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    Der ESM - kommt jetzt eine EU-Finanzdiktatur? (Seite 320)

    eröffnet am 10.06.12 22:58:43 von
    Mister10K

    neuester Beitrag 31.10.14 17:35:49 von
    Amphibie
    Beiträge: 4.541
    ID: 1.174.799
    Aufrufe heute: 133
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    shakesbaer
    schrieb am 17.12.12 23:53:56
    Beitrag Nr. 3.191 (43.937.690)
    Aber nun zu der Europäischen Kommission und einer Europäischen Bankenaufsicht. Da sollten Sie sich zuvor mal erst einmal den Novemberauftritt von Neues aus der Anstaltauf YouTube ansehen, wo Pelzig zeigt, warum eine Bankenaufsicht in der EU so lustig ist. Selbst wenn Sie diese Sendung schon gesehen haben, lohnt es, sich das noch einmal anzusehen. Danach werden Sie vielleicht auch verstehen, warum die BaFin "Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht" heißt und nicht Bundesbehörde für Finanzdienstleistungsaufsicht. Und sie verstehen vielleicht auch, warum ich die Meldung in der FAZ so lustig finde. Ich denke, wenn die Bürger der EU den Sand, der Ihnen mit dieser Ankündigung in die Augen gestreut wird, wiederverwenden, haben sie genug Streumaterial, um gut durch den Winter zu kommen.

    Diese Bankenaufsicht der EU sehe ich als Deckmäntelchen für das Volk an und frage mich natürlich, wer beaufsichtigt denn diese Aufsicht?

    Europäische Bankenaufsicht
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    shakesbaer
    schrieb am 18.12.12 13:40:08
    Beitrag Nr. 3.192 (43.939.450)
    Wer als Bank auf dieser Liste steht, hat eine Lebensversicherung: Bundesfinanzminister Schäuble hat errechnet, welche Geldhäuser als "systemrelevant" gelten. Man könnte meinen, diese Banken würden von der Finanzaufsicht besonders genau kontrolliert. Doch Zahlen aus dem Finanzministerium wecken Zweifel.

    36 deutsche Banken sind unsterblich
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    shakesbaer
    schrieb am 18.12.12 13:53:25
    Beitrag Nr. 3.193 (43.939.514)
    Aber nicht nur die Absetzbewegung der bonitätsstarken Skandinavier erhöht die Euro-Risiken für Deutschland beträchtlich. Deutschland wird beim 700 Milliarden schweren Rettungsschirm ESM jetzt gleich von zwei Seiten in die Zange genommen – bei der Finanzierung und bei der Mittelverwendung.

    Auf dem EU-Gipfel zeichnete sich ab, dass gefährdete Banken schon vor der im März 2014 geplanten Einführung einer gemeinsamen Bankenaufsicht am Staatsbudget ihres Heimatlandes vorbei an Gelder des ESM kommen können. Staaten wie Griechenland und Spanien hafteten dann aber nicht für die Kredite, die der ESM vergibt. Für den deutschen Steuerzahler wäre das die Maximalkatastrophe. Denn die Finanzierung des ESM müsste immer mehr von Deutschland getragen werden.

    Die Ersten wenden sich vom Euro ab
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    Depotmahlzeit
    schrieb am 18.12.12 20:46:43
    Beitrag Nr. 3.194 (43.941.625)
    Zitat von shakesbaerAber nun zu der Europäischen Kommission und einer Europäischen Bankenaufsicht. Da sollten Sie sich zuvor mal erst einmal den Novemberauftritt von Neues aus der Anstaltauf YouTube ansehen, wo Pelzig zeigt, warum eine Bankenaufsicht in der EU so lustig ist. Selbst wenn Sie diese Sendung schon gesehen haben, lohnt es, sich das noch einmal anzusehen. Danach werden Sie vielleicht auch verstehen, warum die BaFin "Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht" heißt und nicht Bundesbehörde für Finanzdienstleistungsaufsicht. Und sie verstehen vielleicht auch, warum ich die Meldung in der FAZ so lustig finde. Ich denke, wenn die Bürger der EU den Sand, der Ihnen mit dieser Ankündigung in die Augen gestreut wird, wiederverwenden, haben sie genug Streumaterial, um gut durch den Winter zu kommen.

    Diese Bankenaufsicht der EU sehe ich als Deckmäntelchen für das Volk an und frage mich natürlich, wer beaufsichtigt denn diese Aufsicht?

    Europäische Bankenaufsicht


    Im Winter und an der Börse gilt: immer breit streuen, damit man nicht auf die Nase fällt!
    Avatar
    Landshark
    schrieb am 19.12.12 11:31:34
    Beitrag Nr. 3.195 (43.943.524)
    EU = echte Gefahr für Demokratie !
    .
    Hier ein guter Artikel aus den DMN von Henryk Broder.

    „Wir erleben die letzten Tage Europas“

    "Für den Schriftsteller Henryk Broder ist die EU der massivste Versuch einer Ent-Demokratisierung der Gesellschaft seit dem Ende der Sowjetunion. Er gibt ihr deswegen keine Überlebenschance – auch wenn die Gäste auf der Titanic nichts von dem Eisberg hören wollen, auf den der alte Kontinent zusteuert. Die Deutschen Mittelstands Nachrichten dokumentieren eine zornige Rede Broders."

    "Liebe Europäerinnen und Europäer,

    Ein altes russisches Sprichwort sagt: Es gibt keine hässlichen Bräute, es gibt nur nicht genug Wodka. Für die Wirtschaft gilt das nicht. Man kann sich keine schlechte Stimmung schönfeiern, nicht einmal, wenn man die Betriebsfeier in einen ungarischen Puff verlegt. Mies bleibt mies. Man kann auch nicht in aller Ruhe und Gemütlichkeit „Oh, du schöne Weihnachtszeit“ singen, wenn man weiß, dass beim Nachbarn die Hütte brennt. Denn man ahnt, dass das Feuer entweder auf das eigene Haus übergreifen wird oder dass man die obdachlos gewordenen Nachbarn bei sich wird aufnehmen und verpflegen müssen. Schwer zu sagen, welche Aussicht einem noch schlimmer als die andere vorkommt.

    Wir erleben die letzten Tage Europas. Nicht im physischen, eher im philosophisch-metaphorischen Sinne. So wie Karl Kraus in seinem 1922 erschienenen Monumentalwerk „Die letzten Tage der Menschheit“ vorhersah, so liegen „Die letzten Tage Europas“ unmittelbar vor uns. Nein, sie liegen nicht einfach da, sie springen uns geradezu an.

    Ich habe am letzten Montag die Live-Übertragung der Feier zur Übergabe des Friedensnobelpreises an die Europäische Union gesehen, live im Fernsehen, der ARD sei Dank. Ich hatte gerade einen Nachtflug von Washington nach Frankfurt hinter mir und war noch ein wenig benommen. Aber diese Art von Benommenheit schärft die Sinne, man sieht zwar alles ein wenig undeutlich, hört aber die feinen Zwischentöne viel klarer. Ich nehme an, ich bin der einzige in diesem Raum, der diese Feier gesehen hat. Denn sie fand zu einer Zeit statt, da normale Menschen arbeiten und nur allein erziehende Mütter, königliche Hoheiten und die Angehörigen der Brüsseler Bürokratie es sich leisten können, vor dem Fernseher zu sitzen, ohne darüber nachdenken zu müssen, wie sie die GEZ-Gebühr bezahlen sollen.

    Also, ich verfolgte die Verleihung des Friedensnobel-Preises an die EU und wusste nicht, ob ich weinen oder lachen sollte. Die EU auszuzeichnen, weil sie den Frieden in Europa bewahrt habe, ist so albern, als würde man die Heilsarmee dafür auszeichnen, dass sie nicht in das Geschäft mit Alkohol, Drogen, Nutten und Waffen eingestiegen ist. Oder als würde man das Internationale Rote Kreuz dafür ehren, dass es keine Konzentrationslager betreibt. Im Übrigen ist das friedliche Europa nicht der Garant des Friedens, sondern das Ergebnis einer militärischen Intervention, ohne die wir heute nicht so gemütlich beisammen sitzen würden, und falls doch, dann vermutlich nur, um den letzten erfolgreichen Einsatz der Legion Condor zu feiern.

    Die Verleihung des Friedensnobelpreises an die EU erinnerte mich an irgendwas, das tief in meinem Gedächtnis abgespeichert war. Und weil ich müde war, dauerte es eine Weile, bis die Erinnerung den Weg an die Oberfläche geschafft hatte. Ja, das war es! Genauso feierte das ZK der Kommunistischen Partei der Sowjetunion sich selbst! Man verlieh sich gegenseitig Orden und bestätigte sich reihum, einen extrem wichtigen Beitrag zum Frieden und zur Sicherheit in Europa und in der Welt geleistet zu haben.

    Als jemand, der die ersten Jahre seines Lebens in Polen verbracht hat, habe ich eine leichte Allergie gegen den Begriff „Frieden“. Nicht weil ich für den Krieg bin, sondern weil „Frieden“ das General-Alibi ist, mit dem jede Barbarei rechtfertigt werden kann. Auch die Berliner Mauer wurde uns als eine friedensstiftende bzw. friedenserhaltende, in jedem Falle aber unvermeidliche – heute würde man sagen: alternativlose – Maßnahme präsentiert. Und wenn ich mir heute die Aktionen der Friedensbewegung anschaue, die dem Massaker in Syrien ungerührt zuschaut, aber nicht müde wird, gegen den Einsatz deutscher Soldaten in Afghanistan und gegen die Stationierung von Patriot-Raketen in der Türkei zu demonstrieren, dann weiß ich, dass Pazifismus und Kretinismus nahe Verwandte sind.

    Einen Tag nach der Preisverleihung in Oslo, der Hauptstadt eines Landes, dessen Bevölkerung zweimal den Beitritt zur EU abgelehnt hat, las ich in der Welt einen Artikel über den Brüsseler „Jahrmarkt der Eitelkeiten“, auf dem bis zum letzten Moment darüber gestritten und gefeilscht wurde, wer bei der Preisverleihung reden und die Auszeichnung entgegennehmen darf. Der Präsident der EU-Kommission, Barroso, der Ratspräsident van Rompuy und der Präsident des Parlaments, Schulz, hätten trotz voller Terminkalender „wie die Kesselflicker“ gestritten und versucht, einander auszustechen. Bis schließlich, wie in Brüssel üblich, ein Kompromiss gefunden wurde. Van Rompuy und Barroso nahmen die Urkunde gemeinsam entgegen, wobei van Rompuy sie als erster berühren durfte. Vermutlich durfte er sie auch mit nach Hause nehmen, sie dort kosen und herzen und sie schließlich unter sein Kopfkissen legen. Martin Schulz musste sich damit zufrieden geben, seinen Kopf für eine Medaille am Halsband hinhalten zu dürfen. Immerhin. Aber am Ende gab es ein Gruppenfoto, das Einheit und Einigkeit suggerierte – auch dies eine weitere Parallele zu den Sitten im ZK der KPdSU.
    Wenn Sie eine Erklärung für diese Vanity Fair der Brüsseler Alpha-Männchen suchen, dann empfehle ich Ihnen einen Besuch auf deren jeweiligen Webseiten.

    Jose Manuel Barroso hat immerhin Wirtschafts- und Sozialwissenschaften studiert und an einigen Universitäten unterrichtet. Seine Sozialdemokraten sind eine konservative Partei, die im Europaparlament zur Fraktion der Europäischen Volkspartei gehört. Er war Außenminister und Regierungschef Portugals, bevor er 2004 zum Präsidenten der EU-Kommission berufen wurde.

    Herman van Rompuy, der erste ständige Präsident des Europäischen Rates, hat seine politische Karriere als stellvertretender Vorsitzender der Jugendorganisation der flämischen Christdemokraten begonnen und sich wegen seines unscheinbaren und zurückhaltenden Auftretens den Spitznamen „die Sphinx“ erworben. Auch während seiner Zeit als belgischer Premierminister von Dezember 2008 bis November 2009 blieb er den meisten Belgiern unbekannt. Ebenso rätselhaft ist, welche Funktion er als ständiger Präsident des Europäischen Rates ausübt.

    Sein Terminkalender, den man auf der Homepage des Europäischen Rates einsehen kann, zeigt für den Donnerstag der vergangenen Woche folgendes an:

    17 Uhr, Treffen zu einem Meinungsaustausch mit dem Präsidenten des Europäischen Parlaments, Martin Schulz;
    17.30 Uhr, Gruppenfoto.
    17.45 erste Arbeitssitzung.
    20 Uhr, Arbeitsessen, gefolgt von einer Pressekonferenz.

    Was für eine aufregende, erfüllte Existenz im Dienste der europäischen Idee!

    Der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, ist ein fröhlicher Rheinländer, mit dem man jede Woche Weiberfastnacht feiern möchte. In seinem vorigen Leben war er Bürgermeister der Gemeinde Würselen bei Aachen und in dieser Eigenschaft, so lesen wir es bei Wikipedia, „insbesondere für den Bau des Spaßbades Aquana verantwortlich“; angesichts der Haushaltslage der Stadt werde diese Entscheidung inzwischen „kritisch gesehen“. Soll heißen: Das Spaßbad liegt der Gemeinde schwer auf der Tasche. Aber damit hatte sich Schulz für eine wichtige Aufgabe in der EU qualifiziert. In seinem Kabinett beschäftigt er einen Bürochef, einen stellvertretenden Bürochef, eine Anzahl von Assistenten und Beratern; dazu Berater der Assistenten und Assistenten der Berater, vier Pressesprecher, einen Spokesman, einen Redenschreiber, einen Terminverwalter, einen Büroboten, einen Kammerdiener und einen Fahrer. Alles in allem 38 Mitarbeiter, die mit ihm zwischen Brüssel und Strasbourg hin- und her fahren. Der veritable Hofstaat eines Eurokraten.

    Wie es der Genosse Zufall will, haben Hamed Abdel-Samad und ich Martin Schulz vor kurzem besucht, um ihn für eine Folge unserer Europa-Safari zu interviewen. Dabei sagte er (Martin Schulz) uns u.a. auch folgenden Satz: „Wäre die EU ein Staat und würde einen Antrag zum Beitritt in die Europäische Union stellen, dann würde der Antrag abgelehnt. Mangels demokratischer Substanz.“

    So habe zum Beispiel das EU-Parlament kein Recht, Gesetze zu initiieren, es segne nur die Beschlüsse der Europäischen Kommission ab. Einer der Abgeordneten, die wir trafen, sprach von einem „Protokollparlament“ und fühlte sich an die Zustände in der Volkskammer der DDR erinnert. Ein Kommissar erklärte uns, warum kein Widerspruch darin liege, dass die EU den Anbau von Tabak subventioniert und zugleich Kampagnen über die Gefahren des Rauchens finanziert.

    Das sei doch eine Win-Win-Situation, von der alle profitieren würden, sowohl die Tabakindustrie wie die Raucher. Und im Übrigen sei ein Kommissar für die Tabak-Subventionen und ein anderer für die Anti-Rauch-Kampagne zuständig.

    Seit unserem Besuch in Brüssel und Strasbourg gebe ich mich keinerlei Illusionen mehr hin. Die EU löst keine Probleme, sie ist ein Problem. Seit dem Ende des real existierenden Sozialismus, zu dem es nach Meinung seiner Repräsentanten ebenfalls keine Alternative gab, ist die EU der massivste Versuch, die Bürger zu entmündigen und die Gesellschaft zu entdemokratisieren. Man erklärt uns immer wieder, es gebe zur EU keine Alternative, denn das Auseinanderfallen der Union würde nicht nur das Ende des Wohlstands bedeuten, sondern auch das Aufleben längst überwundener Konflikte, bis hin zu Klassenkämpfen in den einzelnen Ländern und kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen ihnen.

    In die Praxis umgesetzt bedeutet das: Wir sind aufgefordert, bedingungslos jenen zu vertrauen, die den Karren an die Wand gefahren haben und nun versichern, sie wären in der Lage, die Reparatur zu übernehmen, sowohl des kaputten Wagens wie des beschädigten Hauses.

    Aber: Würden wir einem Arzt eine zweite Chance geben, der uns statt der Mandeln den Blinddarm entfernt hat? Würden wir uns einem Vermögensverwalter anvertrauen, der unser Vermögen verjubelt hat? Würden wir noch einmal ein Hotel buchen, in dem wir ausgeraubt wurden, weil die Alarmanlage nicht funktioniert hat? Nein, würden wir nicht. Aber wenn es um Europa geht, tun wir es, weil wir eben keine Wahl haben. Die Sache ist alternativlos.

    Also machen wir weiter, nicht weil wir davon überzeugt sind, dass es richtig ist, sondern weil wir den Point of no Return überschritten haben.

    Meine Damen und Herren, ich hatte wirklich nicht vor, Ihnen die Weihnachtslaune zu vermiesen. Aber ich wollte die Gelegenheit nicht verpassen, Sie auf ein Desaster aufmerksam zu machen, auf das wir alle zusteuern.

    Erlauben Sie mir zum Schluss eine Frage: Wer von Ihnen glaubt, dass es in drei Jahren die EU in der jetzigen Form noch geben wird? Ich bitte um ein Handzeichen.

    Offenbar eine knappe Mehrheit.

    So wäre auch eine Abstimmung unter den Passagieren der Titanic ausgefallen, kurz nach dem Auslaufen aus dem Hafen von Southampton. – Ich wünsche uns allen eine gute Reise."

    -----

    Hier der Link zum Artikel:
    http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/12/4887…

    Ich hätte mir gewünscht, daß die Trennung von EU und Europa deutlicher ausgefallen wäre. Aber im großen und ganzen trifft Herr Broder den Nagel auf den Kopf !

    Hier noch mal zur Erinnerung eine Übersicht der Kommisare:
    http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/index_de.htm

    Schönen Tag noch
    Landshark
    .
    12.09.2012: D's Haushaltshoheit liegt endlich bei der Glühbirnendiktatur. Heil Euro.
    .
    Rettet die Banken !
    Scheiss auf den Pöbel !
    Avatar
    shakesbaer
    schrieb am 20.12.12 18:38:04
    Beitrag Nr. 3.196 (43.949.620)
    So weit ist man nun schon in Europa. Einfach nur noch "Phantasielos". Warum setzen die politischen Entscheidungsträger diesen Kurs fort, wo all das bereits bewiesen worden ist wohin es führt? Wer Waffen sät wird Krieg ernten! Aber es scheint von den Erleuchteten genau so gewünscht.


    Weil die Finanzkrise jetzt auch die Konjunktur der wirtschaftlich starken Länder in den Abgrund reißt, will die EU-Kommission die Krise mit Waffen-Verkäufen abfedern. Die Friedensnobelpreis-Träger im Gleichschritt mit der Rüstungsindustrie.

    Die EU will Europa zur Waffenschmiede der Welt machen
    Avatar
    beachbernie
    schrieb am 20.12.12 19:00:27
    Beitrag Nr. 3.197 (43.949.731)
    Ist der Broder auf seine alten Tag doch noch bei der Zunft der Doomsday-Propheten gelandet.

    Europa hat schon so manches ueberlebt, es wird auch den Broder ueberleben! :laugh:
    Avatar
    shakesbaer
    schrieb am 20.12.12 21:18:44
    Beitrag Nr. 3.198 (43.950.337)
    „Im EU-Parlament herrscht eine grauenhafte Art des Einheitsdenkens“

    Das EU-Parlament hat die Budget-Erhöhung für die Kommission in Brüssel abgenickt, obwohl diese nur deshalb mehr Geld braucht, weil sie mit dem Geld nicht umgehen kann. Pieter Cleppe von Open Europe will das Europäische Parlament zwar nicht mit der DDR-Volkskammer vergleichen, wundert sich jedoch über die gespenstische Gleichschaltung der Parteien.

    Pieter Cleppe: Die westlichen Demokratien und die EU werden nicht auf dieselbe Weise wie die kommunistischen Regime durch Staatsterror aufrechterhalten. Deshalb sollten wir diesen Vergleich vielleicht vermeiden, auch wenn es manchmal dazu dienen kann, einen Standpunkt zu verdeutlichen. Abgesehen davon herrscht im Europäischen Parlament tatsächlich eine grauenhafte Art des „Einheitsdenkens“.

    Eine Studie hat gezeigt, dass die vier größten Fraktionen im Parlament, die Christdemokraten, die Sozialisten, die Grünen und die Liberalen in 90 Prozent der Fälle exakt auf dieselbe Weise abstimmen. Die neue Fraktion um die britischen, tschechischen und polnischen Konservativen bietet jetzt oft einen konstruktiven abweichenden Standpunkt, und einzelne Abgeordnete aus anderen Fraktionen tun dies mitunter auch.

    Think Tank
    Avatar
    shakesbaer
    schrieb am 21.12.12 23:10:54
    Beitrag Nr. 3.199 (43.955.033)
    Im Bericht der E.U.-Kommission heißt es:

    “In der Zeit vom 1. Oktober 2008 bis zum 1. Oktober 2012 genehmigte die Kommission Beihilfen in Höhe von 5058,9 Mrd. EUR (40,3 % des EU-BIP) für den Finanzsektor.”

    Nochmal in Zeitlupe: Die Staaten des Staatenbundes “Europäische Union” haben in vier Jahren 5,0589 (bitte auf die Zahlen hinter dem Komma achten) Billionen Euro als “Hilfe” in nach dem Profitprinzip geschaffene und handelnde Organe des (Euro-)Kapitalismus geschüttet. Das sind, wie die E.U.-Kommissare sagen, 40,4 Prozent der nach kapitalistischen (und ungenauen) Kriterien errechneten Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt, BIP) aller E.U.Staaten innerhalb eines Jahres.

    Des Kapitalismus neue Kleider
    Avatar
    shakesbaer
    schrieb am 21.12.12 23:13:14
    Beitrag Nr. 3.200 (43.955.040)
    Die Demokratie als Staatsform, deren Recht vom Volk ausgeht, hat nach dem Empfinden einer wachsenden Zahl von Europäern aufgehört zu existieren. Das Recht geht nicht mehr vom Volk aus. Es ist bloß noch aufgefordert, an Wahlen teilzunehmen. Unabhängig davon, ob dies bedeutet, tatsächlich eine Wahl zu haben.

    Die erschöpfte Demokratie

    Denn ein Gespenst geht um in Europa: das Gespenst der Fremdbestimmtheit. Die europäischen Bürger, allen voran Griechen, Irländer und Portugiesen, nehmen ihre Regierungen nicht mehr als ihre Regierung wahr, sondern als Interessenvertreter oder gar Sachwalter von internationalen Organisationen, wie etwa dem IWF, dessen Existenz nicht demokratisch legitimiert ist. Die Politik, auch in jenen europäischen Ländern, die ökonomisch durchaus passabel dastehen, verhält sich folgsam nach den Zurufen der "Finanzmärkte" aus Angst, internationale Ratingagenturen könnten die Bonitätsbewertung ihres Landes herabstufen oder gar empfehlen, den Zinssatz für die Staatsanleihen hinaufzusetzen.




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