Moin Traders,
nachfolgend stelle mal wieder den neuesten BULL/BAER Index von
Cognitrend ein, die Erhebung von gestern unter ca. 150
institutionellen DAX-Investoren.
Die Bullenquote ist mit 52% unverändert geblieben, dagegen haben
die Baeren einen Zulauf von 7% aus dem neutralen Lager bekommen und
stehen jetzt bei 30%.
Für mich ergeben sich daraus keine eindeutigen Signale, das
Sentiment ist zwar weiter sehr optimistisch, aber noch lange nicht
zu euphorisch. Da in den letzten Monaten immer wieder relativ
schnell wechselnde Positionen unter den kurzfristig orientierten
Anlegern zu beobachten war, denke ich, das das Spiel des seitwärts
laufenden Marktes noch eine zeitlang weitergehen kann.
Ich wünsche euch einen angenehmen Tag.
Gruss,
Burkhardt Loewenherz
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Quelle:
http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfu…
DAX-Sentiment: "Sell in May" hält sich in Grenzen
Stimmungsindikator zum DAX
Der schlechte Ruf des Monats Mai an der Börse hat nur bedingt zu
Verkaufsaktivitäten geführt. Der Bull/Bear-Index reflektiert mit
dem dritthöchsten Stand des Jahres immer noch reichlich Optimismus
für den deutschen Aktienmarkt.
Hirschmüller
2. Mai 2012. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Und wenn er kommt? Dann
verkaufen wir! So könnte sich die leicht abgewandelte Form des
bekannten Laufspiels auf dem Parkett angehört haben. Denn
zahlreiche Anleger haben, wohl mit Blick auf den ungeliebten
Börsenmonat Mai, erst einmal eine Auszeit vom Aktienmarkt genommen.
Um dies zu belegen, reicht eigentlich schon ein Blick auf den
DAX-Verlauf des vergangenen Monats. Im April ließ der DAX
ordentlich Federn. Zudem war es der erste Monat des laufenden
Jahres, der Anlegern einen Verlust einbrachte.
Aber nicht nur am deutschen Aktienmarkt, auch international zogen
sich Investoren zurück. Im vergangenen Monat verzeichneten
Aktienfonds nach Zahlen des Analysehauses EPFR Global Research die
höchsten April-Mittelabflüsse seit Beginn der Aufzeichnungen 1996.
Hauptsächlich betraf dieser Abzug Europa. Betrachtet man die
letzten beiden Jahre wird klar, warum der Mai plötzlich wieder in
aller Munde ist. Sowohl 2010 als auch 2011 waren Börsenjahre, in
denen das Anwenden der saisonalen Regel (im Nachhinein betrachtet)
einen Sinn ergab. Und da aller guten Dinge bekanntlich drei sind,
hat manch einer der Einladung zum Verkauf wohl nicht widerstehen
können. Der Unterschied zu den vergangenen Jahren ist allerdings:
Diesmal wurde bereits Ende April über die Taktik gesprochen,
während in den beiden anderen Jahren sich zuvor kaum jemand mit der
Börsenweisheit an die Öffentlichkeit traute.
Allerdings ist diesmal der Anteil deutscher Anleger, die
offensichtlich auf einen schwachen Mai oder vielleicht sogar auf
eine längere Sommerdurststrecke spekulieren, deutlich geringer
ausgefallen. Der eine oder andere wird sich vielleicht noch an die
erste Mai-Erhebung des vergangenen Jahres erinnern. Damals zeigten
die von der Börse Frankfurt befragten Akteure eine wesentlich
aggressivere bearishe Haltung. Am 4. Mai 2011 markierte unser
Stimmungspegel, der Bull/Bear-Index, sogar sein Jahrestief. Für
ihre pessimistische Haltung belohnt wurden die Akteure allerdings
erst im August, als der DAX in einen Sinkflug überging.
Analyse zum Anhören
Podcast mp3 3,6 MB
Heute sind wir von solcher Skepsis weit entfernt. Trotz der
offensichtlichen Verkaufsaktivität einiger Händler – 7 Prozent
ehemals Neutrale liefen ins Bärenlager über – hat der Optimismus,
der seit Anfang April vorherrscht, kaum gelitten. Der
Bull/Bear-Index fällt zwar leicht zurück, erreicht aber immer noch
das dritthöchste Niveau des Jahres. Demnach würden sich
internationale Anleger weit mehr für einen schwachen Aktienmarkt
begeistern als die heimische Investmentgemeinde.
Analyse im TV:
Jeden Donnerstag
11.15 Uhr auf n-tv
14.10 / 18.05 Uhr auf DAF
Da die Angst vor dem Mai nicht die große Masse zu Umschichtungen
bewegt hat und die Marktteilnehmer sich auch mehrheitlich nicht von
neuen Querelen innerhalb der Eurozone haben einschüchtern lassen,
ist nicht davon auszugehen, dass weitere Mai-Skeptiker im Laufe des
Monats Nachholbedarf entwickeln werden. Ohnehin sieht alles danach
aus, dass die jüngst gesehenen Verkäufer gezielt auf die höchsten
Kurse seit Anfang April gewartet haben, um ihre Abgaben
durchzuführen. Wir erwarten daher, diese Short-Spieler bereits vor
dem Erreichen des DAX-Jahrestiefs auf der Nachfrageseite
wiederzusehen. Und wenn nicht, dann spätestens im September.
© 2. Mai 2012/ Gianni Hirschmüller, cognitrend
Verhältnis Optimisten zu Pessimisten
Bullish Bearish Neutral
Total 52 % 30 % 18 %
ggü. letzter Erhebung +0 % +7 % -7 %
DAX-Stimmungskurve
Stand DAX 02.05.2012, 12:00 Uhr: 6.820 Punkte (+2,55 % gegenüber
der letzten Erhebung), Bull/Bear- Index: 62,2 Punkte
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Quelle:
http://www.cognitrend.de/de/dax.php
DAX® Bull/Bear-Index
4 Wochen 3 Monate 6 Monate 12 Monate komplett
Die Deutsche Börse AG führt im wöchentlichen Rhythmus, jeweils
Mittwochs, eine Umfrage unter ca. 150 institutionellen Investoren
durch. Die Ergebnisse werden von Cognitrend in der Regel am
darauffolgenden Donnerstag kommentiert und veröffentlicht. Die
Daten bilden die Grundlage zur Berechnung des Cognitrend DAX®
Bull/Bear-Index.
Den wöchentlichen Kommentar lesen Sie hier.
Der Sentiment-Indexwert für den DAX® ergibt sich als Differenz aus
Bullen und Bären, die ins Verhältnis zur Gesamtanzahl aller
Befragten gesetzt wird, um auch die Marktneutralen adäquat zu
berücksichtigen. Um negative Indexwerte zu vermeiden wird der
Sentiment-Index auf Werte zwischen 0 und 100 Prozent skaliert. Um
die Historie des vorliegenden Datensamples und die prinzipiell am
Aktienmarkt vorherrschende Bullishness zu berücksichtigen, werden
die Indexwerte in einem weiteren Schritt noch mit ihren
Extremwerten gewichtet. Diese Berechnungsmethode ermöglicht es,
Stimmungsschwankungen am Markt sinngemäß zu quantifizieren und zu
interpretieren.