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Vonovia und die Flüchtlingskrise - bricht das Unternehmen unter seinen Schulden zuammen?

eröffnet am 13.01.16 20:36:43 von
Indextrader24 [Blogger]

neuester Beitrag 17.02.16 14:10:12 von
Ralph100

ISIN: DE000A1ML7J1 | WKN: A1ML7J
34,99
11:34:58
Lang & Schwarz
+0,25 %
+0,09 EUR

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Indextrader24 [Blogger]
13.01.16 20:36:43
Beitrag Nr. 1
Vonovia

große gehypt als die Aktie in den DAX kam, hat man sich mit der Übernahme der Deutsche Wohnen komplett überschuldet.

3 Milliarden Euro Schulden im Dezember - angeblich zweifach überzeichnet. Das Problem ist nur, was wenn man die Schulden nicht mehr bedienen kann, wenn die Immobilienwerte fallen.

Der Buchwert je Aktie liegt derzeit deutlich unter dem aktuellen Aktienkurs.

Die Schulden werden die Aktionäre doppelt und dreifach zurückzahlen müssen.

Charttechnisch gefällt mir die Aktie auch nicht.

Bärische Flaggenkonsolidierung über mehrere Monate.

Heute dann Abverkauf bei steigendem Volumen - spricht dafür, dass hier möglicherweise ein Kursmassaker droht.

Die Flüchtlingskrise könnte ein weiterer Belastungsfaktor werden, der zum Wertverfall oder gar später zur Unvermietbarkeit von Immobilien führt. Aus einer Fiinanzkrise könnte eine Strukturkrise erwachen.

Das Worst Case Szenario wäre die Insolvenz - sprich am Ende wird das Unternehmen symbolisch für 1 Unze Silber an einen Investor verkauft und die Aktionäre schauen in die Röhre. Das sowas vorkommt wissen alle, die mal die Pleite der neuen Heimat miterlebt haben. Die ging damals vor mehr als 30 Jahren dann für 1 DM an einen Finanzinvestor.

Hier ist Vorsicht angebracht. Immobilienbesitzer könnten zudem auf die Idee kommen ihre eigene Immobilie über Putoptionen auf Vonovia gegen Wertverluste abzusuchern.

Da die Aktie deutlich über Buchwert notiert und die Eigenkapitalquote sich verschlechtert hat, drohen hier deutliche Kursverlustrisiken.


Disclaimer:

Die gemachten Angaben dienen lediglich zu Informationszwecken und stellen keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. In Vermögensanlagen fragen sie ihren Vermögens- oder Bankberater. Aktieninvestments und Finanzanlagen beherbergen stets auch das Risiko des Totalverlustes. Daher wird eine Haftung für Vermögensschäden kategorisch ausgeschlossen. Es besteht die Möglichkeit eines Interessenkonfliktes, da ich selber Aktien/Finanzinstrumente an dem Unternehmen halte.
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Indextrader24 [Blogger]
13.01.16 20:39:17
Beitrag Nr. 2
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.484.668 von Indextrader24 am 13.01.16 20:36:43Hinweis:

Ich habe keine Aktien an dem Unternehmen. Es kann dennoch ein Interessenkonflikt bestehen, da ich Finanzinstrumente halte und ggf weitere erwerbe.
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Aither
13.01.16 23:26:28
Beitrag Nr. 3
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.484.668 von Indextrader24 am 13.01.16 20:36:43Interessanter Blickwinkel dass die Flüchtlingskrise als Belastungsfaktor gesehen wird, auf den ersten Blick sollte man ja meinen dass durch knapper werdenden Wohnungen Immobilienunternehmen profitieren. Stimmt aber natürlich dass kein normaler Mensch Asylanten in seiner Nähe haben will und viele Wohnungen nach kürzester Zeit komplett ruiniert sind, wenn da Asylanten untergebracht sind.
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Indextrader24 [Blogger]
14.01.16 00:10:42
Beitrag Nr. 4
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.486.210 von Aither am 13.01.16 23:26:28
Ghettobildung und Bürgerkrieg?
Guten Abend,

ich denke, dass das sogar noch ein ganz erheblicher Belastungsfaktor werden kann, der zu entsprechenden Wertberichtigungen führen kann.

Spielen wir eine Ghettobildung als Szenario durch, dann kann muss man auch Szenarien in Betracht ziehen, die sich viele nicht ansatzweise heute vorstellen können.

Wie sieht es aus, wenn wir wegen der Flüchtlingskrise Bürgerkriegsähnliche Zustände bekommen?

Häuserkomplexe brennen, Strassenkriege und Schiessereien? Zustände wie im Libanon oder gar Syrien?

Das Worst Case Szenario ist sicherlich ein Krieg - der ebenfalls nicht ausgeschlossen werden kann - zumindest ein Bürgerkrieg. Denn der Zustrom der ungebremst erfolgt, wird enstprechender Sprengstoff sein.

No Go Areas und vieles mehr könnten manche Stadtgebiete unbewohnbar machen. Die Frage nach der Bewertung ist somit möglicherweise nicht mehr aktuell - und scheint mir auch nicht in der Marktbewertung diskontiert zu sein, wobei der Markt dies scheinbar so langsam zu erraten scheint - zumindest abseits der Mainstreampresse, die den Anlegern Sand in die Augen streut.

Man muss durchaus in Frage stellen, ob die Bewertungsmassstäbe hier diesen Entwicklungen Rechnung tragen.

Und wer seine eigene Immobilie nicht eben mal verkaufen kann oder will, aber vor Wertverlust schützen will, weil der gesamte Immobilienmarkt den Bach runter gehen kann, der dürfte dies versuchen über am Aktienmarkt gelistete Unternehmen zu hedgen. So würde ich es zumindest tun.

Wer auf Pump finanziert hat, bekommt dadurch aber Probleme - abgesehen davon dass Vonovia über Substanzvermögen notiert und mit der Neuverschuldung seine EK-Quote zudem verschlechtert hat.

Zahlungsausfälle bei den neuen Mietern sollte man zudem auch in Erwägung ziehen - abgesehen von vielerlei Problemen, die man vermutlich nur unter erhöhtem Personalaufwand begegnen kann.

Securtiy 24 Stunden an 7 Tagen die Woche in allen Wohnvierteln usw. usw. dürfte von Nöten sein. Und selbst dann ist nichts sicher...

Man wird sehen, was aus dem deutschen Immobilienmarkt werden wird. Leerstand gibt es schon heute zur Genüge im Rurhgebiet. Die Neubauvorhaben der Neubaulobby sind eine Verschwendung an Steuergeldern. Da wird Vonovia Probleme bekommen, wenn die bereits Leerstand haben und vermieten verwollen.

Die Politik macht alles, damit Unternehmen vor die Hunde gehen. Das ist schon bei Eon und RWE zu beobachten. Vermutlich wird man das hier genauso handhaben. Zwangsabgaben auf den Immobilienbestand sind dabei noch nicht einmal berücksichtigt. Mal sehen ob die Staatsfonds sowas mittragen werden, sofern diese nicht schon am abstossen sind.

Das erfährt man meistens eh erst hinterher...

Vonovia ist ja nur stellvertretend für den restlichen Immobiliensektor. Vermutlich in den DAX aufgenommen worden, damit Versicherungen und Banken ihre Immobilienportfeulios über Leerverkäufe komplikationsos hedgen können gegen Wertverfall. Das erspart den aufwendigen und kostspieligen Gang zum Notar und ist für wenige Euros bereits kollektiv zu managen, in dem die big boys mit ihrem bad money einfach auf den Verkaufsknopf drücken. Alles ganz legal. Finanzieren tun dies die Aktionäre die dafür mit einer Dividende abgespeist werden, die wahrscheinlich nicht einmal den Wertverlust im worst Case decken wird.

Dividendenstreichungen bei überschuldeten Unternehmen sollte man zudem auch einplanen. Es sind soviele Dinge denkbar, die meines Erachtens als Risiko hier nicht wahrgenommen werden.

Einzig und allein eine Hyperinflation würde die Dinge nominal bessern. Aber die Überschuldung sprich derzeit eher für Deflation. Massenarbeitslosigkeit kann zudem Druck auf Immobilienpreise auslösen. Die Flüchtlingskrise wird also auch von dieser Seite aus auf die Einkommen der Menschen drücken. Mieten könnten zurückgehen und mancherorts ganze Stadtviertel unbewohnbar werden.

Also so rosig wie das immer in den Medien geschildert wird, sehe ich das nicht.

Und wie gesagt - die neue Heimat ging in den Achtzigern vor der grossen Rally für 1 DM weg - war sozusagen das Schlusskapitel des Niederganges des Immobilienkonzerns. Das wären heute 0.50 Euro für ein Portfeuille das man heute mit Abermilliarden bewertet. Irgendwer hat sich da dumm und dusselig verdient.

Die Deutsche Wohnen wehrt sich angeblich gegen die Übernahme - so die Medien. Halte das für Affentheater und Blendwerk - das Werthaltigkeit suggerieren soll. wo keine ist.

Meines Erachtens ist der Laden nicht nur übrschuldet, sondern auch überbewertet.

Insofern sehe ich den Immobilienmarkt mit einer gehörigen Portion Skepsis.

Wie hoch sind eigentlich die Gehälter des Management, die die Aktionäre hier blechen?

Ich denke es kann nicht schaden sich gegen drastische Preiseinbrüche am Immobilienmarkt durch die Flüchtlingskrise abzusichern.

Hinweis:

Ich habe keine Aktien an dem Unternehmen. Es kann dennoch ein Interessenkonflikt bestehen, da ich Finanzinstrumente halte und ggf weitere erwerbe.
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Robert_Reichschwein
14.01.16 00:15:42
Beitrag Nr. 5
wenn das in Deutschland so wird wie in den USA dann fallen die Preise zwar wenn Flüchtling (in den USA: Schwarze) in der Nähe einziehen

auf lange Sicht sind in den USA jedoch alle Immopreise wieder gestiegen, dies könnte in Deutschland auch passieren

wenn jetzt natürlich die Grund-Steuern aufgrund der stark gestiegenen Sozialkosten für die Flüchtlinge steigen sieht es wiederum nicht so gut aus, das stimmt
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big_mac
14.01.16 06:42:40
Beitrag Nr. 6
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.484.668 von Indextrader24 am 13.01.16 20:36:43Warum sollte man schulden nicht bedienen können wenn Immobilienwerte fallen ?
Solange der Cash Flow da ist - kein Problem.

Die Vermietbarkeit kann allerdings ein Problem werden, ein noch größeres wären steigende Finanzierungskosten.
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Indextrader24 [Blogger]
14.01.16 09:44:19
Beitrag Nr. 7
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.486.375 von Robert_Reichschwein am 14.01.16 00:15:42Eine Erhöhung der Grundsteuern wäre wohl das kleinere Übel - wesentlich teuerer würden Zwangsabgaben zu Lasten von Immobilienbesitzern sein.

Da können auf Knopfdruck dank ESM und Zensuserfassung jederzeit Milliardenschwere Belastungen eingetragen werden.

Das sollte einem schon Sorgen bereiten. Man schaue mal nach Griechenland, was dort mit Immobilienbesitzern inzwischen gemacht wurde. Das ist im Grunde eine staatliche Vergewaltigung, die da stattfindet. Sowas wird auch hier paassieren. Für mich nur eine Frage der Zeit.

Wer Immobilien zu Investitionszwecken besitzt könnte in die unangenehme Lage kommen diese deshalb unter Marktwert massenhaft zwangsliquidieren zu müssen.

Wenn dann bei sinkenden Marktwerten die Schulden aufwerten, dann bekommen solche Unternehmen existentielle Schwierigkeiten.

Ich weiss nicht wie die besichert sind, aber Nachschusspflichten dürften sicherlich existieren. Die Eigentümer - in diesem Fall die Aktionäre dürften daher massiv zur Kasse gebeten werden, wenn die Lawine erst einmal am rollen ist.

Um Ausreden ist die Politik ja nie verlegen, wenn es darum geht neue Gebühren und Abgaben den Menschen aufzuerlegen.

Hinweis:

Ich habe keine Aktien an dem Unternehmen. Es kann dennoch ein Interessenkonflikt bestehen, da ich Finanzinstrumente halte und ggf weitere erwerbe.
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Wertefinder1
14.01.16 15:50:54
Beitrag Nr. 8
Provoktaiv gefragt: Was raucht der Indextrader24, das er so außerhalb der Lebensrealität in Deutschland denken kann.

Am Rande: Die Vonovia-Aktie notiert unterhalb ihres NAV. Einzig richtig ist, das man diese Aktie nicht unbedingt haben muss. Allerdings bekommt sie als DAX-Wert und grösster Immobilienkonzern wohl einen Bewertungsaufschlag.

Wenn gleich alle Wohnungen aller börsennotierter Wohnungsgesellschaft zusammen glaube ich nicht mal 5 % des Wohnungsbestandes in Deutschland ergeben.
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Indextrader24 [Blogger]
15.01.16 15:36:22
Beitrag Nr. 9
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.491.964 von Wertefinder1 am 14.01.16 15:50:54Die Realität holt sie gerade ein. Zudem rauche und trinke ich nicht.

Da ist ein Verkaufssignal heute entstanden. Und das ist per Stundenschlusskurs bestätigt. Wird auf Wochenbasis wohl auch noch bestätigt.

Sie werden vielleicht in einigen Jahren noch über die Diskussion hier sich erinnern so Gott will und ein Krieg nicht alles in Schutt und Asche legt.

Schon mal auf die Idee gekommen, dass Staatsfonds verkaufen müssen, dies aber vorher nicht ankündigen geschweige den kommunizieren. Abgesehen davon ist die Aktie deutlich zu teuer...

Die Neue Heimat 2.0 kann das hier werden...


Hinweis:

Ich habe keine Aktien an dem Unternehmen. Es kann dennoch ein Interessenkonflikt bestehen, da ich Finanzinstrumente halte und ggf weitere erwerbe.
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Wertefinder1
15.01.16 19:15:10
Beitrag Nr. 10
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.501.903 von Indextrader24 am 15.01.16 15:36:22Ob die Aktie jetzt noch bei 25 Euro zu teuer ist - ich weiss es nicht.

Ich kann nur sagen, das ich persönlichen Kontakt zum Vonovia-Gebietsleiter in unserer Gegend habe. Und ich sehe, das die kräftig in den Bestand investieren - was der leergefegte Handwerkermarkt eben noch an Arbeitskapazitäten hergibt.

Und sie dabei sind, in den nächsten Jahren die Potentiale von noch nicht bebauten Grundstücken zu heben. Das wurde hier jahrzehntelang unter den angelsächsischen Hedgefonds als Eigentümer mehr als vernachlässigt. Die Vonovia versucht jetzt, die versteckten Werte im zugekauften Portfolio zu heben.


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