Antwort auf Beitrag Nr.:
43.112.983 von stupidgame am 02.05.12
21:56:19Wir haben gar keine Eurokrise!
interessanter ansatz.

in der psychologie nennt man das wohl verdrängung.
http://de.wikipedia.org/wiki/Verdr%C3%A4ngung_%28Psychoanaly…
ich kenne eine ganze menge von leuten, die mit den scheuklappen
bestens leben bis eben alles zusammenbricht.
aber 50% jugendarbeitslosigkeit in spanien, das erliegen des
privaten kreditsektors in den krisenländern, die target2-salden der
eurostaaten, das ist schon mehr ein drama als eine krise zumal die
politiker einfach nur noch stillhalten und geld drucken. austerität
nennen sie das.
http://de.wikipedia.org/wiki/Austerit%C3%A4t warum
halten sie still?
weil ihnen die verursacher der
krise dazu raten.
du solltest dich vielleicht besser informieren bevor du in die
tasten greifst. total credit market debt fällt
nicht, auch
nicht seit lehman. das siehst du auf vielen charts oder direkt hier
www.federalreserve.gov/releases/z1/current/z1r-4.pdf
auch die annahme, zinszyklen seinen zwingend mit einem reset
verbunden ist humbug. allein die beobachtung fallender zinsen ist
korrekt.
eine "deutliche enteignung der gläubiger" an der wir nicht
vorbeikommen? schön wär's! dann würden nämlich die banken und das
dahinter stehende kapital enteignet. so wie früher als man den
gläubigern einfach den kopf abgeschlagen hat wenn die last zu groß
wurde. es geschieht jedoch das gegenteil: die grossen gläubiger
werden entlastet indem man ihnen gestattet, ihre faulen
kreditforderungen gegen die besitztümer derer einzutauschen, die
solide gewirtschaftet und gespart haben. und warum? weil die großen
gläubiger erklärt haben, sie seien zu wichtig um für ihre
fehler/verbrechen belangt zu werden.
hier liegt
der fehler des systems. und wenn man jetzt etwas daraus
lernen will, dann muss das system zurück kehren zu dem prinzip,
dass
verlierer, kriminelle und versager vom markt
verschwinden statt auf kosten aller anderen gerettet zu
werden.
dafür müssen ideen entwickelt werden.