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    ThyssenKrupp für 18,10: Verdoppler, aber wann?

    eröffnet am 17.09.12 14:19:14 von
    Der Tscheche

    neuester Beitrag 11.04.13 10:16:32 von
    Vorstopper
    Beiträge: 76
    ID: 1.176.773
    Aufrufe heute: 0
    Gesamt: 15.750


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    Avatar
    Der Tscheche
    schrieb am 17.09.12 14:19:14
    Beitrag Nr. 1 (43.612.441)
    Huhu liebe User,

    habe heute Morgen mein vorher in Homag- und Baywa-Aktien sehr lahm steckendes Geld in ThyssenKrupp investiert: für 18,10 in Frankfurt.

    Schon kurz danach wäre ich unter 18 reingekommen, aber was soll's.
    Chart auf Tages- und Wochenbasis sieht langsam wieder vielversprechend aus dank der Sommerrally. Natürlich überkauft, aber ohne Divergenzen soweit geschaut (RSI).
    Letzlich hat mich aber nicht die Charttechnik dahin gebracht sondern die fundamentalen Kennziffern, insbesondere der niedrige KUV-Wert (ca. 0,2) und der Glaube daran, dass wir ja womöglich für die Zykliker schon ein Tal durchschritten haben mit dem tiefstem Punkt Ende Mai/Anfang Juni, so dass es nicht nur bei den Finanzwerten (die mir zu heiß und unberechenbar sind), sondern auch hier jetzt weiter rockt.



    Gerade erst eine schöne Beschreibung der ARD-Börse gefunden, die technisch wie fundamental die wichtigsten Eckpunkte zusammenfasst:


    17.09.2012 11:51
    Herber Kursdämpfer ThyssenKrupp: War's das schon wieder?

    Die ThyssenKrupp-Aktie wird am Montag massiv verkauft. Dabei sah es nach jahrelangem Siechtum zuletzt fast so aus, als ob in der ThyssenKrupp-Aktie doch noch etwas Leben drin wäre...
    keine Beschreibung

    Die jüngste Rally hatte nämlich neben den schon seit langer Zeit begehrten defensiven Titeln auch solche Branchen erfasst, die vom Aufschwung an den Börsen bislang kaum profitieren konnten: Banken und Zykliker. Konjunkturabhängige Titel haussierten plötzlich, wie das Beispiel ThyssenKrupp eindrrucksvoll zeigt.

    Ausgehend vom Acht-Jahres-Tief bei 11,45 Euro startete der Dax-Titel im Juni eine rasante Kursrally. Diese trug die Aktie des Stahlkonzerns bis auf ein Vier-Monats-Hoch von 18,57 Euro am vergangenen Freitag – ein Kursplus von 62 Prozent binnen weniger Monate.

    UBS senkt den Daumen

    Doch am Montag hat sich das Blatt scheinbar gewendet. Die ThyssenKrupp-Aktie verliert bis zu 4,2 Prozent auf 17,71 Euro und ist damit der mit Abstand größte Dax-Verlierer. Zur Begründung verweisen Marktbeobachter auf eine massive Gewinnwarnung des Konkurrenten SSAB und eine negative Analystenstudie.

    Die Schweizer Großbank UBS hatte ThyssenKrupp von "Neutral" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 14,50 auf 13,50 Euro gesenkt. Die Kursrally wegen des geplanten Verkaufs der Tochter Steel Americas sei übertrieben und voreilig gewesen, schrieb Analyst Carsten Riek in einer Studie vom Montag.
    Drohen massive Abschreibungen?

    Er bewerte das US-Stahlwerk lediglich mit 3,0 Milliarden Euro und rechne insofern mit Abschreibungen von 3,9 Milliarden Euro, so Riek. ThyssenKrupp hat die ungeliebten Stahlwerke in Brasilien und den USA mit knapp sieben Milliarden Euro in den Büchern stehen - ein Milliardengrab.

    Lars Hettche vom Bankhaus Metzler hingegen hält die nicht cash-wirksamen Abschreibungen, die beim Verkauf der Sparte notwendig würden, für das kleinere Übel. "Schlimmer wäre es, wenn sie das Geschäft gar nicht los würden. Bei andauernden Verlusten könnte dies auf längere Sicht sogar Kapitalmaßnahmen notwendig machen", unterstrich er jüngst im Gespräch mit boerse.ARD.de.
    Wichtige Unterstützungen im Blick

    Unter technischen Gesichtspunkten ist die Welt aber trotz des heutigen Kursrückgangs nach wie vor in Ordnung. Insbesondere die Tatsache, dass die 200-Tage-Linie (aktuell bei 17,13 Euro) gehalten hat, stimmt zuversichtlich.

    Hinzu kommt, dass der laufende Aufwärtstrend seit Juni (untere Begrenzung aktuell bei 15,75 Euro) nach wie vor intakt ist. Erst bei einem Bruch dieser wichtigen Unterstützungen würde die ThyssenKrupp-Aktie deutliche Verkaufssignale senden.

    ag
    Avatar
    womitglied
    schrieb am 17.09.12 15:50:44
    Beitrag Nr. 2 (43.612.808)
    Kürzlich kam mir ein Aufsatz in die Hände, da ging es um die Glaubqwürdigkeit von Analysten. Fazit war, Investoren uns Analysten lernen nie dazu, da sie einer völlig unlogischen , nur zum Selbstzweck ausgedachten Struktur folgen und immer nach Entschuldigung suchen, wenn sie am Ende feststellen, dass sie falsch lagen.

    Der gezeigte Wochen-Chart ist doch sehr aufschlussreich, leider nicht für alle Analysten. Oder sucht eine Interessengruppe Käufer für die Aktie? Der letzte Wochenkursbalken hat eine große Handelsspanne, ein Indiz dass Gewinnmitnahmen zu erwarten sind. Kein Grund jetzt dieses Kurshoch zu kaufen. Ich würde vor einer Kaufentscheidung das Monatsende abwarten und eine Korrektur auf Monatsbasis warten.
    Avatar
    codiman
    schrieb am 17.09.12 16:28:28
    Beitrag Nr. 3 (43.612.960)
    Das trifft sich gut, ich bin hier mit einem Short KO schein rein.

    CK7ZR5



    KK 1,81
    SL 1,45


    Thyssen ist nach wie vor angeschlagen.
    Die Kapitalaustattung ist eher dürftig, die Probleme sind groß.
    War ne nette Rally. aber vielleicht kommt nio eine KE


    dpa-AFX · Mehr Nachrichten von dpa-AFXANALYSE: UBS senkt ThyssenKrupp auf 'Sell' und Ziel auf 13,50 Euro
    Die Schweizer Großbank UBS hat ThyssenKrupp von "Neutral" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel von 14,50 auf 13,50 Euro
    (Kurs: 17,830) gesenkt. Die Kursrally wegen des geplanten Verkaufs der Tochter Steel Americas sei übertrieben und voreilig gewesen, schrieb Analyst Carsten Riek in einer Studie vom Montag.

    Er bewertet das US-Stahlwerk lediglich mit 3 Milliarden Euro und rechnet insofern mit Abschreibungen von 3,9 Milliarden Euro. Nur mit einem - aus seiner Sicht unrealistischen - Erlös von 5,5 Milliarden Euro würde der Breakeven beim Überschuss gelingen.

    Bei allem positiven Einfluss auf die Bilanz durch die Senkung der Schuldenlast, bliebe die Rendite auf den Free Cashflow doch hinter der der Wettbewerbern zurück. Die Bewertung der Stahltitel läge nach seinen Berechnungen auch nach der Abspaltung wohl noch rund ein Drittel über dem Branchendurchschnitt. Riek hält ArcelorMittal für attraktiver und besser aufgestellt, um von der weiteren geldpolitischen Lockerung der US-Notenbank (QE3) zu profitieren.

    Mit der Einstufung "Sell" geht die UBS davon aus, dass der Gesamtertrag der Aktie (Kursgewinn plus Dividende) auf Sicht von zwölf Monaten um mindestens sechs Prozent unter der von der UBS erwarteten Marktrendite liegt./ag/rum

    Analysierendes Institut UBS.

    Avatar
    Der Tscheche
    schrieb am 17.09.12 17:16:07
    Beitrag Nr. 4 (43.613.154)
    @womitglied: mit "Analysten" meinst Du aber hoffentlich nicht die ARD-Börse-Redaktion, oder?
    @codiman: tja, der heutige Tag scheint Dir Recht zu geben, aber warten wir mal ein wenig ab...
    Avatar
    codiman
    schrieb am 17.09.12 18:03:05
    Beitrag Nr. 5 (43.613.334)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 43.613.154 von Der Tscheche am 17.09.12 17:16:07Du hast (aktuell) mehr Trümpfe in der Hand als ich :

    x Wir befinden uns über GD 38
    x Wir befinden uns über GD 200 (starkes bullishes Signal)



    Aber Thyssen hat eine Rally hingelegt, die nach einer Erholung schreit,
    zumal sie fundamental nicht gerechtfertigt ist.
    In spätestens 4 Tagen bin ich schlauer.

    Gruß codiman
    Avatar
    Der Tscheche
    schrieb am 17.09.12 20:54:52
    Beitrag Nr. 6 (43.614.066)
    Jou, und in Anbetracht der mindestens 3 negativen Meldungen ist die Korrekturkerze angenehm niedrig ausgefallen.
    Bin gespannt & wir werden sehen.
    Avatar
    urwaldingo
    schrieb am 17.09.12 21:20:13
    Beitrag Nr. 7 (43.614.198)
    Also im vergleich zu den Nettoschuldenfreien Salzgitter sind die Thyssen echt zu teuer.

    Insgesamt sind mir die Stahlwerte angesichts hoher Brennstoffkosten und Überkapazitäten eh suspekt und die Zukunft liegt ja eh beim Aluminium und Karbon in der Automobilindustrie.

    Würde lieber mir mal auch einen anderen Rohrkrepierer im DAX ansehen, nämlich K+S. Hier hat man eine tolle Bilanz und eine gute Divi bei nem moderaten KGV von 11 und das Geschäftsmodell ist solide. Denn gedüngt wird immer, vor allem bei steigendem Nahrungs- und Biospritbedarf. Und in Sachen Kalivorräten hat ja K+S bereits bestens vorgesorgt, denn das Management ist hier vorausschauender als bei Thyssen, bei denen die Stahlwerke in Amerika statt 6 Mrd. plötzlich 12 Mrd. kosten und jetzt faktich wertlos sind, da sie Miese einfahrn...
    Avatar
    Silberpfeil1
    schrieb am 17.09.12 22:00:33
    Beitrag Nr. 8 (43.614.432)
    Ich lese immer so viele Begriffe, die mit schuldenfrei enden:

    nettoschuldenfrei, virtuell schuldenfrei, ...

    Wer kann den mal priorisieren, was von alledem besser ist?;)
    Avatar
    codiman
    schrieb am 17.09.12 22:18:34
    Beitrag Nr. 9 (43.614.527)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 43.614.198 von urwaldingo am 17.09.12 21:20:13Dazu kommt, dass das Eigenkapital fältl, die Finanzschulden steigen,
    Das Betriebsergebnis mickrig ausfällt.



    3. Quartal 2010/2011 xxxxxxx 3. Quartal 2011/2012


    Eigenkapital der Aktionäre der ThyssenKrupp AG xxx 9.012 xxxx 7.747

    Verbindlichkeiten xxxxxx 33.221 xxxxx 34.830


    Betriebliches Ergebnis xxxxx 528 xxxxxx 296


    Übergeordnet laufen wir gerade - wenn man's positiv ausdrücken möchte - in eine wirtschaftliche Delle.
    Nicht gut, wenn man ein angeschlagener Boxer ist.
    Thyssen Krupp benötigt Kapital, viel Kapital.
    Auch der Automotivebereich ist nicht der Heilsbringer.
    Im Gegenteil, die Automobile Wirtschaft kühlt sich zusehens ab.
    Von dort kommt keine Entlastung.

    Gruß codiman
    Avatar
    codiman
    schrieb am 18.09.12 11:01:29
    Beitrag Nr. 10 (43.615.827)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 43.613.334 von codiman am 17.09.12 18:03:05Sind gerade von der GD 200 (nach oben) abgeprallt.
    Ist ein starkes bullishes Signal.
    Die "Bullen" sind stärker.
    Bin wieder raus mit 52 Cent pro Schein. ;)

    Gruß codiman