Guten Morgen, für alle, die es vielleicht in der Nacht nicht mit
bekommen haben, hier noch mal die Meldung über das downgrade von
Spanien:
S&P stuft Spanien um zwei Stufen von A auf BBB+
.26.4. 23:08- Echtzeitnachricht
Dazu:
Ratingagentur S & P stuft Spanien herunter
26.04.2012, 23:24 Uhr, aktualisiert 02:14 UhrDie Ratingagentur
Standard & Poor's stuft Spaniens Kreditwürdigkeit herab. Das
Rating werde um zwei Stufen gesenkt, teilten die Bonitätswächter
mit. Spanien bemängelt, kommende Reformen wären nicht bewertet
worden.
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Die Ratingagentur Standard & Poor's hat die Kreditwürdigkeit
Spaniens herabgestuft.
Quelle: AP
New YorkDie Ratingagentur Standard & Poor's hat Spanien
herabgestuft. Es gebe erhebliche Risiken für das
Wirtschaftswachstum und den Haushalt, erklärten die Bonitätswächter
am Donnerstagabend. S&P setzte den Ausblick auf negativ und
senkte die Bewertung auf BBB-plus von zuvor A. Es sei möglich, dass
das südeuropäische Land dem Bankensektor erneut unter die Arme
greifen müsse. Die Agentur erklärte, sie glaube zudem nicht, dass
die Arbeitsmarktreformen unter dem Strich in absehbarer Zeit Jobs
schaffen würden.
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In einer ersten Reaktion kritisierte eine Sprecherin des
Wirtschaftsministeriums in Madrid die Entscheidung. S&P habe
nicht ausreichend die angekündigten Reformen berücksichtigt, sagte
sie der Nachrichtenagentur Reuters am späten Abend. „Sie werden
einen großen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage in Spanien
haben.“
Spanien gilt seit längerem an den Finanzmärkten als Wackelkandidat.
Der Refinanzierungsbedarf des Finanzsektors hat zuletzt Sorgen
geschürt, das Land müsse auf Hilfsgelder seiner internationalen
Partner zurückgreifen. Nach Einschätzung des Internationalen
Währungsfonds (IWF) haben die angeschlagenen Banken aber
ausreichend Kapital, um die Rezession auszuhalten.
Zuletzt zeigte sich die Regierung in Madrid zuversichtlich, ihr
Sparziel für dieses Jahr zu erfüllen. Mit Hilfe eines strikten
Sparkurses von mehr als 27 Milliarden Euro will Spanien einen
Fehlbetrag von 5,3 Prozent nach Brüssel melden. Im vergangenen Jahr
waren es noch 8,5 Prozent. Die drastischen Sparbemühungen sollen
dazu führen, dass die Finanzmärkte wieder Vertrauen in das hoch
verschuldete Land fassen. Zwar kann Spanien noch erfolgreich den
Kapitalmarkt anzapfen, muss die Anleger aber zunehmend mit höheren
Zinsen locken.
Je schlechter eine Bonitätsnote, desto höhere Zinsen muss ein Land
in der Regel für die Aufnahme neuer Schulden zahlen - damit dürfte
die Absenkung des Ratings durch S&P für zusätzlichen Druck auf
Spanien sorgen. Deutschland im Vergleich besitzt das Spitzenrating
„AAA“ und kann sich entsprechend günstig Geld am Kapitalmarkt
borgen.
Bis 2008 besaß Spanien ebenfalls das begehrte Gütesiegel „AAA“ des
Rating-Marktführers S&P. Dann brach die Finanz- und
Wirtschaftskrise und jetzt die Schuldenkrise über das Land herein.
So ging es immer weiter bergab.
Zuletzt senkte der S&P-Rivale Moody's im Februar das spanische
Rating. Bei Moody's kommt Spanien noch auf eine gute bis
befriedigende Note („A3“). Spanien ist mittlerweile der drittgrößte
Haushaltssünder im Euro-Raum mit einem Fehlbetrag von 8,5 Prozent
im vergangenen Jahr. Noch schlimmer steht es nur um Griechenland
(9,1 Prozent) und Irland (13,1 Prozent).
Die spanische Wirtschaft stürzte zu Jahresbeginn in die Rezession.
S&P geht davon aus, dass es im Gesamtjahr um 1,5 Prozent bergab
geht und im kommenden Jahr nochmals um 0,5 Prozent. Bislang waren
die Ratingwächter von einem Wirtschaftswachstum ausgegangen.
Immer wieder gibt es auch Spekulationen, dass das Land am Ende
internationale Hilfe beanspruchen müsse. Die Abstufung spiegele die
steigenden Risiken für Spanien wider, erklärte S&P.
Es fehlt
nicht mehr viel, dann landet die Kreditwürdigkeit im sogenannten
Schrottbereich. Das bedeutet zum einen weiter steigende Zinsen,
zum anderen sinkt die Zahl der Investoren, die dann noch bereit
wären, Spanien Kredit zu gewähren.
http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/nachrichten/k…
Ich wünsche Euch allen einen erfolgreichen Tag und unerträgliche
Gewinne.