
(quantitative easing). Was soll daran so gut sein?
derdieschnautzelangsamvollhat
schrieb am 02.05.12 22:16:31
Verhaltensforscher,
lass mal das öde links/rechts weg; ich bin weder noch. Für mich
gibts keine Schublade, sondern sicher zwanzig, (aber ich sag dir
nicht welche

)zum
(vor)Denken brauch ich keine Politiker.
Der Vorteil liegt doch auf der Hand. Die Länder der EU, besser die
Regierungen halten die Zügel wieder selbst in der Hand. Die
(Investment)Banken u.a.sind bezüglich Finanzierung, Spekulation und
Plünderung der Staatshaushalte über Anleihezinsen raus aus dem
Spiel;
dafür sind ihre Bilanzen wieder sauber.
Die Eurozone fängt mit Null Staatsschulden an, die EZB hält die
niedrigverzinsen Anleihen (z.B. zu 0,25% wie in Japan, die jährlich
zu bedienen wären; Hausnummer über 99 Jahre) Dazu begleitende
Gesetze; DAMIT die Staaten eben nicht wieder in die Verschuldung
fallen. Wie eine längst überfällige Steuergerechtigkeit.
Wenn ein Durchschnittsverdiener eine Steuer- und Beitragslast von
40% und darüber zu tragen hat, sollte dieser Satz ein Richtwert für
die berühmten Leistungslosen Einkommen sein. z.B. aus Zinsen.
Zusätzlich europaweit den Niedrigsteuerwettbewerb abstellen und
einheitliche Sätze. Damit wäre auch Ende mit dem
Subventionstourismus der Konzerne.
Wer sich als EU-Konzern aus der Eurozone verabschieden möchte;
zahlt für spätere Einfuhr von Waren natürlich keinen Zoll oder
Steuer; sondern lediglich einen Marktnutzungsabgabe (hälftig an
Brüssel, hälftig an das jeweilige Land, und die nicht niedrig sein
muss)Die könnte sich danach richten, wieviele Arbeitsplätze
verlagert oder im Ausland außerhalb der EU geschaffen
werden.
schrieb am 02.05.12 20:52:16
Beitrag Nr.17 (43.112.697)
!
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derdieschnautzelangsamvollhat
schrieb am 02.05.12 15:52:53
Komm; mach mal halblang. Was im Moment passiert ist; dass wir die
Lasten der Refinanzierungen übernehmen und Sparpakete schnüren,
ohne dass sich an den exponentiellen Staatsverschuldungen etwas
ändert. Wenn wir den Weg beibehalten, bezahlen wir im Endeffekt
weit mehr, als wenn es eine wirkliche Entschuldung gäbe und ziehen
dabei den Strick um den eigenen Hals immer enger.
schrieb am 02.05.12 15:34:09
Beitrag Nr.15 (43.111.153)
!
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derdieschnautzelangsamvollhat
schrieb am 02.05.12 10:48:07
Die Finanzkrise kann vielleicht doch gelöst werden, sie soll aber
vermutlich nicht.
Die EZB könnte z.B. alle Staaten des Euroraumes komplett
entschulden, indem sie Buchgeld in dieser Höhe an die
Anleihegläubiger überweist. Da Anleihegläubiger meist Banken oder
Anverwandte sind, werden dort lediglich die Forderungen
ausgeglichen; also wenig Inflationsrisiko, da dieses Geld nicht in
den Realwirtschaftskreislauf fliesst.
Im Gegenzug nimmt die EZB minimalverzinste Anleihen aller
Nationalstaaten im Euroraum mit einem Laufzeitende St.
Nimmerleinstag auf.
Impact: Die Finanzmärkte verlieren ihr Machtpotential gegen die
Nationalstaaten und die EU als Staatenverbund. Ende der
Anleihespekulation und des exponentiellen Schuldenwachstums.
Dann erst wäre es möglich über wirkliche Schuldenbremsen (v.a.
durch die Überschüsse aus nicht mehr vorhandener Zinslast)
nachzudenken und festzuschreiben. Dazu einige in Gesetze gegossene
finanz- und wirtschaftspolitische Korrektur und Vorbeugemaßnahmen,
die wegen der bisherigen Machtverteilung weder anzudenken noch
durchsetzbar waren.
Blasphemie, oder ? wo liegen die Denkfehler; abseits davon dass
sich die Banken und Multimilliardärsclubs mit Zähnen und Klauen
gegen den Beuteverlust wehren würden ? War ne Kopfgeburt auf die
Schnelle.
schrieb am 02.05.12 09:38:14
Zitat von oscarellotheoretisch
müssten sich die Lohnkosten der
Südländer drastisch reduzieren,da eine Abwertung über die
Währungen
nicht mehr möglich ist.Niedrige Lohnkosten = höhere
Investitionen
in dem jeweiligen Land.
Oder sie müßten die Eurozone verlassen, das wäre der leichtere
Weg.
schrieb am 24.04.12 16:34:03
Selbstverständlich stehen wir im Wettbewerb mit der ganzen Welt.
Löhne wie z.B. in China können in Deutschland niemals erreicht
werden. Deutsche Produkte werden im Ausland ja nicht gekauft, weil
sie billig sind sondern wegen ihrer Qualität. Das gute, alte "Made
in Germany" damals als Brandmarkung deutscher Produkte gedacht
entwickelte sich zur Erfolgsgeschichte.
Doch warum kam es zum sog. Wirtschaftswunder ? Durch
Lohnzurückhaltung? Nein ! Deutsche Unternehmen haben sich
verschuldet um zu investieren !! Es gab damals keine gigantischen
Unternehmensgewinne wie heute. Manchmal kann man aus der Geschichte
lernen.
Wie kann es sein, dass eine deutsche Großbank den höchsten
Gewinnüberschuss ihrer Geschichte verkündet und gleichzeitig den
Abbau von mehreren tausend Arbeitsplätzen? Hier läuft etwas
gewaltig schief ! Wir müssen in Deutschland zu höheren
Investitionen deutscher Unternehmen kommen und wenn sie nicht
freiwillig investieren so müssen sie durch eine intelligente
Unternehmensbesteuerung dazu angeregt werden. Eine angemessene
Unternehmensbesteuerung hatten wir ja mal in Deutschland und das
ohne nennenswerten Kapitalabfluss !!
Wären dann auch noch in Deutschland die Löhne in den letzten 20
Jahren angemessen angepasst worden ( Inflationsrate + 1-1,5 % )
wäre die Binnennachfrage heute nicht unser Sorgenkind. Selbst wenn
bei einer solchen Entwicklung keinerlei Außenhandelsüberschuss
erzielt worden wäre, wäre das reale Wachstum ca 0,5 % jährlich
höher ausgefallen.
Warum denken eigentlich alle Wachstum und Beschäftigung entstehen
nur durch Export, ausländische Investoren und Lohnzurückhaltung.
Diesen Weg sin wir mehrere Jahrzehnte gegangen. Dies hat uns in
diese Krise geführt. Es wird Zeit umzudenken. Viel Zeit bleibt
nicht mehr, denn es ist 5 vor 12 !!
schrieb am 24.04.12 14:02:12
Antwort auf Beitrag Nr.:
43.078.342 von mpckoeln am 23.04.12
23:56:23Solange Deutschland in dieser EU verharrt, wird
Deutschland gnadenlos geschröpft, bis es selbst am Ende ist.
Man müsste, könnte sollte..... das hat alles keinen Zweck, solange
wir von diesen Lügnern, Betrügern, Habenichtsen und
Almosenempfängern regiert werden und solange wir dieser
südländischen Zentralbank ausgeliefert sind.
Unabdingbar für eine Korrektur in Deutschland ist der Austritt
Deutschland aus der EU und die Wiedereinführung einer nationalen
Währung - zur Not auch einer gemeinsame Währung mit ausgesuchten
Staaten (Finnland, Niederlande).
Ansonsten hat alles keinen Zweck. Da könnt Ihr Vorschläge machen
noch und nöcher.
Man kann aus einem Esel kein Rennpferd machen.
derdieschnautzelangsamvollhat
schrieb am 24.04.12 13:57:24
Zitat von oscarellotheoretisch
müssten sich die Lohnkosten der
Südländer drastisch reduzieren,da eine Abwertung über die
Währungen
nicht mehr möglich ist.Niedrige Lohnkosten = höhere
Investitionen
in dem jeweiligen Land.
Das sieht Sinn und seine Anhängerschar als Lösung und irrt zu
diesem Punkt, imho. Eine Investition ist nicht nur von der Höhe der
Löhne abhängig, sondern vor allem von der Nachfrage nach dem
output. Die Nachfrage ist nicht alleine vom Preis abhängig, der
Preis nicht nur von den Lohnkosten. Genau das unterstellt Sinn
& Co.aber.
wird ein Output zu niedrigeren Löhnen für den Export produziert,
und die Lebenshaltungskosten verharren auf Ursprungsniveau oder
verteuern sich, wird die Binnenwirtschaft leiden, der private
Kreditbedarf steigen und/oder die Menschen über kurz oder lang in
Armut landen... die öffentliche Verschuldung weiter steigen. Sowohl
über niedrigere Einkommensteuern, als auch durch die fehlenden
Einnahmen aus Mwst.Pleiten durch Nachfrageschwäche im Binnenmarkt,
und führt zusätzlich zu höheren Sozialausgaben (die man eigentlich
vermeiden wollte).
Ohne Frage aber ein shareholder profit Konzept... auf Kosten der
öff. Haushalte, lohnabhängiger Bürger, und binnenmarktabhängigen
Wirtschaftstreibenden.
schrieb am 24.04.12 13:35:40
schrieb am 24.04.12 13:30:22
"Lohndumping-Politik Deutschlands" ??????
schrieb am 24.04.12 13:18:11
"3. Entwicklung Masseneinkommen, privater Konsum und
Unternehmensgewinne in Deutschland
Index 1991 = 100
Werte 1999
Masseneinkommen 108
Privater Konsum 112
Unternehmensgewinne 115
Werte 2010 Index 2000 = 100
Masseneinkommen 103
Privater Konsum 106
Unternehmensgewinne 118
Während das Einkommen der Bevölkerung und der Konsum fast
stagnierten explodierten die Unternehmensgewinne. [...]"
Ein Anstieg um 18% in 10 Jahren ist eine "Explosion"?
Sind dabei überhaupt die "Unternehmensgewinne" der steigenden Zahl
von Scheinunternehmern/Scheinselbständigen rausgerechnet?
Die Vermögensverluste seit 2000 sind vermutlich ebenso wenig
berücksichtigt!?
Sind das a) nur reine Unternehmensgewinne oder b) sind auch
Kapitaleinkünfte, v.a. aus Lebensversicherungen und Zinseinkünften
dabei? Falls b), sind die Inflationsverluste dabei berücksichtigt?
Immerhin ist die reale Rendite z.Z. negativ.
Daß bei einer Sparquote von ca. 10% des Einkommens die Kapitalbasis
steigt und entsprechend auch die nominalen (!) Einkünfte steigen,
sollte klar sein. Oder sollen die Sparer bei 1-2% Zins aufs
Festgeld und 3% Inflation noch stärker geschädigt werden?
Grundsätzlich wäre eine
Quellenangabe dringend geboten!
"Die EZB flutet die europäischen Banken mit Geld. 1000
Milliarden in 3 Jahren. Zinssatz 1 %. Die Banken kaufen dafür
Staatsanleihen der Eurostaaten um die Zinssätze einigermaßen
erträglich zu halten. Zinssätze zwischen 1,5 und 6 %. Money for
Nothing. Dies spült ca 150 Milliarden Gewinne in die Kassen der
Banken."
Setzen wir also gleich mal volle 6% Durchschnittsverzinsung an,
damit wir mit 1000 Mrd und 5% Zinsdifferenz auf 50 Mrd für 3 Jahre,
also die 150 Mrd kommen. Ich wußte gar nicht, daß "zwischen 1,5 und
6%" genau 6% ist

Nehmen wir 2% Zinsdifferenz an, wären es ja nur 60 Mrd.
Da hat die Abzocke durch den griechischen Staat bereits mehr
gekostet.
schrieb am 24.04.12 13:13:55
theoretisch müssten sich die Lohnkosten der
Südländer drastisch reduzieren,da eine Abwertung über die
Währungen
nicht mehr möglich ist.Niedrige Lohnkosten = höhere
Investitionen
in dem jeweiligen Land.
schrieb am 24.04.12 12:08:49
Zitat von mpckoeln...
Deine Lösungsvorschläge sind ungeeignet. Wenn Deutschland jetzt auf
den Pfad Südeuropas einschwenkt, also die Löhne erhöht/die
Leistungsbilanzüberschüsse herunterfährt, geht Europa das Geld aus.
Das würde die Krise nicht ent- sondern verschärfen.
schrieb am 24.04.12 08:41:35
Nur kurz als Zeilantowrt:
Europa ist keine abgeschlossene Kapsel in der man dem Deutschen nur
das an Lohn nachzahlen muß, was die Südländer in ihrer gelernten
Inflationskultur schon voraus genommen haben.
Wir stehen im Wettbewerb mit der ganzen Welt und hier in D hat man
sich etwas darauf eingestellt konkurrenzfähig zu sein.
Dazu noch die EZB offiziell zur politisch einsetzbaren Druckerei zu
machen zeugt auch nur von einer naiven Vorstellung der Einhaltung
von Grenzen, die man den Begehrlichkeiten der Politräuber vorher
bestimmt und ganz sicher setzen wird. Die lügen doch
niemals
Halbwegs interessante Unternehmensgewinne und Ausschüttungen
bringen doch erst Auslandsinvestoren, schau mal auf die
Besitzverteilung in den DAX-Werten etc. Wird bestimmt lustig, wenn
die ihr Geld abziehen.
schrieb am 24.04.12 03:46:13
Stellen Sie sich vor, sie verbrennen sich die eine Hand an der
Herdplatte und legen die andere in Eiswasser. Die
Durchschnittstemperatur wird wohl stimmen, aber es geht ihnen nicht
sehr gut dabei, wie man sich sicher vorstellen kann.
schrieb am 24.04.12 00:44:56
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schrieb am 23.04.12 23:56:23
Zunächst einmal muß man klarstellen, das es sich nicht um eine sog.
Schuldenkrise sondern um eine Finanzkrise handelt.
Diese hatte ihren Anfang nicht erst 2008 mit den ersten Turbulenzen
auf den Finanzmärkten. Dies waren nur die ersten Anzeichen einer
über Jahre hinweg verfehlten Wirtschaftspolitik an der auch
Deutschland einen großen Anteil hat.
1. Währungsunion ( Einführung des Euro)
Was ist eigentlich eine Währungsunion ? Verschiedene Staaten führen
eine gemeinsame Währung ein, verzichten auf eigene Notenbanken und
legen ein gemeinsames Inflationsziel fest. Im Falle des Euro 1,9 %.
Soweit die Theorie. Was passierte aber in der Praxis. Die Inflation
in den Euroländern driftete über viele Jahre weit auseinander. 10
jahre später feierte die EZB die Einhaltung des Inflationsziels in
Europa mit ca 1,9 %. Dies ist jedoch ein unwahrer Durchschnitt.
Stellen Sie sich vor sie verbrennen sich die eine Hand an der
Herdplatte und legen die andere in Eiswasser. Die
Durchschnittstemperatur wird wohl stimmen, aber es geht ihnen nicht
sehr gut dabei, wie man sich sicher vorstellen kann.
Was ist passiert ?
Inflation 1999 = 100 geplant 2010 = 125
Reale Entwicklung
Deutschland 110
Frankreich 122
Südeuropa 134
Während die Durchschnittliche Preissteigerung in Deutschland 0,9 %
betrug, betrug sie in Südeuropa 2,8 %. Dies stellt die Gemeinschaft
vor große Probleme. Dies führt zu großen Ungleichheiten im Handel.
Während in Deutschland der Außenhandelsüberschuß neue Rekordhöhen
erreichte, erreichten die südeuropäischen Länder neue
Rekorddefizite.
2. Lohnstückkostendivergenz
Das dauerhafte Auseinanderlaufen der Lohnstückkosten in der
Eurozone kann langfristig zu Wachstumseinbußen führen und birgt
Risiken für das Fortbestehen der Währungsunion. Ursache der
Divergenz sind vor allem starke Veränderungen in der
Wettbewerbsposition einzelner Länder seit Beginn der Währungsunion.
So hat sich die Position der südeuropäischen Länder um rund ein
Zehntel verschlechtert, während sich diejenige Deutschlands fast im
gleichen Ausmaß verbessert hat. Dass der Lohnstückkostenanstieg in
einzelnen Ländern auch strukturell deutlich vom Durchschnitt
abweicht, deutet auf eine dauerhafte Divergenz hin. Außerdem wirken
Abweichungen im Euroraum länger nach als entsprechende regionale
Divergenzen in den USA oder in Westdeutschland.
3. Entwicklung Masseneinkommen, privater Konsum und
Unternehmensgewinne in Deutschland
Index 1991 = 100
Werte 1999
Masseneinkommen 108
Privater Konsum 112
Unternehmensgewinne 115
Werte 2010 Index 2000 = 100
Masseneinkommen 103
Privater Konsum 106
Unternehmensgewinne 118
Während das Einkommen der Bevölkerung und der Konsum fast
stagnierten explodierten die Unternehmensgewinne. Jahrelange
Lohnzurückhaltung in Deutschland hat den Binnenmarkt völlig
stagnieren lassen. Einzig die Exporte schnellten in nie genannte
Höhen und waren Garant für Beschäftigung. Die Gegenbuchaung dafür
bekommen wir nun in Südeuropa.
4. Verfehlte Geldpolitik der EZB durch Fehler im
Maastrichtvertrag.
Die EZB flutet die europäischen Banken mit Geld. 1000 Milliarden in
3 Jahren. Zinssatz 1 %. Die Banken kaufen dafür Staatsanleihen der
Eurostaaten um die Zinssätze einigermaßen erträglich zu halten.
Zinssätze zwischen 1,5 und 6 %. Money for Nothing. Dies spült ca
150 Milliarden Gewinne in die Kassen der Banken. Aber Warum ? Hätte
man den Maastrichtvertrag so geändert, dass die EZB in
unbeschränkter Höhe direkt Staatsanleihen der Euro-Länder hätte
kaufen können, wären die 150 Milliarden als Gewinn bei der EZB
verblieben. Und wem gehört die EZB ? Den Staaten natürlich. Sie
hätte die so erwirtschafteten Gewinne an die Staaten zurückgeführt,
so das die Finanzierung der Staaten fast zum Nulltarif erfolgt.
Eigentlich kann es manchmal so einfach sein. In den USA hat die FED
kürzlich 79 MRD US Dollar an den Staat zurückgeführt. Also es geht
doch !
Wie können wir dieses Problem lösen ?
1. Änderung des Maastrichtvertrages und Änderung der Geldpolitik
der EZB.
2. Deutliche Anhebung der Löhne in Deutschland in den nächten 15
Jahren von je 4,5 % jährlich.
3. Dadurch leichter Anstieg der Inflation um ca 0,5 %
4. Stärkere Besteuerung von Unternehmensgewinnen die nicht wieder
Investiert werden. Wir brauchen wieder mehr Investitionen in der
deutschen Wirtschaft und müssen Arbeitsplätze schaffen über eine
deutliche Steigerung der Binnennachfrage in Deutschland. Es darf
nicht sein das Unternehmesgewinne an den Kapitalmärkten zum Zocken
und für immer höhere Dividendenzahlungen ausgegeben werden.
5. Verwendung dieser Steuermehreinnahmen durch den Staat für
dringend benötigte Bereiche wie Bildung, Integration, Ausbildung,
Infrastrukturverbesserungen.
6. Gleichzeitiger, langsamer Abbau des Außenhandelsüberschusses
über 25 Jahre.
7. Langsames Herstellen einer Lohnstückkostenkonvergenz in
Europa
Eine grosse Lücke klafft in der Wettbewerbsfähigkeit zwischen den
Mitgliedsstaaten der Eurozone, einerseits wegen der
Lohndumping-Politik Deutschlands und andererseits wegen des
Lohnwachstums in Südeuropa, welches über dem Wachstum der
Produktivität plus dem Inflationszielwert von 2% liegt.
Eine europaweite Koordinierung der Lohnpolitik ist der einzige Weg,
um diese Lücke zu schliessen. Da jedoch die Löhne und die
Wettbewerbsfähigkeit nicht ganz auf der Tagesordnung der
verantwortlichen Politiker und ihrer Berater stehen, läuft die Zeit
davon, den Euro zu retten.
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