Huhu liebe User,
habe heute Morgen mein vorher in Homag- und Baywa-Aktien sehr lahm
steckendes Geld in ThyssenKrupp investiert: für 18,10 in
Frankfurt.
Schon kurz danach wäre ich unter 18 reingekommen, aber was
soll's.
Chart auf Tages- und Wochenbasis sieht langsam wieder
vielversprechend aus dank der Sommerrally. Natürlich überkauft,
aber ohne Divergenzen soweit geschaut (RSI).
Letzlich hat mich aber nicht die Charttechnik dahin gebracht
sondern die fundamentalen Kennziffern, insbesondere der niedrige
KUV-Wert (ca. 0,2) und der Glaube daran, dass wir ja womöglich für
die Zykliker schon ein Tal durchschritten haben mit dem tiefstem
Punkt Ende Mai/Anfang Juni, so dass es nicht nur bei den
Finanzwerten (die mir zu heiß und unberechenbar sind), sondern auch
hier jetzt weiter rockt.
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Gerade erst eine schöne Beschreibung der ARD-Börse gefunden, die
technisch wie fundamental die wichtigsten Eckpunkte
zusammenfasst:
17.09.2012 11:51
Herber Kursdämpfer ThyssenKrupp: War's das schon wieder?
Die ThyssenKrupp-Aktie wird am Montag massiv verkauft. Dabei sah es
nach jahrelangem Siechtum zuletzt fast so aus, als ob in der
ThyssenKrupp-Aktie doch noch etwas Leben drin wäre...
keine Beschreibung
Die jüngste Rally hatte nämlich neben den schon seit langer Zeit
begehrten defensiven Titeln auch solche Branchen erfasst, die vom
Aufschwung an den Börsen bislang kaum profitieren konnten: Banken
und Zykliker. Konjunkturabhängige Titel haussierten plötzlich, wie
das Beispiel ThyssenKrupp eindrrucksvoll zeigt.
Ausgehend vom Acht-Jahres-Tief bei 11,45 Euro startete der
Dax-Titel im Juni eine rasante Kursrally. Diese trug die Aktie des
Stahlkonzerns bis auf ein Vier-Monats-Hoch von 18,57 Euro am
vergangenen Freitag – ein Kursplus von 62 Prozent binnen weniger
Monate.
UBS senkt den Daumen
Doch am Montag hat sich das Blatt scheinbar gewendet. Die
ThyssenKrupp-Aktie verliert bis zu 4,2 Prozent auf 17,71 Euro und
ist damit der mit Abstand größte Dax-Verlierer. Zur Begründung
verweisen Marktbeobachter auf eine massive Gewinnwarnung des
Konkurrenten SSAB und eine negative Analystenstudie.
Die Schweizer Großbank UBS hatte ThyssenKrupp von "Neutral" auf
"Sell" abgestuft und das Kursziel von 14,50 auf 13,50 Euro gesenkt.
Die Kursrally wegen des geplanten Verkaufs der Tochter Steel
Americas sei übertrieben und voreilig gewesen, schrieb Analyst
Carsten Riek in einer Studie vom Montag.
Drohen massive Abschreibungen?
Er bewerte das US-Stahlwerk lediglich mit 3,0 Milliarden Euro und
rechne insofern mit Abschreibungen von 3,9 Milliarden Euro, so
Riek. ThyssenKrupp hat die ungeliebten Stahlwerke in Brasilien und
den USA mit knapp sieben Milliarden Euro in den Büchern stehen -
ein Milliardengrab.
Lars Hettche vom Bankhaus Metzler hingegen hält die nicht
cash-wirksamen Abschreibungen, die beim Verkauf der Sparte
notwendig würden, für das kleinere Übel. "Schlimmer wäre es, wenn
sie das Geschäft gar nicht los würden. Bei andauernden Verlusten
könnte dies auf längere Sicht sogar Kapitalmaßnahmen notwendig
machen", unterstrich er jüngst im Gespräch mit boerse.ARD.de.
Wichtige Unterstützungen im Blick
Unter technischen Gesichtspunkten ist die Welt aber trotz des
heutigen Kursrückgangs nach wie vor in Ordnung. Insbesondere die
Tatsache, dass die 200-Tage-Linie (aktuell bei 17,13 Euro) gehalten
hat, stimmt zuversichtlich.
Hinzu kommt, dass der laufende Aufwärtstrend seit Juni (untere
Begrenzung aktuell bei 15,75 Euro) nach wie vor intakt ist. Erst
bei einem Bruch dieser wichtigen Unterstützungen würde die
ThyssenKrupp-Aktie deutliche Verkaufssignale senden.
ag